ab wann Breie zufüttern? und was für welche???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von fhey83 07.08.07 - 20:55 Uhr

hallo ihr lieben!

ab wann darf man denn zufüttern?
Raphael wird jetzt elf wochen alt.

danke schon mal

grüsse fhey83

Beitrag von jacqueline81 07.08.07 - 21:01 Uhr

Hallo fhey,

das ist ganz unterschiedlich und ich würde es vom Kind abhängig machen. Das heißt kommt es mit seiner Milch nicht mehr zurecht alleine und zeigt es typische Anzeichen für die Beikost bereit zu sein. Wie z. B. großes Interesse an dem was ihr isst u.s.w.

Die Babykost Hersteller führen diese ja ab Vollendigung des 4. Monats, also ab dem 5. Lebensmonat. Mit 11 Wochen würde ich definitiv noch nicht zu fütter, denke auch mal, dass der Saugreflex noch zu groß ist. Ansonsten ist es auch Ansichtssache. Einige werden dir hier sagen nicht vor Vollendigung des 6. Monats. Wobei die meisten KÄ der Meinung sind, dass nach Vollendigung des 5. Monats die Nährstoffe der Milch alleine nicht mehr ausreichen. Vielleicht googelst du ein bischen dazu.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.#freu

LG
Jacqueline#kerze + Lana 26 Wochen

Beitrag von lolli0815 07.08.07 - 21:24 Uhr

Hallo Fhey,

ui, da gibt's gaaanz viele gaaanz unterschiedliche Meinungen.

Ich würde auf alle nicht vor dem vollendeten 4. Lebensmonat anfangen mit zufüttern. Da ist der Darm noch nicht bereit für diese Nahrung. Danach schau einfach, was dein Zwerg so von der Menge her trinkt und wie er reagiert, wenn er euch beim Essen sieht. Ein bissi vorsichtig solltest du auf alle Fälle sein, wenn deine Maus allergiegefährdet ist.

Laura wird in 5 Tagen 5 Monate. Seit Wochen zählt sie uns jeden Löffel rein, den wir essen und will immer nach unserem Besteck greifen. Sie ist allerdings allergiegefährdet und deswegen wollte ich mit dem Beikoststart noch warten. Werde jetzt aber ganz langsam mit Beikost anfangen. Seit gestern tu ich ihr zweimal am Tag einen Schuss Karottensaft mit in die Flasche. Erstmal um zu testen, wie sie drauf reagiert. Hier scheiden sich schon die Geister. Es gibt Wissenschaftler, die der Meinung sind, man soll bei Allergierisikokindern nicht mit Karotte sondern Pastinake anfangen, andere sagen das Gegenteil. Ab nächster Woche werde ich mit Karottenbrei beginnen. Eine Woche darauf Karotte mit Kartoffeln und wiederum die Woche darauf, Karotte-Kartoffel-Fleisch-Brei. Voraussetzung ist natürlich, dass sie alles gut verträgt. Gelesen hab ich, dass man immer 4 Wochen warten soll, bis man die nächste Mahlzeit umstellt. Das wäre dann die Abendmahlzeit (Milchbrei). Und als dritte Mahlzeit dann der GOB. So ist wohl z.Z. die gängige Lehrmeinung. Aber ich gehe davon aus, dass jede Mami das ein bissi anders macht. Es kommt ja auch darauf an, was den Zwergen schmeckt. Auf alle Fälle soll man nicht ständig die Breisorten wechseln und 6mal die Woche Fleisch ist wichtig, wegen dem Eisen.

Schau mal hier, das finde ich ganz informativ.
http://www.hallo-eltern.de/M%5FBaby/Baby_nahrungsaufbau.htm
Ich würde es allerdings mit etwas Abstand betrachten. Es ist halt auch nur eine Ansicht von vielen.

GLG
Kristin

Beitrag von jacqueline81 07.08.07 - 22:20 Uhr

Hallo Kristin,

so wie ich gelesen habe, ist 6mal die Woche Fleisch zuviel. Lana bekommt 3-4 mal die Woche Fleisch. Selbst wir essen ja nicht jeden Tag Fleisch. Um den Eisenwert zu erhalten bzw. zu gewährleisten, kann man auch Hirsebrei Füttern. Dieser soll einen hohen Eisenanteil haben.

LG
Jacqueline#kerze + Lana 26 Wochen

Beitrag von clautsches 07.08.07 - 23:44 Uhr

Der richtige Zeitpunkt für Beikost

Quelle: Biggi Welter, Stillberaterin der LaLecheLiga

Der Organismus eines Babys ist in den ersten sechs Monaten auf eine Ernährung mit Muttermilch ausgerichtet. Eine Einführung von Beikost vor diesem Zeitpunkt (wobei man sich natürlich nicht um ein paar Tage hin oder her streiten darf) kann zu einer Überlastung der Nieren (erhöhte Molenlast) und des Verdauungssystems führen.
Je früher die Einführung anderer Nahrung beginnt, um so höher ist das Risiko. Gerade in den ersten Wochen und Monaten, ist der Darm noch sehr unreif und die Darmschleimhaut ist durchlässig. Artfremdes Eiweiß kann vor allem in den ersten Monaten die noch nicht ausgereifte Darmschleimhaut passieren und so in den Blutkreislauf gelangen. Der Körper sieht dieses Eiweiß als Fremdstoff an und kann eine allergische Reaktion auslösen. Nach sechs Monaten ist der Darm erheblich reifer und die Gefahr geringer.

Es ist sinnvoll mit der Beikost erst dann zu beginnen, wenn das Baby die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt:

• es ist in der Lage aufrecht zu sitzen,
• der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt,
• es zeigt Bereitschaft zum Kauen,
• es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür,
• es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt.

Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Auch Babys, die mit künstlicher Säuglingsnahrung gefüttert werden, sollten in den ersten sechs Monaten keine andere Nahrung erhalten.

Wenn es dann soweit ist, sollte die Einführung der Beikost langsam erfolgen. Es ist am günstigsten mit einem Nahrungsmittel zu beginnen, zunächst nur eine geringe Menge anzubieten (jeweils nur mit ein paar Löffeln beginnen) und diese dann langsam zu steigern. Am Anfang sollte nur eine neue Nahrung, ein- oder zweimal am Tag gegeben werden und etwa eine Woche gewartet werden, bevor wieder etwas Neues angeboten wird. (Also nur Karotte, nur Kartoffel, nur Banane, nur geriebener Apfel usw.).

Der Sinn dieser Vorgehensweise ist folgender: Falls sich eine allergische Reaktion zeigt, kann man auf diese Art leichter feststellen, was sie verursacht hat. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion nach dem ersten halben Jahr nicht mehr so groß ist, besteht die Möglichkeit dass eine Speise eine allergische Reaktion auslöst (Ausschlag, Durchfall, Erbrechen). Wurde immer nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt, dann lässt sich leichter feststellen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wurde. Die betreffende Speise sollte dann aus dem Speiseplan gestrichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden. Bereits eingeführte Nahrungsmittel, die gut vertragen werden, können miteinander gemischt werden.

Überlegen Sie sich wirklich, ob Sie vorher mit Beikost beginnen wollen, es hat keinen Vorteil für Ihr Kind, aber viele Nachteile und nur die Tatsache, dass die Nahrungsmittelindustrie auf die Packungen druckt „ab vier Monate" heißt nicht, dass Beikost ab diesem Alter sinnvoll oder notwendig ist.

Beitrag von cms-hobbit 08.08.07 - 00:28 Uhr

Falls du stillst: So lange wie möglich stillen (d.h. 6 Monate voll und ausschließlich) - was besseres gibt es nciht, auch wenn die Lebensmittelindustrie mit Hipp&Co. uns was anders suggeriert.

Ansonsten solltest du auf jeden Fall warten, bis dein Kleiner volle 4 (besser 5) Monate ist, bevor du zufütterst.

Am besten Breie ohne Gluten (im ersten Lebensjahr) und ohne Milch. Von Alnatura (bei dm, teegut...) gibt es z.B. Hirse oder Reisflocken, die mit Wasser angerührt werden.

Cara Marie mit zwei Jungs (2 und 3,5 Jahre)