Einleitung Geburt 19SSW unter Vollnarkose?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von tempranillo70 06.08.07 - 08:06 Uhr

Guten Morgen,
bei der FU hat man festgestellt, dass unser kleines Mädchen Trisomie 18 hat: körperlich und geistig schwerstbehindert, Lebenserwartung 2-10 Tage.
Wir haben uns entschieden, uns die Qualen, die auf uns zukommen werden, nicht bis zum Ende auszureizen und die SS abzubrechen.
Wir warten nun noch auf ein Untersuchungsergebnis, das die Klinik rechtlich dazu berechtigt.
Ich habe große Angst davor und ich habe auch eine Information gefunden, das die SS auch zu diesem Zeitpunkt unter Vollnarkose durchgeführt werden kann.
Ich möchte keine Einleitung mit tagelangem Warten auf Einsetzen der Presswehen. Das schaffe ich nicht.
Es ist so schon alles schlimm genug.
Hat jemand eine Info oder eine Erfahrung, ob dies stimmt?

Danke für Eure Antworten,
es grüßt Euch tempranillo 70, deren Welt sich nicht mehr dreht.

Beitrag von roxy73 06.08.07 - 08:10 Uhr

Liebe Tempranillo,

es tut mir unendlich leid, dass du (ihr) das durchmachen musst. Ich kann leider keine Worte dafür finden, aber du kannst dir sicher sein, dass hier viele Mädels sind die dir in der nächsten Zeit helfen und zur Seite stehen !!

Ich wünsche dir und deinem Mann/Freund sehr viel Kraft in der nächsten Zeit.

Liebe Grüße
Roxy #kerze

Beitrag von mefi 06.08.07 - 08:15 Uhr

Hallo.
Es tut mir unendlich leid für euch.
Ohne worte.

Aber ich glaube man kann das unter vollnarkose machen. Kaiserschnitt....

Ich meine, meine freundin hatte mir letztens mal das zu den thema gesagt.

#kerze für dein mädchen

Beitrag von baby1809 06.08.07 - 09:02 Uhr

liebe tempranillo,

es tut mir so unendlich leid für dich!

ich hab im letzten jahr auch 2 mädchen wegen trisomie 14 bzw. trisomie 16 zu den engeln gehen lassen müssen (dez 06 und april 07). bei mir war es allerdings in der 12. bzw. in der 9. ssw. darum wurde eine ausschabung gemacht.

aber ich kann deinen wunsch nach einem kaiserschnitt voll und ganz verstehen.
ich würde es auch so machen.

meine welt ist damals auch stehengeblieben, es war alles nur dunkel und hoffnungslos.

heute denke ich sehr viel an meine 2 mädchen und hoffe, dass es ihnen dort, wo sie jetzt sind gut geht.

ich umarme dich ganz innig und wünsch dir für die kommende zeit viel kraft, stärke und zuversicht.

ich wünsch dir von herzen alles gute!!!

liebe grüße
susi mit 2 sternchen im herzen

Beitrag von tessi01sonne 06.08.07 - 09:19 Uhr

Hallo Tempranillo!
Wie das mit der Vollnarkose ist weiß ich nicht.Eine Freundin von mir hat ihr kleines Mädchen auch wegen Trisomie 18 hergeben müssen.Bei ihr wurde es erst in der 24.SSW diagnostiziert.Sie hat Tabletten bekommen und hat nach 8 Stunden ihre kleine geboren.Egal,wie es mit der geburt ist,die seelischen Schmerzen sind immer gleich schlimm.Mir laufen grad die Tränen,weil es mir so leid für Euch tut.Fühlt euch ganz dolle gedrückt#liebdrueck
Meine Freundin hat 1 1/2 Jahre nach dem Verlust ihrer Tochter dann einen gesunden Jungen bekommen.Ich wünsche Euch ganz viel Kraft.
Stille Grüße Regina

Beitrag von kv28 06.08.07 - 09:25 Uhr

Ersteinmal tut es mir unendlich leid #liebdrueck


Habe im April auch unsere Tochter in der 19 SSW zu den Sternen gehen lassen müssen #schmoll

Und ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen,bin auch eingeleitet worden Anfangs mit Zäpfchen und zum Schluß noch mit dem Wehentropf,da die Wehen nicht so stark geworden sind wie unter "normalen" Umständen,hatte auch erst einen riesen bammel,mittlerweile bin ich froh diesen Schritt so gegangen zu sein,auch dieser´Teil gehörte dazu,ich hätte es ganz grausam gefunden wieder aufzuwachen und mein Baby wäre weg....

Laß dich von den Ärzte beraten,setzt dich mit deinem Mann zusammen,ihr werdet die richtige Lösung für euch finden.


Liebe Grüße

Kathrin mit #stern Maja (19SSW)

Beitrag von gelixx 06.08.07 - 09:51 Uhr

Hallo,

es tut mir so leid für Euch.
Werde für Euer#sternchen eine #kerze anzünden und beten.

Wie auch immer Du Dich entscheidest, es wird beides schwer werden.:-(

Ich wünsche Dir viel Kraft und Gottes Seegen!
Denke ganz fest an Dich und drück Dich mal lieb#liebdrueck

gelixx

Beitrag von mecky08 06.08.07 - 13:22 Uhr

Hallo Tempranillo,

es tut auch mir unendlich leid für euch, lasst euch ganz fest #liebdrueck.

Ich habe meinen #stern am 29. Mai in der 29. SSW gehen lassen müssen und kann deine Gefühle total nachvollziehen. Mein erster Gedanke war auch Kaiserschnitt, aber die Hebamme und die Ärzte haben mir davon abgeraten. Heute bin ich froh, dass ich unsere Kleine auf normalem Weg zur Welt gebracht habe, sie im Arm halten konnte und mich richtig von ihr verabschieden konnte, auch wenn es nicht leicht war, aber für mich war dass sehr wichtig, um alles zu verarbeiten.

Außerdem hat ne Freundin von mir erzählt, dass man nach Kaiserschnitt ein Jahr warten sollte, bevor man wieder schwanger wird und auch wenn du dir vielleicht denkst in deiner Situation denkt man nicht an eine neue Schwangerschaft, auch das hab ich gedacht, aber jetzt wollen wir doch wieder anfangen zu üben und ein Jahr ist sehr lang.

Natürlich musst du deine eigene Entscheidung treffen, vielleicht meldet sich ja auch noch jemand, der den Weg eingeschlagen hat, den du im Moment bevorzugen würdest. Ich habe nur gelesen, dass diese Frauen ihr Leben lang nach etwas suchen, weil sie Probleme haben es zu verarbeiten. Aber geschrieben wird viel !

Hauptsache ist ihr haltet fest zusammen, dann steht ihr das durch, da bin ich mir ganz sicher !! Ich denke fest an euch !

Melanie mit #stern Felicia und Jo (2) fest an der Hand

Beitrag von mommy86 06.08.07 - 13:41 Uhr

Hi Tempranillo!

Auch von mir #herzlich Beileid!

Ich weiß, dass Worte wenig helfen, ich hoffe du hast beim nächsten mehr #klee!

Ich habe meinen Kevin selbst zur Welt gebracht, nach einem Blasensprung, war aber völlig gesund! Es war grauenhaft, weil ich gar keinen Willen hatte. Weil ich wusste mein Schatzi ist schon tot und ich werde ihn niemals glücklich durch das Leben begleiten dürfen.

Naja!
Ich wünsch dir viel Kraft und Glück beim nächsten!

Franzi mit #stern ( Kevin 21.SSW)

Beitrag von binci1977 06.08.07 - 22:31 Uhr

Hallo!

Lass dich mal #liebdrueck.

Das ist wirklich sehr schrecklich, was ihr durchmachen müsst.

Ich hatte eine stille Geburt in der 16. SSW und eine in der 20. SSW.
Bei mir wurde auch eingeleitet mit Zäpfchen und beim zweiten sogar noch mit Wehentropf.

Mein erster gedanke war auch, raus mit dem kind.
Heute bin ich froh, dass ich die beiden normal entbinden konnte und einen der beiden Jungs auch nóch gesehen habe.
Es gibt sogar ein Foto von ihm und er war so wunderschön. Halt nur sehr klein, aber alles dran.

Durch diese Geburten hatte ich Zeit, mich zu verabschieden.

Und der Vorteil gegenüber dem kaiserschnitt ist, dass man schneller wieder anfangen kann.

bitte lass es dir nochmal durch den Kopf gehen.

Nicht dass du es später bereust.

Alles gute
Bianca

Beitrag von lalelu68 06.08.07 - 22:37 Uhr

Hallo!
Es tut mir ja sooo leid, was Euch da passiert. Und ich kann Deine Ängste mehr als nur nachvollziehen. Ich will Dir gar keinen Rat geben, weil ich es einfach nicht kann. Aber eines solltest Du mit bedenken: nach einem Kaiserschnitt sollte man ca. 1 Jahr bis zur nächsten Schwangerschaft warten.
Wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit und sehr liebe Grüße

Beitrag von denia1 06.08.07 - 23:32 Uhr

liebe tempranillo 70,

mir rinnen die tränen über die wangen - habe erst jetzt im juli eine FG gehabt und kann mich in deine situation (annähernd) hineindenken.
ich habe die postings all der lieben frauen gelesen, die sich mit deinem thema auseinander setzen - es stehen viele wahrheiten drin.

für mich war das verabschieden von meinem kleinen sternchen sehr wichtig und hilfreich. wir waren erst in der 10. SSW und somit stellte sich mir die frage nicht, ob geburt oder KS. am tag vor der AS habe ich aber ganz bewußt und innig abschied genommen. ich bin zwar keine sehr fromme frau, habe aber trotzdem ganz intuitiv den weg in die kirche genommen, kerzen angezündet, für mein kindchen gebetet (ich habe das in diesem moment wirklich können) und auch hemmungslos geweint. als ich dann ruhiger geworden bin, habe ich das sternchen losgelassen - es war ein schöner augenblick!
egal, welchen weg man beschreitet, rituale ... wir konnten so vorher abschied nehmen und ich habe mein sternchen in den himmel begleitet. was dannach kam, war nur noch medizin.

ich persönlich glaube, daß es nicht so wichtig ist, das sternenkind in den armen zu halten. wir haben es ja noch inniger in uns drinnen (gehabt).

irgendwo in diversen foren habe ich ein "gedicht" gefunden, in dem es um sternenkinder geht. es mag kitschig sein für viele geschmäcker - aber es hat mir geholfen.
es handelt davon, daß der kurze augenblick, den unsere kleinen engel bei/in uns waren sehr wichtig ist und nicht verdrängt oder vergessen werden darf. die letzte strophe lautet:

Er kann jetzt alle Farben sehn,
und barfuss durch die Wolken geh'n
Bestimmt lässt er sich hin und wieder
bei anderen Engelkindern nieder.
Und wenn ihr ihn auch sehr vermisst
und weint, weil er nicht mehr bei Euch ist,
so denkt: Im Himmel, wo es ihn nun gibt
erzählt er stolz: Ich werde geliebt!


und das ist letztendlich das wichtige. mir hat dieser letzte gedanke sehr geholfen. ist es doch das einzige, was wir unseren sternenkindern mitgeben können.

ich umarm dich und wünsch dir viel kraft und liebe!
denia


#stern


Beitrag von balu948 07.08.07 - 07:24 Uhr

Ich fühle ganz doll mit euch und zünde ersteinmal eine #kerze an!
Mir fehelen an dieser Stelle die Worte ... lass dich #liebdrueck und sei stark!

Ich habe eine FG gehabt, in der 11. SSW, unser Zwerg war jedoch schon seit der 8. SSW nicht mehr gewachsen.
Warum ich dir das hier schreibe? Ich habe keine Ausschabung machen lassen, sondern bin einfach nach Hause gegangen. Ich wollte es nicht wahrhaben und wollte unseren Krümel selbst gehen lassen. Wenn ich ihm (es wäre bestimmt ein Junge geworden!) schon nicht das Leben schenken kannn /darf, dann will ich ihm wenigstens den weiteren Weg schenken.
Ich habe unseren Zwerg dann zu Hause verloren.

Es hat mir sehr gut getan, ich brauchte das.

Was ich dir damit sagen will:
Bitte überlege es dir mit dem Kaiserschnitt! Klar ist das eine schwere Entscheidung und ein noch schwierigerer Weg!
Aber mir hat es geholfen. Nicht nur, dass der Himmel mir meinen Zwerg genommen hat, sondern die Ärzte hätten ihn mir erst recht weggenommen. das wollte ich nciht.

Überlege es dir, ob du dein Baby nicht doch selbst gehen lässt und dir nicht noch ein wieteres Mal weg nehmen lässt!
Gehe den schweren Weg der normalen Geburt, es wird dir bestimmt mehr helfen, als dass es dir schadet... Mir würde es zumindest helfen ...

Ganz ganz viel Kraft und #klee
#herzlich balu948 mit #stern im herzen und #babygirl im Bauch

Beitrag von carrie79 07.08.07 - 07:46 Uhr

Hallo Tempranillo,

es tut mir wirklich leid, was dir gerade passiert.

Ich habe vor fast 2 Jahren das gleiche durchmachen müssen. Auch unser erstes Kind hatte die Trisomie 18 und wir haben uns entschieden es gehen zu lassen in der 15. SSW.
Die Ärzte haben es eingeleitet mit Zäpfchen und es hat dann auch wirklich länger gedauert. Um 12 Uhr mittags das 1. Zäpfchen, um 5 Uhr morgens ist das Kind da gewesen. Hört sich vielleicht alles nicht gerade gut an aber mir sagte man, dass es auf jeden Fall der bessere Weg für den Körper ist. Die Gebärmutter kann sich wie bei der normalen Geburt vollständig von alleine zurückziehen. Ich habe auch gedacht, nein, auf gar keinen Fall mache ich das aber man hat mir gar keine Entscheidungsfreiheit dazu gegeben, es anders machen zu lassen.
Jetzt, im nachhinein war es wohl wirklich besser. Mein Mann war die ganze Zeit im Nebenbett dabei, was mir wirklich sehr geholfen hat und auch die Schwestern und Ärzte waren durchweg alle nett zu mir. Wir haben unser Kind dann ein paar Wochen später auch beerdigt mit anderen Kleinchen zusammen. Diesen Abschied brauchte ich auch.
Nach ca. 3 Monaten bin ich dann glücklich das nächste Mal schwanger geworden.
Glaub mir, das Ganze dauert aber es gibt wirklich wieder Schönes, über das man sich freut auch wenn das jetzt noch ganz weit weg ist.

Dir alles Glück für deinen weiteren Weg.

carrie79

Beitrag von sternchen1606 07.08.07 - 08:33 Uhr

Guten Morgen!

Das tut mir sehr leid mit Eurer Maus. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alles Gute! #liebdrueck

Meine Freundin hat im März ihr Baby an Trisomie 13 verloren,sie war in der 16 SSW!
Die beiden haben sich auch dazu entschieden,den kleinen Luis nicht auszutragen.
Muß Dir aber leider sagen,das die Ärzte das Baby nicht per KS entbunden haben. Es ist dafür schon zu groß und gefestigt! Mich würde es sehr wundern,wenn Du einen KS bekommst :-(. Tut mir leid #heul.
Ich kann Dir gerne noch mehr darüber berichten,wenn Du möchtest. Kannst Dich jederzeit über VK bei mir melden.

Alles Liebe,ich drück Dich

Sternchen

Beitrag von steffiez 07.08.07 - 08:39 Uhr

Es tut mir leid, für Eure Kleine.

Ich mußte im März 06 unsere Tochter in der 41 SSW still zu Welt bringen. Auch ich wollte damals einen KS. Haben sie aber nicht gemacht. Dadurch, das ich schon wehen hatte, konnte man auch nicht mehr viel beraten. Ich möchte Dir sagen auch wenn es sehr schmerzhaft ist. Ich bin heute froh, das sie keinen KS gemacht haben. Denn dann wäre es einfach vorbei gewesen und ich hätte mich nicht so von meiner Josefine verabschieden können. Sie wurde im Kreissaal noch getauft und wir hätten sie die ganze Nacht noch mit auf Zimmer nehemen können.
Durch die normele Entbindung war sie nicht einfache weg, wir konnten sie annehmen und in Freiden wieder gehen lassen.

Auch ich habe sehr lange gebraucht, es zu verstehen.
Ich wünsche Euch ganz viel Kraft.

Steffie mit Pünktchen#stern und Josefine#stern tief im Herzen und Maus im Bauch

Beitrag von lihsaa 07.08.07 - 10:31 Uhr

Auch von mir ein paar ganz liebe Grüße und viel Mitgefühl!

Ich habe mein Kind in der 11. ssw verloren (AS) - da kann man mit leben.
Eure Situation finde ich ganz grausam... ihr tut mir unendlich leid.

Ich kann auch verstehen, dass Du einen Kaiserschnitt haben möchtest - warum nicht?
Ich kenne mich mit den ärztlichen Vorgaben nicht aus, aber ich bin überzeugt, dass es möglich sein muss, dass Du nach der Narkose von Deinem Kind Abschied nehmen kannst, wenn Du es wünscht. Die Vollnarkose ist sehr gut abgestimmt und dauert etwa 30 min. Ich denke, die Ärzte werden Dir die Zeit zum Abschiednehmen geben!!!

Ich habe meine Tochter vor fünf Jahren selber per Kaiserschnitt mit Vollnarkose (Not-OP) entbinden müssen und weiss, dass man danach relativ schnell wieder wach ist...
Ich weiß aber auch, dass ich immer das Gefühl hatte, mir fehlt etwas. Die Beziehung zu meinem Kind war lange Zeit gestört... und es ist richtig - es wird nach einem Kaiserschnitt davon abgeraten, innerhalb eines Jahres erneut schwanger zu werden...

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, um diese schwere Entscheidung zu treffen und noch mehr Kraft, mit dem großen Verlust fertig zu werden!

Ich denke an Euch.

Kathrin mit Lotta (4,5) #stern Baby X und Monsti (13.ssw)

Beitrag von s_a_m 08.08.07 - 12:24 Uhr

Nur ganz kurz: Es so eine Sache mit dem Kaiserschnitt und der Vollnarkose.... Plötzlich ein leerer Bauch, kein lebendiges Kind UND noch dazu eine Narbe vom Entbindungsschnitt, die einen immer und immer wieder daran erinnert. Sie geht ja nicht mehr weg, kann nach dem Eingriff noch längere Zeit schmerzen, manchmal sogar richtige Probleme bereiten, weil es eben eine unnatürliche Entbindungsart und eine richtige Operation ist.

Und die Narbe wird immer da sein. Und immer sichtbar. Ist auch eine Frage, ob es für den Abschied, den Trauerprozess und die Verarbeitung des Ganzen nicht besser ist, eine normale Geburt durchzustehen, sich vom Baby zu verabschieden, Erinnerungen zu sammeln und es dann in Liebe und trotz allem auch mit einigen schönen Erinnerungen gehen zu lassen. Ohne immer eine körperliche Narbe mit sich zu tragen, die einem zwar eine normale Geburt erspart hat, die man aber nun durch das ganze Leben danach mittragen muss. Zusätzlich zu denen auf der Seele, die aber nach einiger Zeit und dem normalen Trauerprozess nicht mehr ganz so "sichtbar" sind wie es körperliche Narben eben bleiben...

Liebe Grüße
Sabine

http://www.regenbogenzeiten.de/abbruch.html