Wird so schnell wütend

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ewi70 07.08.07 - 22:58 Uhr

Hi zusammen

Mein Sohn (im Mai 4 geworden) ist in der letzten Zeit sehr anstrengend#schwitz. Er wird so schnell wütend. Egal, wie nett ich ihn um etwas bitte und was es ist, er reagiert wütend. Beispiel: Ich bitte ihn, wenn er vom Spielplatz kommt, sich die Hände zu waschen. Da wird er wütend, schmeisst seine Kleider auf den Boden. Oder: Er soll, bevor er ins Bett geht, aufs Klo, da morgens sonst das Bett nass ist (was ich ihm auch erkläre). Er will nicht, legt sich auf den Boden, schreit mich an, er wolle das nicht.; wenn er dann endlich geht, schlägt er möglichst laut den Klodeckel hoch, wäscht sich anschliessend die Hände nicht (was natürlich wieder Trubles gibt!). Dasselbe beim Schuhe anziehn, duschen, aufräumen, anziehen.... Es nervt mich langsam sehr, ständig angemotzt zu werden und seine Wutausbrüche mitzumachen!
Hat jemand Tipps, wie ich darauf reagieren soll?!?!
Ewi mit Mike, der ein echter Schatz sein kann, aber halt auch sehr stur und eigensinnig.

Beitrag von sweety03 08.08.07 - 08:34 Uhr

Hallo,

lass Dich nicht in Diskussionen verwickeln, zumindest nicht bei Sachen, die einfach erfordelich sind wie Hände waschen, Toilette etc. Sag ihm ruhig, was Du möchtest und mach Deine Sachen weiter. Wenn er schreit und sich weigert, logische Konsequenzen folgen lassen, zum Bespiel, wenn er sich nicht die Hände wäscht vor dem Essen, kann er nicht mitessen.
Oder wenn er sich nicht die Schuhe anzieht, kann er nicht raus gehen.
Mit meiner grossen Tochter (auch im Mai 4 geworden) habe ich oft Streit wegen ihres Verhaltens bei Tisch, sie fängt an Blödsinn zu machen, stiftet ihre Schwester (2) an, so dass ich genervt werde. Nach einer Ermahnung ist das Essen für sie beendet. Inzwischen hat sich das sehr gebessert, weil sie wirklich zu dieser Mahlzeit nichts mehr bekommen hat.
Meine Tochter meckert momentan auch sehr viel, an den meisten Tagen schaffe ich es, mich auf keine sinnlosen Diskussionen einzulassen und gelassen zu bleiben, dann hört sie viel schneller auf, als wenn ich zurück schimpfe.
Anstrengende Phase, aber in unserem Freundes- und Bekanntenkreis sind die meisten Vierjährigen so.
Bin nur froh, dass die 2 Wochen KiGa-Ferien vorbei sind, seit Montag sind wir alle wesentlich entspannter.

Sweety

Beitrag von zwillima 08.08.07 - 09:35 Uhr

Hallo,

wer mich grundlos anschreit und unfreundlich ist, bekommt den Hinweis, dass ich nur auf einen ruhigen Tonfall reagiere. Ansonsten stelle ich die Ohren auf Durchzug, ich reagiere nicht auf Anpöbeln.

Wer die Jacke in die Ecke schmeißt, darf solange im Flur bleiben, bis er sich entschlossen hat, den Kleiderhaken zu benutzen, denn ich bin nicht der Diener.
Wer abends nach dem Essen nicht die Spielsachen wegräumt, hat leider keine Zeit für die abendliche Fernsehsendung, denn er räumt dann während dessen auf.
Wer sich nicht die Hände wäscht , kann leider nicht mitessen.
Wer vor dem Zubettgehen nicht aufs Klo gehen will, kann gerne die Zeit mit Meckern im Badezimmer verbringen. Leider bleibt dann dementsprechend weniger Zeit für die Gutenachtgeschichte.

Wer keine Schuhe anziehen will, geht auf Strümpfen, was die anderen Leute und Kinder bestimmt sehr amüsant finden.

Wer ständig grundlos motzt und meckert, soll dies bitte in seinem Zimmer tun, denn er stört damit die anderen.

Meine Kinder hatten auch schon öfters diese Anwandlungen. allerdings ist dann nach einer anstrendenden Woche wieder alles beim Alten.

Wenn diese schlimmen Phasen länger anhalten, sollte man versuchen herauszufinden, ob es nicht einen bestimmten Grund dafür gibt. Nicht immer geht es darum, Grenzen auszutesten. Manchmal steckt was anderes dahinter, z.B. eine Veränderung der Alltagssituation, Ärger im Kindergarten, Überforderung, Unterforderung usw.

L.G.
zwillima