Übungs-/Senkwehen trotz Wehenhemmer?? ANGST

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von double_g87 07.08.07 - 22:40 Uhr

Guten Abend ihr lieben,

ich nehme schon seit längerem Wehenhemmer Tabletten (Partustisten) und habe trotzdem seit gestern recht häufig Senk- bzw. Übungswehen (also es sind auf jeden Fall mehr als 10 Stück am Tag). Ist das den normal???

Außerdem hab ich unsere Süße Maus seit gestern abend nicht gespürt. Ist das den normal? Ich mache mir langsam echt sorgen....

Danke und liebe Grüße
Sandra + Alina inside 32+4

Beitrag von tiger39 07.08.07 - 22:44 Uhr

Hallo Sandra,
klar kann man auch trotz Wehenhemmer Wehen haben. Hast Du Dich denn heute sehr angestrengt? Und kannst Du Deine Maus wirklich nicht wecken? Hast Du schon versucht
- ein Glas kaltes Wasser trinken
- Spieluhr auf den Bauch legen
- an ihren Füßen kitzeln / stupsen
Wenn alles nichts hilft, würde ich - nur zur Sicherheit - ins Krankenhaus fahren und ein CTG schreiben lassen. Habe ich auch einmal mitten in der Nacht gemacht, das ist total OK. Der Kreißsaal ist rund um die Uhr besetzt und die Hebammen werden sicher nett zu Dir sein. Danach bist Du beruhigt.
#herzlich Grüße,
Tiger & #babyboy (fast 7 Monate)

Beitrag von len29 14.08.07 - 18:54 Uhr

Hallo!
Es ist nicht verwunderlich, dass die Wehenhemmer nicht so wirken.
Hier ist ein Ausschnitt einer Studie:
"Orale Tokolytika als Primärtherapie werden vor allem in der ambulanten Behandlung von Schwangeren mit nicht cervixwirksamer Wehentätigkeit bzw. bei unregelmäßigen Kontraktionen eingesetzt. Diesbezüglich besteht auch von seiten der Frauen ein gewisser Druck auf den behandelnden Arzt, diese Beschwerden medikamentös zu beseitigen. Es läßt sich pharmakokinetisch und pharmakodynamisch (an uterinen Kontraktionen, Puls, Blutdruck) beweisen, daß eine orale Betamimetikagabe in wirksamer Menge resorbiert wird (13). Trotzdem konnte in Risikograviditäten (Z.n. Abort, Frühgeburt, Placentainsuffizienz, Cervixinsuffizienz, Geminischwangerschaften) durchgeführten kontrollierten Untersuchungen kein günstiger Effekt im Sinne der Verlängerung der Gravidität festgestellt werden (1). Ein entscheidender Punkt ist hier die angewandte Dosis der Betamimetika. Die bei i.v.-Gabe gemessenen Plasmaspiegel liegen um das 5 - 20 fache höher als bei oraler Medikation (11,12). Eine echte Wehentätigkeit wird nicht unterdrückt, es kommt allerdings zur Reduktion von nicht cervixwirksamen Kontraktionen, die aber nicht zur Frühgeburt führen. Die primäre orale Tokolyse wird daher als wirkungslose Therapieform mit mütterlichen und kindlichen Nebenwirkungen von der "Standardkommission Tokolyse" abgelehnt (1).

http://www2.i-med.ac.at/pharmakologie/info/info13-3.html

Schöne Grüße
Len