SS-Diabetes! Einleiten oder Kaiserschnitt?!?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von alexa84 05.08.07 - 11:06 Uhr

Hallo an alle!:-D

Ich habe leider SS Diabetes und nehme sogar Insulin. :-(
Mein Frauenarzt und die Ärzte im Krankenhaus meinen das unser kleiner auf jedenfall vor dem eigentlichen ET kommen soll, da er sonst zu groß werden kann.
Nun haben die mir im Krankenhaus die ganze Zeit was von Einleitung erzählt - davor habe ich echt tierisch angst. #heul Denn ich hab gehört das die Wehen richtig extrem sein sollen und eine Einleitung dann oftmals als Kaiserschnitt endet. #schock
Deswegen bin ich auch am überlegen ob ich nicht gleich einen Kaiserschnitt machen lassen soll. Wobei ich bei einem Kaiserschitt mit den Schmerzen danach und das fehlende Geburtserlebnis daran zweifle.

Wie sind eure Erfahrungen mit Einleintungen und Kaiserschnitt??
Freue mich über viele Antworten

Liebe Grüße
Alexa mit #babyBOY -25Tage ;-)

Beitrag von sooza 05.08.07 - 11:13 Uhr

Hallo Alexa,

ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie eine Einleitung so ist, aber ich würde Dir raten, nich so viele Horrorgeschichten zu lesen. Jede Geburt ist anders und es gibt sicherlich auch viele Frauen, die hatten nach einer Eileitung eine schnelle, komplikationslos und gute Geburt - nur dass die sich nicht in Internetforen ausweinen müssen und man es daher nicht mitbekommt.

Ein KS ist meiner Ansicht nach immer die riskanteste Möglichkeit, vor allem für die Mutter. Das sollte nur das letzte Mittel sein. Das würde ich für mich persönlich niemals als eine ernsthafte Alternative zur spontanen Geburt sehen - Ausnahme ist natürlich wenn das Kind irgendwie gefährdet ist, versteht sich. Eine spontane Geburt ist für Mutter UND Kind der beste Start. Und bei Dir habe ich gerade den Eindruck, es geht gar nicht um Gefahr für das Kind, sondern um Deine eigenen Ängste. Hast Du eine Hebi, mit der Du das mal besprechen kannst und die Dich da seelisch und moralisch unterstützen kann?!

Mach Dir nicht so viele Sorgen und lass es auf Dich zukommen #pro Das wird schon.

Grüße
Sooza (40. SSW, ET-7)

Beitrag von steffimausi23 05.08.07 - 12:18 Uhr

HAllo Alexa

Also ich kann nur von mir berichten. Ich hatte auch Schwangerschaftsdiabetis und bei mir wurde in der 38. Woche eingeleitet, weil das Kind so groß sein soll laut drei Ärzten und noch aus privaten Gründen.

Am MOntag bin ich ins Krankenhaus und durfte diesen Wehencocktail trinken. War echt ekelhaft und hat rein gar nichts bezweckt.
Dienstag wurde gar nichts gemacht, weil der Körper sich erstmal erholen sollte. Wovon weiß ich nicht.
Mittwoch habe im am Mittag endlich Tabletten bekommen. Eine viertel um genau zu sein. ES tat sich nichts außer leichte Wehen die ich aber eigentlich schon zwei wochen hatte. Immer mal wieder. Vier Stunden später habe ich wieder eine viertel Tablette bekommen. NIchts. Am nächsten Tag ging es weiter.
Donnerstag morgen wieder eine viertel, mittags auch noch mal eine viertel TAblette. Am Abend so gegen sechs, endlich mal eine halbe TAblette. Um Acht hatte ich einen Blasensprung, durfte wieder auf mein Zimmer sollte um zehn zum ctg. Bin duschen gegangen habe Wehen bekommen. Um zehn rein in den Kreissaal zum Ctg schreiben. Habe mein Kreuzworträtsel mitgenommen und bis elf gerätselt. Habe schon gute Wehen gehabt zum Veratmen. Sie wurden immer doller um 0 uhr hatte ich presswehen und um 0:23 Uhr war der kleine dann da. War eine super Geburt und kann nicht sagen, dass die Wehen heftiger oder schmerzhafter waren, wie bei der ersten Geburt. Alles ohne Schmerzmittel. Echt super.

Ich hoffe ich konnte dir einwenig die Angst nehmen. Das schlimme ist eigentlich nur du weißt nicht wie lange die Einleitung dauern kann. Es kann auch richtig schnell gehen.
Drücke Dir die DAumen.

LIebe Grüße Steffi

Beitrag von dopsch 05.08.07 - 12:27 Uhr

Hallo Alexa,

ich habe auch SS Diabetes und ich werde / soll warten, bis der Kleine von selbst kommen will (es sei denn, er wartet zu lange!)
Ich bin aber auch kaum untersucht worden. Mir wurde gesagt, dass mein Kleiner recht groß wird und falls er nicht durch das Becken paßt, wird er halt per Kaiserschnitt geholt. Ansonsten solle ich mir nicht so viele Gedanken machen.

Einerseits finde ich die Haltung meines Arztes / meine Hebi besch...., andererseits wird man rundherum echt kirre gemacht, dass ich froh bin, dass die beiden etwas Ruhe reinbringen!

Also versuche, es locker anzugehen. Je näher mein ET kam, desto ruhiger wurde auch ich!

Liebe Grüße

Moni + Felix (heute ET)

Beitrag von miau2 05.08.07 - 12:59 Uhr

Hi,
bei mir wurde knapp zwei Wochen ein Wehenbelastungstest gemacht, und zumindest in meinem KH ist das auch Routine bei G-Diabetes. Ich hatte dann einen Blasensprung, und damit wurde es zur Einleitung.

Allerdings war mein Kleiner noch nicht bereit zum Rauskommen, er war noch weit weg vom Becken und hat sich auch in den nächsten 9 Stunden kein bißchen Richtung Ausgang bewegt.

Die Wehen waren heftig, aber vielleicht auch deshalb, weil sie schlagartig losgingen und nicht, wie unsere Hebamme so schön in der Theorie erklärt hat, ganz langsam anfingen...ich hatte keine Chance, mich an eine langsame Steigerung zu gewöhnen... sozusagen von gar nichts auf extrem stark innerhalb weniger Minuten.

Dadurch war es schlimm. 3 Stunden habe ich ausgehalten, in denen sich, was den MuMu anging, praktisch nichts getan hat. Dann habe ich nach einer PDA geschrien. 1,5 Stunden später bekam ich dann auch eine...in den nächsten 3 Stunden ging der MuMu bis auf 8 cm auf, aber mein Kleiner wollte nicht raus. Es ging ihm schlechter, er bekam immer wieder Blut abgenommen und die CTG-Sonden direkt ans Köpfchen, um ihn genauer beobachten zu können. Ich wurde schon mal rasiert, um im Falle eines eiligen KS möglichst bereit zu sein.

Das Warten war schlimm. Und als ziemlich genau um Mitternacht, 9 Stunden nach Blasensprung, der Oberarzt auf KS entschieden hat, war es eine Erleichterung. Es wurde dann ein ganz entspannter KS unter hochgespritzter PDA, mein Freund durfte dabei bleiben und kam direkt nach der Erstuntersuchung mit Mäxchen zu mir in den OP. Mein Racker hatte stolze 2.270 g, kam dann eine Woche zur Beobachtung in die Kinderklinik, und hat sich prächtig entwickelt.

Ca. 3 Tage nach der Entbindung bekam ich das große Heulen - nicht wegen dem "fehlenden Geburtserlebnis", sondern weil mir dann noch mal klar wurde, wie viel Angst ich in der Nacht gehabt habe.

Ein Geburtserlebnis hatte ich ja irgendwie...nur das die "Austreibungsphase" anders aussah als geplant. Und die Zeit danach hätte ich mir auch anders gewünscht...ich hatte Mäxchen 5 Minuten auf dem Bauch, dann wurde er mitgenommen...Wiedergesehen habe ich ihn erst 15 Stunden später, als ich endlich aufstehen durfte.

Das war hart. Aber für mich war das alles Schnee von Gestern, als ich ein gesundes, munteres Kind im Arm hatte. Und das Bonding haben wir mehr als genug nachgeholt ;-), und mit viel Hilfe einer Hebamme konnte ich ihn auch von der Flasche rück-gewöhnen an die Brust - ich stille heute noch, Max wird in einer Woche 15 Monate alt.

Also, ich hätte mir eine andere Geburt gewünscht. Und ich glaube, in der Hoffnung auf eine normale Geburt würde ich mich nicht direkt für einen KS entscheiden beim nächsten Kind, es sei denn, ein Arzt, dem ich vertraue, rät mir dazu aus irgendwelchen Gründen.

Gegen die Schmerzen kann was getan werden (auch wenn mich die Kritiker der PDA dafür steinigen), und wenn Du dich von vornherein für einen KS entscheidest, dann nimmst Du Dir auch von vornherein die Chancen auf eine, vielleicht sehr schöne, normale Geburt.

Es ist sehr, sehr selten, dass eine normale Entbindung in einem Notkaiserschnitt mit eiliger Vollnarkose endet. Der Regelfall, wenn eine normale Entbindung mit KS beendet werden muss ist eine über PDA oder spinale Betäubung. Damit verpasst du zumindest nicht das komplette Geburtserlebnis.

Die Wehen waren übrigens in dem Moment vergessen, in dem ich meinen Kleinen im Arm hatte. Gewünscht hätte ich mir aber in den nächsten Tagen schon, weniger OP-Schmerzen zu haben...gerade in den ersten zwei Tagen war das schon heftig, denn stillliegen und ausruhen war natürlich nicht drin mit Kind im Nachbarhaus.

Letztendlich ist es Deine Entscheidung. Ich würde aus Angst vor Schmerzen keinen KS machen lassen, denn ich weiß aus meiner Erfahrung, dass man dann auf jeden Fall auch Schmerzen hat. Nur halt danach, wenn man sich lieber mit vollem Einsatz um das Kind kümmern würde.

Viele Grüße und alles Gute,
Miau2

Beitrag von makeba 05.08.07 - 21:14 Uhr

Hallo Alexa,
ich hatte in meiner ersten SS Diabetes (bei dieser wird es sich noch zeigen) und bei mir wurde punkt ET eingeleitet. Da mein Befund eigentlich sowieso schon geburtsreif war, war meine Tochter nach 8 Stunden da. Das einzige, was etwas unschön war, waren die Wehen gleich alle zwei Minuten nach Legen des Gels. Aber ich habs überlebt ;).

Mittlerweile kann ich mich aber noch ärgern, dass ich nicht so resolut war zu entscheiden, noch einen Tag zu warten. Dann wäre sie sicher auch von alleine gekommen. Denn mein Kind war zart, ich hatte mich entsprechend ernährt und Insulin gespritzt. Es kann also nicht zu groß werden!!!

Eine richtige Erklärung habe ich selbst im KH nicht bekommen: "das macht man so"....toll.

Aber wie dem auch sei, mach dir keine unnötigen Sorgen! Ich war froh über das normale Geburtserlebnis und würde es immer einem KS vorziehen.

LG Annette