warum - warum - warum??? antworten auf alle fragen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von freydis 07.08.07 - 08:49 Uhr

guten morgen zusammen!

meine tochter ist jetzt knapp 2,5 jahre "alt" und vor ein paar wochen begann bei uns das "warum-zeitalter" #schock

ich also los und hab eine menge von den "warum-wieso-weshalb-bücher" gekauft. nach der arbeit schauen wir uns die auch oft an und da ist soweit alles ok.

aber meine schwierigkeit liegt darin, dass ich probleme damit hab, die alltagssachen einigermaßen gut zu erklären.

beispiel zähneputzen:
johanna: mama, warum zähneputzen?
ich: weil deine zähne krank werden, wenn der rest vom essen nicht runtergeputzt wird.
johanna: warum?
ich: die zähne werden dann braun und der zahnarzt muss dann bohren und das tut weh.
johanna: warum?
etc.

oder wir fahren mit dem auto und johanna sieht jemanden an der straße gehen.

mama, wer ist das?
weiß ich nicht, ich kenne diesen menschen nicht.
warum?
man kann nicht alle menschen kennen.
warum?
etc.

so, irgendwann ist der punkt erreicht und ich weiß nicht mehr weiter.

wie ist das bei euch?
habt ihr immer antworten auf alle fragen?
auch bis zum bitteren ende???
was macht ihr, wenn ihr bei solchen fragen nicht mehr weiter wisst?

ich sag halt dann, dass ich keine antwort mehr habe. aber davon ist sie nicht wirklich begeistert #kratz

bin ja wirklich glücklich und stolz weil sie soviel wissen will aber ich stoß halt wirklich an meine grenzen und möcht ihr doch eigentlich so viel wie möglich erklären können.

oh, jetzt ist es aber lang geworden ;-)

freu mich über viele erfahrungsberichte!

lg,
freydis

p.s.: zu meinem alten thread übers beissen: die phase ist zum glück mal wieder vorbei. sie brachte ihr "beiss-tier" wieder von der kita nach hause und sagte mir, dass sie es jetzt nicht mehr braucht #freu
#danke nochmal für den tollen tipp!

Beitrag von visilo 07.08.07 - 09:01 Uhr

Ich habe letzte Woche vom JA diese Elternbriefe bekommen und da stand auch drinne das die Kinder sowas machen, dort wird empfohlen den Spieß umzudrehen wenn man nicht weiter weiß also fragst du sie was sie denkt warum das so ist:-p. Lukas spricht noch nicht also werden seine "Warumphasen" wohl später ehr im Kindergarten wie zu Hause stattfinden;-). In dem Elternbrief stand auch es ist dem Kind egal ob die Antwort wissenschaftlich korrekt ist, dem Kind ist nur wichtig das auf seine Frage geantwortet wird und man es ernst nimmt.
Lukas fragt z.B. 1000 Mal am Tag ob Papa mit dem Zug oder dem Auto zur Arbeit gefahren ist und wehe ich verwechsle es mal das fällt ihm sofort auf und er fragt noch ewig weiter#cool.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von gala1973 07.08.07 - 09:30 Uhr

Hallo,

also in der "Warum Phase" sind wir auch noch nicht, aber mein Sohnemann ( gerade 3 geworden) will alles genau wissen.

z.b was passiert mit seinem AA wenn es in der Toilette ist.

ich also erklärt das es durch ein dickes Rohr in der Wand in den Keller , dann irgendwann in einem Klärwerk, das es dort ganz ganz dolle sauber gemacht wird und dann wieder bei uns aus dem Wasserhahn kommt. Jedesmal wenn er auf dem Klo ist erzählt er mir jetzt haargenau was passiert, wenn er gleich die Spülung drückt ;-) .

Er wollte auch schon ganz genau Papas Motorrad erklärt bekommen bzw, was passiert wenn es angemacht wird. Mit Zündung und Motor, Anlasser usw.

gruß Claudia

Beitrag von gunillina 07.08.07 - 10:12 Uhr

Ich bin immer ehrlich: Wenn ich was nicht weiß, sage ich ihm das auch. Wenn Zeit ist, schauen wir irgendwo nach (Internet, Buch, etc.). So wissen wir jetzt, wie ein Wasserbüffel ganz genau aussieht, welche Tierspuren es gibt etc.#aha... Wenn ich genug "Wieso"-Fragen gehört habe (so nach dem 5. Wieso am Stück reicht es mir), sage ich auch mal, dass es reicht, und er sich was ausdenken soll, wenn meine Antworten nicht genügen#schein...
Wenn keine Zeit zum Nachschauen ist, sage ich ihm, dass er es sich merken soll, dann können wir beizeiten nachschauen. Will er wissen, warum ich nicht ALLES weiß#augen, sag ich ihm, dass NIEMAND ALLES weiß, sondern nur das, was man beigebracht bekommt oder sich selbst beibringt.#schein
Die empfohlene Gegenfrage bringt nur bedingt etwas ("Was meinst denn DU, warum das so ist?"), denn Rasmus will meist wirklich seinen Wissenschatz erweitern und hat vorher schon über die Frage nachgedacht, also keine Antwort in seinem kleinen Kopf gefunden;-) Wenn ich ihn dann frage, reagiert er oft recht gereizt (so von wegen, "wenn ich dich frage, will ich auch eine Antwort, keine Gegenfrage":-))...
Tja, irgendwann wird auch das besser, denke ich. bei uns ist das schon seit 2 Jahren so#schock Aber er weiss auch enorm viel, ist also total wissenshungrig, was ja auch nicht schlecht ist.
L G
Gunillina, manchmal ganz schön fertig wegen der Vielfragerei ihres Sohnes (bald 5)#schwitz...

Beitrag von zwillima 07.08.07 - 10:35 Uhr

Hallo,

ganz einfach...
<mama, wer ist das?
weiß ich nicht, ich kenne diesen menschen nicht.
warum?
man kann nicht alle menschen kennen.
warum?>

Du:" Kennst Du ihn vielleicht?"
Deine Tochter:"nein"
Du:"warum??"

Manchmal gebe ich auch auf die 50. gleiche Frage eine lustige Antwort.

Sohn: "Warum legen Vögle Eier?"( Hab ich 100 Mal erklärt#augen)
Ich:" Damit eine dicke Bratwurst rausschlüpft."
Sohn:" Auch Quatsch, damit ein Küken rausschlüpft. Du weißt ja wirklich gar nichts, Mama."

Manchmal beantworte ich die Warumfrage auch mit einer Gegenfrage.
"Weißt Du vielleicht warum das so ist?"
Das regt zum Nachdenken an und man kann sich über die erstaunlichsten Antworten und Erklärungen freuen.

L.G.
zwillima

Beitrag von stehvieh 07.08.07 - 10:37 Uhr

Hallo!

Es wär gar nicht so gut für die Kinder, wenn die Eltern wirklich jede Antwort wissen. Zum einen ist es für das Selbstbewusstsein gut zu wissen, dass die Eltern auch eine Wissenslücke zugeben können. Zum anderen sehen sie, wenn du eine Antwort, die du nicht parat hast, mit dem Kind zusammen herausfindest, wie man sowas macht (Bücher, Internet, Leute fragen, die es wissen) - wichtig für's Leben! Und wenn dir einfach die Fragerei auf die Nerven geht, dann stell einfach die Gegenfrage, was dein Kind denn darüber denkt, warum es so ist. Schon ist es beschäftigt, denn manchmal kommt ja auch nur das nächste "Warum" aus Langeweile... #;-)

LG
Steffi (die mit Caroline, 3, auch gern im Internet nachschlägt, welche Raupe wir gesehen haben und welcher Schmetterling draus wird)

Beitrag von freydis 07.08.07 - 10:50 Uhr

#danke schon mal für eure erfahrungsberichte :-)

werde die sache jetzt wohl lockerer angehen und das mit der gegenfrage mal versuchen!

internet funktioniert noch nicht so gut mit johanna. da ist sie wohl noch ein wenig zu klein. da ist die tastatur viel interessanter als das was auf dem bildschirm ist ;-)

in bücher schauen wir gerne mal nach und das gefällt ihr auch.

hoffe mal, dass sie genau so ein bücherwurm wird wie ich einer bin #schein

ansonsten: geduld - geduld - geduld ;-)

vg,
freydis

Beitrag von germany 07.08.07 - 19:44 Uhr

huhu,

oh ja in der Phase stecken wir auch.Wenn Justin mich fragt: Maaamaaa,was ist das?

Und wenn ich dann genau weiß das er weiß was das ist,dann frag ich: ja,Justin was ist das?

Und dann gibt er mir die Antwort.Wenn er es nicht weiß erkläre ich es so gut ich kann,aber bisher hat das ganz gut mit dem geklappt das ich ihn dann frage was/wer das ist.

lG germany

Beitrag von susaheld 07.08.07 - 19:59 Uhr

Hallo,

meine Tochter fragt immer weiter "...und dann?"
Das nervt mich auch, und irgendwann sag ich dann "... und nichts und dann, das wars"!
Zum Glück kann ich sie auch oft mit anderen Sachen, Fragen oder Aufgaben ablenken, so dass wir aus dieser Spirale rauskommen. #schein

Susanne