Kurz vor Arbeitslosigkeit in Urlaub???

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von kati2406 06.08.07 - 19:20 Uhr

Hallo ihr Lieben,
jetzt brauche ich auch mal einen Rat in diesem Forum.
Es ist so, dass mein Mann zum 31.8. gekündigt wurde (betriebsbedingt) :-[
Nun haben wir aber schon seit Langem unseren Sommerurlaub geplant und gebucht (vom 11.08.-25.08. das sind auch die Betriebsferien des Betriebes).
Aufgrund dieser Meldepflicht hat er sich natürlich gleich beim AA gemeldet und steht auch schon in dieser Datenbank zur Vermittlung etc. Leistungen beziehen wir natürlich noch nicht, da er ja erst ab 1.9. arbeitslos ist.
Jetzt habe ich total Panik wenn wir in Urlaub fahren, dass er dann irgendwelche Sperren bekommen könnte oder so. Vielleicht übertreib ich es auch aber wir haben ein Kind das 16 Monate alt ist und ich bin im 5. Monat schwanger. konte ja keiner ahnen dass es so kommt. #heul
Kennt sich da vielleicht jemand aus und kann mir einen Tipp geben?
Ich danke euch von ganzem herzen.
LG
Kathrin mit Simon (16 Monate) und Levin 20. SSW

Beitrag von kati543 06.08.07 - 19:25 Uhr

Nein, da müsst ihr keine Angst haben. Er ist da ja noch angestellt. Da hat das Arbeitsamt noch nix zu sagen. Das ist sein verdienter Jahresurlaub. Selbst wenn es schon in die Zeit nach dem 1.9. fallen würde, kann man das trotzdem dem Amt darlegen und fahren. Der Urlaub wurde ja schon lange zuvor gebucht.
Ansonsten alles Gute für euch. Das wird sicher nicht einfach.

Beitrag von kati2406 06.08.07 - 19:30 Uhr

Hi,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Vielleicht schreiben wir der Sachbearbeiterin noch eine E-Mail und eine Telefonweiterschaltung habe ich auch schon gemacht damit er erreichbar ist falls jemand sich auf die Bewerbungen meldet.
Ich hoffe halt dass er schnell was findet. Mache mir wirklich große Sorgen...
Danke noch mal
Kathrin

Beitrag von nick71 07.08.07 - 09:22 Uhr

Ich würde sagen, dass Ihr nicht verpflichtet seid, den Urlaub bei der Arge anzuzeigen...Dein Mann bezieht ja in dem Zeitraum noch gar keine Leistungen.

Er ist offiziell bis 31. August beschäftigt und könnte vor dem 1. September wahrscheinlich ohnehin nicht vermittelt werden.

Beitrag von goldtaube 07.08.07 - 09:59 Uhr

Natürlich nicht. Aber oft bekommt man vom Arbeitsamt noch Post, wenn man den Antrag schon gestellt hat und da sollte man dann antworten. Darum sollte man ihnen zumindest mitteilen, dass man in Urlaub ist.
Es ist ja auch in ihrem eigenen Interesse. Denn was wenn Post vom Arbeitsamt kommt und die wollen noch was wegen dem Antrag, weil sie sonst das Arbeitslosengeld nicht berechnen können? Dann ist hinterher das Geschrei groß, weil es so lange dauert bis das Geld da ist.

Beitrag von nick71 07.08.07 - 10:36 Uhr

"Denn was wenn Post vom Arbeitsamt kommt und die wollen noch was wegen dem Antrag, weil sie sonst das Arbeitslosengeld nicht berechnen können? Dann ist hinterher das Geschrei groß, weil es so lange dauert bis das Geld da ist."

Für mich erschliesst sich Deine Logik grad nicht #kratz

Wenn ich nicht da bin, bin ich nicht da...ergo kann ich entsprechende Anfragen nicht beantworten...folglich würde sich die Zahlung der Leistungen in so einem Fall eh verzögern.

Es nützt also nix, dem AA mitzuteilen, dass man sich von dann bis dann im Auslandsurlaub befindet...denn ich gehe nicht davon aus, dass die einem die Post an die Urlaubsadresse nachsenden.

Beitrag von goldtaube 07.08.07 - 11:53 Uhr

Natürlich tun sie das. Wenn man ihnen eine E-Mail-Adresse oder Postadresse mitteilt, schicken sie es einem da hin.

Beitrag von goldtaube 06.08.07 - 19:39 Uhr

Bitte teilt dem Sachbearbeiter das mit. Und zwar so, dass er noch darauf antworten kann. Denn sie schicken schon mal gerne Post zu, schon bevor man Leistungen bezieht, wenn noch Fragen geklärt werden müssen oder einen Termin.

Beitrag von kati2406 06.08.07 - 19:45 Uhr

Hallo,
mein Mann wird gleich die Sachbearbeiterin per E-Mail anschreiben und das erklären. Zum Glück können wir im Urlaub jederzeit ins Internet und das Handy ist ja auch an von daher sind wir ja schon irgendwie erreichbar. Den nächsten Termin sollte sie natürlich dann in die Woche nach dem Urlaub legen.
Mein Mann hat auch schon viele Bewerbungen geschrieben etc. Wir hoffen ja eigentlich, dass er noch was findet. Er ist da viel optimistischer. Ich mache mir nur Sorgen...
Danke für den Hinweis.
LG
Kathrin

Beitrag von miau2 07.08.07 - 06:49 Uhr

Hi,
so traurig das ist, aber meinst Du nicht, dass es - unabhängig von Konsequenzen durch das Arbeitsamt, die es eigentlich nicht geben dürfte - besser wäre, auf den Urlaub zu verzichten?

So verbaut sich Dein Mann vermutlich alle Chancen, noch VOR Eintritt der Arbeitslosigkeit eine neue Stelle zu finden...ganz ehrlich, ich würde die freie Zeit nutzen und so viele Bewerbungen wie möglich schreiben (und mich dabei überhaupt nicht auf das Arbeitsamt verlassen, sondern selbst alles durchsuchen, was es an Zeitungen und im Internet gibt)...in der Hoffnung, dass dann vielleicht nur 1 oder 2 Monate mit ALG überbrückt werden müsste.

In den Urlaub fahren würde ich nicht. Oder ihr fahrt alleine, oder eine Freundin von Dir fährt mit, wenn das geht. Sicher, ist nicht schön, ich musste damals auf 3 Wochen Tunesien verzichten, aber Sinn machen würde es auf jeden Fall.

Mit dem Arbeitsamt würde es nur Probleme geben, wenn der Urlaub nach Eintritt der Arbeitslosigkeit anstehen würde. Und selbst dann könntet ihr den vermutlich durchsetzen, da ihr ja wohl gebucht habt, bevor das ganze absehbar war. Nur ob so was halt sinnvoll ist...es geht ja nicht nur um ein paar Tage, 2 Wochen ist schon ziemlich lang.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von kati2406 07.08.07 - 08:40 Uhr

Hi,
naja es ist halt so dass mein Mann seine Familie seit einem Jahr nicht gesehen hat und von daher möchten wir nicht darauf verzichten. Die wären dann auch sehr enttäuscht. und wenn er jetzt was Neues anfängt bekommt er ja auch erst mal keinen Urlaub.
Da verstehe ich ihn auch. Er hat bereits viele Bewerbungen am Laufen und es schaut wohl auch garnicht so schlecht aus. Außerdem sind wir wenn es wirklich dringend wäre auch schnell da aus Kroatien. Ist ja nicht so weit. Sechst Stunden.
Mir ging es eigentlich nur drum wegen evtl. Sperren etc.
Aber vielen lieen Dank für den Denkanstoß.
Alles Liebe
Kathrin

Beitrag von miau2 07.08.07 - 11:12 Uhr

Na, wenn ihr das so organisiert habt - schönen Urlaub und viel Erfolg auf der Jobsuche!

Beitrag von rudi333 07.08.07 - 11:15 Uhr

Nur weil Du aus Dusseligkeit oder falschem Stolz mal auf 3 Wo. Tunesien verzichtet hast, sollen das jetzt alle anderen auch tun?


Sorry, du hast echt einen an..............

Jetzt ist eh Urlaubszeit, wer stellt jetzt schon jemand ein und im Übrigen wäre ihr Mann eh erst ab 01.09. "frei" und dann ist er wieder da. Vielleicht war es der letzte Urlaub für die nächste Zeit. Verdient haben sie ihn sich , auch wenn aus Deinem Posting nur Neid spricht. Ein Storno kostet übrigens auch Geld.


Jetzt zur eigentlichen Frage:

Ich würd es NICHT dem AA mitteilen, da er in diesem Zeitraum ja noch beim alten Arbeitgeber angestellt ist und somit der Vermittlung in dem Sinne auch nicht zur Verfügung stehen kann.

Beitrag von miau2 07.08.07 - 13:12 Uhr

Ich glaub, hier ist jemand ganz anderem die Hitze der letzten Tage nicht bekommen.

Mein Urlaubsverzicht liegt 4 Jahre zurück, es fielen keine Storno- sondern nur geringe Umbuchungskosten an, und in der Zeit habe ich den Job bei der Firma gefunden, bei der ich bis letztes Jahr zum Mutterschutz gearbeitet hat.

Wieso sollte ich also neidisch sein?

Im Gegensatz zu Dir wurde von der Schreiberin meine Anmerkung wohl richtig aufgefasst. Aber wer Streit sucht, der findet natürlich auch einen Anlass.

Wer es nötig hat, derart beleidigend auf ein Meinungsäußerung zu antworten, sollte vielleicht mal vor der eigenen Haustür kehren. Könnte nötig sein.

Und tschüß. Dein Niveau ist mir eindeutig zu niedrig.


Beitrag von mel1983 07.08.07 - 10:31 Uhr

Zum einen steht ihm der Urlaub zu. Er war immerhin schuften dieses Jahr (auch für den Urlaub).

Er ist noch angestellt. Klar könnte was in der Post liegen, aber so what.
Habt ihr eine Nachbarin, die mal ab und an nach der Post schaut, und anruft, wenn was wichtiges dabei ist?

Ansonsten hat er selbst als Arbeitsloser (was er ja noch nicht ist), das Recht auf 14 Tage Urlaub. Wenn das beim Amt angezeigt wird, ist das kein Problem.

Ich denke ihr seid auf der sicheren Seite, wenn ihr der Bearbeiterin eine Mail sendet, und sie wird sich auch nicht quer stellen.
Dein Mann zeigt damit seinen guten Willen.

So ist es denke ich das beste, was ihr machen könnt.

Also genießt den Urlaub, und versucht in der Zeit des Urlaubes erstmal die Gedanken an die Zukunft beiseite zu schieben, auch wenns schwer ist.
Genießt es einfach.

LG Mel
schönen Urlaub :-)

Beitrag von miau2 07.08.07 - 11:11 Uhr

"Klar könnte was in der Post liegen, aber so what. "

dumm, wenn das ein Stellenangebot wäre. Oder die Einladung für ein Vorstellungsgespräch am nächsten Tag. Absage wegen Urlaub ist sicher immer ein guter Einstand.

"Ansonsten hat er selbst als Arbeitsloser (was er ja noch nicht ist), das Recht auf 14 Tage Urlaub. Wenn das beim Amt angezeigt wird, ist das kein Problem. "

Der Urlaub muss nicht nur angezeigt, sondern genehmigt werden. Kleiner Unterschied, große Wirkung. Da in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit die Chance auf einen neuen Job am größten ist, wird er in der Zeit i.d.R. nicht genehmigt.

Ausnahme: man hat schon gebucht, bevor die Arbeitslosigkeit absehbar war. Ob man den dann nehmen sollte, ist eine andere Frage. Manche Menschen wollen doch tatsächlich eine neue Stelle finden ;-). Aber die Familie hat das ja so organisiert, dass der Urlaub schnellstens abgebrochen werden könnte und würde das dann auch tun. Wenn das geht - prima. Wenn nicht, sollte man sich überlegen, was einem wichtiger ist.

Viele Grüße
Miau2