Völlige Hysterie - Kein Durchkommen mehr ausser mit Lautwerden! Hilfe!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von friendlyfire 07.08.07 - 19:12 Uhr

Hallo Ihr,

ich bin auf der Suche nach Tips. Unsere Tochter (fast 2) ist z.Z. sehr schnell aus der Fassung zu bringen. Um nur kurz paar Beispiele zu nennen: Wenn sie was will und wir nicht sofort springen, wenn sie mit sich unzufrieden ist, wenn ich ihre Haare waschen, Nägel schneiden, duschen, baden ect. muss, beim Arzt auch.

Sie fängt dann wie eine Sirene völlig hysterisch an zu schreien und hört und hört nicht auf. Man kommt auch nicht zu ihr durch. Das macht sie jetzt seit dem Urlaub, weil da hatte sie bei SchwiMu und Schwägerin tolle Erfolge und bekam alles sofort, pronto ect...
Mist, dass jetzt die Realität sie einholt, was sie nicht daran hindert uns das Leben schwer zu machen. Ich trag das eigentlich mit Fassung, da ich als Kind genauso war, hat mich meine Mutter auch schon drauf vorbereitet.

Nun gabs vor ein paar Tagen abends die Situation, dass sie wieder zu mir sagte, sie wolle Milch. Ich sagte ihr freundlich, dass das nachm Zähneputzen nicht mehr geht. (Wir haben ihr davor 3 mal Milch angeboten, nur dazu.) Dann flippt sie aus und wütet in ihrem Bett. Wir sind immer wieder rein, versucht zu beruhigen... Keine Chance gehört zu werden. Dann nach ner langen Zeit des Bezirzens bin ich sauer geworden, da es einfach nachts keine MIlch mehr gibt, und das schon ewig. Es ist auch nicht so, dass wir grade erst die Flasche abgewöhnt hätten, das ist schon eeeewig her.
Jedenfalls bin ich hin, Tür auf und grantel sie mal bissi an und sag: "Die Mama will jetzt nichts mehr hören, du schläfst jetzt und gut ist."
Und was war? Sie hat aufgehört.

heute selbe Situation: Sie will im Auto, als wir von der TaMu heim fuhren, einen Schnuller. Ich sag zu ihr ganz lieb, dass sie jetzt daheim gleich einen kriegt, (ich hatte ihn vergessen) udn sie flippt so aus, dass wir ein Verkehrsrisiko dargestellt haben. Mit nichts zu beruhigen. Dann werd ich laut, und sekunden später ist alles als sei nie was geschehen.

Meine Mom sagte mir heute, dass ich genauso war. Ich hab manchmal das Gefühl, sie braucht ne laute Stimme mit Nachdruck, um wieder "raus" zu kommen... Das tut mir innerlich so weh, aber hilft nichts.

Ein weiterer Punkt ist, dass sie sich was auf den Fuss geschlagen hat (im Urlaub) und nun ist der Zehennagel ab. Dh. es ist Luft drunter und er wird sich ablösen. Wir machen darum ein Pflaster drauf, damit er nicht beim Sandspielen ect abreisst und weh tut. Entzündet ist er nicht. Sie macht jedesmal beim Pflaster rummachen einen Staatsaufstand, kriegt kaum Luft und schreit wie am Spiess, obwohl es NICHT weh tut. Ich hab nämlich, als sie abgelenkt war, ihre Zehe untersucht, und sie hat nichts gesagt, dass es schmerzt. Und klagt auch sonst nicht drüber... Nur ihre Hysterie bringt uns alle um den Verstand. Beim Schneuzen schreit sie, als wolle man ihr an die Gurgel, beim Nägel schneiden, schreit sie wie ne Sau, die abgestochen wird und so weiter und so weiter.
Sie ist so ne Drama Queen und macht jedem Arzt das Leben zur Hölle. Sieht sie die Arztpraxis nur von aussen, bricht sie schreiend zusammen.

So und das obwohl sie NOCH NIE schlechte Erfahrung, schlimme Verletzungen oder so was hatte.
Ich bin am Ende, ich kann doch nicht dauernd nen Brüller loslassen um sie auf den Boden der Tatsache zu bringen.
Was ist nur los mit meinem Kind? Mein Mann und ich sind mit unserem Latein am Ende. Kennt ihr sowas? Habt ihr vielleicht auch so ein Kind? Könnt ihr uns Tips geben, wie man diese grundlose Hysterie etwas in den Griff kriegt?
Ich könnte stundenlang Situationen aufzählen, die eigentlich zum Alltag gehören...
Bin über Anregungen und Hilfe echt dankbar,

ff

Beitrag von iddel 07.08.07 - 19:25 Uhr

Hallo,

ich sag´ nur "Weiber" !!! ;-)
Ist nicht bös´ gemeint, aber ich habe 3 davon zu Hause !!!!! #schock
Ich denke, du reagierst total richtig (sicher gibts da verschiedene Meinungen), aber dadurch erreichst du, dass sie begreift, dass ihr Verhalten nichts bringt.

Viel Erfolg weiter - und glaub´ mir, bald ist das "Schnee" von gestern - mach´ weiter so !

LG Kerstin

Beitrag von lulu2003 07.08.07 - 19:25 Uhr

Hallo,

kenn ich alles. Man hat das Gefühl man hat komplett versagt. Ist aber nicht so. Wichtig ist jetzt, wirklich konsequent bleiben und was auch manchmal hilft ist, sie ignorieren. Zeig ihr das es so nicht geht und DU das Sagen hast. Es wird wieder besser. Unser Junior entschuldigt sich mittlerweile wenn er zickig geworden ist. ;-)

Lieben Gruß
Sandra

Beitrag von kuschi87 07.08.07 - 20:12 Uhr

Japp das kenne ich. Es gibt nur einen Unterschied: Ik häf nen Jungen!!!

Bei uns hilft da auch nur "Kasernenton" und wenn der nicht fruchtet gehts ab ins Kinderzimmer für ca. 2 Minuten. Und dann gehts. Ich fühle mich auch jedesmal miserabel dabei/danach aber irgendwie dringt man anders nicht zu ihm durch in diesen Momenten. Ist wirklich nicht schön.

Ich versuch es auch immer wieder ruhig und gelassen, manchmal klappt auch ignorieren ganz gut. Ist tagesformabhängig.

Ging bei uns jetzt ca. 6 Wochen so (Fabian ist zwei Jahre alt) und mittlerweile hat es sich sichtlich gebessert.

Kopf hoch das wird wieder #liebdrueck

LG
Anja

Beitrag von steffi4178 07.08.07 - 20:13 Uhr

Hallo ,
meine Kleine jetzt 25 Monate als war auch vor einiger Zeit so das ich dachte ich verzweifel. Jetzt sieht es so aus das sie echt ruhiger geworden ist.
Das Zauberwort ist "konsequenz". Wenn sie sich auf den Boden wirft und schreit gehe ich z.B. raus, dann macht das ganze gar keinen Spass mehr. und ich sag ihr ruhig, dass sie das nicht weiter bringen wird. Wenn sie z. B. bei dir 2 oder 3 Mal gesehen hat das sie abends keine Milch mehr bekommt. Wird sie auch nicht mehr so viel aufheben darum machen. Meine Kleine versucht es auch immer noch mich dem Wort "trinken" Zeit zu schinden, da sag ich ihr "du hattest gerade was und gehe raus." dann ist gut, weil sie weiß das es immer so ist.

Kauf dir mal das Buch " Das Geheimnis glücklicher Kinder" da steht alles wichtige drin.

Wenn Marie was angestellt hat, sag ich ihr 2 Mal nein das geht nicht oder so und dann weise ich sie darauf hin, das sie sonst in ihr Zimmer geht. Dann sitzt sie halt mal 2 Min in ihrem Zimmer. Meist brauch ich das nur zu sagen und schon geht es.

Kopf hoch. Konsequenz ist erst mal anstrengend, hilft aber ungemein.
LG
Steffi mit Larissa 5 Wochen und Marie 25 Monate

Beitrag von gini2003 07.08.07 - 22:03 Uhr

Hallo,
ich kann davon zur Zeit ein Lied singen. Mein Sohn ist 3 1/2 Jahre alt und flippt zwischendurch auch richtig aus. Da hilft gar nichts mehr. Ich schicke ihn manchmal auch wortlos in sein Zimmer. Manchmal, wenn er sich beruhigt hat, kommt er zu mir und entschuldigt sich. Er weiß schon, dass sein Verhalten nicht o.k. ist. Ich versuche auch immer konsequent zu bleiben. Denke, dass ist der beste Weg, auch wenn es nicht immer einfach ist.
Wünsche Dir alles Gute, viel Kraft und starke Nerven.
Liebe Grüße
Gini und Alexander