ich bin so enttäuscht von ihm

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von weißnichtweiter 07.08.07 - 13:16 Uhr

Hallo,

als mein Freund und ich uns kennenlernten, haben wir uns auf Anhieb gut verstanden und viel zusammen gelacht.

Er war nicht durchtrainiert aber es war wirklich ok.

Seit über einem halben Jahr hat er einen Schwabbelbauch bekommen der wirklich nicht schön anzusehen ist. Ansonsten ist er immer noch schlank und dann dieser Bauch vorne dran.
Ich finds furchtbar. Wenn er sitzt sieht er aus wie hochschwanger. Schlimm.

Er findets angeblich auch schlimm aber es ändert sich nichts. Er futtert und trinkt regelmäßig Bier und Wein.

Womit wir beim nächsten Thema wären. Ich hab ganz klar gesagt, dass es nicht sein kann, jeden Tag Alkohol zu trinken. Wir haben einen Kompromiss gefunden.
Leider ist es so, dass er nicht wirklich viel verträgt und wenn wir dann mal mit anderen zusammen sind und es wird getrunken, fängt er an zu nuscheln und bekommt irgendwann diesen Schlafzimmerblick.
Ich finds einfach nur furchtbar. Ihm ist es aber scheinbar egal und das kränkt mich.
Dass ihm zum einen meine Meinung so egal ist und zum anderen die Tatsache wie er auf mich wirkt.

Alles in allem total unerotisch.

Womit wir dann beim nächsten Problem wären:
ich habe absolut keine Lust auf Schwabbelbauchsex. Sorry, kann ich nicht ändern, ich finds grauenhaft.
Mein Freund ist in meinen Augen überhaupt nicht mehr attraktiv und das treibt dann die Erotik in den Keller.

Was ihn total frustet weil er eher mehr Sex braucht als weniger.
Aber was soll ich denn machen?
Dann kommen noch Sprüche wie >dann such ich mir halt ne andere Frau<

Es geht doch auch gar nicht darum, dass man Modelqualitäten erreicht aber eine gewisse Attraktivität sollte doch noch da sein?
Schließlich schätzt er an mir auch meine gute Figur.

Ich weiß nicht mehr weiter.
Eigentlich passen wir gut zusammen und dass sind ja auch keine so gravierenden Punkte, dass man sich trennen sollte.

Aber ich bin so enttäuscht von ihm dass er sich nicht bemüht für mich attraktiv auszuschauen und dass er sich auch nicht schämt, in meinem Beisein alkoholisiert zu sein obwohl er weiß, wie sehr mich das abstößt.
:-(

Beitrag von badguy 07.08.07 - 13:33 Uhr

Tja du, was soll ich sagen? Ich kann dich zu 100% verstehen. Es geht nicht darum einen Idealzustand zu erreichen aber ein klein wenig auf sich achten, ist das zu viel verlangt? M. E. nicht. Was kostet es schon groß an Aufwand, sich regelmäßig zu duschen, zu pflegen, auf den Körper zu achten, ein wenig Sport zu treiben, die richtige Ernährung zu wählen...
Kennst du den Spruch: "Wer füttert schon nen Fisch, den er schon gefangen hat?"

Du findest recht harsche Worte und ich denke, die wird man dir um die Ohren schlagen und wenn sich hier ein Geschlechtsgenosse von mir sich solchen Worten über seine Partnerin bedienen würde, würde er gar gesteinigt aber vom Prinzip her vergleiche ich es immer mit einem Essen. Es stehen zwei Teller vor dir, gleiches Gericht, einmal schön angerichtet, garniert, das andere Mal einfach auf den Teller geklatscht. Was wird man wohl lieber essen???

Zum Thema Alkohol: Ich bin ein absoluter "Gesellschaftstrinker", ein Bier alleine schmeckt allenfalls zum Kochen aber ich achte immer darauf, wo ich was trinke. Zu viel muss nun wirklich nicht sein (nur bei meinen Eltern ist das erlaubt, lach)

Beitrag von meyka 07.08.07 - 13:56 Uhr

Ich kann dich auch gut verstehen!

Ich bin selber nicht perfekt, mein Verlobter ist her übergewichtig.
Aber- wir arbeiten an uns.
Ich habe das Krafttrainig zurück gefahren um nicht noch "kantiger" zu werden. Ich bin in der Nationalmannschaft und 30ig Jahre Leistungssport hinterlassen nunmal Spuren. Mein Verlobter mag es lieber wenn ich etwas "weicher und weiblicher" bin.
Und er ernährt sich gesund und hat immerhin schon 7 Kilo abgenommen. Ich bin stolz auf ihn! Versteh` mich bitte nicht falsch. Ich habe ihn auch geliebt als er mehr Gewicht drauf hatte! Aber ich finde es toll, dass er sich bemüht.....

Was kannst du tun? Reden, reden, reden! Setz` ihn nicht unter Duck, formuliere deine Anliegen in "Ich- Botschaften". Also zum Beispiel "Ich wünsche mir von dir"......

Viel Glück!

Beitrag von friendlyfire 07.08.07 - 14:22 Uhr

Hallo Du,

hab grad mal auf deiner Seite gestöbert und muss sagen, hast ja ne tolle Stute! Ich hab gelesen, dass dein erstes Pferd 1998 verstorben ist. Nun wollte ich dich mal fragen, wie lange es bei dir gedauert hat, bis du wieder in der Lage warst, mit Freude reiten zu können und auch wieder deine neue Stute richtig zu lieben?

Ich habe vor einem Jahr mein Pferd verloren (habe ihn seit der Kindheit) und bin bis heute jeden Tag schrecklich traurig. Anfangs dachte ich, dass sich das bald legt und ich auch wieder Lust habe, in den Stall zu gehen, aber mittlerweile bin ich nur immer trauriger.

Vielleicht hast du ja nen Tip für mich, wie du mit dem Schmerz umgegangen bist.
Sorry nochmal für off topic,

ff

Beitrag von meyka 07.08.07 - 21:27 Uhr

;-)Auch Hallo

Kleine Korrektur: mein zweites Pferd ist 1998 gestorben....

Ich war sehr lange traurig! Wobei ich sagen muss, dass ich nie aufgehört habe zu reiten. Ich konnte und wollte nur einfach kein eigenes Pferd mehr haben. Weil ich immer das Gefühl hatte, ich würde vergleichen. Und dem Vergleich hätte damals kein Pferd der Welt standhalten können.....
Ich habe damals Pferde von Anderen zur Ausbidlung bei mir gehabt. Und die Pferde von meiner Trainerin auf Turnieren geritten.
Und eigentlich wollte ich nie mehr die Verantwortung für ein eigenes Pferd übernehmen! Ich wolte nie mehr die "letzte" Entscheidung treffen müssen. Nie mehr für immer "mach`s gut" sagen müssen...
Nur- Paloma habe ich auf einer Sportpferdauktion das erste Mal gesehen. Ich habe auf dieser Auktion Verkaufspferde vorgeritten. Und als ich Paloma da damals gesehen haben, war für mich absolut klar, dass ich sie einfach haben muss;-) Ich wusste, dass ist mein Pferd- die und keine Andere!
Ich habe sie noch am gleichen Abend gekauft#freu Und noch am selben Abend mit nach Hause genommen.
Alles in allem hatte ich 6 Jahre kein eigenes Pferd. Und die Zeit brauchte ich auch....
Lass` Dir Zeit! Du wirst merken, wann der Zeitpunkt für dein "nächstes" Pferd gekommen ist! Irgendwann werden auch dich wieder grosse, freundliche, treue, braune Augen ansehen. Und der Blick wird dann direkt in dein Herz gehen. Und dann ist auch der Zeitpunkt da an dem auch du wieder jeden Tag mit Freude in den Stall gehen wirst!

Alles Liebe und Gute für dich!

Beitrag von friendlyfire 07.08.07 - 21:47 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort. Ich dachte schon, dass dieses abgedroschene Sprichwort "Die zeit heilt alle Wunden" doch wahrheit enthält. Aber es macht mir Mut, von Menschen wie dir zu lesen, die irgendwann ihr Herz wieder öffnen konnten.
Da ich grade junge Mutter war, als mein Dicker gehen musste, habe ich natürlich das Reiten völlig aufgegeben. Ich hab alle Sachen (ausser die Pokale) verschenkt und jetzt reite ich eher selten mal Pferde von Freunden, wenn Not am Mann ist. Aber wirklich nur sporadisch und nur wenn man mich "zwingt" ;-)!

Aber ich werde einfach noch warten, bis ich auch wieder mehr Zeit habe, und dann einfach schaun, ob ich jemand finde, der wen braucht (Beritt oder RB)...

Liebe Grüße und viel Spass mit deiner wunderschönen Stute...

ff