Essstörung und PEG

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kampfkruemmel 05.08.07 - 10:52 Uhr

Ich erkläre euch eine PEG. Jedes Frühchen (die meistens jedenfalls) haben eine Magensonde über die Nase in den Magen. Eine PEG ist auch eine Magensonde aber die direkt am Magen sitzt. und über einen Schlauch am Bauch rausführt.
Steve hat kein Hungergefühl das heißt er kann 1-2 Tage nichts essen oder es gibt auch Tage da isst er mal ein Keks. Er bekommt zusätzlich hochkaloriereiche Nahrung das er Vitamine usw zu sich nimmt. An was es liegt das er nichts isst wissen die Ärzte heute noch nicht. Wir haben eine Essstherapie sowie ein Kuraufenthalt hinter uns. Die zweite Esstherapie steht schon in den Startlöchern müssen aber noch auf einen Thermin warten.
Das ist mit Peg ist ein geplant wissen aber noch nicht wann+
Wer Tips wegen Esstörung braucht kann sich gerne an mich wenden
steve wiegt 10.7kg bei 90cm und ist 3.9Jahre alt
Julia

Beitrag von svenja2006 05.08.07 - 11:10 Uhr

Hallo Julia!

Das hört sich wirklich nicht gut an-ich drücke euch ganz dolle die Daumen, das Steve bei der 2. Esstherapie das Essen und den Hunger lernt, so eine PEG ist ja schließlich auch nicht wirklich wünschenswert, obwohl sie schlußendlich wohl der letzte Ausweg ist.

Meine Tochter ist auch essgestört, wenn ich allerdings mit Steve vergleiche, doch nur sehr leicht essgestört. Ich finde sie schon furchtbar dünn, 9 kg/77,5 cm. Gegen Steve ist sie ja aber schon recht kräftig. Sie ist seit Geburt eine ganz schlechte Esserin, wirklich gemeldet vor Hunger hat sie sich erst ganz selten mal, selbst als Säugling musste man sie immer daran erinnern. Ausserdem schafft sie nur sehr kleine Portionen, bis zum 1. Geburtstag trank sie nur Flasche, und da pro Mahlzeit nie mehr als 140 ml!!!!! Tagesmengen waren dann auch immer krass wenig. Nun isst sie am Tisch mit (sagen wir mal sie versucht mal an allem, wenns schmeckt isst sie auch mal, aber nur kleine Mengen), aber hauptsächlich ernährt sie sich von Pudding, Griesbrei und BebaMilch #augen. Das lassenh wir nun auch so, versuchen möglichst NULL Druck essenstechnisch auszuüben, das geht nur nach hinten los. Da das Gewicht anfang des Jahres deutlich schlechter war, bekam sie ein Nahrungsergänzungnsmittel zur Kalorienzufuhr, Maltodextrin 6, das half ganz gut. Ausserdem erhält sie Multibionta Tropfen, da sie NULL Obst und Gemüse isst.

Ich mache mir noch heute immer viele viele Sorgen bezüglich des Essens/Gewichts und würde mich daher sehr freuen, wenn wir beide in Kontakt bleiben könnten und du mir ein wenig von eurer Geschichte erzählst!

Liebe Grüße, Nicole & Svenja 16 Monate

Beitrag von kampfkruemmel 05.08.07 - 11:26 Uhr

Dann hat sie mehr aus der Flasche getrunken wie Steve. Steve hat in seinen Glanzzeiten höchstens 120ml geschaut das war aber das höchste der Gefühle meistens zwischen 30-90ml alle 4stunden
Julia

Beitrag von svenja2006 05.08.07 - 11:49 Uhr

Das kann sein, allerdings kamen 140 ml vielleicht 1x pro Woche vor, sonst waren es auch immer eher 80-90 ml, als kleiner Säugling waren wir laaange Monate froh wenn sie 50/60 ml pro Mahlzeit schaffte. Da war eine Tagesmenge von 500-600 ml purer Luxus.

Nun war sie dieses Jahr noch dazu 3x im Krankenhaus. 2x wegen Rota-Virus und vor 2 Wochen wegen Nierenbeckenentzündung, da hat sie zusätzlich jeweils 5-10% Körpergewicht verloren. Sie ist immunschwach und sehr infektanfällig, ist das bei Steve auch so???

LG, Nicole

Beitrag von kampfkruemmel 05.08.07 - 18:32 Uhr

Gott sei dank ist er nicht so infektanfällig bís auf mal schnupfen,husten gut hatten aber auch schon Lungenentz. Bronch. Scharlach usw.
Sein Blutwerte sind bis auf 2 Werte in Ordnung
Julia

Beitrag von thiui 05.08.07 - 19:50 Uhr

danke für die erklärung. ich wußte auch nicht, was ein peg ist und finde es wirklich nett, daß du dir die zeit genommen hast, es uns zu erklären.

das klingt echt nicht leicht für euch, was ihr da durchmachen müßt!

lg, siiri!

Beitrag von fibi7 06.08.07 - 19:22 Uhr

Hallo Julia!

Hat Steve momentan eine Nasensonde?

Mein Kleiner ist auch sehr schmächtig, es gibt Tage da verweigert er das Essen völlig, mir wurde genau wie dir nahegelegt, eine PEG legen zu lassen. Später dann einen Button, ja nachdem. Allerdings ist Nils wesentlich jünger aber fast genauso groß. Momentan ist er 87 cm groß und wiegt 9,5 kg.

Wo seid ihr in Behandlung? Bei Nils liegen die Gründe für sein geringes Hungergefühl zum einen in seiner Nierenerkrankung, zum anderen bei diversen Nahrungsmittelallergien und seiner Fructosemalabsorbition. Er hat oft Bauchschmerzen und bräuchte eigentlich wesentlich mehr Kalorien um seinen Bedarf zu decken. Naja, mal sehen wie wir uns entscheiden.

Liebe Grüße
von Alex

Beitrag von schwarzerx5 07.08.07 - 15:05 Uhr

hallo,
meine kleine heute 5 monate hat auch eine magensonde liegen und es sollte letzte woche eine peg gelegt werden.
ich war dagegen, weil es für mich so entgültig ist.
leonie ißt seit der letzten herzop nicht mehr genug, sie ißt pro mahlzeit nur ca. 50 ml.
auch bei ihr weiß man nicht woran es liegt, da sie vor den ops
gut gegessen hat.
sie ist jetzt 64 cm und wiegt 5000g.
wie gehst du damit um und was versuchst du damit dein kind ißt?
lieben gruß andrea