Wer mußte sein Kind noch wegen Gesichtslage per Sectio entbinden?

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Beitrag von girasol1974 04.08.07 - 22:33 Uhr

Hallo,

ich würde mich gerne austauschen:

meine Tochter mußte wegen Gesichtslage per Notsectio auf die Welt gebracht werden, wer hat noch diese Erfahrung gemacht?

Sie war schon fast da, ich hatte Preßwehen, Mumu vollständig geöffnet, dann wurde die Fruchtblase eröffnet & sie ist mit solch einer Wucht nach unten gerutscht das sie ihren Kopf überstreckt hat & die Hebamme konnte beim tasten nicht den Hinterkopf- wie üblich- sondern den Mund bzw. Oberkiefer tasten... Dann ging alles ganz schnell & sie wurde per Notsectio geholt & war sofort fit :-)

Für mich war es aber Horror, es ist eine Woche her, behaupte ich habe die Schreckensminuten verdaut, aber würde mich gerne austauschen.....

Danke!
Gruß
girasol

Beitrag von kugelbauchi 04.08.07 - 22:38 Uhr

Huhu


Bei mir war es ganz ähnlich #schmoll


Damian war auch ein Sternengucker... jedoch hat das niemand festgestellt.


Ich bin Nachts am 21.ten 1ten ins Krankenhaus mit vorzeitigem Blasensprung und wurde am 22ten Mittags eingeleitet mit Gel... bekam Wehen und wurde kurz darauf bis zum nächsten Morgen an den Wehentropf gehangen. Um 13 Uhr dann kam die OÄ in den Kreißsaal und tastete... MuMu vollständig geöffnet Presswehen... auf einmal "steckte" die gute Frau ihre ganze Hand "in mich rein" und versuchte Dami zu drehen... und stellte dann fest das er mit der Nase unter meinem Schambein festhing.

Keine zwei Minuten später lag ich unter Vollnarkose und mein Söhnchen erblickte das Licht der Welt =D


Verdaut hab ich das bis heute nicht... weiß auch nicht wieso... habs mir einfach ganz anders vorgestellt. Vor allem fehlen mir oft diese ersten Momente des Kennenlernens... als ich meinen Sohn das erste mal sah war er schon "fertig". Gebadet, angezogen...


Naja... passiert ist passiert und nicht rückgängig zu machen =)



Herzlichen Glückwunsch noch zum Nachwuchs =)

lG und schönen Abend
Jess

Beitrag von miss_bucket 04.08.07 - 23:04 Uhr

Hallo Girasol,

bei mir war es genauso, nur hatte ich noch keine Presswehen, ich hatte am 8.6. Blasensprung abends um halb elf, um drei nachts fingen die Wehen an und zogen sich hin bis 10.6. morgens um acht, dann wurden sie schwaecher. Der MuMu war nur 3-4 cm offen und als die Hebi tastete, konnte sie Kira's Mund und Auge fuehlen. Der Arzt bestaetigte das dann. Der Mumu oeffnete sich nicht weiter, weil sie mit dem Gesicht auf dem Beckenknochen drauflag. Ausserdem hatte sie ne Hinterhauptslage. Eine Stunde spaeter war sie per Sectio da, ich war dabei wach (hatte ne Spinalanaesthesie) und mein Freund durfte auch gleich bei ihr bleiben, bis ich fertig genaeht war. Hab sie dann auch gleich angelegt, sie war auch superfit.

Kannst mich gern kontaktieren, oder hierueber anschreiben.

LG,
Steffi u Kira (morgen 8Wo)

Beitrag von manu10.04.76 04.08.07 - 23:17 Uhr

Hallöchen,

erstmal herzlichen Glückwunsch noch zum #baby ;-)

Ich hatte ein ähnliches Problem.
Einige Tage nach der Geburt (ich wurde einfach nicht fertig mit dem Gedanken, dass ich jetzt einen KS erleben musste) fragte ich nochmals eine Ärztin wie es denn nun eigentlich zustande kam, dass meine kleine Mia hängen blieb und sie meinte, dass meine Mia anscheinend einen Sterngucker war und in meinem Becken stecken blieb.

Hier mal meine Geschichte :

Eigentlich dachte ich, dass endlich alles ohne Probleme ablaufen müsste.
Ich hatte zwar schon viel zu früh Vorwehen, durfte nicht mehr arbeiten, musste liegen...volles Programm was man sich eigentlich nicht gerade wünscht. Dann gings mit großen Schritten auf den errechneten ET 09.02. zu und auf einmal hatte ich keine Wehen mehr. Jeder machte seine Witzchen drüber und alle dachten, die Kleine kommt bestimmt jetzt später. Ich konnte am 08.02. kaum einschlafen. Die Kleine war so aufgedreht und boxte mich so heftig, dass ich nur noch Schmerzen hatte. Ich meinte noch zu meinem Mann, wenn das so weiter geht, dann tritt sie die Fruchtblase zusammen.
Nachts um halb eins musste ich auf die Toilette und zwischen der Tür platzte meine Fruchtblase.
Zum Glück war die Kleine schon über 14 Tage vorher fest im Becken und verschloss somit den Ausgang. Mir war ganz komisch, weil ich nicht wusste, wars jetzt die Fruchtblase oder nicht? Dann bin ich erstmal auf die Toilette und beim Aufstehen, schon wieder ein Schwall. Das musste dann doch die Fruchtblase gewesen sein. Also dann mal schnell Mann wecken, anziehn und ab ins Krankenhaus.
Die Wehen kamen immer öfter und ich hielt es kaum noch aus. Die Fahrt war heftig. Im Krankenhaus meinte die Hebamme noch, das dauert nicht mehr lange und die Kleine ist da. Der MuMu ging auch rasend schnell auf und ich hatte eine Wehe nach der Andern.
Irgendwie war ich aber froh und hatte die Hoffnung, dass nun alles ganz schnell vorbei ist. Doch irgendwann gings einfach nicht mehr vorwärts. Sie legten mir einen Tropf. Dann spritzten sie des öfteren Wehenhemmer weil die Wehen durchweg da waren und nichts vorwärts ging. Ich fing szittern an und mir wurde ganz schlecht wegen dem Wehenhemmer. Aber irgendwie ließen die Wehen nicht wirklich sehr nach. Ich durfte verschiedene Übungen probieren (Popo, Hüfte kreisen usw.). Doch ich hatte kaum noch Kraft dazu. Sie schlossen alle möglichen Geräte an und ständig kam und ging die Hebamme. Auch die Ärztin kam und ging. Sie untersuchten dann das Blut von der Kleinen, ob noch alles ok sei. Dann unterhielten sie sich auf einmal mit meinem Mann. Ich hab kaum was mitbekommen vor Schmerzen. Ich hab nur ihre Gesichter gesehen und hatte Angst und gleichzeitig wieder Schmerzen. Als sie wieder gingen, fragte ich, was denn los sei. Mein Mann meinte zu mir, sie würden jetzt noch einen Arzt dazu holen, weil sich die Kleine wohl bei mir verkeilt hätte und nicht weiterkommt. Mit der Kleinen sei aber alles soweit in Ordnung, sie wäre nicht gestresst oder sonstiges....
Der Arzt kam und meinte, dass da leider nichts mehr geht. Der Kleinen gehts soweit gut. Ich konnte auch nicht mehr und hoffte er würde KS sagen. Zu dem Zeitpunkt war mir alles egal. Hauptsache die Kleine ist dann da.
Und so war es dann auch. Der Arzt meinte, dass sich leider nichts mehr tut und keine andere Wahl für einen KS bleibt. Ich wollte aber die Geburt miterleben und entschied mich für eine Teilnarkose. Die Hebamme machte mich OPfertig und anscheinend hatten sie mir irgend etwas eingeführt. Ich hatte das aber nicht mitbekommen. Nun wollten sie dieses Teil wieder entfernen und das ging nicht mehr. Die Hebamme wurde schon ganz panisch und faselte irgendetwas von mit Kopf verkeilt und rannte weg. Jetzt bekam ich Panik. Sie kam mit der Ärztin wieder und nach langem hin und her konnten sie das Teil entfernen. Sie meinte es hätte sich mit dem Kopf der Kleinen verkeilt. Ich muss sagen, ich hab nicht mehr durchgeblickt. Ich war am Ende. Ich hab nichts mehr kapiert. Mir war alles zuviel.
So im Nachhinein kommt mirs vor, als wäre dieses Teil vor dem Kopf meiner Kleinen gewesen. Doch wenn sich dieses Teil verkeilt hatte, dann war doch auch kein Wunder, dass sie nicht raus konnte!!?? Diese Frage wurde mir erst zu Hause wieder bewusst und genau diese Frage war es auch, was mich am meisten beschäftigt hatte. Doch auf diese Frage werde ich nie eine Antwort bekommen.

Nun war ich im OP. Alles ging ganz schnell.
Endlich sah ich die Kleine und gleich war sie wieder weg. Sie wurde kurz untersucht und kam dann mit einem Handtuch eingewickelt wieder. Mein Mann durfte sie auf den Arm nehmen und die Hebamme meinte, er sollte ganz zu mir ran gehen und sie mir zeigen. Doch auf einmal musste ich mich übergeben. Es war so schlimm weil ich meine Kleine nicht wirklich sehen konnte. Mein Mann sollte raus und auch die Kleine war weg. Sie machten mich vollends fertig und schoben mich in den Aufwachraum. Leider hatte ich die Kleine immer noch nicht gesehen. Anschließend kam ich in den Ruheraum des Kreißsaales, mein Mann kam und die Kleine war wieder nicht dabei. Als mein Mann ging, kam die Hebamme rein und brachte mir im Wägelchen meine Kleine. Ich hatte die Kleine neben mir im Wägelchen und noch nie auf dem Arm. Es machte mich traurig. Ich hatte sie noch nicht wirklich gesehen und anfassen dürfen. Es kam mir wie ein fremdes Kind neben mir vor. Auf einmal schrie sie jämmerlich und da lag ich nun, Kind schrie wie am Spieß und keiner kam und half mir. Ich versuchte das Wägelchen hin und her zu bewegen. Doch die Kleine wurde nicht ruhiger. Ich kam mir so hilflos und gleichzeitig als Rabenmutter vor. Ich konnte ihr nicht helfen.
Tage danach wurde es etwas besser. Erst zu Hause fühlte ich mich meiner Mia näher.
Doch die Geburt bzw. den KS zu verarbeiten, dass ist das Schlimmste. Zu Hause konnte man kaum etwas machen, ständig hatte man Probleme mit der Narbe. Ich war oft traurig und enttäuscht. Allerdings war das immer nur nachts wenn ich Mia gestillt hab oder im Internet Erfahrungsberichte gelesen habe. Ich konnte mich keinem anvertrauen. Ich traute mich einfach nicht. Irgendwann hab ich es dann gewagt, ich hab meinem Herzen Luft gemacht und meiner Mutter meinen ganzen Kummer erzählt. Mir ging es danach etwas besser. Doch so, dass alles wie weggeflogen war, leider nicht.
Ich hab jetzt sehr lange gebraucht um überhaupt meine Narbe anschauen und anfassen zu können. Es war für mich wie ein Fremdkörper und sah einfach eklig aus.
Mittlerweile geht es mir ganz gut. Hin und wieder muss ich zwar noch an die Geburt denken, aber ich hab nicht mehr so starke Probleme damit wie am Anfang.
Nachdem ich vor kurzem einen Bericht im Fernsehen gesehen hab, wie Frauen früher ihre Kinder auf die Welt brachten. Sie erzählten, dass Frauen und die Babys früher gestorben sind wenn sie, so wie Mia, verkeilt waren.
Dann bin ich doch etwas froh darüber, dass es einen KS gibt.
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Mir hat sehr viel geholfen im Internet zu lesen, auch wenn ich hin und wieder bei den Berichten heulen musste.


Liebe Grüße Manu

P.S.: Ich hab damals ein KS-Forum gefunden. Es wurde kurz nach meinem KS erst eröffnet und ist nun gut besucht und hat viele Berichte über KS.
Wenn du magst, kann ich dir die Adresse geben ;-)