Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von spinat76 06.08.07 - 21:50 Uhr

Meine Tochter 2,5 macht neuerdings jeden Abend ein übles Theater weil sie in ihrem Zimmer den bösen Wolf vermutet. Wir suchen dann zusammen das zimmer ab und zeigen ihr das es da keinen gibt und erklären ihr das es den nur im Märchen aber nicht in Wirklichkeit gibt. Die letzen beiden Nächte hat sie so gebrült das ich sie mit in mein Bett genommen habe. Das war wohl ein Fehler.... ich befürchte sie hat gemerkt das die Masche zieht und morgen geht das wieder los.

Was denn nun, soll ich die Sache glauben? Will sie ja auch ernst nehmen wenn sie wirklich Angst hat, aber wie soll ich da reagieren?

Woher weiß ich ob die Angst echt ist oder Show?

Wenn sie in unserem Bett still liegen würde wäre es mir ja auch noch egal, aber sie zappelt so rum und plabbert. Zur Strafe haben wir sie dann wieder in ihr Zimmer geschafft. Da geht ihre Sirene sofort wieder an....

Was soll ich nur machen. Haben ja auch noch ein Baby was etwas Schlaf braucht....

Anja mit Julia 2,5 und Jannis 5 Monate

Beitrag von nuklearpussi 06.08.07 - 21:57 Uhr

Hallo Julia,

wie wär´s denn mit einem persönlichen Beschützer?
Zum Beispiel ein Foto überm Bett, dass vorm bösen Wolf beschützt oder ein Kuscheltier.

Das habe ich mal in einer Familienzeitschrift gelesen und bei uns hat´s auch geholfen!

Viel Erfolg wünscht Dir Nuklearpussi!

Beitrag von spinat76 06.08.07 - 22:01 Uhr

In ihrem Bett sitzen: Großes Schaf, kleines Schaf, Pferd, 3 Puppen (Lily, Simon und Domenik), Mamas alter bär, Poo Bär und Baumeister Bob, der sogar eine Taschenlampe hat. Da ist kein Platz für mehr...

Und überm Bett hängt ein Bild mit ihr als Baby und Papa...

Sie will ja auch nicht vom Papa beschützt werden, nur von mir. Deshalb bin ich eben nicht sicher ob es wirklich Angst ist, oder eine Masche...

Wie bekomm ich das raus?

Beitrag von emilymaria 06.08.07 - 22:00 Uhr

Hallo,

hm - schwierig. Unser Zwerg (gerade 3) hatte vor einiger zeit auch so eine Phase, da kam immer irgendwer... - ich habe ihm zur Sicherheit (nachdem wir auch das ganze Haus durchgeguckt hatten, dass da keiner kommen kann) ein Krokodil (gabs da grad bei Tschibo - größer als das ganze Kerlchen) ins Bett gelegt, das hat ihn dann beschützt!

Das ganze hat er 2 Tage gemacht - hat ja auch einigen Platz gebraucht in dem kleinen Kinderbett, hihi und dann lag es vor dem Bett und dann war gut.

Ab und an hat er immer nochmal dass da wer kommt, aber dann hilft der Hinweis aufs Krokodil und das ich auf ihn aufpasse und er schläft.

Allerdings kann ihn nix und niemand daran hindern, jede Nacht um ca. 1 Uhr in unser Bett zu krabbeln und dort friedlich "in der Ritze" weiterzupennen. Da er aber recht leise getapert kommt und ebenso ruhig weiterschläft und anscheinend nur Körpernähe sucht darf er das auch, da wir alle 3 so gut schlafen können. Ist aber sowohl zeitlich als auch von der Art her kein Zusammenhang mit "einer kommt"

Liebe Grüße, Mari

PS: soweit ich weiß, haben Kinder in dem alter oft unsichtbare Freunde oder Feinde und das soll sich wieder legen, von daher Geduld - ich finde das mit dem Suchen im Zimmer schon prima.

Beitrag von spinat76 06.08.07 - 22:06 Uhr

Danke für die Antwort.

Naja Beschützer hat sie schon ne Menge im Bett. Bob der Bausmeister leuchtet sogar unters Bett und wir suchen dann mit seiner Lampe den Wolf. Auch wenn keiner da war gibt sie keine Ruhe. Papa darf sie nicht beschützen. Nur ich. Bin mir eben gar nciht sicher ob es nicht nur eine Masche ist....

In der Nacht kommt sie auch oft in unsere Ritze. Das stört mich auch nicht zu sehr, obwohl es eng wird, denn Jannis (5monate)bleibt nach dem Stillen auch meist in meinem Arm.

ICh will nur nicht das sie jeden Abend in unserem Bett einschläft. Sie liegt halt nicht still da sondern zappelt und plappert und da der kleine sein Bett bei uns hat, stört das.

Beitrag von dore1977 06.08.07 - 22:04 Uhr

Hallo,

ich würd s mal mit "Monsterspray" versuchen #;-) das ist sehr wirksam.
Wir haben Wasser ein eine Pflanzensprühflasche getan und damit abend s ein paar mal im Zimmer rumgesprüht.
Wir brauchten es nur zwei oder drei mal aber da hat es immer gewirkt schließlich war das echtes von Papa mitgebrachtes Monsterspray #;-) #:-)

liebe Grüße und viel Erfolg dore

Beitrag von spinat76 06.08.07 - 22:08 Uhr

Das ist ein toller Tip. Danke.

Einen Versuch isses wert.

Fragt sich eben ob es echt Angst ist oder Sehnsucht nach Mama

Beitrag von tiffels 07.08.07 - 00:27 Uhr

Hallo,
Emma hatte auch vor einigen Wochen Angst vorm bösen Wolf. Ihre 2 Jahre ältere Freundin hat ihr erzählt dass Wölfe sogar die Hauswand hochklettern#schock

Habe ihr dann im Internet Bilder von Wölfen und Babywölfen gezeigt und ihr alles darüber erklärt, die Bilder fand sie ganz süß. Das hat sie dann beruhigt;-)

Immer gut zureden;-)

Auch diese Phase geht vorüber, danach kommt wieder ne Neue#schwitz

LG
Susi

Beitrag von spinat76 07.08.07 - 13:56 Uhr

Eigentlich findet Julia den bösen Wolf ganz toll. Tagsüber spielt sie mit ihrer Handpuppe Wolf (wollte sie unbedingt haben). Meine Schwiegereltern haben ein Buch von den 3 kleinen Ferkeln und dem Wolf und sie lesen es sehr gern zusammen. Seit dem hat sie auch diese "Wolfsliebe". Nur Nachts dreht sich das wahrscheinlich in Angst. Will meinen Schwiegereltern sagen das sies ertsmal nicht mehr lesen sollen...

Beitrag von bambolina 07.08.07 - 00:30 Uhr

Als erstes würde ich mir Gedanken machen, wie sie auf sowas kommt. Kinder mit zweieinhalb Jahren erfinden so etwas nicht...
lg bambolina
mit Geister-freien Kindern...

Beitrag von spinat76 07.08.07 - 13:59 Uhr

Meine Schwiegereltern haben das Buch von den 3 kleinen Ferkeln und dem bösen Wolf. Julia liebt es das vorgelesen zu bekommen. Schon lange. Sie hat dann oft vom Wolf geredet, aber eher positiv. Sie wollte auch eine handpuppe und hat sie bekommen. Sie spielt eigetlich immer gut damit.

Ich muß meine Schw.Ellis mal fragen ob sie es zu theatralisch vorlesen...? Dieser Wolf da pustet ja die Häuser der Ferkel weg....

Vielleicht vertseht sie die Geschichte plötzlcih und das macht ihr Angst. Werde mit den Eltern reden und sie bitten das Buch vorerst wegzulassen.


Beitrag von bambolina 07.08.07 - 23:05 Uhr

Hm, kann natürlich am Buch liegen, ist sogar naheliegend...
Jou, ich würde die Eltern auch bitten vorerst dieses Buch nicht mehr vorzulesen.
Wie man einem zweieinhalb jähigen Kind die Angst nimmt, kann ich nicht sagen, zumal ich nicht beurteilen kann, wieviel deine Kleine schon versteht. Vielleicht immer wieder (ein)reden, dass es einen bösen Wolf nicht gibt.

Mein Patenkind (5) hat letztens bei meinem Sohn (5) übernachtet. Luca hatte noch nie Probleme mit Geistern, Wölfen oder ähnlichem. Nun denn, gegen halb zehn (ich dachte die schliefen schon friedlich) kamen beide plötzlich angerast und meinten sie haben Angst vor den bösen Geistern. Zuerst hab ich die beiden ganz perplex angeschaut (Patenkind schaute gespielt theatralisch, mein Sohn lächelte), dann hab ich gelacht und gefragt "Glaubt ihr in eurem Alter wirklich an solche Märchen wie Geister?" Die beiden haben verlegen auf den Boden geschaut, mein lieber Sohn hatte sogar ein "verschlagenes" Grinsen im Gesicht. Es war definitiv Show...

lg bambolina