Umfrage zu Schönheits-Op`s. Was haltet Ihr davon?

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Forum: Körper & Fitness

Sich in seinem Körper wohl zu fühlen und ihn schön zu finden, ist für fast jeden Menschen ein wichtiges Thema. Ob es um die richtige Diät und gemeinsames Abnehmen, Tattoos,  oder auch um Sport und Fitness geht, hier ist der richtige Platz dafür.

Beitrag von kleinertiger1984 06.08.07 - 09:47 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Die Frage steht ja schon oben :-)

Also vorneweg: ich bin grundsätzlich total gegen die sogenannten Schönheits-op`s allerdings finde ich, dass man das unterscheiden sollte. Es gibt Menschen, die jagen einem bestimmten Schönheitsideal nach und andere, die sich einfach sauunwohl in ihrer Haut fühlen. Klar, kann man jetzt sagen, dass das einfach nur mangelndes Selbstbewusstsein ist, aber irgendwie sollte man da doch ein bissle mehr Toleranz zeigen, oder?

Eine alte Bekannte, die ich letzte Woche wiedergetroffen habe, hat sich bsp. die Nase operiert. Sie war schon vorher immer unzufrieden und hat sich einfach nicht wohl gefühlt. Sie erzählte mir damals immer, dass sie furchtbar gehänselt wird und es sie verletzt, weil sie selber nicht damit klar kommt. Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber schwups, als wir mal auf ner Fete waren, wurde direkt lautstark über sie gelästert. Was soll sowas? Wie kommt man auf die Idee sowas zu tun? Sollte man dann nicht froh sein, dass man selber nicht so aussieht und ausserdem sehen gerade die Leute meistens selber merkwürdig aus.
Na ja, auf jeden Fall hat sie sich wohl vor nem Jahr operieren lassen und sie fühlt sich als neuer Mensch. Ich muss sagen, dass ich es ihr gönne. Sie hat allerdings mit Vorurteilen zu kämpfen und deswegen beschäftigt mich das ganze Thema. Wie seht Ihr das?

LG,

Frauke

Beitrag von kja1985 06.08.07 - 10:32 Uhr

Ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, ob sich jemand unters Messer legt oder nicht. Ich würds aber nicht machen lassen, dazu hab ich zu grosse Angst vor der Vollnarkose, ausserdem geh ich nicht freiwillig zu Ärzten.

Beitrag von bella83 06.08.07 - 12:01 Uhr

Ich habe mir vor 3 Jahren die (inneren) Schamlippen verkleinern lassen, weil ich mich sexuell sehr sehr unwohl gefühlt habe. Da so eine Operation unter Schönheitsops fällt, musste ich für die OP + Nachbehandlung aufkommen. Die Kosten betrugen sich auf
800 Euro, aber das war´s mit wert, denn ich fühle mich jetzt super und habe ein Sexleben ohne Hemmungen. Ich würde die OP immer wieder machen. Allerdings muss ich dazu sagen das ich mega Angst hatte das was schief geht und ich nachher schlimmer aussehe wie vorher. Es ist aber alles gut verlaufen, Vollnarkose gut überstanden und Resultat sieht auch toll aus... *freu*!

mfg..die bella

Beitrag von honig7 06.08.07 - 12:59 Uhr

gar nix.

ausgenommen natürlich nach Unfällen oder Krankheiten.

Leute, die sich Brust, Nase, Lippen,... operieren lassen, sind für mich eher ein Fall für den Psychiater. irgendwelche Komplexe müssen da behandelt werden.

Und ich erlebe sehr viele solcher Menschen, da ich beruflich leider hin und wieder welche betreuen muss.

Beitrag von kleinertiger1984 06.08.07 - 20:13 Uhr

Ich denke, dass jemand, der nicht in so einer Situation ist das nicht nachvollziehen kann. Schade, dass direkt von Psychiater und nicht von Psychologe die Rede ist. Mit dem Wort sollte man aufpassen!!!

Beitrag von honig7 06.08.07 - 20:37 Uhr

kannst mir glauben, ich erlebe viele, bei denen ein Psychologe nicht mehr viel bringt.

Und bei solchen Patienten finde ich persönlich es verantwortungslos von den durchführenden Ärzten, denen es ja nur um den puren Eingriff und das damit erhaltende Geld geht.
Find ich schade, ist aber so.
Ich find es schlimm und schade, dass solche Eingriffe durchgeführt werden, bei Menschen, wo so dermaßen deutlich ist, dass es nicht um den Körper geht, sondern dass das Problem wo anders und viel größer ist.

Beitrag von kleinertiger1984 07.08.07 - 11:32 Uhr

Ja, aber in welchen Fällen ist das so? Habe mich wahnsinnig intensiv mit meiner damaligen Bekannten darüber unterhalten. Sie ging zu einem Psychologin. Der hat alles und jeden dafür verantwortlich gemacht. Zuerst war es das Verhältnis zum Vater, dann zu den Geschwistern und dann zur Mutter. Aber die Psychologin hat, meiner Meinung nach, nie gefragt wie das ganze angefangen hat. Zuerst hat meine Bekannte im Teenager-Alter festgestellt, dass sie anders aussieht und dann wurde sie durch Hänseleien noch mehr darauf aufmerksam gemacht. Danach wollte sie rausfinden, ob sie es wegen den Hänseleien machen will oder weil sie sich selber so nicht leiden kann. Ihrer Mutter zu liebe ist sie dann zur Psychologin gegangen und dann kam da sowas bei raus. Mir kommt es eher so vor, als wollte die Psychologin ihr ein tiefergründiges Problem einreden. Ich denke, dass es gerade bei Frauen, die eine auffällige Nase haben, sehr schwer im Leben ist. Schließlich ist die mitten im Gesicht und durch nichts zu verdecken. Das hat meiner Ansicht nach dann aber nichts mit falschen Komplexen zu tun. Jemand der einfach nur feststellt, dass er schöner aussehen könnte und sich dann unters Messer legt, finde ich sch... Aber bei solchen Fällen wollen die Menschen sich einfach nur selber leiden können. Ist eben ein furchtbar schwieriges Thema das Ganze, aber nachdem ich festgestellt habe, dass meine Bekannte oder eben Freundin (treffe sie recht selten) ein ganz anderes Leben jetzt führen kann bin ich in solchen Fällen für eine Op.

Beitrag von honig7 07.08.07 - 11:41 Uhr

ja, es ist schwierig zu beurteilen.
Sorry, mein erstes Posting war viellecht etwas krass ausgedrückt, aber die Leute, die ich erlebt habe, haben mich etwas "empfindlich" gemacht.

Ich bin schon auch der Meinung, wenn jemand eine auffällig (!) schiefe, krumme, extrem große...oder so...Nase hat, eine auf den ersten Blick sichtbare "Unschönheit", spricht nichts gegen eine Korrektur. Aber eine normale Nase 3 millimeter verkleinern, den Busen ein Körbchen größer, nach 7 Monaten 1 Körbchen kleiner (eine meiner letzen Patienten #schock ) sowas muss einfach nicht sein!

Aber ehrlich gesagt glaub ich nicht, dass es viele Menschen gibt, die zB. eine außergewöhnlcih hässliche zB Nase haben. die meisten Op´s haben einen anderern Hintergrund.
Aber es sind nur ganz wenige, die das sehen und einen Psychologen aufsuchen. Und leider sind es am allerwenigsten die operierenden Ärzte, die darauf aufmerksam werden und den Pat. hinweisen. und ich fürchte, sie übersehen es nicht, sie WOLLEN es nicht sehen.

Ach, darüber könnte ich immer stundenlang philosophieren...#hicks
Aber ich bin zuversichtlich, dass der Trend zu Schönheits Op´s, genauso wie er jetzt zunimmt, bald auch wieder im Abnehmen ist!

LG L. :-)

Beitrag von kleinertiger1984 07.08.07 - 16:29 Uhr

Das hoffe ich allerdings auch, dass der Trend abnehmen wird. Aber noch eher hoffe ich, dass das "Untereinander" der Menschen bald besser wird. Ich meine, dass man doch etwas toleranter werden sollte. Das kennst Du sicherlich auch, dass es nicht selten vorkommt, über andere Menschen aufgrund der äußeren Erscheinung zu lästern. Irgendwie ziemlich charakterlos so ein Verhalten!

LG

Beitrag von blair1304 09.08.07 - 09:11 Uhr

...im übrigen war ich beim Psychologen wegen meinem Problem, der allerdings hat mir bescheinigt, dass "Zitat:"Keine behandlungsbedürftigen psychischen Schäden vorliegen" :-p....und was hätte dann Deiner Meinung nach noch gemacht werden?

Versteh das bitte nicht als Angriff, Du schreibst, Du hast beruflich damit zu tun und ich möchte Deine Meinung dazu gerne hören.

LG Kathrin

Beitrag von coerny 06.08.07 - 21:32 Uhr

Hallo,

ich finde das sollte jeder für sich allein entscheiden.

Jetzt im moment finde ich mich sexy, erotisch usw.... allerdings weiss ich nicht, wie das in 10 jahren aussieht und wenn ich mich dann unwohl fühle, dann lass ich halt was machen!

LG

Beitrag von sapf 06.08.07 - 23:11 Uhr

Also im Allgemeinen isses mit recht egal, ob und wer was wo machen lassen hat.

Aber ich hatte kurz nach der Entbindung meines Sohnes ein ähnliches Gespräch mit einer Freundin.

Ich habe generell sehr "dünne" Haut und habe eine extreme Menge an Schwnagerschftsstreifen abbekommen!
Natürlich hauptsächlich am Bauch vorn und seitlich, aber auch genauso an Hüften, Po, Beinen, Knien, Brüsten, ... wo eigentlich nicht.#augen

Noch dazu habe ich einiges an Kilos zuviel und bin am abnehmen (noch die zusätzlichen Schwangerschaftskilos -immernoch#hicks- draufgerechnet).

Und wenn ich jetzt wirklich deutlich abnehmen könnte, kann ich mit schon jetzt vorstellen, wie shrecklich mein Bauch/ Hautlappen dann aussehen würde!#schock

Und unter diesen Umständen, und hätte ich genügend Geld, würde ich mir auf jeden Fall den Bauch operieren lassen!!!
(Obwohl ich noch ein 2. Baby abwarten würde:-p)



LG, sapf

Beitrag von blair1304 08.08.07 - 12:57 Uhr

Tach auch,

tja also ich habe mir im Februar die Brüste operieren lassen.
Nein, keine Monster-T***, sondern 80B, eine normale Brust.
Wahrscheinlich können das wenige verstehen, aber ich hatte weniger Brust als mein kleiner Bruder. Im Ernst, ich hab erst gewartet, bis ich:
-ausgewachsen war
-ein Kind hatte
...alles Dinge, die man mir nahe gelegt hatte.

Okay, ich war mittlerweile 27, hab einen 2-jährigen Sohn und einen Mann der mich liebt wie ich war(bin).

Trotzdem habe ich mich zur OP entschlossen, weil ICH unglücklich war. Ich habe 10 Jahre gespart und mir einen lebenstraum erfüllt. Was soll daran verkehrt sein? (Andere sparen auf eine Weltreise...)

Und ja, ich hatte wenig Selbstvertrauen, wenn man das Wort mal auseinander nimmt sollte man wissen, warum. (Man muss sich ja erstmal selbst mögen...auch seinen Körper, gell?!)

Okay, nochwas: Ich hab nen schwabbeligen Bauch nach meinem Kaiserschnitt, und nein, ich will keine Bauchdeckenstraffung machen lassen, weil ich denke, dagegen kann ich was machen. Gegen keine Brüste konnte ich leider nichts anderes machen, sonst hätte ichs versucht.

Sorry, ist länger geworden,

liebe Grüße

Kathrin

Beitrag von bella83 09.08.07 - 08:43 Uhr

Nachdem man hier ja Leute mit Schönheitsop´s als psychischlabil beschrieb, find ich´s mutig das Du von Deiner OP schreibst. Ich bereue meine auch nicht und bin sooooo froh das ich´s getan habe. Fühle mich jetzt wohler und habe mehr Selbstbewusstsein.

Kleines Selbstbewusstsein heisst nicht gleich psychischlabil.

Lg..die bella!

Beitrag von blair1304 09.08.07 - 09:08 Uhr

Nun, ist halt nicht für jeden nachvollziehbar...#augen

Ich finde es nicht schlimm, darüber zu schreiben. Die Leute die meinen man ist instabil haben sicherlich auch ein Stück weit recht, allerdings war nie einer von ihnen in der Situation (wünsche ich auch keinem) und können nicht obejktiv darüber berichten.

Trotzdem: Soll jeder seine Meinung sagen, wie er sie hat, dafür ist ja hier ne Umfrage gestartet worden ;-) *gg*

Mir und Dir gehts gut damit, und das ist doch die Hauptsache!

Ich wünsche Dir alles Liebe!

Kathrin

Beitrag von zahnfee01 14.08.07 - 10:58 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

irgendwie kann ich die Vorurteile und Vorbehalten der meisten gegenüber Schönheits-OPs ja gut verstehen und nachfühlen.

Ich war selber sehr lange Zeit der Meinung, daß jeder zu sich und zu seinem Körper stehen müsse und daß Schönheits-Operationen eher etwas für Promis und oberflächliche Menschen wären.

Ich habe mich mit den moralischen Gedanken beschäftigt, ob man sich mit dem Durchführen einer eigentlich gesundheitlich unnötigen Schönheitsoperation nur dem gesellschaftlichen Druck von außen beugt. Und ob man damit nicht sogar die Entwicklung fördert, daß andere auch unter diesen Druck gesetzt werden.

Deshalb habe ich viele Jahre unter meinem kleinen Busen gelitten und den Gedanken an eine operative Brustvergrößerung immer weit von mir gewiesen.

Erst mit 39 Jahren - nach 20 kg Gewichtsabnahme und 2 gestillten Kindern - fing ich langsam und ganz schüchtern und verklemmt an, mich ernsthaft über das Thema Brustvergrößerung zu informieren.

Es fiel mir nicht so leicht, meine eigenen Vorurteile gegenüber Silikon-Brüsten abzuschütteln, zu akzeptieren, daß mein Wunsch danach nicht unmoralisch und verwerflich sein müsse.

Aber mir wurde dann so richtig bewußt, daß ich nur ein Leben habe. Und daß ich es es in der Hand hatte, mich für oder gegen eine operative Brustvergrößerung zu entscheiden. Und ich habe ich mich dann nach intensiver Beschäftigung mit den Möglichkeiten aber auch den Risiken und Einschränkungen für die Durchführung dieser Schönheits-OP entschieden.

Auch wenn so eine Entscheidung bestimmt nicht für jede Frau der richtige Weg ist, bin ich persönlich heute immer noch superglücklich darüber, daß ich es getan habe. Obwohl es mir immer noch schwer fällt, öffentlich zu diesem Schritt zu stehen und mich den Vorurteilen, die andere gegenüber so einer Brustvergrößerung haben, zu stellen.

Meine Meinung dazu ist heute so, daß man sich nicht grundsätzlich für oder gegen Schönheits-OPs aussprechen sollte, sondern daß es die individuelle Entscheidung eines jeden einzelnen sein kann. Und ich würde mir gegenseitige Toleranz wünschen. Sowohl für die, die sich dagegen aussprechen, wie auch für die, die sich dafür entscheiden.

Meine eigenen Überlegungen und Erfahrungen mit meiner Schönheits-OP Brustvergrößerung habe ich auf meiner Homepage http://www.mein-erfahrungsbericht.de/ veröffentlicht und hoffe, daß sie anderen Frauen, die sich mit dem Gedanken an eine eventuelle OP beschäftigen, etwas helfen kann. Und würde mir wünschen, daß sie vielleicht auch dazu beiträgt, ein paar Vorurteile gegenüber Menschen, die sich für so eine OP entscheiden, abzubauen.

Liebe Grüße

Zahnfee