Wieso hab ich immer solche schmerzen beim Stillen ?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 20girli 06.08.07 - 21:15 Uhr

Ich stille wirklich sehr gerne. Und vieles hab ich schon durch, ich habs durchgehalten weil ich dachte es wird irgendwann besser.
Leider geht bei mir das stillen nur mit Hütchen.
Und eine kleine weile ging es auch alles recht gut. Dachte schon ...hey...jetzt läuft die ganze Geschichte...

Mein kleiner wird Mittwoch 8 wochen jung und ich hab seid ein paar Tagen wieder schmerzen.
Gestern Nacht bin ich vor schmerzen wach geworden und es wurde erst dann etwas erträglich als ich eine Paracetamol genommen hatte.
Meine linke Brust hat so sehr wehgetan das ich mir schon dachte...die mir jetzt abnehmen lassen das wäre das schönste...ehrlich...ich dachte da der schmerz wird immer schlimmer und würde nie aufhören.

Beide seiten tun mir weh...vorallem beim Anlegen. Das aber ist mir ja nicht so neu...hab ich öfters...nun tun sie mir aber auch teilweise unerträglich weh wenn der kleine gar nicht trinkt...#kratzwas soll das? Was ist das?
Die Brustwarzen salb ich immer ein...mit der Linsohl oder so ähnlich salbe...

Muss dazu sagen das ich versucht habe mal ohne Hütchen zu stillen. Nachdem der erste große Hunger vorbei war...hab ich meinen kleinen ohne Hütchen angelegt.
Das ging ganz gut so wie ganz am Anfang.
Er hat auch getrunken und ich dachte ok langsam dran gewöhnen...aber jetzt trau ich mich kaum mit Hütchen anzulegen.

würde gerne wissen warum es immer noch so weh tut...und warum es nicht einfach mal nur schön sein kann...und natürlich wie ich es demnächst vermeiden kann das es überhaupt wieder so schlimm wird...oder bleibst das so?? Auch jetzt tun mir die Brüste weh, vor allem links da pocht der schmerz...:-(

Lg Kerstin

Beitrag von mona_form_2004 06.08.07 - 21:21 Uhr

Hi,

hast du mal durch eine Stillberaterin eure Position beim stillen nachschauen lassen? Es klingt ganz danach, als ob dir nie jemand das richtige Anlegen gezeigt hätte - denn es ist NICHT so das jede Mama diese Infos ins Wochenbett gelegt bekommt und man es alles gleich wissen und "können" muss #liebdrueck

Durch das falsche Anlegen gibt es Schmerzen und dadurch kann dein Mäuschen auch nicht alles rausbekommen, so das du auch ohne das es trinkt schmerzen hast >> kleiner Milchstau!

Schau mal hier, dort kannst du auch eine Stillberaterin befragen:
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/

Liebe Grüße

Ramona

Beitrag von kerstinkueken 06.08.07 - 22:05 Uhr

Hallo Kerstin,

lass Dich unbedingt von einer Stillberaterin beraten.

Die Adresse ist auch ganz gut.

http://www.lalecheliga.de/

Es müsste auch hinzukriegen sein, dass Du ohne Hütchen stillen kannst. Die kann Dir auch erklären, warum das weh tut etc...

lg
Kerstin

Beitrag von scarlettohara 06.08.07 - 22:11 Uhr

Hallo Kerstin,

hm, ich kenne diese Stillprobleme seit der Geburt meines Sohnes, der mittlerweile fast 5 Monate alt ist.

Hast Du mal Deine Brust selbst abgetastet? Spürst Du irgendwo Knoten/Verhärtungen? Wenn ja, ist ein Milchstau wahrscheinlich. Dann solltest Du Dein Baby immer so anlegen, dass sein Kinn in Richtung der Verhärtung zeigt.
Hast Du eine Hebi, die mal Deine Brust ansehen und abtasten kann? Die sind da natürlich etwas erfahrener als wir 'Laien'.

Bei mir schmerzt die Brust allerdings oft auch ohne dass ein Milchstau vorliegt:
-sobald ich mal nur im T-Shirt rausgehe wenn es kalt ist verkühle ich mich an der Brust, das Resultat sind brennende Schmerzen.
-sobald sich der Trinkrhythmus meines Sohnes ändert und die Brust sich wieder darauf einstellen muss reagiere ich ebenfalls mit Schmerzen (so wie im Moment :-().

Ich stille übrigens ebenfalls mit Hütchen - meine Brustwarzen waren in der ersten Woche nach der Geburt meines Sohnes blutig und schrundig, seither nutzen wir sie. Habe auch ca. nach acht Wochen versucht davon 'loszukommen', ein oder zweimal hat es sogar ohne Hütchen geklappt. Komischerweise tat die Brust aber nach beiden Versuchen ziemlich weh, meine Brust brauchte ca. eine Woche um wieder auf 'Normalzustand' (=ohne Schmerzen) zu kommen. Es blieb aber bei den zwei Versuchen, danach hat mein Kleiner nicht mehr mitgemacht und Brust ohne Hütchen komplett verweigert.
Habe mich mit der Situation abgefunden. Mal geht's ganz gut bei uns mit dem Stillen, dann taucht wieder irgendein Problem auf. Ein ständiges Auf und Ab #augen.
Hoffe, dass ich noch eine Weile durchhalte - mein Ziel ist es, 6 Monate voll zu stillen...

Alles Gute
Scarlett

Beitrag von disenny 06.08.07 - 22:13 Uhr

Hallo Kerstin,

was Du da schreibst, kommt mir bekannt vor. Die ersten 2 Monate hat mir das Stillen so furchtbar weh getan, dass ich schon Angst hatte, wenn der Kleine wieder Hunger bekam. Nachts hab ich oft weinend im Bett gesessen, weil es so schmerzhaft war. Und auch nach dem Stillen hatte ich Schmerzen, das war so ein komisches Brennen in der Brust, so dass ich sie mir manchmal hätte abreißen wollen.

Ich habe mit meiner Hebamme so ziemlich alle Mittelchen und Methoden ausprobiert, aber nichts hat geholfen. Dann habe ich entschieden abzustillen, weil mir eine entspannte Beziehung zu meinem Sohn wichtiger war, als unter Schmerzen zu stillen. Ich wollte allerdings langsam abstillen, also eine Mahlzeit ersetzen, dann ne Woche warten und wieder eine Mahlzeit und so weiter. Bereits nach 2 Wochen wurde es mit dem Stillen viel besser. Sowohl die Schmerzen beim Anlegen wurden weniger, als auch die Schmerzen danach. Nach 4 Wochen tat mir nichts mehr weh. So kam es, dass ich einmal die Flasche gebe und einmal die Brust, immer abwechselnd. Nachts stille ich generell, da bin ich zu faul zum Aufstehen ;-)

Mittlerweile ist mein Sohn 5,5 Monate alt und ich stille ihn immer noch auf diese Art. Zum Glück hat er sowohl die Flasche als auch die Brust akzeptiert. Er kann zwar heute manchmal noch gut zupacken, so dass es mir etwas weh tut, aber das ist nicht schlimm und überhaupt nicht vergleichbar.

Eine andere Hebamme meinte übrigens mal zu mir, ich sollte mich auf Soor untersuchen lassen, ein Pilzbefall der Brust. Die Schmerzen in der Brust könnten daher kommen. Das habe ich nie gemacht, weil es ja von alleine gut wurde. Ich denke, die Psyche spielt da auch immer eine Rolle, wenn man erstmal in so einem Kreislauf aus Schmerzen drin ist. Da fällt Entspannung und freudiges Stillen nicht leicht.

Ich wünsche Dir alles Liebe und hoffe, dass es bei Dir ganz bald gut wird und Du keine Schmerzen mehr hast!!

LG, Jenny

Beitrag von newkiwi 07.08.07 - 01:18 Uhr

Hallo Kerstin,

meine Kleine ist nun fast 12 Wochen alt und auch ich hatte am Anfang Stillprobleme und wunde Brustwarzen. Alle meinten, dass es einfach am Anlegen liegen würde. War 3 mal zur Stillberatung. Beim 3. mal hatte ich so Schmerzen in der Brust, dass ich auf Soor behandelt wurde.
Das Anlegen tat weh, aber fast noch schlimmer war es, wenn die kleine Maus von der Brust ab war, dann hatte ich das Gefühl, dass die Warzen und der Vorhof brennen. Der Schmerz hat bis in den Rücken und die Schulterblätter gestrahlt.
Ich habe dann noch eine Creme bekommen, damit die Risse an der Brustware abheilen und musste 2 Tabletten nehmen. Schon nach der ersten wurde es besser. Trotzdem hat es noch gut eine Woche gedauert, bis alles okay war. Und ich stille immer noch mit Stillhütchen.
Soor kann also auch die Mutter bekommen. Dein Kind kann sich über die Brustwarze anstecken. Wir mußten der Lütten den Mund mit so einer Tinktur mehrmals täglich einreiben, denn sonst ist das ein Teufelskreis, weil sie dich ja auch anstecken kann.
Hast du das Stillbuch von H. Lothrop? Habe die 30. Ausgabe, dort ist auf Seite 257f alles sehr gut beschrieben, auch die Wirkstoffe.
Hoffe, ich konnte dir helfen.
Gruß Newkiwi:-)