Knapp 2 Jahre alt und "Nein"-Phase!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von kleinaberfein 07.08.07 - 09:41 Uhr

Morgen alle miteinander!

man, man, man....es ist gerade so anstrengend #schwitz mit Collin. Gibt es eigentlich eine "Nein-Phase"? Sagt bitte ja, denn das bedeutet nur, dass wenn es eine Phase ist, sie auch wieder vorbei geht, oder?

Zu allem, was ich sage heißt es von seiner Seite aus: "Nein". Oder ein "Nahajen" (fast schon pubertärer Ton).

Bei vielen Sachen akzeptiere ich sein "Nein". Manchmal hat es auch Konsequenzen für ihn, die er natürlich mit 2 Jahren noch nicht bedacht hat. Wie z.B. ob er seine Milch noch trinken will. Zuerst sagt er 10 mal "Nein" und wenn er dann Zähne putzen gehen muss fürs ins Bett gehen, dann möchte er doch auf einmal seine Milch wieder haben.

Zähne putzen und Windeln sind zur Zeit auch "nein", aber leider "muss" er das von mir auferlegt bekommen, weil Zähne putzen sein muss und er mit zwei Jahren aber noch nicht aufs Klo will.

Weiter unten habe ich schon gepostet, dass er auch immer wegläuft, wenn wir draußen sind. Ist auch nicht gerade entspannend für mich, dann dauernd hinter ihm herzurennen. Dann dazu der Kampf, wenn er in den Buggy muss, weil die stark befahrene Straße doch ein zu großes Risiko darstellt, wenn er schnurstracks darauf zu läuft.

Ich versuche mich dauernd in seine Lage hinein zu versetzen. Er kann zwar schon viele Wörter sprechen und manchmal auch Zwei bis Drei-Wort-Sätze. Aber groß kommunzieren kann er noch nicht und ich denke, dass ihn das zur Zeit einfach selber nervt.

Ich mache drei Kreuze, wenn diese Phase endet!

Ist bzw. war das bei euch auch so?

Lg
kleinaberfein mit Collin (*16.09.2005)

Beitrag von triene_82 07.08.07 - 10:45 Uhr

Hallo,

ich unterschreib deinen Text sofort!!!

Bei uns ist zur Zeit auch alles NEIN oder MAG NICHT (am liebsten gefühlte 100 x im Sekundenabstand #augen) oder auch HABEN (WILL).

Tja, ich hoffe doch stark, dass das nur eine Phase ist, denn im Moment bin ich abends einfach nur noch froh, wenn Kevin im Bett ist.

Gerade das Abendprogramm gestaltet sich besonders anstrengend. Erst will er lieber malen statt abend essen, wenn es dann aber ans waschen und Zähne putzen geht, hat er dann selbstverständlich Hunger. Wenn wir dann endlich mal im Bad angelangt sind, erschallt beim Anblick der Zahnbürste natürlich erstmal lautstark MAGNICHTMAGNICHTMAGNICHTMAGNICHT #augen und wenn wir das dann alles mal geschafft haben, muss ich ihn immer noch irgendwie eincremen (wegen ND) und den Schlafanzug muss ich auch noch "anbasteln". Hab auch schon versucht, ihm zu erklären, dass ich dann keine Zeit mehr habe eine Geschichte vor zu lesen, weil es schon so spät ist, hat ihn aber nicht weiter interessiert und er ist dann halt ohne Geschichte eingeschlafen (obwohl er sonst immer darauf besteht #gruebel.

Naja, oftmals merkt man ihm aber auch an, dass er mit sich selbst unzufrieden ist und gerade aus einem Bockanfall auch selbst nicht mehr rauskommt und sich immer weiter reinsteigert. Ein eigener Wille, mit dem man noch nicht richtig umgehen kann, ist halt für alle Beteiligten eine anstrengende Angelegenheit.

Da hilft nur durchhalten und immer wieder vorsagen: DasistnureinePhase.DasistnureinePhase.DasistnureinePhase.Dasistnur...

in diesem Sinne

liebe Grüße

Kathrin

Beitrag von ratpanat75 07.08.07 - 16:36 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 2 Wochen älter als Collin.

Ich versuche immer Fragen, die nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können, zu vermeiden, um ihm gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen ;-).

Ich frage z. B. anstatt " Möchtest du einen Apfel essen?"- " Willst du lieber einen Apfel oder eine Birne?"

Beim Zähne putzen haben wir zum Glück gar keine Probleme, mein Sohn würde am liebsten den ganzen Tag Zähne putzen #augen.

Windeln möchte er auch oft nicht anziehen, jetzt im Sommer lasse ich ihn dann einfach ohne in der Wohnung herumlaufen, aber nachts oder unterwegs muss er sie noch anziehen.
Ich kündige ihm dann frühzeitig an, dass ich ihm gleich eine Windel anziehen werde.
Wenn es so weit ist, bitte ich ihn, mir zu helfen und eine Windel zu holen.
Meistens macht er das dann auch, wenn nicht, dann hole ich die Windel und erkläre ihm ( wenn nötig 10 mal ;-)), warum das jetzt sein muss, bis er es einsieht.

Draussen machen wir das so : den Buggy haben wir ausquartiert, als er 13 Monate alt war, er hat sich absolut geweigert sich reinzusetzen.
Ok, das haben wir auch akzeptiert.
Er läuft sehr gerne und darf das auch immer tun.
Wir sind sehr viel an "ungefährlichen" Orten unterwegs ( Strand, Spielplatz, Wald,...), wo er sich richtig austoben kann und ruhig "abhauen" darf ( natürlich behalten wir ihndabei im Auge).
Aber an stark befahrenden Strasse, beim überqueren von Strassen MUSS er an der Hand laufen, da gibt es gar keinen Kompromiss.
Wir haben das von Anfang an so gemacht und wenn er sich losgerissen hat, kam er ins Tragetuch und wir haben ihm nochmal erklärt, warum.

Alles in allem muss ich sagen, dass er zwar durchaus sehr willensstark und häufig nicht konform ist, aber er ist doch einsichtig, wenn man ihm alles erklärt.
Ich finde, in diesem Alter verstehen die Kleinen schon eine ganze Menge.

Er kann sich für sein Alter auch sehr gut kommunizieren. Wir haben ihm von Anfang an dazu animiert, seine Gefühle auszudrücken, auch wenn das in dem Alter natürlich noch sehr schwer fällt, aber er macht das schon sehr gut.

LG