Wochenbettdepressionen oder Übermüdung?

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Beitrag von sakirafer 05.08.07 - 17:05 Uhr

Hallo zusammen,

ich kenn mich seit der Entbindung am 29.06.07 nicht mehr wieder. Kann es aber nicht einordnen.

Ich liebe meinen Sohn wirklich über alles, mein Mann unterstützt mich wo es geht, aber ich habe einfach das Gefühl, nicht glücklich zu sein. Lukas war ein absolutes Wunschkind.

Manchmal betrachte ich Lukas und fühle mich total leer, keine Emotionen, im nächsten Moment fange ich an zu weinen, weil er doch mein ein- und alles ist und ich erschrecke, dass ich ihn so distanziert betrachten kann. Die Geburt fand ich total schrecklich, sie war zwar kurz, aber sehr anstrengend, zum Schluß ging gar nichts mehr. Die Saugglocke lag schon bereit, aber nachdem der Dammschnitt gemacht war, gings zum Glück doch weiter. Während der Geburt wollte ich kein Kind mehr, danach habe ich mich wie ein Versager gefühlt. Weil ich so schwach war und so über mein Baby gedacht habe. ICh könnte jetzt noch heulen, dass ich solche Gefühle bei der Geburt hatte.

Das mit dem Stillen klappt auch nicht gut, mittlerweile habe ich fast keine Milch mehr. Ich kann auch kaum essen. Meine Nachsorge-Hebi kommt auch nicht mehr, nach 4 Terminen sagte sie, es klappe ja alles einigermaßen, bei Problemen solle ich mich melden. Aber die Chemie zwischen uns hat auch nicht so gestimmt, daher mag ich sie nicht anrufen. Es war auch mehr eine Notlösung, dass ich mich für sie entschieden habe.

Meinem MAnn kann ich momentan auch keine Zuwendung geben, bin auch ihm gegenüber sehr distanziert.

ICh weiß nicht, ob das an der übermüdung liegt (habe ja seit mehr als 5 Wochen keine Nacht mehr richtig geschlafen) oder ob ich eine richtige Depression entwickel? Ist hier jemand, der eine solche hatte?

Liebe Grüße

Sara

Beitrag von afrobaby 05.08.07 - 17:08 Uhr

ich denke dass ein gewisses gefühlschaos normal ist aber ich würde mal mit deinem gyn darüber reden.das hört sich schon ziemlich heftig an.
hoffentlich geht es dir bald besser.

Beitrag von lisasimpson 05.08.07 - 18:08 Uhr

Hallo Sara

Wenn du das Gefühl hast, Hilfe zu brauchen, dann ist es völlig wurscht, ob das ne diagnostizierte Wochenbetdrepression ist oder was auch immer, dann such dir bitte Hilfen.
geh zum Hausarzt, Frauenarzt, such dir ne neue Hebamme, gehe zu nem Therapeuten, wende dich ans Jugendamt oder Beratungsstellen und informiere dich, was für dich in Frage kommt und welche Hilfe du im moment brauchst!

Liebe Grüße
lisasimpson

Beitrag von domi1975 05.08.07 - 21:10 Uhr

Hi Sara!

Lass' Dich erstmal ganz lieb #liebdrueck. Bin kein Fachmann was Wochenbettdepressionen angeht, aber für mich klingt es so, als ob Du dringend Unterstützung von außen brauchst. Vielleicht hilft Dir ja dieser Link weiter:
http://www.schatten-und-licht.de

Alles Gute,

Dominique

Beitrag von hexe112 05.08.07 - 22:23 Uhr

Hallo Sara!

Das hört sich ja fast wie meine eigene Geschichte an ... Und so wie Du über Deine Hebi schreibst, könnte das meine gewesen sein..... #kratz #schock
Mir ging es nach der Geburt ziemlich mies (kannst ja mal den folgenden Thread lesen, wenn Du willst:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=43&tid=727299

Wichtig ist wirklich, sich Hilfe zu holen, egal ob bei einem Arzt, bei den Schwieger-/Eltern, Freunden, Geschwistern o.ä. Das ist überhaupt nicht schlimm und verschafft Dir ein bisschen Erholung und Luft!!!

LG Hexe112

Beitrag von sakirafer 06.08.07 - 08:56 Uhr

#danke

Habe beschlossen, jetzt gleich mal beim Arzt anzurufen.

LG sara