Ja-Nein-Spiel (special version)

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von raquel77 07.08.07 - 09:26 Uhr

Hallo zusammen!

Ich habe ein spezielles Problem, welches aber wahrscheinlich einige kennen.

Wenn Pia (2,5 J.) müde ist (und das ist sie leider 60% des Tages, weil sie keinen Mittagsschlaf mehr macht), hat sie eine quälend nervende Marotte, etwas zu wollen und dann nicht zu wollen. Und dann doch zu wollen. Und dann doch nicht zu wollen ... #kratz

Sie möchte etwas trinken. Kaum habe ich es eingeschüttet, will sie es doch nicht. Aber es geht noch weiter. Sie will dann, dass ich es im Spülbecken ausschütte. Wenn ich es dann tue, ist das Geschrei megagroß, weil sie es ja doch wollte (glaubt mir, ich schütte nichts mehr ins Becken). #hicks

Schlimm ist es, wenn wir zum Spielplatz wollen. Kaum sitzt sie im Kindersitz, will sie doch lieber nach Hause. Ich bin einmal umgedreht und habe sie schreiend nach Hause gebracht. Wirkungsvoll, aber nicht wirklich dolle, weil der Tag dann flöten geht. #schmoll

Ganz schlimm ist es, wenn sie auf dem Töpfchen sitzt. Kaum ist sie fertig, will sie doch nicht Pipi machen ?!?! #schock Dann schreit sie wieder los.

Ich weiß nicht, ob es mit den "Drohungen" zu tun hat, sie möge bitte eine Dummheit lassen, sonst würden wir nicht z.B. zum Spielplatz fahren. Knatschig sagt sie dann gleich, dass wir dann halt nicht zum Spielplatz fahren. Manchmal zieht sie das sogar durch und wir fahren nicht. #augen

Kennt das jemand? Ich finde es teilweise schon sehr extrem und absolut nervend. Ich werde dann laut, sie möge bitte JETZT sagen, was sie will, ansonsten würde ich es wegnehmen und ihr nicht wiedergeben. Das wirkt. Meistens. Trotzdem finde ich es schrecklich dann rummeckern zu müssen.

Ich habe das schon mal vor ewiger Zeit geschrieben. Man sagt, das hört irgendwann auf. Aber wann??? Ich habe das Gefühl, dass es nur noch schlimmer wird. :-[

LG
Sonja + Pia Marie

Beitrag von ennovi 07.08.07 - 09:30 Uhr

Hey!

Vielleicht solltest Du anfangen, dass DU den Tagesrhythmus bestimmst und nicht sie!

Absprechen was heute anliegt und auch so durchziehen. Regeln vereinbaren! Konsequent sein!

LG ennovi

Beitrag von visilo 07.08.07 - 09:34 Uhr

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund ( oder besser aus dem Finger:-p)#danke

LG
visilo

Beitrag von raquel77 07.08.07 - 09:35 Uhr

Hi,

ich wünschte, ich könnte es. Leider arbeite ich Vollzeit und komme gegen 17 Uhr nach Hause. Ich fürchte, mein Mann bringt zuhause eher Unruhe ins Haus, weil er sehr schnell gereizt ist und wegen Kleinigkeit herummeckert.

Es hilft nicht, mit ihm darüber zu sprechen. Denn im "Affekt" handelt man doch eher gefühlsmäßig. Und sein Gefühl ist da etwas anders als meins.

LG
Sonja

Beitrag von ennovi 07.08.07 - 09:37 Uhr

Geht sie denn in eine Kita? Oder ist sie mit Papa zu hause?

Beitrag von raquel77 07.08.07 - 09:41 Uhr

Noch bei Papa. Kommt nächsten Sommer in den KiGA.

Beitrag von ennovi 07.08.07 - 09:47 Uhr

hmm... ich denke genau das fehlt! Im Kiga kernen sie sich unterzuordnen. Das Sozialverhalten wird geprägt. Dort ist sie eine von vielen und es gibt Regeln. Meist mehr als zu hause.

Und Papa wird ihr sicher öftermal in den Allerwertesten gucken... #schein Töchterchen klimpert mit den Augen und holt die Umschuldsmine raus und Papi ist dahin... (Nicht böse gemeint!)

Ich denke wenn Du solang wartest wird es nicht besser... #gruebel Sie braucht Grenzen!

Sorry, dass ich so direkt bin! #hicks

Lg ennovi

Beitrag von raquel77 07.08.07 - 09:54 Uhr

Hallo!

Ich weiß sehr gut, was du meinst. Aber tatsächlich hat diese Honigschmiererei schon lange aufgehört. Eigentlich bin ich es, die sich mehr auf ihre Maulerei einlässt und zumindest diskutiert. Mein Mann ist da eher kurz angebunden und macht kurzen Prozess.

Früher oder später kommen wir beide zum Ziel. Bei Papa wird länger geheult, bei mir wird länger geredet. Aber diese Ausgangssituation gibt es nunmal trotzdem.

Da es im Moment allerdings alles andere als besser wird, muss ich sagen, werde ich auch kürzer angebunden.

An den Wochenenden bin ich 100%ige Erziehungsberechtigte und kann noch nicht einmal beurteilen, wie mein Mann das regelt. Er mischt sich höchstens ein, wenn ich ihn darum bitte, weil ich nicht weiterkomme - und umgekehrt. Aber ansonsten macht er am Wochenende sein Ding. Er ist dann natürlich auch nicht angesagt bei meiner Tochter.

LG
Sonja

Beitrag von ennovi 07.08.07 - 10:01 Uhr

ja es ist ja auch nicht immer so einfach...

Ich denke mit ein paar "Grenzsteinen" wird das auch. Z. Bsp. vorher abklären, war getrunken wird und wieviel. Eingießen, austrinken, ende. Gehen wir zum Spielplatz? Ja oder nein?Ende der Diskussion.

Eben nicht auf Diskussionen einlassen, wo nur ihre Willensbestätigung folgt. Aber gleichzeitig nuicht abstumpfen! #liebdrueck

Wird schon! #cool

LG ennovi

Beitrag von 2.monster 07.08.07 - 09:45 Uhr

Kinder in dem Alter verstehen, dass sie mit verschiedenen Bezugspersonen unterschiedlich umgehen müssen - d.h. wenn Du konsequent bist, wird Deine Tochter mit Dir dieses Spielchen nicht mehr versuchen - (dann hat Dein Mann das Problem, wenn er es nicht durchzieht). Wenn er eben schnell gereizt ist, wird Deine Tochter auch schnell merken, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen ist, wenn sie so agiert.

Ich habe ein gleiches Exemplar von Kinde und Mann und bin auch vollzeit berufstätig. Bei uns gibt es in den eben beschriebenen Alltagssituationen (Essen/Trinken/Anziehen/Spielen etc.) folgende Regel: Einmal entschieden wird es gemacht (was willst Du trinken/essen/lesen/spielen). Diese dauernde Um-entscheiderei mache ich nicht mit. Wenn dann Geschrei kommt gibt es gar nix - oder das wofür das Kind sich zuerst entschieden hat. Auch dieses "das wollte ich aber machen" "ich wollte das Brot anders geschnitten haben" etc. wird mit dem Verweis: "Das musst Du früher sagen" nicht toleriert. Wobei ich allerdings auch entgegenkomme und vorher oft frage: Welche Farbe der Becher, wie schneiden etc. Aber alles in allem dauert diese Phase jetzt ca. 1,5 Jahre, mit stetiger Besserung. Mal schaun was als nächstes kommt...

Beitrag von kleinaberfein 07.08.07 - 09:44 Uhr

NEIN....hätte ich das jetzt bloß nicht gelesen. Mein Kleiner ist knapp 2 Jahre alt und macht gerade dasselbe Spielchen mit mir...

Mit dem Unterschied, dass es von seiner Seite nur "NEIN" heißt.

Siehe mein Posting über dir!

Oh, Gott!

Wir können uns die Hand reichen.

Lg
kleinaberfein+Collin *16.09.05

Beitrag von jokie 07.08.07 - 11:06 Uhr

Hallo Sonja,

Merle hat das auch immer dann, wenn sie müde ist - vorzugsweise wenn sie Nachts aufwacht. Ich erkenne daran eigentlich immer, daß sie eben müde ist und selber nicht mehr weiß, was sie eigentlich will.

Wenn du merkst, daß sie überhaupt nicht mehr in der Lage ist sich irgendwie zu entscheiden, dann mache du das. Eine andere Möglichkeit bleibt ja irgendwie nicht, wenn du das "Spiel" nicht ewig weiter spielen willst/kannst.

Ich glaube nicht, daß es mit diesen Drohungen zu tun hat. Wie gesagt, bei Merle ist das auch so - wenn sie müde ist. Besonders Nachts oder kurz vorm Mittagsschlaf merke ich dann auch, daß sie gar nicht richtig da ist.

Also, nimm ihr einfach die Entscheidung in so einem Moment ab - auch wenn sie mosert, denn das macht sie ja sowieso schon...

LG Britta m. Merle (2 Jahre)

Beitrag von waldhexenkaetzchen 07.08.07 - 13:06 Uhr

Heya Sonja #blume

Liest sich fast so, als würde deine kleine Maus dir ganz schön auf der Nase herumtanzen #augen Sie kann sich ja überlegen, was sie möchte aber wenn sie sich dann einmal entschieden hat, sollte es auch so gehandhabt werden, ob sie es sich anschl. nun wieder anders überlegt oder nicht. Kinder brauchen feste Punkte, um sich orientieren zu können, ist ganz wichtig. Aber da erzähle ich dir sicher nichts Neues ;-) Der Sohn einer Bekannten hat seine Mama super im Griff - sie fragt ihn beim Abendessen tausend Mal, was er auf sein Brot haben möchte und alle paar Minuten möcht er was anderes und sie macht #gruebel Es ändert sich aber nichts, wie auch.Weißt was ich meine?

Liebe Grüße,
Katrina mit Jara Julie*14.12.03, Jascha Joan & Jerra Joy*21.07.06

Beitrag von daisy2.2. 07.08.07 - 22:01 Uhr

Hallo Sonja,

so ähnlich gehts uns mit Lukas auch gerade.

Ich kann Dir da das Kapitel "Ich will...Ich will nicht!" aus dem Buch "Wenn Kinder trotzen" v Jan-Uwe Rogge empfehlen.

Falls wir es tatsächlich mal schaffen, uns die Tage zu treffen *GRINS*, bringe ich es mit. Die Situation wird dadurch nicht besser, aber ich habe jetzt etwas mehr Verständnis für meinen kleinen großen Unentschlossenen.

Bis die Tage und Grüße aus der Nachbarschaft

Sanne + Lukas (4.1.05)