Geschäftsauto und Privatnutzung

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von money2901 07.08.07 - 17:33 Uhr

Hallo,

mein Partner hat endlich seit dem 1.8. einen job und hat auch gleich ein geschäftsauto zur verfügung gestellt bekommen.

er darf privat 10.000 km im jahr das auto nutzen...

nun ist es so, dass wir gelesen haben, dass hin- und heimfahrt als "privat" gesehen wird...und praktisch nur noch 400 km übrig bleiben, um wirklich PRIVAT zu fahren...

ist es richtig, dass die fahrten privat sind??

was passiert, wenn er mehr als 10.000 km am ende des jahres privat gefahren ist???


LG money


Beitrag von jade63 07.08.07 - 22:45 Uhr

Normalerweise werden die Privatfahren als sogenannter "Geldwerter Vorteil" dem Gehalt zugerechnet.
Und - leider - auch mit versteuert.
Er bekommt also so etwas wie ein "Stück vom Auto" als Teil seines Gehaltes. Abnutzung, Wartungskosten usw. ist da mit drin. Wie viel das ist, wird pauschal ermittelt.

Die Fahrten von und zur Arbeit sind private Fahrten, das ist bei jedem Arbeitnehmer so.
Da müssen wir alle zusehen, wie wir zur Arbeit kommen und womit.

Allerdings können Fahrkosten bei einem Arbeitweg über 20 km wieder steuerlich geltend gemacht werden.

Wenn er nun mehr km fährt, hat er sich eigentlich eine Gehaltserhöhung genehmigt, die nicht abgesprochen ist.
Der Arbeitgeber könnte ihm dann das "Stück vom Auto", dass er zuviel verbraucht hat, vom Gehalt abziehen.

Müsste man mal durchrechnen, wie sich das nun am günstigsten macht.

Beitrag von nina001 08.08.07 - 11:45 Uhr

soweit ich weiss, darf er die prv. heimfahrten mit dem dienstwagen nicht steuerlich bei der Einkommenssteuer ansetzen. da würd ich nochmal genau beim FA nachfragen.

Beitrag von kwer_ 08.08.07 - 09:51 Uhr

Hallo Money,

steuerlich gesehen ist die Nutzung des Firmenfahrzeugs auf dem Weg zur Arbeit zu berücksichtigen.

Was das Nutzungsrecht angeht, kommt es natürlich auf den Vertrag bzw. die Vereinbarung zur Firmenwagen-Nutzung an. Im Zweifelsfall solltet ihr dort eine genauere Definition eintragen lassen. Müsst ihr denn Fahrtenbuch führen?

Gruß
der kwer_

Beitrag von money2901 08.08.07 - 15:41 Uhr

hallo,

ja wir müssen ein fahrtenbuch führen...

Beitrag von kwer_ 08.08.07 - 15:45 Uhr

Na ja, dann würde ich den Arbeitgeber einfach mal drauf ansprechen. Vielleicht zählt er den Weg zur Arbeit ja gar nicht als Privatkilometer.

Wenn doch, dann würde ich mal rechnen, ob sich der Firmenwagen überhaupt noch lohnt. Wenn es ein teures Fahrzeug ist, kann bei der Steuer schon was zusammen kommen - die Zugfahrkarte ist dann evtl. billiger.

Gruß
der kwer_