Langzeitstillmamis: wie habt ihr eure Kinder mit 2 Jahren abgestillt?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von babymausl27 05.08.07 - 21:24 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist zwei Jahre und ich möchte ihn jetzt gerne abstillen (er trinkt noch morgens und abends zum einschlafen). Aber er will natürlich noch nichts davon wissen. Wie habt ihr eure 2 jährigen Kinder abgestillt? Habt ihr vielleicht Tips oder Erfahrungen für mich?

Danke für eure Antworten!

Lg

Beitrag von bensmutze 05.08.07 - 21:32 Uhr

Hallo,

Ben hat sich mit 12 Monaten selbst abgestillt, wollte einfach nicht mehr, war ich auch ganz froh drum, denn inzwischen hat er einfach vergessen, dass die Brust ihm mal so viel bedeutet hat, gab keine Rückfälle.

Da dein Sohn mit 2 Jahren ja nun schon das ganz bewusst mitbekommt und auch will, wird es sicher nicht so einfach, ihn abzustillen. Ich würde erst Mal eine von den beiden Mahlzeiten ersetzen, der Einfachheit halber vielleicht die morgens, da er die abends ja zum Einschlafen braucht und das ja dann gleich ein doppeltes Ritual für ihn ist, auf das verzichten sicher schwer wird. Vielleicht sagst du ihm morgens dann einfach, er muss jetzt morgens Milch oder Kakao aus der Flasche trinken, da Mamas Brust leider inzwischen langsam leer wird und nur noch genug für 1x am Tag drin ist, abends gibt es dann wieder die Brust. Du kannst ihn ja mit der Flasche trotzdem warm und kuschelig im Arm halten, damit er auf die Nähe dabei nicht verzichten muss.

Wenn er das dann gut akzeptiert hat, würde ich es mit der Abendbrust dann auch so machen, halt einfach sagen, ist leider nicht mehr genug Milch da, weil er ja schon so groß ist, und dann eben auch abends eine Flasche statt dessen, zum Einschlafen in Mamas Arm. Erst,wenn das dann geklappt hat,würde ich versuchen, ihm das Einschlafen an der Flasche dann auch irgendwann abzugewöhnen und lieber durch normales Kuscheln nach dem Zähneputzen ersetzen.Kannst ihn ja auch so kuscheln, bis er schläft,auf die Nähe muss er deshalb ja nicht verzichten, wenn er sie braucht.

LG
Claudia

Beitrag von sunflower.1976 05.08.07 - 21:50 Uhr

Hallo!

Mein Sohn hat sich mit 21 Monaten selber abgestillt.
Abends wurde sein Interesse von alleine immer geringer und er hat immer kürzer getrunken und wollte dann keine MuMi mehr.
Igrendwann wollte er dann morgens auch nicht mehr täglich trinken. Das habe ich dann ein bißchen "unterstützt". Da er bei mir im Bett gestillt wurde, habe ich mich schon vor der normalen Stillzeit geduscht und angezogen. Mein Mann hat derweil André angezogen, so dass die normale Routine unterbrochen war. André hat dann immer seltener nach seiner "Mamamilch" gefragt.
Mein Vorteil war, dass mein Mann im Schichtdienst arbeitet und - außer nach der Nachtschicht - morgens um die Uhrzeit noch zuhause war.
Das hat sehr gut geklappt.

In meinem Buch "Wir stillen noch" (über´s Langzeitstillen) stehen noch ein paar Tipps, die ich Dir einfach mal in Kurzfassung schreibe:
"Nicht ablehnen aber auch nicht anbieten": Also nicht die Brust anbieten bzw. das Kind fragen, ob es gestillt werden möchte, sondern so lange warten, bis das Kind fragt.
"Ablenkung": Vertraute Stillsituationen meiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Dazu gehört auch, erstmal nicht nackig zu sein, wenn das Kind dabei ist. Als Tipps zu dem Thema wird noch geschrieben, z.B. Geschichten vorzulesen, den Vater bestimmte Tätigkeiten/Rituale zeitweise zu überlassen o.ä.
"Verschieben": Wird als eine der wirkungsvollsten Methoden beschrieben. aber eher nur bei Stillmahlzeiten am Tag da es nicht so ritualisiert ist.
"Stillmahlzeiten verkürzen": Die Stillzeit immer win bißchen kürzer machen. Es wird beschrieben, dass es viele Kinder gibt, die einverstanden sind, nur ganz kurz zu trinken und "schnell fertig zu sein".

Ich habe jetzt nur ein bißchen herausgesucht. Insgesamt istd as Kapitel über das Abstillen bei Kindern zwischen 2 und 4 Jahren in dem Buch über 30 Seiten lang...
Vielleicht kannst Du Dir ja auch per E-Mail Rat bei einer Stillberaterin holen (http://www.lalecheliga.de).

LG Silvia

Beitrag von goldie3311 05.08.07 - 22:05 Uhr

Hallo

Ich habe unsere Kleine (genau 2 Jahre alt) vor 3 Wochen abgestillt.

Wir haben ihr morgens schon gesagt, daß Mama Aua hat und Papa sie ins Bett bringt. Die erste Nacht gab es natürlich ab und zu mal Geschrei. Wir haben sie allerdings immer versucht abzulenken, d.h. wir erzählen ihr Pferdegeschichten. Momentan bin ich dabei die Pferde zu zählen. Und was soll ich sagen, sie hört mir zu. Und bei ca 250 Pferden ist sie eingeschlafen #freu. Nach 3 Nächten hat sie auch nicht mehr nach der Brust verlangt. Sie sagte bzw. fragte zwischendurch mal "Mama jamjam Aua". Ich hab ihr dann gesagt, daß es noch weh tut. Aber sie wußte, daß sie da nicht mehr ran darf. Jetzt nach 3 Wochen fragt sie eigentlich nur noch wenn sie meine Brüste sieht. Versucht ihn mit den Sachen abzulenken die er gerne mag oder erzählt ihm davon eine Geschichte. Wenn das Geschrei zu groß wird, "drohen" wir unserer Tochter, daß wir aus dem Zimmer gehen. Das will sie nicht und ist dann meist ruhig.

Also ich habe es mir schwieriger vorgestellt abzustillen. Ich glaube aber auch, daß sie jetzt in dem Altern sind, wo sie es schon ein wenig verstehen und nicht nur schreien.

LG Kathrin

Beitrag von manja. 05.08.07 - 22:27 Uhr

Ich hatte mit 2,4 Jahren das Gefühl, dass sein Interesse nachlässt. Habe dann einfach nicht mehr die Brust abgeboten, aber immer bereitwillig gestillt, wenn er wollte. Es wurde schnell weniger. Und dann wollte er nur noch alle 14 Tage. Im jetztigen Sommerurlaub (2,7) kam er allerdings öfter auf die Idee, wenn er mich nackt oder im Bikini sah. Er trank dann kurz oder grinste auch mal zu mir hoch, total niedlich. Es kommen immer noch ein paar Tropfen. Wenn du das nicht willst, also schon angezogen bleiben...
Das mit dem Meiden vertrauter situation ist auch wichtig. Wenn du schon aufgestanden ist, kommt er seltener auf die Idee.
Gruß Manja