Geht das ?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von super_mama 05.08.07 - 15:13 Uhr

Hallo,

ich bin gerade wie verrückt am hin und her grübeln. Mein Mann und ich stecken mitten in der Trennung. Klar wird er Unterhalt bezahlen müssen (unser Kleiner wird Anfang September erst 2 Jahre), nun habe ich irgendwo gelesen das das Geld von der ARGE abgezogen werden würde #kratz. Stimmt das ? Und wenn ja, darf / kann ich so einen Minijob machen (auf 400 € Basis) ? Jedenfalls so lang bis ich wieder richtige Arbeit habe.
Ich hoffe ihr steigt durch mein Kauderwelsch durch ... hab irgendwie so viel im Kopf. Und wie ist das mit dem Kindergeld und anderen Geldern ?
Ich krieg hier bald die Kriese wegen dem ganzen Mist :-[. So viel Papierkram und Geldkram, dabei geht es mir und dem Kleinen so sch**** und nun muss ich mir darüber auch noch einen Kopf machen.

LG #heul

Beitrag von kati543 05.08.07 - 16:30 Uhr

Dein Mann ist auch für dich unterhaltspflichtig. Erst wenn er nicht zahlen kann, übernimmt die ARGE. Natürlich werden alle Einkünfte abgezogen. So auch Unterhalt.
Einen Minijob kannst du immer machen. Wer sollte dich davon abhalten?

Beitrag von klau_die 05.08.07 - 17:34 Uhr

Hallo,

Dir wurde ja schon gesagt, dass in erster Linie Dein Mann für Euch beide unterhaltspflichtig ist. Sollte sein Einkommen nicht ausreichen, kannst Du ergänzend ALGII beantragen. Dann wird die Differenz zum regulären ALGII-Satz von dort übernommen. Selbstverständlich wird der Unterhalt sowie auch das Kindergeld angerechnet.
Einen Minijob kannst Du natürlich annehmen, Du kannst soviel verdienen, wie Du magst. Solange es Euren Bedarf nicht deckt, wird mit ALGII aufgestockt. Du hast einen Freibetrag von 100 Euro, alles, darüber noch einen gestaffelten prozentualen Freibetrag (die Zahlen habe ich nicht im Kopf) und der Rest wird auf Eure ALGII angerechnet.

Gruß

Andrea

Beitrag von super_mama 05.08.07 - 18:22 Uhr

Hilfe ist das alles kompliziert ... ich sag ja ... als ob ich gerade nicht schon genug andere Sorgen hätte, nun auch noch das #schmoll. Aber wo ein Wille ist ... oder ? Mein Mann verdient um die 2000 €, stimmt es das die Hälfte davon an unser Kin dund mich gehen würde #kratz ? Ich will ihn zwar nicht ausbeuten (er bezahlt noch unser Haus ab, bzw. dann sein Haus), aber es wäre eben gut zu wissen, daher auch die Frage nach dem Minijob, will (muss für mich) auf eigene Beine kommen.

Beitrag von nulldunst 05.08.07 - 19:51 Uhr

hallo,

mein ex verdient 2400 im durchschnitt... da wird alles mit eingerechnet: urlaubs-/weihnachtsgeld, steuererstattungen...

mein anwalt hat mir den unterhalt ausgerechnet - mein sohn und ich haben einen anspruch von 1045 euro. da mein ex nicht zahlen will, ist jetzt klage eingereicht. bin mal gespannt, was im endeffekt über bleibt von der rechnung ;-) liegt auch immer etwas im ermessen des richters.

Beitrag von super_mama 05.08.07 - 20:10 Uhr

Wow, ja, das könnte mir / uns auch drohen fürchte ich da mein Mann nicht gerade der verantwortungsvollste Mensch ist und jetzt schon sein / unser gesammtes Geld für seine Neue und ihr Kind (wohlgemerkt nicht sein Kind !) raus schmeisst #heul.
Sag mal, mein Mann hatte jetzt gesagt das er sich um einen anderen Job bemüht bei dem er mehr verdient, wie ist das dann ? Im Moment sind es wie gesagt diese 2000 €, mal mehr mal weniger je nachdem wie viel er reisen musste (also so schon "schwer" zu sagen). Wenn er, in einigen monaten dann 3000 € verdient, würde das Ganze dann neu berechnet werden ? Und würde das überhaupt raus kommen ? Sprich, hat da der Staat oder so dann ein Auge drauf weil ich mir nicht vorstellen kann das er so ehrlich ist mir es zu sagen.

Hab gerade auf deine VK geschaut --- auch eine unschöne Geschichte, aber ein super süsser kleiner Mann #liebdrueck.

Beitrag von leony1407 05.08.07 - 20:25 Uhr

"Sprich, hat da der Staat oder so dann ein Auge drauf weil ich mir nicht vorstellen kann das er so ehrlich ist mir es zu sagen. "


---definitiv: nö.

da musst DU ein Auge drauf haben und zum JA gehen. Du hast Einblick in seine bü cher (also du hast ein Recht darauf diese einzusehen).

du musst das aber machen. wenn du geld von der arge bekommst (aber danach sieht es ja nicht aus) dann macht diese das.

such dir eine Beistandschaft beim JA. die helfen dir!

Beitrag von nulldunst 05.08.07 - 20:36 Uhr

Hallo,

erstmal vielen Dank für das nette Kompliment *freu* - bin ganz stolz, weil er echt so ein Süßer ist #hicks

So, aber nun zurück aufs Thema:

Besorg Dir am Besten die Gehaltsabrechnungen von Deinem Mann für die letzten 12 Monate, alles was Du auftreiben kannst - Steuerbescheide, Nebenjobeinkünfte, eben alles was Geld bringt ;-)

Dann mach so schnell wie möglich nen Termin bei einem guten Familienanwalt aus. Das JA errechnet ausschließlich den Unterhalt für's Kind, was zwar okay ist, aber Dir nichts nützt, da Du ja auch Ansprüche hast. Ein Familienanwalt errechnet sowohl Deinen Anspruch, wie den vom Kind - solltest Du aber sicherheitshalber beim Gepräch mit dazusagen.

Sollte Dein Ex weniger verdienen, wird Dir der Unterhalt auch dementsprechend gekürzt, sofern er sich darum kümmert und nicht alles so weiter laufen lässt. Wird er hingegen mehr verdienen, wirst Du es schwer haben ihm das nachzuweisen, außer er 'rückt' freiwillig die Gehaltsabrechnungen raus. Sollte ein konkreter Verdacht bestehen, kann Dein Anwalt die Offenlegung der Einkünfte verlangen.

Was auch super wichtig ist, sollte Dein Mann mit der Neuen zusammen ziehen hat er ja einen geldwerten Vorteil, was bedeutet, dass Du mehr Unterhalt bekommst. Darüber kann Dich aber Dein Anwalt aufklären.

Ich bin zwar selbst grad mitten in dieser blöden Situation, aber jeder Fall ist etwas anders. Zumal Du als verheiratete Frau wieder etwas andere Ansprüche hast, als ich als ledige.

Also, unbedingt zum Anwalt... je früher, desto besser... da erst ab dem Zeitpunkt Anspruch besteht, ab dem Du beim Anwalt gewesen bist... d.h. Du kannst nix rückwirkend einfordern.

Hoffe, ich hab nix vergessen ;-)

Beitrag von super_mama 05.08.07 - 21:00 Uhr

Ehre wem Ehre gebührt, ist halt ein super süsser Knopf #liebdrueck.

Und jetzt 1000 Dank für die Antwort ... ist alles so kompliziert. Anwälte wollten wir so lang wie möglich raus halten, aber er hat mir jetzt eben gesagt das er sich um eine andere Position innerhalb der firma beworben hat wo er fast das Doppelte verdienen würde ... sprich, es wäre massig Geld da und ich müsste mich nicht hetzen gerade auch weil KiGa für ein nicht mal 2 jähriges Kind schwer zu finden sind. Bei einem 400 € Job arbeite ich ja keine Vollzeit und hätte Leute die ihn babysitten (das würde mir auch gut tun). Hm, da muss ich mal schauen ... hab einige Leut ein der Firma die mir sagen können wenn sich was merkwürdiges tut ;-).

Noch eine Frage hab ich, sorry, bin heut sooo konfus. Mit dem Arbeitsamt hatte ich schon gesprochen wegen Miete und so weiter, auch weil die Wohnung die ich nun gefunden habe etwas größer und teurer ist als mir zustehen würde #hicks, aber es war die erste Wohnung in der ich den kleinen Mann und mich leben sehen konnte nach dem ganzen Schmerz hier zu hause, nun sagte man mir das ich den Rest eben selbst übernehmen müsste ... klar, das ist ja auch vollkommen okey so ... aber wird mir deshalb am Ende wieder irgendwas abgezogen weil ich ja auf meine Wohnung drauf zahle ?

Und noch eine blöde Frage ... wie ist das mit Auto ? Ist sooo lang her das ich mich mit dem ganzen mist auseinander gesetzt hatte ... aber es hieß ja mal das man kein Auto haben darf wenn man Hilfen bekommt #gruebel (war zumindest mal so, meine ich). Ist das noch so ? Da ich mit dem Kleinen zwar in eine Stadt ziehe, aber kein Supermarkt in der Nähe ist, wollt eich mir ein Auto auf Raten kaufen ... darf ich das ? Klar keinen ach was weiß ich wie teuren Wagen sondern was praktisches was ich auch finanzieren kann #kratz.

Beitrag von nulldunst 05.08.07 - 21:24 Uhr

Wegen der Wohnung... ich weiß nicht, ob das von ARGE zu ARGE unterschiedlich ist, aber hier, wo ich wohne und auch eine Wohnung suche, darf diese 65 qm groß sein und pro/qm 8,69 kalt kosten. Sollte die Wohnung teuerer sein, muss ich das abklären und den Differenzbetrag u.U. selbst tragen. Deswegen wird aber nix abgezogen, wie das allerdings genau verrechnet wird, weiß ich nicht. Es besteht ja die Möglichkeit, dass Du Dir die Miete vom Amt auf Dein Konto zahlen lässt oder das Amt direkt an den Vermieter zahlt.

Solltest Du aber den Unterhalt von Deinem Ex bekommen, wirst Du keine Leistungen von der ARGE bekommen, da Du sicher weit über dem Mindestsatz liegst und Du ohnehin (glaube, als verheiratete Frau) mind. 6 Jahre Unterhalt beziehen wirst von ihm.

Das mit dem Auto ist so ne Sache. Wenn Du kein Geld vom Staat bekommst bzw. keinen Anspruch hast, kannst Du Dir Autos kaufen, leasen, soviel Du willst und zu welchem Preis auch immer ;-)
Sollte es aber widererwartend so sein, dass Du Geld von der ARGE bekommst, darfst Du ein Auto besitzen, welches einen Wert von 5000 Euro nicht übersteigt.

Zudem ist noch wichtig, pro Lebensjahr darfst Du 150 Euro besitzen. Was bei 27 Lebensjahren 4050 Euro ausmacht. Alles was drüber ist, wird Dir bei Bezug von Leistungen angerechnet - dazu zählen auch Lebensversicherungen, Riesterrente, Altersvorsorge, Bausparer usw. Ob allerdings das Auto ,sagen wir mal im Wert von 5000 Euro da mit eingerechnet wird, weiß ich leider nicht #gruebel

Noch was? ;-)

Lass den Kopf nicht hängen.

Beitrag von super_mama 05.08.07 - 22:23 Uhr

Daaanke schööön #liebdrueck.

Nö, das beantwortet im Moment echt alles ... oh je mein mann wird ganz schön aus der Wäsche gucken wenn ich ihm sage das ... und so weiter ... ;-). Aber das findet sich an.

#liebdrueck

Beitrag von klau_die 06.08.07 - 07:12 Uhr

Sorry, aber die Hälfte wirst Du nicht bekommen. Erstmal geht der Kindesunterhalt ab, dann hat Dein Mann einen Selbstbehalt von ca. 900 Euro. Und er kann noch andere Kosten geltend (Werbungskosten, Fahrtkosten...) machen, da hab ich aber keine große Ahnung. Ihr habt bei Euren Spekulationen auch das Haus völlig außen vor gelassen - seid Ihr beide Kreditnehmer? Ich weiß jetzt auch ehrlich gesagt nicht, ob Dein Unterhalt vorrangig vor den Kreditverpflichtungen ist.....kann mir das aber nicht ganz vorstellen.

Beitrag von super_mama 06.08.07 - 22:03 Uhr

Hm, ja, ich bin beim haus mit drin ... noch. Das Haus ist 140.000 wert, drauf liegen noch extra 15.000 also werd eich ihm meinen Teil überschreiben, hat eh keinen Wert und war seine Idee #kratz. Vermutlich weil er hier mit seiner Neuen und ihrem Kind einziehen will :-[ aber was soll ich da noch tun ?
Ich will ihm ja auch nicht unnötig viel Geld aus der Tasche ziehen und telefoniere mir schon die Ohren "blutig" ;-) damit man beim Arbeitsamt in die Puschen kommt und ich etwas dazu verdienen kann (heut kam die Nachricht das man mich evtl. als Tagesmutter vermittelt :-) - da mein Kleiner erst 2 ist wäre alles Andere auch schwer), dennoch den Unterhalt wird er zahlen müssen #gruebel.
Man ist das alles schwer ... aber mal so nebenbei, selbst wenn ich etwas dazu verdiene, das hat abe rnichts damit zu tun das er sich um den unterhalt drücken könnte oder #kratz. Er ist nämlich gerade so auf der Schiene, daher dann auch die weiteren Fragen ... will seiner Neuen und ihrem Kind (NICHT seins !) ein tolles Leben bieten und unser Sohn und ich bleiben total auf der Strecke #schmoll.

Beitrag von klau_die 07.08.07 - 10:25 Uhr

Wie jetzt, bis auf 15 000 Euro ist das Haus bezahlt oder hab ich das falsch verstanden???
In dem Fall wäre das Letzte, worauf ich käme, ihm die Hälfte zu überschreiben!

Wenn es anders herum gemeint war, das Haus 140 000 Wert ist und verschuldet mit 155 000, dann hast Du ja nichts zu überschreiben...

Laß Dich bloß ausführlich beim Anwalt beraten, sonst wirst Du noch über den Tisch gezogen.
Ich hab auch nicht gemeint, dass Du auf irgendetwas verzichten sollst, was er Dir zahlen muß! Mir ging es nur daru, dass Du Dir nicht zuviel erhoffen sollst, weil eben auch noch die Verpflichtungen wegen des Hauses da sind!

LG,

Andrea

Beitrag von super_mama 07.08.07 - 19:44 Uhr

Es war anders herum gemeint. Das Haus ist 140 000 Wert und mit beschuldet 155 000. Mir gehört allerdings 45 % des Hauses, also wenn ich e snicht überschreibe (wie er es will) dann hänge ich an einer ganzen Stange Schulden fest. Die Anwältin meinte auch erst ich sei verrückt es zu überschreiben, aber dann war ich bei der Bank und fragte alles genau nach (jeden Cent im grunde) und rief dann noch einmal die Anwältin an, da gab sie dann auch ihr okey denn sonst wäre ich zu hoch belastet und ein Neu - Start ja von vorn herein unmöglich.
Scheint meinem Mann jetzt aber auch bewusst zu werden - denn plötzlich lies er den banktermin sausen.
Alles sch*** kann ich dir sagen, aber #danke

Beitrag von klau_die 08.08.07 - 11:23 Uhr

Ahsooooooooo!
Ja, dann wäre es natürlich die beste Lösung, die Schulden Deinem Mann zu übertragen, sofern die Bank Dich aus dem Vertrag entläßt...Verlust hast Du damit ja nicht und sonst zahlst Du noch Ewigkeiten für das Haus mit!
Er wird wohl kalte Füße bekommen haben, er hat dann ja die volle Belastung künftig.
Ich drück Dir aber die Daumen, dass Ihr das so über die Bühne bekommt, wie geplant!

LG,

Andrea

Beitrag von lollorosso71 07.08.07 - 23:17 Uhr

such dir einen anwalt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

der kostet dich keinen cent, beantrage einfach einen beratungsschein beim amtsgericht. ok, gelogen, der kostet dich 10 euro. aber dafür nimmst du den letzten einkommenssteuerbescheid mit und ab dann ist es kostenfrei. der anwalt berechnet deinen unterhaltsanspruch. du wirst früher oder später eh zum anwalt müssen und teuerer wird der nicht, wenn du es früher tust, das richtet sich nach dem streitwert. lass dich nicht über den tisch ziehen, durch die anlage U erhöht sich sein einkommen und dein unterhaltsanspruch. die berechnung ist so kompliziert, dafür braucht es einen anwalt! und nur so wirst du nicht über den tisch gezogen.

die anwältin meines exmannes hat einen anspruch von 33 euro im monat berechnet, ich bekomme jetzt über 1100 euro (meine anwältin hatte 1700 euro berechnet). das allein sollte zeigen, was ein anwalt wert ist.

gruß, lollo