Homöopathische hausapotheke?

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Beitrag von andrea87 07.08.07 - 17:38 Uhr

Hallo,

und zwar wollt ich mal fragen ob jemand von euch ne homoöpathische hausapotheke daheim hat? und wenn ja was er da für Mittel drin hat. Grad so sachen wo z.B. gegen unruhe usw. helfen.
Danke schon mal im vorraus.

LG Andrea und Mika

Beitrag von dragonmother 07.08.07 - 17:45 Uhr

Es gibt da tolle Bücher zu dem Thema wo auch drinn steht was in so ne Hausapotheke sollte.

Einmal das Buch Kinderkrankheiten natürlich behandeln und dann noch das Buch Homöopathie für Kinder.

Hab mir die Gekauft und bin begeistert...da stehen die ganzen Mittelchen drinnen, und auch für was man sie einsetzt.

Lg Steffi * Kilian

Beitrag von cathie_g 07.08.07 - 17:50 Uhr

sowas habe ich nicht - glaube ich nicht dran und habe neulich mal zusammengetippt warum nicht:

Meine Meinung ist: entweder das Kind ist richtig krank, dann soll es Medizin bekommen die wirkt, oder das Kind ist nicht richtig krank, dann reicht

Handauflegen (von Mama oder Papa)
mit Tee und Waermflasche ins Bett
Pusten

Ich finde es total bedenklich, dass im Moment *jeder* Entwicklungszustand eines Kindes als "behandlungsbeduerftig" erklaert wird. Es gibt Glaubuli (kein Schreibfehler) gegen ALLES, oder Schuesslersalze, oder Bachblueten. Es ist NORMAL, dass Kinder zahnen, mal schuechtern sind, mal schlecht schlafen, durch Trotzphasen gehen, sich das Knie aufschlagen. Wenn ich sehe, wie schon die ganz Kleinen, wenn sie mal fallen, zu Mama rennen und sperren wie die kleinen Spatzen, nach den Arnika-Glaubuli, dann wird mir schlecht. Das ist genau das Gegenteil von "natuerlich". Den Kindern wird aberzogen ihrem eigenen Koerper zu vertrauen, denn Mama proppt sie ja mit Kugerln gegen alles voll (es gibt auch die Sorte die ihren Kinder staendig Paracetamol geben - der Unterschied in der Geisteshaltung ist marginal). Die Muetter haben auch kein Vertrauen mehr in ihre eigenen Heilungskraefte (eine warme Mutterhand ist *magisch*) und die Kraft ihrer Kinder, sondern sie sind abhaengig von Hebi, Heilpraktiker, Urbia (waehrend Schwiegermuetter nie recht haben, hehe).

Und es gibt dazu eine Industrie an Schlangenoelherstellern und Quacksalbern die sich ihre Maerchen vergolden lassen. Neulich in einem Forum hat eine Heilpraktikerin erst bei einem Kind per "Bioresonanz" eine Milchunvertraeglichkeit "diagnostiziert" und dann per 4x "Biofeedback" wieder "geheilt" (Gesamtkosten €350 fuer Diagnose und Behandlung). Im alternativen Markt werden in Deutschland jedes Jahr mehr als 5 Milliarden Euro umgesetzt, da tummeln sich die Geier und schwaetzen den Muettern die Kinder krank.

Viele Aerzte haengen sich gleich mit dran, so ein bisschen was "Natuerliches" "Alternatives" als IGL Leistung abgerechnet mach die Kasse voll und vor allem haelt es die Muetter in der Praxis. Anscheind ist es heute kaum einem Arzt mehr moeglich zu sagen "da koennen wir nichts machen, die Erkaeltung dauert 7 Tage, da muessen Sie durch". Die Muetter wollen was haben (solange es kein "Chemiehammer" ist, natuerlich) und die Aerzte sind zu muede zu widersprechen. Und wenn dann mal wirklich ein Medikament angesagt ist, nehmen die Muetter es nicht. Alle Nase lang liest man doch hier "der Arzt hat mir XY aufgeschrieben und eigentlich wollte ich ja keinen son Hammer geben, das ist mir dann doch zu viel Chemie". Die Kinder leiden dann unnoetig lang an Schmerzen, Ausschlaegen etc.

Das ist echt von der Realitaet so total entfremdet und ich finde es eine sehr bedenkliche Entwicklung. Und schliesslich kann ich als Naturwissenschaftlerin nicht auf den ganzen Aberglauben #gruebel

Catherina

Beitrag von bibabutzefrau 07.08.07 - 20:17 Uhr

oh je da kennt sich aber jemand ganz genau aus#kratz

was ist verkehrt seinem Kind das zahnen zu erlöcitern?

was ist verkehrt daran dass man Arnica(!) bei Wunden gibt damit sie schneller heilen?
Was ist verkehrt daran wenn ich meinem Kind Globuli gebe dass es Nachts wegen des blöden Schnupfens schlafen kann?

Quacksalber gibt es auf der ganzen Welt.


Im Übrigen:mein Mann ist schwer allergisch gegen so ziemlich alles gewesen.
Die böse Bioresonanz hat es geschafft dass er allergiefrei ist.

Ich weiss du glaubst nicht dran.Ist mir auch schnuppe aber nur dass hier anzumerken ist:wer heilt hat Recht.Und das war in diesem Fall die Bioresonanz...!

Und ich bin eine böse mam und habe meinen Kindern bisher die Schulmedizin vorenthalten.Zumindest alles ausser mal ne Paracetamol.

Mein Kinder haben keine Schmerzen wenn sie die richtigen Globulis bekommen.Man muss sich halt auskennen auf dem Gebiet.Selbst eine beginnende MOE war innerhalb eines Tages gegessen.
Und:Ida hatte keine Schmerzen.Die Kinderärztin hat ihr im richtigen Moment die richten höm.Medis gegeben!
Sie war am nächsten Tag fieberfrei und die Rötung im Ohr war weg.
Wie erklärst du dir das?


Was mich aber interessieren würde:was sind Glaubili`?

Ich kenn ja so einige Fachbegriffe aber von Glaubuli habe ich noch nischt gehört:-p

Tina

Beitrag von elke77 07.08.07 - 18:13 Uhr

Ich habe eine homöopathische Hausapotheke. Welche Globuli drin sind, ist von Mappe zu Mappe unterschiedlich. Da ist es sinnvoll, wenn du dich in der Apotheke beraten lässt.
Ich finde Globuli im Gegensatz zu meiner Vorrednerin eigentlich eine tolle Sache. Natürlich haben sie ihre Grenzen. Bei hohem Fieber, einer schlimmen Erkältung, bei schlimmen Verletzungen können sie sicher wenn überhaupt nur unterstützend miteingenommen werden. Wenn überhaupt. Hier vertraue ich ebenfalls auf die klassische Schulmedizin. Aber was spricht dagegen, meinem Kind 3 Arnica-Globuli zu geben, wenn ich sehe, dass ihr ein Riesenhorn an der Stirn wächst!? Denn das Zeug hilft wirklich! Kleinere Blessuren verschwinden so schneller als nur mit meiner Mama-Handaufleg-Methode (die ich natürlich auch mache!).
Gegen Unruhe, wie du es dir vllt erhoffst, würde ich es aber auch nicht machen. Da liegt die Ursache sicher irgendwo anders. Ist der Tagesablauf geregelt? Wird es auf Abend hin ruhiger bei euch? Seid ihr viel unterwegs? Trefft ihr ständig andere Menschen? Das sind Dinge, die Babies verunsichern und sie unruhig werden lässt. Da helfen Globuli leider auch nicht.
Aber bei kleinen Blessuren, zum Aufbau bzw der Unterstützung des Immunsystems, bei leichten Erkältungen - ja, da sind sie prima! Man muss einfach einen kritischen Blickwinkel behalten...

Globuli scheiden die Geister - die einen schwören drauf, die anderen eben nicht.
Bei vernünftiger Anwendung schaden sie nicht - eine Lungenentzündung gehört aber sicher nicht mit Globuli behandelt!!!
Ich bin ebenfalls im naturwissenschaftlichen Bereich tätig. Ich finde Globuli durchaus gut - vernünftig eingesetzt. Aber im Zweifelsfall nehme ich auch lieber klassische Medikamente ;-)

LG, Elke+Anna #blume

Beitrag von cathie_g 07.08.07 - 18:53 Uhr

>>Aber was spricht dagegen, meinem Kind 3 Arnica-Globuli zu geben, wenn ich sehe, dass ihr ein Riesenhorn an der Stirn wächst!? Denn das Zeug hilft wirklich!<<

Was dagegen spricht hatte ich schon gepostet, aber wenn Du im naturwissenschaftlichen Bereich arbeitest kannst Du mir sicher erklaeren wie eine C30 von Arnika noch wirken kann, wenn doch kein Wirkstoff drin ist.

Danke

Catherina

Beitrag von elke77 07.08.07 - 19:11 Uhr

Erklären kann ich es nicht. Ich weiß einfach, dass es wirkt.
Wie ich schon geschrieben habe: Globuli scheiden die Geister. Entweder man ist überzeugt davon und nimmt sie - oder eben nicht. Sicher ist auch streckenweise ein Stück Placebo dabei. Aber es schadet doch nichts! Und ob ich dafür Geld ausgebe oder nicht, bleibt meine Sache. Ich bin wie gesagt überzeugt, dass Globuli bei einigen Wehwehchen helfen. Und deshalb greife ich bei solchen Kleinigkeiten lieber zu den kleinen Kügelchen als zu Salben, Pillen&Co - bei Kleinigkeiten wohlgemerkt!
Bei "richtigen" Krankheiten - Finger weg bzw wirklich nur unterstützend!

Ich will mich mit dir nicht streiten - dafür schätze ich deine Meinungen anderswo viel zu sehr!
Ich bin auch keine radikale Verteidigerin der Kügelchen, wie du in meinem Ausgangsbeitrag ja lesen kannst.
Ich persönlich finde es einfach wichtig, dass man hier nicht nur schwarz und weiß denkt, sondern auch ein bisschen in die Grauzone schaut. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.
Ich verurteile niemanden, der Globuli für Humbug hält. Ich finde es nur schade, dass meine Einstellung FÜR Globuli (in gewissen Bereichen) belächelt wird.

Nichts für ungut - wir beide werden da nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Finde ich aber auch nicht schlimm - es gibt nun mal unterschiedliche Meinungen dazu, und wir sind halt zwei Musterbeispiele ;-)

Elke #blume

Beitrag von cathie_g 07.08.07 - 19:22 Uhr

>>Aber es schadet doch nichts!<<

*Du* kannst Dir ja auch so oft die Kugel geben wie Du willst, aber bei Deinen Kindern loest Du damit eine Gewoehnung aus.

LG

Catherina

Beitrag von elke77 07.08.07 - 19:36 Uhr

Ach komm, Catherina, das bringt doch nichts.
Du willst mich nicht verstehen, oder? Ich habe jetzt schon 2 Mal geschrieben, dass ich es in Maßen ok finde.
Wenn jemand bei jedem Pups mit Globuli ankommt, schüttel ich auch mit dem Kopf!
Sei beruhigt, mein Kind kann Stürze auch sehr gut ohne Globuli überstehen - ich gestehe, dass ich sie nie dabei habe bzw grundsätzlich vergesse #gruebel

Aber ich bin immer noch überzeugt, dass ich mit meinen Allium-cepa-Globuli schon so manche Rotznase am Laufen gehalten habe, damit sich nichts festsetzen kann! ;-)

Beitrag von cathie_g 07.08.07 - 21:09 Uhr

#blume ok :-D

Beitrag von elke77 07.08.07 - 22:48 Uhr

#freu #cool