Elternzeit Papa- Mama arbeitslos -geht das??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von supermutti8 07.08.07 - 12:03 Uhr

Na meine Frage steht ja schon oben :-)

Ich bin arbeitslos und mein Mann geht jetzt wieder arbeiten, nach kurzer Arbeitslosigkeit. Nun ist es so, das er -trotz unserer 6Kinder- noch kein 1.Jahr eines seiner kinder mitbekommen hat. Er arbeitet auf dem Bau und ging meist früh um5 und kam erst abends nach 8 wieder :-( (wenn er mal nicht auf Montage war)da bekommt man kaum mehr etwas mit von den Zwergen.

Nun gibts ja die Elternzeit :-) und geht das das er diese Elternzeit nehmen kann-zumindest für paar Monate?? Oder kann man da auch weniger Stunden arbeiten gehen (ging ja beim Erziehungsurlaub bis 30 Std.) Wie läuft das mit der Bezahlung dann? Ich entbinde (vorraussichtlich) im Oktober, da ist er dann grad mal 2 monate arbeiten und noch in der Probezeit (6Mo)- können die ihn dann einfach kündigen?


Lg Annett + #ei 30.SSW

Beitrag von jelly_buttom 07.08.07 - 12:06 Uhr

Also so viel wie ich weiß, kann er ruhig daheim bleiben, müsste sich dann eben nur Urlaub nehmen, denn solange eh ein Elternteil daheim bleibt zahtl der Staat sicher net noch drauf...

Ihr werdet also 12 Monate 370 €uro bekommen (wg Geschwisterzuschlag) und des wars...

Kann schon verstehen, dass du das traurig findest, aber er meiner muss auch von Morgens bis Abends raus und sieht seinen Sohn auch nur im schlafenden Zustand und am Sonntag (muss von Mo.-Fr- arbeiten)

Ehrlich gesgat ist es mir so auch lieber, als dass wir weniger Geld haben!

LG

Beitrag von jelly_buttom 07.08.07 - 12:10 Uhr

Er muss natürlich auch noch Samstag arbeiten-daher auch nur der Sonntag :-(

Beitrag von supermutti8 07.08.07 - 12:21 Uhr

Ja, hier auch meist noch Sa arbeiten.

Urlaub ist leider nicht-da ja noch Probezeit - wäre aber auch so nicht möglich (auf dem Bau nicht wirklich machbar).
Kürzer Arbeiten da schon eher,weil das absehbar und planbar ist .

ARGE muss auch bei vollzeit zubezahlen und ich war ja bis zur (völlig überraschenden ) SS auch arbeitssuchend.

Beitrag von cheyenne1407 07.08.07 - 12:09 Uhr

Hallo Annett,

wie das mit dem Kündigen aussieht weiß ich nicht - aber mal ehrlich er ist noch in der Probezeit...

Sei doch froh das er jetzt wieder einen Job hat - und arbeiten gehen kann. Immerhin braucht ihr das Geld wahrscheinlich auch für eure Kinder.

Und so wie ich das gelesen habe bist du eh daheim - also ist für die Versorgung der Kinder von vornerein schon gesorgt. Ich an deiner Stelle würde gar nicht erst auf den Gedanken kommen das mein Mann daheim bleiben soll,. immerhin hat er jetzt wieder einen Job gefunden - warum diesen dann aufs Spiel setzen???

Ich denke gerade bei 6 bzw. dann 7 Kindern sollte man etwas Verantwortung an den Tag legen und überlegen was für euch alle das Beste ist - und geschadet hat es deinen Kindern bisher ja nicht wenn der Papa arbeiten gegangen ist, oder?

Nicht falsch verstehen jetzt bitte, ist nicht negativ gemeint, sondern eher als guter Schubs in die Richtige Richtung...

Liebe Grüße

britta

Beitrag von supermutti8 07.08.07 - 12:18 Uhr

Naja, obs den Kindern bisher geschadet hat ?#kratz Die Kids haben kaum ein Verhältnis zum Papa -eben weil nie daheim.

Meist wird aufm Bau auch noch samstags -natürlich ohne Bezahlung (aber das ist ein anderes leidliches Thema)- gearbeitet -also bliebe auch da nur der Sonntag :-( und den dann durch 7 teilen.... wobei die Größeren Kids sich eh nix mehr draus amchen wenn er dann da ist. Sie wissen,das dann meist noch was am Haus o.Auto gemacht werden muss,also eh kein ganzer Tag "frei" ist.

Meine Frage war ja auch-ob es bei der neuen Elternzeit auch geht,das man eben verkürzt arbeiten geht? Wäre doch schon wenigstens etwas..zum Bsp.statt von Mo-Fr (sa) eben nur von Mo-Do??? oder sowas...

Dann würde er etwas weniger verdienen -ok- aber auch wenn er voll arbeiten geht (40std) muss die ARGE zuzahlen. Und ich wäre dann -wie vorher auch!- wieder arbeitssuchend.

Beitrag von jelly_buttom 07.08.07 - 12:23 Uhr

Das hat nichts mit der Elternzeit zu tun, sondern mit dem AG, der hat das zu entscheiden, aber ich kann das vorherige Posting eigentlich nur unterschreiben...

Es ist in der heutigen Zeit nunmal einfach so, das Geld eine große Rolle spielt, voralle, wenn man dann noch über Durchschnitt mit den Kindern liegt (und das ist man ja schon mit 3 Kindern!)

Das ist wirklich nicht böse gemeint (wünsche mir selbst 4 Kinder), aber das weiß man ja vorher und dann leben die Kinder halt lieber mit einem schwer arbeitenden Papa (der dazu noch sehr vorbildlich ist) und eben das Geld heim bringt und den Kindern ein schönes Leben bietet, al mit einem Vater, der zwar daheim ist, aber immer sagen muss "Nee tut mir leid-können wir uns nicht leisten"

Ich hoffe du verstehst wie ichs mein...

Wir sind auch nicht reich und >>sparen<< ist eins unserer "Lieblingswörter", aber ich weiß ja wofür mein Freund das tut und wofür ich das später tun werde...

Eure Kinder werden es euch sicher nicht böse nehmen-eher ganz im Gegenteil!

Beitrag von sooza 07.08.07 - 12:22 Uhr

Hallo Annett,

natürlich kann Dein Mann auch Elternzeit nehmen. Sobald Dein Baby da ist, bist Du ja erst mal nicht mehr arbeitslos sondern im Mutterschutz, welcher bis 8 Wochen nach der Geburt geht. Danach gehst Du in Erziehungszeit - max. drei Jahre. Du kannst Elterngeld beantragen. Dir steht der Sockelbetrag von 300 Euro + Geschwisterbonus zu. Wenn nur ein Elternteil die Elternzeit in Anspruch nimmt, stehen Euch 12 Monate Elterngeld zu. Wenn der zweite Elternteil auch mitmacht, dann kriegt ihr 2 Monate Elterngeld zusätzlich. Ihr könntet die Elternzeit z.B. splitten 50/50, so dass Du die ersten 7 Monate Elterngeld kriegst und die nächsten 7 Monate könnte Dein Mann dabeim bleiben und kriegt Elterngeld. Ihr könntet die 7 Monate aber auch gemeinsam daheim bleiben. Das geht alles. Lass Dich mal bei Deiner örtlichen Stelle für Elterngeld beraten.

Während der Elternzeit kann man bis zu 30 Std. arbeiten, wobei das verdiente Geld mit dem Elterngeld verrechnet wird.

Die Frage ist eben nur, wie es mit dem Arbeitgeber Deines Mannes aussieht. Da er da noch nicht so lange ist, könnte das nicht so gern gesehen sein, dass er da nun über Monate hinweg ausfällt.

Mein Mann nimmt die ersten beiden Lebensmonate des Babys Elternzeit und bleibt komplett bei uns zu Hause und kriegt dafür Elterngeld. Danach arbeitet er 6 Monate Teilzeit 50%. Es gibt ein staatlich verbrieftes Recht auf Teilzeitarbeit wegen Elternzeit für BEIDE Elternteile. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer während der Erziehungszeit Teilzeitarbeit zu ermöglichen. Dass das in der Realität anders aussieht und AG ihre Mitarbeiter massiv mobben und unter Druck setzen, wenn jemand so etwas beantragt, steht auf einem anderen Blatt.

Viele Grüße
Sooza (40. SSW, ET-5)

Beitrag von supermutti8 07.08.07 - 12:39 Uhr

Das ist doch schonmal eine genauere Auskunft :-)

Der Vorarbeiter meinte,es wäre nicht möglich "gern gesehen" wenn er ab Oktober für 12Monate gar nicht da wäre da eben Elternzeit. Aber er wäre nicht abgeneigt,eine kürzere Arbeitszeit zu genehmigen.... Daher meine Frage ob das überhaupt noch geht #kratz und wenn ja halt wieviel usw.

Also sind es immernoch (wie beim Erziehungsurlaub bis letztes Jahr) 30 std./woche? das wären dann nämlich die Version (die der Vorarbeiter meinte?) Mo-Do oder eben Die-Do. oder im wechsel..mal 3 tage und mal 4 tage......

Ich weiß auch das Arbeit wichtig ist,aber leider weiß (merkt) man erst viele Jahre später, was den Kindern verloren geht wenn Papa zwar immer fein arbeiten ist (mama wars ja stellenweise auch) -aber sie mehr oder weniger "allein" aufwachsen.

Unsere Kinder sind alle sehr selbsständig (schon die kleinen würden alleine den Kita finden) -aber manchmal ZU selbsständig leider- und müssen auf vieles -trotz arbeitender Eltern- verzichten. Der materielle Verzicht ist wohl das wenigste was sie bemängeln - aber pro woche viell. 1 Std. mal Papa (und Mama zusammen?) zu haben wiegt wohl viel schwerer .....

Aber das ist uns erst jetzt -wenn sie älter sind- klarer geworden. Nur gab es die Möglichkeit des "kürzer" arbeiten vor Jahren ja noch nicht :-( und viell. könnte man ja dann wenigstens das "Letzte Kind" ERLEBEN .....

Beitrag von sooza 07.08.07 - 15:14 Uhr

Hallo,

na wenn der Vorarbeiter zumindest Teilzeitarbeit vorschlägt/in Erwägung zieht, ist das doch schon mal gut. Das heißt natürlich im Zweifelsfall Verzicht auf ein bißchen Einkommen, weil ja nur die gearbeiteten Stunden bezahlt werden, aber manche Dinge sind in der Tat mehr wert als Geld. Mein Mann hat auch gesagt, er möchte doch sein Kind gerade am Anfang, wo sie so schnell wachsen und sich entwickeln, erleben und nicht "nur" Wochenend-Papa sein. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir uns das für eine überschaubare Zeit leisten können, dass er nur 20 Stunden die Woche arbeitet. Er hat mit einem Arbeitgeber einen kurzen Vertrag aufgesetzt, als Zusatz zum Arbeitsvertrag, in dem jetzt geregelt, dass die Teilzeit befristet auf 6 Monate ist. Ich finde es schön, dass er das von sich aus machen möchte. Es macht mich immer ganz traurig, wenn ich bei Bekannten sehe, wie die Mutter schon eine Woche nach der Geburt ganz alleine zu Hause ist und der Vater erst nach 7 nach Hause kommt und dann keine Ahnung hat, wie der Alltag mit dem Kind so ist, wie das Kind ist und warum seine Frau vielleicht mal nicht so gut drauf ist. Da findet schon gleich am Anfang so eine richtige Entfremdung statt.

Ich glaube bei der Caritas und proFamilia kann man sich auch beraten lassen, was solche Themen angeht. Wäre ja für Dich eventuell auch noch mal ne Anlaufstelle.

Viele Grüße und ich wünsche Euch, dass ihr das so hinbekommt, wie ihr Euch das wünscht #pro
Sooza (40. SSW, ET-5)

Beitrag von supermutti8 07.08.07 - 15:57 Uhr


Wir werden einfach mal den Vorschlag mit verkürzter Arbeitszeit aufgreifen. Da das AAmt eh zuzahlen muss (auch bei vollen 40Std. Vollzeit ist es ein hoher Betrag), wird es viell. nicht ganz so schwierig. Gerade übern Winter,wenn eh wenig Aufträge anliegen und man sehr oft Kurzarbeit oder Schlechtwetter hat :-) ,wäre das ja ne praktische Sache. Ich würd es meinem Mann wünschen #huepf
Denn wir wissen nun aus Erfahrung, wie schlimm (und ungünstig) diese Anfangs-entfremdung für kinder sein kann (zumal wenn man dann nicht mal mehr Großeltern hat die es etwas auffangen können)

Vielen Dank für deine Auskunft und viel Glück die letzten Wochen und für die Geburt


Lg Annett

Beitrag von kathrincat 07.08.07 - 12:53 Uhr

wenn den mann seinen neuen job aufs spiel sehten will, kann er bestimmt elternzeit nehmen, aber da du zuhaus bist und ich noch andere kinder habt, würd ich der job nicht aufs spiel sehen.

Beitrag von lamia1981 07.08.07 - 15:41 Uhr

Hallo Annett,

Von Sooza hast du ja eigentlich schon die wichtigen Fakten genannt bekommen. Aber mir ist da so eine Idee gekommen für euren Fall.

Du schreibst ja, dass dein Mann auf dem Bau arbeitet. Da ist es doch meist so, dass im Winter nicht viel Arbeit ist. Wie wärs denn, wenn dein Mann mit seinem Arbeitgeber vereinbart, dass er z. B. von November bis März oder so, eben die Schlechtwetterjahreszeit in Elternzeit geht. Entweder ganz oder halt Stundenweise noch arbeiten. Evtl, kommt das dem AG sogar entgegen, weil doch in der Branche im Winter eh oft Kurzarbeit und sogar kurzzeitige Entlassungen angesagt sind.

Wie gesagt lass dich nich von so uninformierten Antworten wie von JellyButton verunsichern, so wie Sooza schrieb ist es richtig. Ob ihr das Risiko mit dem neuen Job eingeht ist ja letztlich eure Sache aber ich kann mir gut vorstellen, dass der AG mit sich reden lässt.

Bei uns ist es ähnlich, mein Mann wollte ursprünglich die 1. beiden Monate (wie bei Sooza) in Elternzeit gehen. Da aber bei ihm im November und Dezember die Arbeitsbelastung sehr hoch ist (und kein anderer in dem Fall einspringen kann) hat er sich mit seinem AG darauf geeinigt, den 1. Lebensmonat (Kind kommt im September) und den 6. Lebensmonat (wäre dann ca März) in Elternzeit zu gehen. So ist allen geholfen.

So, ich hoffe ich konnte euch helfen.

LG Lamia 33.ssw

Beitrag von supermutti8 07.08.07 - 15:52 Uhr

Ja, wir werden es auch so versuchen - gerade über den Winter und warscheinlich ist es dem neuen Chef lieber das er "seinen Arbeiter" besser etwas weniger als gar nicht beschäftigt. Und mein mann dauerhaft zuhause ? Nee..... dann fällt dem die Decke aufn Kopf.

Aber ich kann seinem Wunsch, sein "letztes" (zumindest ist das so geplant) Kind wenigstens etwas zu erleben , auch mal Windeln wechseln und Füttern und das erste Lächeln zu sehen. Es ist doch etwas anderes es selbst zuerleben als die Neuigkeiten immer nur am Tel.oder abends bei fast völliger Erschöpfung erzählt zu bekommen.

Viell.kann man die Monate ja auch etwas splitten...,je nach Auftragslage - wir werden es ergründen.

Lg Annett