Wie lange mit AS warten?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von hinterdemhorizont 07.08.07 - 23:14 Uhr

Hallo,
habe heute nochmals von meiner FÄ bestätigt bekommen, dass ich eine verhaltene Fehlgeburt in der 10. SSW habe. Da sich der Embry aber nicht richtig entwickelt hat, ist dieser lediglich so groß wie das normalerweise in der 6. SSW der Fall ist. Auch das Herzchen hat nie angefangen zu schlagen.

Da dies natürlich nicht erst heute bekannt war, habe ich die letzte Zeit bereits darauf spekuliert, dass der Embryo durch eine Blutung von selbst abgeht und ich nicht ausgeschabt werden muß.

Der Embryo ist seit dem letzten Termin vor über einer Woche nicht mehr gewachsen und ich habe keinerlei Schmerzen. Nur meine Brüse spannen noch immer etwas (was aber auch die einzigen SS-Symptome sind, die ich noch habe).

Meine Frage ist, wie lange ich möglicherweise auf einen natürlichen Abgang warten muß bzw. kann, bevor es zu gesundheitlichen Risiken kommen kann. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Mit ein Grund ist auch, dass ich so schnell wie möglich wieder schwanger werden möchte und dafür sind die Bedingungen ja nach einem natürlichen Abgang i. d. R. besser, weil man direkt weitermachen kann.

Mein FÄ meinte, dass der Gebährmuttermund wohl noch nicht aufgegangen sei und sie zu einer AS rät. Was meint ihr? Habe leider nicht viel zu diesem Thema im Forum gefunden. Ich hoffe, dass ihr mir Rat geben könnt.

Und wie lange muß man normalerweise auf einen Termin für eine AS warten? Wenn, dann will ich`s schnell hinter mich bringen. Am liebsten noch bis Freitag.

Vielen Dank fürs Lesen und sorry für den langen Text! Hoffe, ihr könnt mir Rat geben.

LG Aline

Beitrag von xsunny1979 07.08.07 - 23:56 Uhr


Hallo Aline

erstmal möchte ich dir sagen wie leid es mir tut #liebdrueck

Ich kann dir da nur von mir erzählen. Ich hatte vor ca. 5 Wochen eine AS. Die Fruchthöhle ist gewachsen, nur leider kein Embryo und damit auch kein Herzschlag.
Ich war Anfang 11.ssw und habe Donnerstags die endgültige Diagnose bekommen, bin noch am geichen Nachmittag im KH gewesen zur Vorstellung und Terminabsprache und habe Freitag früh um halb 11 im OP gelegen. Freitag Nachmittags um 16 Uhr war ich wieder zuhause.

Ich bin froh, daß es so schnell ging und ich es habe machen lassen. Oft liest man ja, daß manche Frauen Wochenlang auf den natürlichen Abgang warten und dann wirklich heftige Schmerzen dabei haben und es oft auch kein weiteresmal mehr machen würden.

Nun, ich hatte ca. 10 Tage eine Blutung (viele haben auch kürzere Blutungen), ca. 2,5 Wochen nach der AS einen ES und nun seit ca. 3 Tagen wieder meine Mens. Wir versuchen auch gleich wieder ss zu werden, werden es aber wohl leider doch auf den nächsten Zyklus verschieben müßen.

Ich wünsche dir für die Zukunft alles gute und viel Glück für den nächsten Versuch #klee


lg Simone

Beitrag von hinterdemhorizont 08.08.07 - 00:27 Uhr

Ich danke Dir sehr für die schnelle Antwort Simone. Tut gut, zu lesen, dass es nicht nur einem selbst so geht. Bei mir war es ja ähnlich wie bei Dir. Man hatte zuerst auch nur die Fruchtblase mit dem Dottersack gesehen und sonst nichts. Und mittlerweile ist der Dottersack im Verhältnis zum Embryo viel zu groß.

Es ermutigt mich auch, dass auch Du es schon früher wieder probieren möchtest als erst in drei Monaten.

Drücke Dich und wünsche Dir alles Gute für Deine nächste SS!

Liebe Grüße
Aline

Beitrag von nicole2307 12.08.07 - 14:13 Uhr

hi ich habe deinen bericht gelesen und habe jetzt sorgen war am donnerstag beim fa und ca acht woche. mein fruchthole sollte doppelt so groß sein und meinen krümmel habe ich auch nicht gesehen, läuft das jetzt auch zur AS hin?

Beitrag von jooles 08.08.07 - 07:50 Uhr

hallo,

ich hatte eine verhaltene fehlgeburt in der 9. woche, hab dann drei wochen auf einen natürlichen abgang gewartet. hatte in dieser zeit noch übelkeit, aber keinerlei schmerzen.

nach drei wochen bin ich dann ins kh, weil ich nicht mehr länger warten wollte und wurde ausgeschabt. durch das lange warten entstanden komplikationen, sie bekamen bei der ersten op nicht alles heraus und ich musste 10 tage nach der 1. as wieder eine machen lassen, weil ich durch die reste extreme schmerzen hatte.

dies ist nun schon 2 wochen her, mir geht es super und ich freue mich auf meine erste blutung, die hoffentlich bald kommt.

lg. jooles

Beitrag von kascha912 08.08.07 - 09:10 Uhr

Liebe Aline,

wie schade, daß Du auch diese traurige Erfahrung machen mußt.

Nachdem Du aber momentan weniger am Trauern als am Planen bist, will ich Dir gerne (ausführlich #hicks) antworten:

Mein Embryo war im November bei 8+3 noch putzmunter. Bei 9+5 setzten leichte Schmierblutungen ein. Am nächsten Tag zur FÄ: Kein Herzschlag mehr. Von der Größenentwicklung her hat das Krümelchen am Tag nach der letzten Untersuchung aufgegeben...

Ich hätte direkt am nächsten Morgen zur AS ins Krankenhaus sollen (so schnell kann das gehen!), was für mich aber völlig überstürzt gewesen wäre. Also habe ich um Aufschub zum Abschiednehmen gebeten. Bei 10+2 haben dann die Wehen/Krämpfe eingesetzt und die Reste unseres Krümels haben sich auf den Weg gemacht.
Weil ich den Verlauf nicht abschätzen konnte und die FÄ unbedingt zur AS geraten hatte, bin ich am selben Nachmittag ins Krankenhaus, wo ich innerhalb von 2 Stunden in den OP kam. (Nochmals: so schnell kann das also gehen!)

Für mich persönlich war es der absolut richtige Weg, daß ich erst ins Krankenhaus bin, als die Fehlgeburt in vollem Gange war: Nachdem mein Körper so offensichtlich begriffen hatte, daß diese Schwangerschaft zu Ende war und begonnen hatte, das Nest zu räumen, konnte auch ich innerlich ein bißchen besser loslassen.

Ich möchte Dir gerne noch einen Link geben zur homöopathischen Erstversorgung bei einer Fehlgeburt. Schau mal hier:
http://www.kinderwunschhilfe.de/pages/fehlgeburt/erstversorgung.html

Wie lange Du warten magst, ist Deine ganz persönliche Entscheidung.
Im Laufe unserer Kinderwunschzeit wurde mir allerdings immer bewußter, wie eng verbunden Psyche und Körper sind. Insofern darf ich Dich einfach einladen, Dich heute mal aufs Bett zu legen, bewußt Deinen Körper zu entspannen und Dir dann möglichst bildlich vorzustellen, daß Euer kleines Babyseelchen dieses Mal noch nicht zu Euch kommen konnte:

Der verwirrende Bauplan, war vielleicht einfach zu kompliziert. Oder es war noch nicht die richtige Zeit. Laß es wie einen Schmetterling aus seinem beengenden Kokon schlüpfen und in prächtigen Farben zum Himmel fliegen. Was nun noch da ist, ist die leere Hülle. Und diese darf auch gehen. Vielleicht schon morgen oder in ein paar Tagen.

Ich hoffe, es ist ok, daß meine Antwort so lang wurde. Und ich so offen gesprochen habe.

Laß mich noch einmal offen sein: Nun bin ich heute wieder bei 9+5 schwanger (der Tag, an dem das letzte Mal die SB eingesetzt haben) - und die Sorgen begleiten mich. Ich wurde erst wieder schwanger in dem Monat, als unser Krümelchen eigentlich hätte geboren werden sollen. Und selbst jetzt noch sind diese ersten Monate nicht unbelastet. Wenn Ärzte empfehlen, 2-3 Monate zu warten, dann schützen sie meist mehr die Seele als den Körper der Frau.

Ich wünsche Euch alles, ALLES GUTE. Heilung, eine Zeit des Trauerns und dann die Zeit der Vorfreude. Es wird kommen, wie es kommen soll.

Liebe Grüße von Katja

Beitrag von knimsaj 08.08.07 - 11:03 Uhr

Hallo

also erst einmal tut es mir leid für Dich, kann voll mitfühlen. Ich hatte letzes Jahr im September eine Fehlgeburt. Der Krümel war völlig zeitgerecht und das Herzchen hat anscheind erst 1-2Tage vor dem FA Termin aufgehört zu schlagen, war damals 9+0. Hatte dann gleich 2 Tage später die Ausschabung und war sehr froh dass dies so war. Denn nach der Ausschabung konnte ich damit abschließen und auch trauern,was auch sehr wichtig war!!


PS. Ich hatte dann auch Angst dass es mit einer Schwangerschaft nicht mehr klappt, doch ich in jetzt in der 12. SSW und bis jetzt ist alles gut, die Angst ist aber sicherlich immer da!!!!

Beitrag von gelixx 08.08.07 - 11:44 Uhr

Hallo Aline,

am 27.07. (rechn.7.SSW) bekam ich leichte Schmierblutungen.
Habe dann meinen FA angerufen, der mir riet mich hinzulegen und wenn es schlimmer wird ins KH zu gehen.
Im Nachhinein ist mir bewußt, dass ich an diesem Nachmittag zu Hause leise Abschied von meinem #baby genommen habe.
Am späten Abend mußte mein Mann mich ins KH bringen, da die Blutungen zu stark wurden.
Am nächsten Tag wurde eine AS gemacht.
Ich war total verzweifelt - bin es heute noch.
Das ist nicht zu leicht wegzustecken.
Wie Du vorgehen möchtest, darüber mußt Du Dir klar werden.
Aber ich persönlich würde nicht zu lange warten, weil es auch Komplikationen geben kann.
Bei mir wurde z.B. lange Zeit vermutet, dass noch was im Eileiter steckt. Da hätte ich im schlimmsten Fall innerlich verbluten können.
Ich bin für mich persönlich froh, dass ich ins KH gegangen bin und dort schnell eine AS gemacht wurde.

Die seelische Qual hast Du in jedem Fall.

Ich wünsche Dir alles Liebe#herzlich
gelixx

Beitrag von anja570 08.08.07 - 12:58 Uhr

Hallo Aline ,

ich hatte Ende März eine FG mit AS in der 6. SSW wegen falscher Einnistung , im Juli wieder eine ohne AS in der 8. SSW .
Bei der zweiten wurde von Anfang an nur eine leere Fruchthülle ohne Herzschlag gesehen , die nicht mehr weiter wuchs .
Im KH wurde mir trotzdem von einer sofortigen AS abgeraten , da ich erst im März eine hatte und auch die neue FÄ riet mir ab . Die frühere wollte mich sofort wieder zur AS drängen .
3 Wochen nach der Diagnose setzen zu Hause starke Blutungen ein und die Beschwerden waren nicht schlimmer als vor der AS im März , da hatte ich auch 2 x sehr starke Blutungen . Insgesamt ging es mir auch vom Kreislauf her nur 1 Tag richtig schlecht und die Blutungen waren nach einer reichlichen Woche beendet , in der Folgewoche konnte ich wieder arbeiten .
Beim Nach - US letzte Woche war alles komplett raus .
Für mich war es diesmal ohne AS die richtige Entscheidung , es ging mir seelisch viel besser als nach der letzten FG , ich konnte mich drauf einstellen und vorbereiten , auch langsam los lassen was nicht mehr zu ändern war .

Wünsche Dir alles Gute und die für Dich richtige Entscheidung .

Anja

Beitrag von anja570 08.08.07 - 13:08 Uhr

Kleiner Nachtrag :
Wenn Du es schnell hinter Dich bringen willst , kannst Du vielleicht ambulant zur AS gehen .
Hier in der Nähe gibt es eine ambulante Tagesklinik , dort hätte ich einen Vortermin und 1 - 2 Tage später OP - Termin gehabt , ohne KH .

L.G.

Anja

Beitrag von sternchengucker 08.08.07 - 15:56 Uhr

Liebe Aline,
das tut mir sehr leid!#liebdrueck
Ich hatte im letzten Sommer eine FG +AS.
Bei 8+3 wurde kein Herzschlag mehr festgestellt und ich wollte einfach abwarten.Bei 10+0 setzten starke Blutungen ein.Ich bin dann ins KH,da ich dort bis zum nachmittag warten musste,ehe der OP frei wurde,hab ich unser Kleines auf der KH-Toilette bekommen.
Das war ganz richtig und gut so.Vorher die Zeit zum Abschiednehmen und dann die kleine Geburt.Da ich noch stark blutete,musste aber ausgescharbt werden.
Die FG hatte ich gut verkraftet,danach hatte ich leider noch zwei frühe Aborte in der 5.SSW und bin jetzt in der 35.SSW mit unserem kleinen Jungen.:-)
Bei Blutungen kommst du recht schnell an die Reihe,aber auch sonst dürfte es nicht länger als ein oder zwei Tage dauern,da es kein großer med Eingriff ist und du regulär noch am gleichen Tag heimgehen kannst.
Wenn du die Überweisung hast,stell dich am besten noch heute oder morgen im KH vor,damit sie die Voruntersuchungen machen können und dir einen Termin geben können.Vielleicht würde auch ein Anruf ausreichen.

Alles Gute und LG,Anja

Beitrag von hinterdemhorizont 08.08.07 - 19:49 Uhr

Vielen, vielen Dank für all die lieben und mitfühlenden Beiträge!!! #danke Könnte euch alle umarmen#liebdrueck, dass ihr euch meines Problems so angenommen habt! Das tut so gut, zu wissen, dass man damit nicht allein ist und es beruhigt einfach enorm.

Es hat mir sehr geholfen, Eure Erfahrungen dazu zu lesen. Ich denke, ich nehme mir morgen früh gleich einen Termin im KH, um die AS so schnell wie möglich hinter mich zu bringen. Denke, es hat nicht viel Zweck, zu lange damit zu warten. Die Gefahr, dass es zu Komplikationen kommt, wird wohl einfach zu groß.



Beitrag von rayla 08.08.07 - 21:20 Uhr

Ich drück dich ganz feste !!

Ich hatte am Freitag 03.08. eine AS ambulant und muss sagen, die Seele tut viel mehr weh, wie die AS an sich.

Als wir am Do. nachmittag die traurige Gewissheit haben das die Fruchthöhle und der Dottersack auf keinen Fall der 10. Woche entsprechen und die Fruchthöhle auch am zusammen fallen war und kein Embryo (erst wurde noch montag ein Eckenhocker vermutet) zu sehen ist , war ich froh das die AS so schnell ging.

Hatte schon angst, übers Wo-ende noch warten zu müssen.

Wie schon gesagt, die AS war ohneSchmerzen und nun hoffe ich das die Blutung mal aufhört (aber nur leicht, nix starkes) und das irgendwann die Seele und der Kopf nicht mehr so weh tun......

Warte nicht zu lange......es sollte nicht sein, warum darf man nicht fragen..die Natur soll es so eingerichtet haben....

Ich schick dir einen Knuddler und eine Portion Kraft und hoffe du bekommst einen schnell Termin.

Frage ruhig mal nach ambulanten Praxen oder einer Praxis klinik, gibts heute schon häufiger als vermutet.

Ganz liebe Grüße ....es wird....auch wenn es so weh tut im Moment!

Rayla