B.a.r.f. was füttert ihr euren Hunden??

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von knuffel84 04.08.07 - 20:23 Uhr

Hallo zusammen!!

Mein Hund bekommt jetzt seit 10 Tagen Rohfutter. Die Umstellung hat echt prima geklappt und es scheint ihm auch ziemlich gut zu schmecken!

Was füttert ihr euren Hunden alles?? Legt ihr auch einen Fastentag ein?? Nehmt ihr wirklich alle Ölsorten die in den meisten Büchern stehen???

Für die Hundeschule nehme ich immernoch "normale" Leckerchen mit. Bisher hatte er dadurch auch noch keine Probleme!

Knochen hab ich ihm bisher noch keine gegeben, da hab ich schon soooooo viele schlimme Sachen gesehen :-( ist das wirklich notwendig?

Wäre schön, wenn mir jemand antworten würde

Lg
Jasmin

Beitrag von hunaro 05.08.07 - 00:25 Uhr

Hi Jasmin !

Meine Bullys bekommen Rindfleisch, Pansen, Huhn und Fisch. Wenn ich bei meinem Schlachter bekomme, auch Pferd, Schaf oder Ziege. Kopffleisch, Stichfleisch, Schlund und Abschnitte.

Dazu gibt es in ganz geringen Mengen Vollkornhaferflocken, Nudeln oder Reis als Kohlenhydratanteil.

Gemüse gebe ich Möhren, Kohlrabi, Salat, Löwenzahn, Bärlauch, Petersilie, auch Brokkolie, seltener Blumenkohl oder andere Kohlsorten. Wenn Kohl, dann gege ich etwas Kümmelpulver gegen Blähungen dazu.
Obst gibts Äpfel, Banane, oder in geringen Mengen zum Naschen Erdbeeren, Kiwi, Pflaume, Kirsche. Auf Obst stehen meine Damen allerdings nicht so, also gibts das selten.
Gemüse und Obst wird immer im Mixer püriert, außer das Naschobst, das gibts aus der Hand aber entsteint.

Öl gebe ich Dorschlebertran mit Färberdistelöl oder Rapsöl. Mehr nicht.

Knochen können meine Frenchies nicht gut knacken. Sie schlucken zu große Stücke und kotz** sie dann wieder aus. Deshalb gebe ich für die Kalkversorgung Tabletten, oder demnächst auch Knochenmehl. Nötig ist Kalk schon, zumal er gut die Kotfestigkeit reguliert. Zu weich ist Mist, wegen der Analdrüsenleerung. Meine Bullys sind noch nicht ausgewachsen, also brauchen sie ihn auch für die Knochen.

Hüttenkäse mit einem TL Honig verrührt, oder Quark gebe ich auch mal.

Pansen gibts grün und pur, ohne Gemüse, Obst oder Kohlenhydrate.

Ich füttere möglichst abwechslungsreich, und gebe nicht allzuviel "unnatürliche" Dinge dazu. Dinge, die dem Hund in der Natur auch nicht so zugänglich wären.

Fastentage mache ich gar nicht. In nahrungsreichen Gebieten fressen selbst Wölfe tgl. bis mehrmals tgl.. Auf deren Fressgewohnheiten sollte man sich also nicht unbedingt berufen.
Gefüttert wird zwei mal tgl..

Bücher zum Barfen habe ich keine. Mein Wissen habe ich mir aus dem Net gezogen und ich vertraue meinem Augenmaß und Tastgefühl. Ey, früher haben die Leute gebarft, ohne dafür überhaupt eine Bezeichnung zu haben. Trofu gibt es erst seit ca. 70 Jahren, aber davor gab es ja auch Hundeernährung. Und die wenigsten haben sich dazu so viele Gedanken gemacht, wie wir heute. Kranke Hunde gab es dadurch auch nicht mehr, als heute, im Gegenteil...

Ich finde es immer schön, wenn jemand was füttert, was der natur des tieres am Nähesten kommt. Und das ist beim Caniden gewiss keine Nahrung, in der der Getreideanteil den Hauptteil ausmacht.;-)

Grüßchen, Ute

Beitrag von blackangel919 06.08.07 - 09:14 Uhr

Hallo Jasmin,

toll, dass Du dich für das rohfüttern entschieden hast!

Wir barfen unsere zwei seit bereits 1,5 Jahren und ich kann durch die Bank nur positives berichten:

Ich bestelle unser Fleisch zum Großteil im Internet tiefgefroren und fertig abgepackt, weil ich das am einfachsten finde. Und da nehme ich alles was es so gibt: Rind, Huhn, Schaf, Pute und Fisch. Wir füttern auch Knochen und haben noch keine Probleme gehabt, ich nehme immer Rinder- oder Schafknochen und dann schöne große Stücke, da brauchen sie lange zum zerlegen.

Ansonsten gibts bei uns zweimal die Woche püriertes Gemüse (alles außer Kohl, Zwiebeln, Champignons) und zweimal Hüttenkäse mit Flocken etc. Wir benutzen Distel-, Oliven- und Rapsöl, mehr nicht.

Alle Infos die ich damals brauchte, hab ich mir auch aus dem Internet gezogen unter www.gesundehunde.com oder www.barfers.de.

Achso und in der Hundeschule benutzen wir auch ganz normale Leckerchen und immer unterschiedliche und das war nie ein Problem.

Ich möchte nochmal betonen, dass Du mit dieser Art von Fütterung deinem Liebling auf jeden Fall etwas richtig Gutes tust. Alle Vorteile, die man so nennt, kann ich nur bestätigen und vor allem kostet uns das barfen keinen Cent mehr bzw. eher weniger als ein TroFu.

Ich würde keinen Hund mehr anders füttern!

Wenn Du noch Fragen hast, kannst du mich auch gern über VK anschreiben!

Viele liebe Grüße,

Nadine mit Moe + Angie

Beitrag von knuffel84 06.08.07 - 09:20 Uhr

Hi Nadine!

Wollte schon vor einigen wochen anfange zu brafen, aber irgendwie hat sich unsere Tiefkühltruhe nicht richtig geleert ;-). Wir haben bei uns im Ort einen Metzger der nur 2Mal die Woche auf hat und nur Fleisch für Hunde verkauft. Da bekommt echt alles und auch ziemlich günsitg finde ich. Zahle für 1 Kg Fleisch zwischen 1-1,80 Euro. Wird alles frisch zubereitet, habe ich gesehen :-)

Ich portioniere mir das immer in Gefrierbeuteln und tau es dann jeden Tag auf. Pansen find ich jetzt nicht soo toll. Da wird einem ja schlecht! :-( Bäääh, aber Mischfleisch und Muskelfleisch vom Rind rieht ja einigermaßen *g*

Was soll ich sagen?! Ich hab mir das alles viel umstaändlicher und zeitaufwendiger vorgestellt. Lucky schmeckt´s und ich hab n gutes Gewissen! #huepf

Beitrag von didi_jan 09.08.07 - 12:21 Uhr

Ich Teil-B.a.r.f.e Boomer. Morgens bekommt er Trofu Bestes Futter Working Crunch und abends B.a.r.f.
Er bekommt alles was der Natur am nähesten kommt. Knochen müssen schon sein, oder eben Knochenersatz.
Mein Stinker braucht aber die Knochen um sich die Zähne zu reinigen.
Wenn der Hund die Knochen erbricht, dann kann der Magen die noch nicht verarbeiten. Am besten mir weichen Knochen anfangen, weiche Lammknochen, Hühnerhälse etc. Boomer brauchte auch ne Weile, aber jetzt verträgt er sie.