Unterhaltsvorschuss nach Heirat?

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Beitrag von mondheulerin 07.08.07 - 15:09 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade geheiratet und habe jetzt erfahren, dass mir nun für meine Tochter angeblich kein Unterhaltsvorschuss mehr zusteht. Ist das richtig?
Der leibliche Vater meiner Tochter, mit dem ich nie verheiratet war, zahlt keinen Unterhalt.
Was für Möglichkeiten habe ich jetzt noch, an Unterhalt für meine Tochter zu kommen?
Vom Jugendamt wurde mir gesagt, dass ich eventuell eine Strafanzeige gegen ihn stellen kann. Wie sieht es damit aus?
Würde mich über eure Antworten/Erfahrungen sehr freuen!

Vielen Dank im Voraus!
Rebecca

Beitrag von dropsi_2 07.08.07 - 15:38 Uhr

Das ist richtig, dass nach einer Hochzeit kein UVG mehr gezahlt wird, warum auch?

Nun ist endweder dein Mann für das Kind unterhaltspflichtig, oder die ARGE gibt den Regelsatz, falls ich von dort Geld bekommt.

Natürlich kannst du den Erzeuger anzeigen, dann geht er vielleicht in den Knast und zahlt nie, also ziemlich sinnlos so eine Aktion.

Ich würde an deiner Stelle zum JA gehen und mir dort Amtshilfe holen, die arbeiten dann im Namen des Kindes um Unterhalt zu bekómmen. Würde ich nicht tun, habe ich getan und das seit Ja´hren. Bringt aber auch nix, weil man nem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann!

Viel Glück.

Beitrag von mondheulerin 07.08.07 - 15:56 Uhr

Na ja, mein neuer Mann kann dem Kind gegenüber doch nicht unterhaltspflichtig sein. Der leibliche Vater verliert doch nicht die Unterhaltspflicht gegenüber seinem Kind, bloss weil ich heirate. Oder doch? #gruebel
Amtshilfe...ist das so etwas wie eine Beistandschaft? So etwas habe ich schon gemacht. Bringt leider nichts. Zumindest habe ich das Gefühl, als wenn es nichts bringt, denn Erfolge sind bisher nicht zu verzeichnen.
Das Problem ist halt, dass der leibliche Vater nur offiziell ein "nackter Mann" ist. Er hat nebenbei noch eine Firma laufen und verdient, obwohl er ALGII-Empfänger ist noch ordentlich dazu. Leider rechnet er sich das anscheinend immer so klein, dass er nichts abdrücken muss. Mit der Beweislage sieht es halt schlecht aus. Ich bin nicht der Typ der auf eigene Faust Privatdetektiv spielt.
Man sieht es halt nur an seinem materiellen Besitz, dass er ganz so arm nicht sein kann.

LG
Rebecca

Beitrag von cinderella2008 07.08.07 - 20:21 Uhr

Hallo Rebecca,

ich bin sonst nicht ein so gemeiner Mensch. Aber in diesem Fall würde ich sagen, spiele "Privatdetektiv" soweit es in Deinen Möglichkeiten liegt und schwärze ihn bei der ARGE an oder mach eine Anzeige bei der Polizei.

Das kann doch nicht sein, dass er sich als leiblicher Vater aus der Affäre zieht und Dein jetziger Mann für das Kind aufkommen muss.

Ich würde alle nur möglichen Register ziehen und versuchen mich zu wehren.

Beitrag von herzchen81 07.08.07 - 19:17 Uhr

Hallo,
kann mich meiner Vorrednerin nicht anschließen. Bin auch verheiratet aber nicht mit dem leibl. Vater. Der Vater meinte immer er wäre arbeitslos und hätte kein Geld. Hab ihm dann gesagt das er das ja nur dem JA vorlegen muß was er verdient und wenn nichts da ist auch nichts zahlen muß. Wollte er natürlich nicht. Das JA hat dann eine Beistandschaft übernommen und vermittelt. Und siehe da, ein kleines Wunder nun kommt jeden Monat pünktlich der Unterhalt (sogar mehr als er zahlen müßte) und das ganz ohne Diskussion. Hab zwar das erste Jahr nichts bekommen weil es sich hingezogen hat- aber lieber spät als nie. Versuchs halt, wenn er zu wenig verdient muß er nicht zahlen, dann hat er ja seinen Selbstbehalt. Dich fragt doch auch keiner ob du zahlen willst, sondern es wird vorausgesetzt ;-)

Liebe Grüße und viel Glück
herzchen

Beitrag von lollorosso71 07.08.07 - 23:21 Uhr

ist richtig, für verheiratet gibbet nix unterhaltsvorschuss. unterhalt schon. aber da hilft dir ja nicht weiter... versuchs doch mit der anzeige. zu verlieren hast du ja nix.

gruß, lollo