Trennung - Kinder mitnehmen zur "Neuen"?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von bix78 04.08.07 - 20:42 Uhr

Hallo zusammen!

Die Frage oben betrifft mich nicht selbst, beschäftigt mich aber sehr. Eine liebe Kollegin wurde vor kurzem von ihrem Mann wegen einer anderen verlassen, einer gemeinsamen Bekannten, die auch beiden Kinder (9+12) kennen. Insgesamt keine schöne Sache, aber leider nicht mehr zu ändern.

Nun ist es so, dass der Ex bereits bei der Neuen wohnt und die Kinder dorthin mitnehmen will, auch über Nacht, wovon meine Kollegin gar nicht begeistert ist. Vor allem das jüngere Kind ist unglücklich über die Trennung, das ältere ist sehr verständig und äußert selbst, wenn es Probleme mit einer Situation hat. Das Jüngere ist mit der neuen Situation sichtlich überfordert und mag dort nicht hingehen.
Der Vater ist in dieser Hinsicht uneinsichtig und steht noch dazu auf dem Standpunkt "beide Kinder oder keines", sodass das Jüngere oft in die Rolle des "Spielverderbers" gedrängt wird.
Die Mutter würde nun den Kontakt zur Neuen (wenn er denn sein muss) vorerst gerne einschränken, zumindest was das jüngere Kind angeht. Der Vater sieht darin nur eine Schikane und schaltet auf stur.

Wie ist mit einer solchen Situation umzugehen? Klar ist meine Kollegin sehr verletzt, aber sie hat vor allem das Wohl der Kinder im Sinn. Ihr Ex macht es sich sehr leicht, tut im Prinzip was er will und sie hat Angt, dass die Kinder zu sehr darunter leiden. Auf ihre Bitte hin, er möge mit der Neuen nicht vor den Kindern herumknutschen, weil das jüngere Kind damit bei einem früheren Vorfall nicht zurande kam, gab es als Antwort nur Geschimpfe, von wegen sie würde ihm das neue Glück nicht gönnen. #kratz

Sorry, dass ich euch jetzt so zugemüllt habe, aber ich würde meiner Kollegin gerne irgendwie helfen, sie ist mit der Situation ein wenig überfordert und weiß momentan nicht weiter.

#danke und schönen Abend noch!

Beitrag von genug 05.08.07 - 08:55 Uhr

Guten Morgen,

es ist doch immer wieder Schade zu hören, wie manche Elternteile bei einer Trennung reagieren und agieren.

Zum Wohl des Kindes/Kinder!

Nach meiner Meinung, würde ich sagen, der jüngste bleibt dann eben zu Hause und wenn der Ältere gehen möchte, dann bitte.

Wenn der Vater so reagiert (beide oder keins), würde ich eben sagen "dann eben keins"

Das kommt aber wiederrum dem Älteren nicht zu Gute.

Ich sehe die Problematik darin, das der Ältere irgendwann Haß auf den Jüngeren verspürt, kann es aber auch nicht so einschätzen, da ich die Kinder nicht kenne.

Deine Kollegin sollte sich Hilfe von Außen holen, um den Kindern gerecht zu werden.

Oder auch, wenn es noch so weh tut, vielleicht kann sie auch darüber mit der Neuen Lebensgefährtin reden.

Eben zum Wohl der Kinder!

Der Jüngste darf auf keinen Fall in die Rolle des "Spielverderbers" geraten, das schürt den Haß irgendwann unter den Geschwistern.

Ich selber habe gemerkt, wenn man alleine versucht, da irgendworein oder raus zu kommen, hat man irgendwann nicht mehr die Kraft.

Man dreht sich im Kreis.

Also Hilfe von Außen.


Lieben Gruß
genug



Beitrag von bix78 06.08.07 - 08:33 Uhr

Danke für deine Antwort, ich werde sie an meine Kollegin weiterleiten!
Leider glaube ich nicht, dass Hilfe von außen - die ja sicher notwendig wäre - eine Option für ist, weil ihr Noch-Mann ja der Meinung ist, dass alles so in Ordnung ist, wie es gerade ist. Dass sie oder die Kinder mit der Situation Probleme haben könnten, sieht er gar nicht (ein).
Aber ein Gespräch mit der Neuen wäre vielleicht eine Möglichkeit.

Glg!

Beitrag von mirrie 06.08.07 - 19:57 Uhr

Das hast du genau richtig gesagt, Genug:

"wenn man alleine versucht, da irgendworein oder raus zu kommen, hat man irgendwann nicht mehr die Kraft.

Man dreht sich im Kreis.

Also Hilfe von Außen. "

Ich drehe mich zur Zeit im Kreis, seit Jahren. Weil ich alleine bin.

lg

mirrie

Beitrag von super_mama 05.08.07 - 20:02 Uhr

Hallo,

ich stecke in der selben Situation wie deine Kollegin. Mein Mann wohnt bei seiner Neuen, unseren Sohn mit dort hin zu nehmen verbiete ich. Bevor ich raus fand das er eine Affaire hat nahm e runseren Sohn des öfteren mit zu ihr wie ich inzwischen weiß und sie fuhren auch zusammen über Wochenenden weg (die angebliche Vater - Kinder - Wochenenden mit Freunden waren). Seit ich das weiß ist bei mir der Ofen aus. Er kann unseren Sohn natürlich sehen kommen wann er will, bleiben so lang er will, mit ihm spielen, etc. aber noch einmal mit zu ihr lasse ich ihn nicht (zumal mein Mann noch nicht mal jetzt mit der Sprache rausrückt wo er ist. Behauptet / Schwört, Stein und Bein er wohne bei einem Freund.
Allerdings ist unser Sohn noch nicht mal 2 Jahre und ich fragte mich immer wieder wieso er so verstört war wenn er von Spielnachmittagen oder solchen Wochenendtrips zurück kam ... klar wenn Papa da mit einer anderen Frau rum gemacht hat :-[.
Mit 9 und 12 Jahren sind die Kids ja schon etwas verständiger, verstehen wenigstens schon mal was vor sich geht, dennoch, auch wenn mir das Wohl und Glück meines Sohnes am Herzen liegt, das wäre mir ein Schritt zu weit.
Ich würde mein Kind einer solchen Situation auch nicht aussetzen. Das die Eltern sich trennen ist schon ein hartes Stück Brot für sie, schließlich ist es für ein Kind das vermutlich Schlimmste was passieren kann, wenn der Vater sein neues Glück dann auch noch vor ihren Augen so zelebriert, das Kind / die Kinder damit offenbar überfordert sind ... wir schmeissen unsere Kinder ja auch nicht in den Löwenkäfig und warten ab was passiert.
Ich finde es immer wieder einfach nur furchtbar wie sorglos Elternteile mit ihren Kindern umgehen und kann deiner Kollegin in ihren Bemühungen nur Glück wünschen und hoffe wirklich das der Kleine das bald verarbeitet und der Vater zur Vernunft kommt und einsieht das es für ein kinderherz schwer zu verkraften ist sowas mitanzusehen.


Beitrag von bix78 06.08.07 - 08:37 Uhr

Es tut mir ehrlich leid für dich, dass auch du in so einer Situation steckst! #liebdrueck
Warum sind manche Männer nur so dermaßen unsensibel und egoistisch? Warum werden Kinder in Situationen gebracht, die schon Erwachsene überfordern - wie muss es dann einem 2jährigen dabei gehen?

Ich wünsche dir und deinem Kleinen alles Gute - und danke für deinen Erfahrungsbericht!

Glg!

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 12:18 Uhr

wie gut das du deinem ex NICHT verbieten kannst die kinder mitzunehmen! das was du betreibst ist umgangsverhinderung und kann dich das sorgerecht kosten...ob er eine neue hat und bei ihr wohnt geht dich absolut NICHTS an!

Beitrag von liki 06.08.07 - 16:53 Uhr

Sie schreibt:

"Er kann unseren Sohn natürlich sehen kommen wann er will, bleiben so lang er will, mit ihm spielen,..."

also kann von einer Umgangsverweigerung nicht die Rede sein - denn sie verweigert ja nicht den Umgang, sondern nur das Mitnehmen.

Ich glaube nicht, dass dies im Falle eines 2-jährigen (!) Kindes das Sorgerecht kosten kann, wenn die Mutter nachweislich dem Vater die Möglichkeit gibt, das Kind so oft er will zu sehen. Unter 3-jährige müssen nicht zwangsläufig bei ihrem Vater übernachten, das kann nach dem Einzelfall gerichtlich abgewogen werden.

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 16:58 Uhr

natürlich hat der vater auch das recht das kind mitzunehmen wenn eine beziehung da ist........das kind gehört NIEMANDEM!! sondern die eltern!! sind damit betraut seine erziehung und das aufwachsen zu begleiten!

Beitrag von liki 06.08.07 - 17:21 Uhr

seltsame Antwort. du gehst in keiner Weise auf mein Geschriebenes ein. Deine Antwort klingt sehr polemisch.

Ich habe nicht geschrieben, dass das Kind jemandem gehört.

ich habe geschrieben, dass von Umgangsverweigerung nicht die Rede sein kann, wenn Umgang jederzeit stattfinden kann.

ich habe geschrieben, dass die Gerichte bei unter 3-jährigen Einzelfallentscheidungen machen in Bezug auf Übernachtung beim Vater.


Das Kind gehört niemandem, aber das Kind hat seinen Lebensmittelpunkt bei einer Person (in dem Fall der Mutter). Die muss Umgang gewähren und ab einem bestimmten Alter auch Übernachtungsumgang, es sei denn, es liegt eine Kindeswohlgefährdung vor, was wir hier nicht beurteilen können.

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 17:26 Uhr

das mit dem gehören eines kindes habe ich der vollständigkeit wegen geschrieben da hier manche meinen nur die mutter hat das sagen über ein kind.

der umgang kann eben nur stattfinden wenn die mutter es erlaubt und wo sie es erlaubt und das ist definitiv unrichtig. es gibt kein gesetz das vorschreibt das kinder nicht auch mit einem jahr beim vater sein dürfen!!! das ist matriachat pur!!!

Beitrag von liki 06.08.07 - 17:59 Uhr

es gibt kein gesetz das vorschreibt das kinder nicht auch mit einem jahr beim vater sein dürfen!!!

und noch Mal: habe ich das geschrieben ?

wie kommst Du auf den Umkehrschluss ?

Nur weil ein unter 3-jähriges Kind in Einzelfallenscheidungen nicht beim Vater nächtigt, heißt das bei Dir gleich "es gibt kein Gesetz, das vorschreibt, dass die Kinder nicht auch mit einem Jahr beim Vater sein dürfen !!!"

Natürlich nicht ! NAtürlich dürfen Kinder unter 3 Jahren auch beim Vater sein. Aber unter bestimmten Umständen MÜSSEN sie es nicht.

Du antwortest sehr verdreht und emotional.
Das bringt aber keinen weiter.

Weder Kinder, noch Väter noch Mütter.

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 18:04 Uhr

das problem dabei ist das du EINZELFÄLLE verallgemeinerst!

Beitrag von liki 06.08.07 - 18:09 Uhr

nein. Es heißt offiziell "von Einzelfallentscheidungen abhängig" - eben, weil man nicht verallgemeinern kann. Kinder unter 3 Jahren und die elterlichen Situationen sind so unterschiedlich, dass man sie eben nicht in einen Pott werfen kann und schreien kann, dass eine Mutter Sorgerechtsentzug bekommt, wenn sie ihr 2-jähriges nicht beim Vater übernachten lässt.

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 18:16 Uhr

sie kann durchaus das teilsorgerecht für den bereich umgang verlieren wenn sie sich aus eigener machtfülle heraus bewogen fühlt den umgang einzuschränken! eben auch eine möglichkeit des umgangs! genau wie sie muss das kind nicht beim vater lassen!

Beitrag von liki 06.08.07 - 18:20 Uhr

Nein.
Da sie den Umgang nach eigenen Angaben gewährt, so oft er will, kann ihr das Sorgerecht deswegen nicht entzogen werden.

Wenn sie ihn beschränken würde, "aus eigener Machtfülle", dann ja. Aber was hier "eigene Machtfülle" ist und nicht, kannst weder Du, noch ich entscheiden. Oder bist Du Familienrichterin ?

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 18:24 Uhr

gott sei dank bin ich das nicht!!!!!



nur, weil sie die neue nicht magh ist es ihre intention ihm das kind nicht mitzugeben...so klingt es für mich.....und das ist klar daneben!

Beitrag von liki 06.08.07 - 18:25 Uhr

ja, das ist daneben. Finde ich auch !

Aber: zwischen "etwas deneben finden" und "beurteilen können, ob Sorgerecht entzogen werden kann", liegen nun mal Welten.

So, nun aber Schluß :-)

schöne Grüße ;-)

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 18:37 Uhr

immerhin waren wir beide nicht ot und blieben sachlich....


war nett mit dir


LG

P

Beitrag von liki 06.08.07 - 18:38 Uhr

fand ich auch :-)

Beitrag von super_mama 06.08.07 - 21:51 Uhr

Hallo,

noch mal ganz deutlich, auch wenn du es schon richtig erfasst hast, ich enthalte ihm seinen Sohn nicht vor ! Würde ich nie tun. Niemals ... es sei denn er würd eihn misshandeln, aber was er jetzt eben tut ist für mich bereits seelische Misshandlung.
Er könnte kommen wann er will, doch eine gewisse Vertrauensbasis müsste erst einmal hergestellt werden denn jetzt sieht der Kleine seinen Vater wenn es hoch kommt mal alle 3 - 4 Tage und das nur für eine halbe Stunde. Dazu sei gesgat das mein Mann und ich, so verletzt und gekränkt ich auch bin, nicht streiten weil ich das auf keinen Fall will ... es würde über kurz oder lang auf dem Rücken des Kleinen ausgetragen werden und das will ich vermeiden.
Er ist und bleibt sein Vater !
Die Vertrauensbasis zwischen meinem Mann und mir ist leider komplett weg und das nicht nur weil er mich betrogen hat/betrügt sondern eben auch weil er den Kleinen mehrfach mit zu ihr nahm ohne mein Wissen, unser Sohn total verstört war manchmal, er mir noch immer keinen reinen Wein eingeschenkt hat (laut ihm wohne er ja bei einem Freund - den ich nicht kenne - würdest du dein Kind einfach irgendwo hin gehen lassen, nicht mal 2 Jahre alt und nicht wissen wo es ist ?). Da kann er der Vater sein wie er will, anders herum würde er mich den Kleinen ja auch nicht einfach mitnehmen lassen zu einer fremden Person und nicht mal sagen wo er ist.
Ausserdem zeigt er nicht mal Interesse daran wie es ihm geht, was er tut und macht.
Wir hatten seit der Geburt des Kleinen ein Ritual und das war, sobald einer von uns nicht da war um ihn abends ins Bett zu bringen rief der der da war an damit der wenigstens die Stimme hören konnte ... anfangs kam mein Mann wenigstens noch abends um den Kleinen ins Bett zu bringen, dann rief er wenigstens an um gute Nacht zu sagen ... inzwischen unterhält der Kleine sich mit der Mailox und das jeden Abend.
Es müsste dringend Vertrauen aufgebaut werden, doch er tut nichts.
Klar wenn er herkommen würd eund sagen würde ich nehme ihn mit, dann könnte ich nichts dagegen einwenden oder tun, würde nur einfach qualvolle Stunden ausstehen, aber er will ihn ja nicht mal mehr mitnehmen. Er will ja nicht mal mehr Zeit mit ihm verbringen und darunter leidet der Kleine ganz gewaltig. ... das hat wirklich nichts mit Macht haben oder verletzten Gefühlen meinerseits zu tun.
Klar bin ich verletzt, aber das er unseren Sohn so verletzt, das tut noch viel mehr weh.

Beitrag von schwalliwalli 06.08.07 - 23:45 Uhr

sondern eben auch weil er den Kleinen mehrfach mit zu ihr nahm ohne mein Wissen,

dieser sat ist bezeichnend!

es geht dich absolut nichts an wohin dein ex mit eurem kind fährt!!!

Beitrag von super_mama 07.08.07 - 00:03 Uhr

1. noch nicht mein ex 2. sieht meine anwältin und die sozialarbeiter das anders ! ich als mutter habe ein recht darauf zu wissen wo mein kind ist !

Beitrag von schwalliwalli 07.08.07 - 00:40 Uhr

wissen darfast du es aber nie vbieten wen er eine neue hat so blöd das ist

Beitrag von super_mama 07.08.07 - 19:48 Uhr

Hilfe bist du lang auf ;-).
Wie schon im eigentlichen Beitrag gesagt, er zeigt ja gar kein Intresse mehr an unserem Sohn ... will ihn ja nicht mal mehr mitnehmen oder her kommen um mit ihm zu spielen undd er Kleine (so happy er auch ist Papa zu sehen), nur mit ihm will er gar nicht mehr sein. Selbst wenn mein Mann da ist kommt er zu mir gerannt um mit mir zu spielen. Er vermisst seinen Vater ... sehr sogar ... aber er war auch imme rverstört wenn er zurück kam und einem nicht mal 2 jährigen Kind kann man sowas nichts antrainieren oder erklären.

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