Brustentzündung und nun ?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 20girli 07.08.07 - 15:19 Uhr

War heute beim Arzt und er sagt...jepp ich habe eine Brustentzündung. Jetzt soll ich zum FA um einen Ultraschall machen zu lassen und kühlen.
Und wenn es schlimmer wird sofort wieder kommen.
Ich will nicht Abstillen...kann ich weiterstillen auch wenn es so schlimm wird das ich ein Antibiotika brauche?

*sauerbin*
Endlich stille ich mein Kind...und ich liebe es zu stillen...aber 2 wochen schmerzen und drei tage tolles stillen...das schlaucht.
Warum krieg ich eins nach dem anderen ab....*heulenkönnt*
grrr...ich werd trotzdem nicht aufgeben...2 Monate sinds morgen und ich werde die 6 Monate schaffen.
Am liebst würde ich stillen bis das Stillen durch die Beikost komplett ausgetauscht ist....aber das wird wohl ein wollen bleiben...:-(

Wer hatte schon mal eine Brustentzündung und kann mir Hoffnung machen das es auch danach weiter geht...das könnte ich jetzt gebrauchen...ein paar Mutmach Geschichten..

LG Kerstin

Beitrag von magellone 07.08.07 - 15:48 Uhr

So gings mir am Anfang auch: Zwergi etwas "saugbequem" (hat immer auf die Flasche danach gewartet, die ich zufüttern musste, da zu wenig Milch), hat dann zu wenig gesaugt und vom Milchstau zur Brustentzündung geführt.

Es gibt wohl "stillfreundliche" Antibiotika. Aber so weit muss es nicht kommen. Du musst bei Verschlimmerung nur sofort wieder zum Arzt, um sicher zu gehen, dass kein Abszess draus wird.

Ich hab das auch schon hinter mir. Mit Fieber, Schüttelfrost und allem drum und dran. Was mir geholfen hat: vor dem Stillen mit Wärmflasche anwärmen, damit die Milch gut fließt. Zwischen den Stillmahlzeiten kühlen (kühle Wärmflasche oder Quarkwickel). Und immer raus mit der Milch, damit sich nix stauen kann. Heißt, entweder trinkt dein Kind regelmäßig, oder du musst regelmäßig ausstreichen / abpumpen (wie ich, weil mein Kleiner etwas bequem war).

Kopf hoch, das wird! Bei uns hat es danach herrlich geklappt!
Alles Gute!
magellone

Beitrag von cajamarca 07.08.07 - 15:51 Uhr

Hallo Kerstin
Ich hatte eine Brustentzündung, als ich nach neun Monaten zu plötzlich abgestillt hatte, deswegen weiss ich, wie ekelhaft das ist. Und zum Mutmachen: eine gute Freundin und meine Kusine hatten beide Brustentzündungen, und beide haben ein Jahr lang gestillt.
Du wirst die sechs Monate schaffen. Und wenn nicht ist es auch kein Versagen, Kinder werden auch mit Pulvermilch gross und stark :-). Ganz viel Glück jedenfalls! Mir fehlt das Stillen schon...
LG Anke

Beitrag von verro85 07.08.07 - 15:56 Uhr

Brustentzündungen sind fies.
Beginnende Entzündungen werden erst wie Milchstaus behandelt, Bettruhe, häufiges Anlegen, Kühlen nach dem Stillen, gut durchwärmen vor dem Stillen und Drosselung der Milchproduktion.
Sollte es innerhalb 24 Stunden nicht besser werden kann man dir ein stillfreundliches Antibiotika verschreiben.
du musst nicht abstillen.

Beitrag von sillavanilla 07.08.07 - 16:14 Uhr

hallo kerstin,
ich hatte zwei mal kurz hintereinander eine brustentzündung und musste fast über 2 wochen antibiotica nehmen, durfte aber weiterstillen. mein arzt hat mir dringend geraten, abzustillen (ich habe leider auch zuwenig milch und muss sowieso zufüttern) aber das wollte ich auf keinen fall. seit sechs wochen ist nun keine brustentzündung mehr gekommen (toitoitoi). gott sei dank! und das stillen macht wieder spaß!
ich habe mir auch vorgenommen, wenigstens die sechs monate zu schaffen...
gute besserung und liebe grüße, eva

Beitrag von verro85 07.08.07 - 16:24 Uhr

was ich dir empfehlen kann ist das Buch
Alles über stillen
von Brigitte Benkert
das ist von der AFS empfohlen und sehr schön.

Beitrag von navera 07.08.07 - 16:40 Uhr

Hallo Kerstin,

ich pumpe schon seit zwei Monaten Milch ab, weil ich kaputte Brustwarzen habe. Und hatte trotzdem schon zwei schlimme Brustentzündungen. Wenn du Fieber hast, solltest du lieber ein Antibiotikum nehmen, sonst kann es noch schlimmer werden. Aber wenn "nur" die Brust wehtut, kannst du dir gut mit Ingwerwickel und Quarkkompressen helfen. Und vor allem: nicht aufgeben!

Viel Glück#klee,
Nadine

Beitrag von supermaus78 07.08.07 - 22:03 Uhr

Hallo,

ich hatte in der dritten Woche auch eine Brustentzündung. Richtig heftig mit mehreren Milchstaus an der "kaputten" Brust. Dazu kamen noch zwei Mal heftigster Schüttelfrost und über 40 Grad Fieber!!! War dann beim Frauenarzt, die mir dann ein Antibiotikum verschrieben hat. Du kannst trotzdem weiterstillen, ist sogar ganz wichtig falls es noch dazu ein Milchstau ist. Die Dosierung wurde bei mir aber etwas nach unten gesetzt, da ich dem FA mitgeteilt hatte, daß ich UNBEDINGT weiter stillen möchte. Dazu mußte ich dann die betroffene Brust ständig kühlen nach dem Stillen und vor dem Stillen immer vorwärmen. Gleichzeitig noch die Brust ausstreichen wegen der Milchstaus. Nach ca. einer Woche war das Ganze dann Gott sei Dank vorbei. Das war äußerst schmerzhaft, aber ich bin sehr sehr froh, daß ich durchgehalten habe. Jetzt ist unser Kleiner 3 Monate alt und das Stillen klappt prima ohne weitere Probleme! Also keine Angst, es wird schon - auch mit Antibiotikum!!! Abstillen ist dazu heute micht mehr notwendig!

Liebe Grüße
Heidi :-) mit Jonas (20.04.2007)