Panik- und Angststörung....Wie soll es nur weitergehen???Brauche RAT!!

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von tanjaundleonie 07.08.07 - 00:04 Uhr

Hallo ihr Lieben,
vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit und kann mir Rat geben...Es geht mir zur Zeit echt nicht so gut und ich plage mich zur Zeit tgl. damit!!!

Ich leide schon seit ca. 3 Jahren an einer Panik und Angststörung und neige zur Hypohondrie...d.h ich habe Angst vor schlimmer Krankheit bzw. Todesangst!

Es fing alles damit an, dass meine geliebte Tante 2004 an den Folgen von Hirnblutungen im Alter von 43 Jahren plötzlich verstarb...Sie hinterließ 4 Söhne, der jüngste war erst 8 Jahre alt...Ich habe den Tod bis heute noch nicht überwunden und trauere heute noch...
In dieser schweren Zeit bis zum Eintritt ihres Todes, bekam ich in einer ruhigen Situation aufeinmal eine richtig schwere Panikattake und mein Vater brachte mich ins KH, da ich nicht wußte was los war...
Ich blieb 1 Woche stationär, sie stellten mich auf den Kopf und stellten eine Panikstörung fest...

Durch, die Geschichte meiner Tante entwickelte ich eine Hypohondrische Art und ständig sitzt mir die Angst im Nacken, eine schlimme Krankheit zu haben und daran zu sterben...

Außerdem reagiere ich super empfindlich darauf, wenn so etwas wie mit meinem Schwiegerpapi passiert oder ich nur schlimme Krankheiten höre...

Ich bin ein total ängstlicher Mensch geworden, zur Zeit ist es so schlimm, dass ich mich nicht mehr für die FSME Impfung weiter impfen lassen will, ich denke ständig an Nebenwirkungen und Impfschäden...habe auch viel davon gelesen...
Bei jedem Zwicken und Zwacken wird mir ganz anders, da ja was schlimmes dahinter stecken könnte...Ich habe sogar Angst davor den Führerschein zu machen...Insektenangst und Höhenangst werden auch massiver!

Seit ein paar Tagen fasse ich mir ständig an die Kehle und habe das Gefühl keine 'Luft mehr zu bekommen...Es ist schrecklich!!!

Heute war ich wieder beim Doc. und der fragte mich erneut, ob ich Antidepressiva einnehmen möchte, um diesen Teufelskreis durch brechen zu können...nur für die anfangzeit, als Überbrückung...heilen tut es ja nicht, dazu benötige ich eine verhaltenstherapie!

Zur Therapie gehe ich ja schon seit diesen Jahres, aber ich finde es geht nur langsam vorran, vorallem weil er sich an Sachen aufhält, die meiner Meinung nach nicht so wichtig sind!

Ich will einfach Angstfrei werden, die TODESANGST ist am schlimmsten und ich kann es einfach nicht wegdenken...Ich habe Angst davor, dass ich vermutlich bald nicht mehr meine Kinder + Mann sehen kann und sie im Stich lassen muß!

Es ist wirklich ein Teufelskreis, ich weiß das ich nach vorne schauen muß, allein wegen der Kinder, aber es ist leichter gesagt als getan...

Die Panikattacken kommen regelmäßiger und stärker seit der Geburt von Julia und ich bin manch´mal echt total verängstigt, weil ich nicht weiß, ob es doch mal was ernstes sein kann...

Mein armer Mann hat echt zur Zeit mit mir viel um die Ohren und er sorgt sich so um mich...

Es kann nicht so weiter gehen...

Ich beantrage gerade eine Mutterkindkur, mal sehen ob ich sie bekomme!Ich kann Leonie aber wahrscheinlich nicht mitnehmen, da sie ab nächstem Monat in den KIGA geht und ich ihr das echt gönne...sie freut sich so....Aber ich sorge mich sehr darum, sie für längere Zeit alleine zu lassen und nur Julia mitzunehmen...Meint ihr das es ihr schadet???Ich weiß diesbezüglich nicht, was ich tun soll!

Ich weiß echt nicht, ob ich das Medikament nehmen soll, er meinte ja dass es nicht abhängig macht und mich Panikfrei machen kann in Begleitung mit Therapie... Was meint ihr?

Ein Frauenarzt Termin soll noch klären, ob es auch am Hormonhaushalt liegt!

Habt ihr generell damit Erfahrung oder schon davon gehört???

Es ist echt nicht leicht darüber so offen mit Euch zu reden...es kostet ziemlich Überwindung...

Beitrag von fleur75 07.08.07 - 07:55 Uhr

Hallo!

Ich habe seit der Geburt meiner grossen Tochter vor 4 Jahren auch verstärkt Angst vor Krankheiten. Wenn ich irgend etwas habe, mache ich mir auch die grössten Sorgen, gehe in der Zeit häufig zum Arzt und meine Gedanken kreisen primär darum, was ich haben könnte. Mein Mann ist davon auch sehr belastet, denn ich stelle ihm in solchen Momenten immer wieder dieselben Fragen. Gott sei Dank habe ich diese Phasen nur zweimal oder dreimal im Jahr, ansonsten lebe ich absolut angstfrei. Ich kann Deine Gefühle aber sehr gut nachvollziehen!
Ich war vor zwei Monaten bei meinem Hausarzt und habe ihm alles geschildert. Er gab mir eine Überweisung zum Psychotherapeuten, wo ich auch war. Er hält meine Ängste im Moment nicht für behandlungsnötig, so dass ich mich melden soll, wenn ich eine akute Angstattacke habe.
Allerdings bin ich Antidepressiva überhaupt nicht negativ gegenüber eingestellt, denn es unterstützt die Therapie und macht - wie Du selber schreibst - nicht abhängig. Parallel ist eine Verhaltenstherapie sicher gut, ich bin momentan noch auf der Warteliste. Machst Du etwas zur Entspannung, autogenes Training oder Yoga? Habe mich für autogenes Training im Oktober angemeldet.
Zur Zeit, also seit zwei Monaten, geht es mir super, ich werde allerdings wieder zum Psychotherapeuten gehen, wenn es kippt.

Fleur

Beitrag von gisele 07.08.07 - 08:28 Uhr

hallo!!
auch ich habe hin und wieder leichte panik und verschiedene ängste#heul
nach der geburt meiner tochter war fast 2 jahre ruhe,dann hatten wir sorgen wegen der arbeit meines mannes#heul
ich nehme johanneskrauttabletten,die sind pflanzlich#hicks
aber wie gesagt ich habe es immernoch ziemlich im griff,mag nur nicht lange autofahren und habe angst vorm zahnarzt.
aber selbst dort war ich heute früh#huepf
man kann nur gegen die angst angehen,das ist meiner meinung nach die beste therapie;-)
ich war wegen meiner zahnarztangst beim psychologen,er konnte mir nicht helfen.
ich bin einfach ins kalte wasser gesprungen und zwinge mich alleine hin.
vielleicht wäre auch yoga etwas für dich!!
das wirkt entspannend und die übungen kann man immer und überall machen.
und auch wenn es sich komisch anhört "denke positiv"!!!!
du siehst doch das das leben leider manchmal viel zu kurz ist#schmoll
das mit deiner tante tut mir wirklich leid#liebdrueck
ich hoffe ich konnte dich ein wenig aufmuntern.
lieben gruss,nadine(die total happy ist weil sie so tapfer beim zahnarzt war)

Beitrag von moonlight83 08.08.07 - 21:04 Uhr

Hallo Du,

Du schreibst, Du nimmst Johanniskrauttabletten.
Wieviel mg? In wie fern helfen sie Dir?

Beitrag von cherry76 07.08.07 - 12:44 Uhr

Hallo Tanja!

Depressionen sind auch immer eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Deswegen finde ich den Termin mit dem Frauenarzt gar nicht schlecht. Auch die Schilddrüsenwerte sollten nicht vergessen werden.
Ich persönlich würde dir zu Psychopharmaka raten. Ich habe selbst in der Psychatrie gearbeitet und kenne einige Fälle die danach mit Hilfe eines Medikamentes ein einigermassen sorgenfreies normales Leben geführt haben (Arbeit, Kinder usw. ) Psychopharmaka machen NICHT abhängig allerdings Benzodiazepane bzw. Valium. Damit muss sehr vorsichtig umgegangen werden. Aber in Notsituationen sind sie trotzdem hilfreich.
Am besten wäre für dich eine Mutter Kind Kur in psychosomatischer Ebene, sowas gibt es auch. Falls du deine grosse Tochter nicht mitnehmen kannst, dann schau dass du sie sehr gut unterbringst dass du den Kopf frei hast für die Therapie. Die Therapie ist jetzt sehr wichtig für dich und sollte unbedingt durchgezogen werden dass du wieder richtig fit bist ...auch für deine Kinder!!! Die bekommen die Krankheit nämlich auch indirekt mit!!

Alles Glück der Welt und Kopf hoch..Du schaffst das

Beitrag von andrea_right_back 07.08.07 - 13:19 Uhr

lass in jedem fall mal deine schilddrüse untersuchen!!! bei mir war der auslöser für meine angst- und panikattacken eine schwere schilddrüsenunterfunktion ( mit einem TSH-Wert von 8,7!!!) und eine autoimmun-erkrankung der schilddrüse...

lass dir aber auch die freien werte ausdrücklich bestimmen und auch einen antikörper-test machen!!!

nicht immer muss die seele die ursache sein, aber genau deshalb sollte man das körperliche erstmal ausschließen können!!!

wenn mich nicht jemand durch zufall darauf gebracht hätte, wer weiß was mit mir dann passiert wäre #gruebel

gruß und alles gute!!

andrea

Beitrag von amitola 07.08.07 - 17:08 Uhr

Hi du,

mir geht es fast genauso wie dir! Ich habe diese Panikattacken und Todesängste seit ich 14 bin! habe schon einige Therapien hinter mir (TAbletten habe ich immer abgelehnt aus Angst vor den Nebenwirkungen). Erst die letzte Therapie (Verhaltenstherapie) und das Buch :Endlich frei von Angst haben mir etwas geholfen.Ich bin zwar zwei Jahre jünger als du aber wenn du willst schreib mich gerne über VK an. Dann können wir uns ausstauschen :-) Ich habe wie gesagt schon sehr viel Erfahrungen mit dem Thema (leider :-() Vielleicht kann ich dir ein wenig helfen

lg amitola

Beitrag von ursel1960 08.08.07 - 17:55 Uhr

wo gibt es das buch und wie heißt der autor,meine jüngere tochter leidet ebenfalls an angststörungen kann zum beispiel nicht allein mit dem zug fahren obwohl 19 jahre alt
gruß ursel

Beitrag von michof 07.08.07 - 18:01 Uhr

Hallo Tanja,

hm, ich kenn das leider auch, leide an einer Angststörung, Panikattacken und ja auch an Hypochondrie.
Momentan, nein seit ein paar Wochen hab ich fast jeden Tag mit Panik , Ängste zu kämpfen, momentan eine Blutdruckphobie und ja nervig.
Alleine mit meiner Kleinen daheim, ja da hab ich auch Angst, dass etwas mit mir passieren könnte und die Kleine wäre ja dann alleine.
Ich schick dir einen Link, mit einem Forum. Find die Website recht gut, man hat das Gefühl, dass man nicht alleine ist.
Medikamente nehm ich keine, von daher kenn ich mich leider nicht so gut aus.
http://www.panikattacken.at/
Ach ja noch was, Verhaltenstherapie soll am Besten helfen.

Liebe Grüße
Elisabeth

Beitrag von bofan 08.08.07 - 08:23 Uhr

Hallo,

ich hatte auch mal eine Angststörung.
Ich hatte Angst, dass mir in der Öffentlichkeit schlecht wird und ich ohnmächtig werde.
Das wurde so schlimm, dass ich monatelang überhaupt nirgends mehr hingegangen bin.
Es war eine schreckliche Zeit.
Ich bin auch ein Mensch, der éigentlich niemals Tabletten nimmt, selbst Aspirin nur, wenns gar nicht mehr anders geht.
Aber damals ging es mir so schlecht und ich habe 1 Jahr lang die Tabletten genommen.
Die hießen "Tagonis" und sind super.
Ich konnte wieder rausgehen und es ging mir klasse.
Ich habe die Tabletten langsam abgesetzt, als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte und es mir wieder super ging.
Das ist 4 Jahre her und ich bin seitdem angstfrei.
Die Tabletten machen auch nicht abhängig.
Ich kann es Dir nur dringend raten und natürlich zu einer Therapie (was ich nicht gemacht habe)!

Alles Gute!

LG Samira