Wie würdet ihr auf Verlustängste (=Schlafprobleme) reagieren?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von flatzke 04.08.07 - 21:19 Uhr

Hallöchen!

Luana ist 17 Monate alt und war bisher eine unkomplizierte und "liebe" Schläferin. #freu
JETZT ist alles anders - seit ca. 2 Wochen. Mittags und abends schreit sie beim ins-Bett-bringen in einer Tonlage wie ich sie bisher noch nie gehört habe. Klingt ein bischen so, als würde sie um ihr Leben schreien, als wäre das Bett giftig oder heiss .... #heul:-[#heul

Sie beruhigt sich nur, wenn man sie aus dem Bett nimmt. Dann legt sie sofort den Kopf auf meine Schulter und ist ganz ruhig. #liebdrueck
DANN könnte ich stundenlang mit ihr durch die Gegend laufen. Hinlegen geht GAR NICHT. Sollte ich das Glück haben und sie schläft nach über einer Stunde auf meinem Arm ein, kann ich sie trotzdem nicht hinlegen. In der gleichen Sekunde steht sie senkrecht auf meinem Arm und brüllt mal wieder "um ihr Leben". #schmoll

Anfangs hat es ganz gut geklappt, wenn ich mich zusammen mit ihr hingelegt habe und dann rausgeschlichen bin. DAS funktioniert jetzt auch nicht mehr. #schmoll Dann wacht sie dauernd auf und schreit weil ich weg bin (zumindest mittags). Abends habe ich sie immer schlafend zurück in ihr Bett gelegt, wenn ich ins Bett wollte. Zusammen mit meinem Kind im Bett - NO WAY. Da mach ich die ganze Nacht kein Auge zu, werde getreten, hab keinen Platz usw.

Was würdet ihr machen? #kratz Sie weiter bei uns im Bett einschlafen lassen und hoffen dass sie sich nicht in ein paar Wochen dran gewöhnt hat und dann das Drama "perfekt" ist?
Es heisst immer so schön, man solle bloss nicht FERBERN, aber was dann? Wie kann ich ihr über ihre Verlustängste hinweg helfen? #gruebel

Vielleicht habt ihr ja eine Idee, erzählt doch mal, wie solch eine Phase bei euch VORBEI gegangen ist udn nach welcher Zeit. #danke

Viele Grüsse,
Dorthe + Luana (17 Monate)

Beitrag von nuckelspucker 04.08.07 - 21:26 Uhr

hey,

eigentlich sollte das nur eine phase sein, die wieder vergeht. stundenlang herumtragen ist aber sicher keine lösung, nicht für kurze zeit und schon gar nicht dauerhaft.

schläft sie denn, wenn du dich dazu legst beim einschlafen? wenn nicht in ihrem, dann in euerem bett?

hat sie nen kuscheltier im bett, das auf sie aufpasst? mein sohn hat ne ganze herde an kuscheltieren im bett, keines davon darf fehlen, sonst schläft er nicht ein.

ansonsten, gib ihr die nähe, die sie braucht und betone immer wieder, dass du immer wieder kommst.

die kleinen verstehen irgendwann, dass die mama auch weggehen kann und haben angst, dass sie nicht wieder kommt.

wie ist es denn, wenn der papa sie hinlegt?

da ist einfühlsamkeit und verständnis gefragt und sicher kein ferbern oder ähnliches.

ich drück euch die daumen, dass es bald vorüber geht.

lg claudia

Beitrag von flatzke 04.08.07 - 21:37 Uhr

Wenn ich mich zusammen mit ihr in unser Bett lege, schläft sie meistens relativ schnell ein.
Und ja, sie hat auch eine ganze Horde voller "Aufpasser" in ihrem Bett, aber für die hat sie sich noch nie wirklich interessiert. Sie sind immer da, aber mehr auch nicht. Wenn wirklich mal einer fehlt, ändert sich auch nichts.
Und wenn der Papa sie hinlegt, ist es genauso wie bei mir.

Vom Prinzip her soll sie die Nähe bekommen die sie braucht, aber ich will echt nicht, dass das zur Gewohnheit wird.
THEORETISCH könnte es auch jetzt schon gewohnheit sein, aber woher weiss ich das?

Ich rede viel mit Luana und sie weiss auch, dass die Mama mal kurz weggeht und dann wiederkommt. Tagsüber zum Beispiel wenn ich mal kurz hoch will um was zu holen. Dann will sie mit, ich erkläre ihr das die Mama nur schnell was holen will und ganz schnell zurück ist. Das akzeptiert sie ohne Probleme.

Beitrag von nonne1 04.08.07 - 21:43 Uhr

Hallo Dorthe,

Jonas schläft schon seit Ewigkeiten (seit ca. 8 Monaten mit zeitweiliger Unterbrechung) bei uns mit im Bett. Allerdings scheint er unter extremen Dauerzahnen zu stehen. Seit Monaten ist sein Zahnfleisch dunkelblau unterlaufen, aber die Zähnchen wollen einfach nicht durchkommen#schmoll.
Er läßt sich abends eigentlich ganz gut in sein Bettchen legen (allerdings in letzter Zeit nur, wenn er bei der Flasche eingeschlafen ist), wird dann aber irgendwann wach (entweder gaannz später Abend oder mitten in der Nacht) und kommt dann zu uns ins Bett. Es ist sicherlich ein Gemisch aus Bequemlichkeit, Kuschelentzug und Masochismus (halten Tritte und Enge schließlich mehr oder weniger freiwillig aus ;-))

Ne, mal Ernst: Gib ihr die Nähe, wenn sie sie braucht. Früher oder später mögen sie nicht mehr kuscheln kommen oder bei uns mit im Bett schlafen und dann vermissen wir es auch, oder??? Ich jedenfalls genieße es größtenteils.

Liebe Grüße

Gabi mit Jonas *29.03.2006, der heute ausquartiert wurde und vielleicht ja somit mal in seinem Bettchen durchschläft :-p

Beitrag von sternenzauber24 04.08.07 - 23:53 Uhr

Ich würde sie mit ins Ehebett nehmen!

Kinder brauchen mal mehr Nähe, mal weniger. Deine Maus braucht gerade mehr davon!

LG, Julia

Beitrag von alisa9 05.08.07 - 16:29 Uhr

Hallo Dorthe,

meine Tochter hat auch eine Zeit-zwei,drei Wochen- nachts geschrien. Sie ist weinend aufgewacht und ich konnte sie nur schwer beruhigen. Zu der Zeit habe ich mich gewundert und mich gefragt was ich machen muß. Heute weiß ich, dass sie Probleme hatte. Sie hat gezahnt, hat somit Schmerzen gehabt und sie hat im Nachhinnein noch Mundfäule bekommen. D.h. es ging ihr überhauptnicht nicht gut. Dadurch das die kleinen nicht sagen können was ihnen fehlt und wir viel zu weit denken machen wir alles so kompliziert.
Ich habe gelernt zwar in bestimmten Sachen konsequent zu sein, aber wenn mein Kind schreiend und weinend aufwacht bin ich immer für sie da. Es ist sehr, sehr anstrengend für mich. Sie schläft in unserem Bett und ich lege sie danach in ihr Bett. Ich denke da nicht mehr viel nach.

Du sagst ja auch das Deine Tochter eigentlich unkompliziert ist. Ich denke sie hat irgendwas. Sei für sie da und mach das was Du für richtig hältst ohne an später zu denken. Versuch aber trotzdem sie in Ihr Bett zu legen. Ich denke auch nicht dass deine Tochter Verlustängste hat, sondern Zuneigung und Nähe will. So war es bei und obwohl wir den ganzen Tag aneinander kleben.:-)

Liebe Grüße
Alisa

P.S. ich habe ihr vor dem Schlafen Osanit Kügelchen geben. Manchmal hat es geholfen bezügl. Zahnen