umgang nach geburt

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von matata 08.08.07 - 00:31 Uhr

kurze frage:

wieviel ungangsrecht, also wie oft in der woche oder monat, darf der kv das frischgeschlüpfte sehen?
( fakt ist ja das es ohne mich gar nicht geht.)

lg matata

Beitrag von maeuschen06 08.08.07 - 08:18 Uhr

Hallo,

der Vater hat das Recht, das Kind alleine zu sehen und mitzunehmen. Solange du stillst, sollten dabei die Stillzeiten möglichst eingehalten werden. Wobei du ihn auch abgepumpte Milch mitgeben kannst, übers Füttern kann er eine sehr gute Bindung zum Kind aufbauen.

Ideal ist immer, wenn er das Kind in kurzen Abständen sieht, also etwa 3x die Woche für 2-3 Stunden. Kommt eben darauf an, wie oft er kommen kann. Feste Regeln gibt es nicht.

Je mehr Zeit er mit dem Kind verbringt, desto besser ist es. Kurze Abstände sind wichtig, damit das Kind ihn nicht vergißt.

lg

Beitrag von leony1407 08.08.07 - 12:00 Uhr

Unsinn! hat der Vater nicht. Der kann sich nicht einfach den Säuglking schnappen und mitnehmen. Wäre ja noch schöner....

wenn er noch überhaupt keine ahnung von babys hat (hatte) keine Erfahrung, ist das völliger schwachsinn und die mutter KANN das erlauben. MUSS sie aber nicht.

Solange bis das Baby etwa 1 Jahr ist kann sie auf betreuten Umgang bestehen (ob sie nun dabei ist oder jemand anderes).

Und abgepumpte Milch von einem Fremden (zuersteinmal) füttern zu lassen - nun ja fraglich ober das überhaupt will?

Beitrag von klau_die 08.08.07 - 12:23 Uhr

"wenn er noch überhaupt keine ahnung von babys hat (hatte) keine Erfahrung, ist das völliger schwachsinn und die mutter KANN das erlauben. MUSS sie aber nicht. "

Sorry, aber der Mutter gehts doch nicht anders beim ersten Kind....

Beitrag von leony1407 09.08.07 - 21:38 Uhr

trotzdem hat eine Mutter einen bestimmten "Nesttrieb" nicht wahr? sie hat das baby im bauch getragen und daher einen Instinkt. (meine Meinung in 99% der fälle)

Bei einem mann ist das anders. Und sorry, aber da bin ich mir auch zu 99% sicher. Drück einem mann ein baby in die hand und er weiß noch nichtmal was zu tun ist, wenn die windel voll ist.

(studien und Experimente mit Vätern & Müttern belegt das!)

Beitrag von maeuschen06 08.08.07 - 13:45 Uhr

Hallo,

woher hast du nur diesen (sorry) Blödsinn? Warum sollte der Vater sein Kind nicht mitnehmen dürfen? Die Mutter bekommt es im Krankenhaus auch mit, und die hat beim ersten Kind auch keine Erfahrung. Erfahrung bekommt man nur durch Übung.

Selbstverständlich braucht der Vater keinen betreuten Umgang dulden! Warum auch? So würde er doch nie eine Verbindung zum Kind bekommen.

Warum sind manche Mütter eigentlich so selbstherrlich und meinen, nur sie könnten ein Kind versorgen? Es gibt so viele Männer, die Kinder allein erziehen, und die machen das ganz großartig.

lg

Beitrag von amely_09 08.08.07 - 13:54 Uhr

hallo,

ich möchte dich mit dieser antwort nicht angreifen. ich habe mich in den letzten monaten ziemlich ausführlich mit der thematik auseinandergesetzt, konnte aber wirklich keinen fall finden, bei dem der vater den säugling einfach so mitnehmen durfte, ohne das einverständnis der mutter.

wir reden ja in diesem fall von einem neugeborenen, dessen eltern nicht zusammen leben, die mutter hat das alleinige sorgerecht.

ich lasse mich wirklich gerne eines besseren belehren. vielleicht gibt es online irgendwo einen urteilsspruch oder ja-richtlinien, auf die du mich verweisen kannst?

es geht ja nicht um einen älteren säugling, mit dem der vater schon regelmäßigen kontakt hatte.

alle szenarien, die ich bei so kleinen kindern auffinden konnte, beinhalten das beisein der mutter oder einer anderen bezugsperson (oma mit viel regelmäßigem kontakt oder ähnliches), oder einer erfahrenen person vom amt/kinderschutzbund.

(es geht ja auch nicht darum, daß man dem vater die fähigkeit abspricht sich zu kümmern, sondern daß man dem kind gerade am anfang kontinuität bieten sollte)

wie gesagt: ich möchte dich nicht anfeinden oder kritisieren. es interessiert mich wirklich, weil ich selbst auch sehr bald schon in der situation sein werde.

danke und lg,

amely

Beitrag von jatta 08.08.07 - 14:33 Uhr

Also, ich denke nicht dass das blödsinn ist. Ich habe mich beim Jugendamt erkundigt. Habe mich bereits in der Schwangerschaft vom Kindsvater getrennt.

Beim Jugendamt wurde mir gesagt, dass ich das alleinige Sorgerecht habe und dass der KV das Kind nicht mitnehmen darf. Die Entscheidung dafür liegt ganz allein bei mir...

Und auch wenn ihr jetzt meint ich bin eine Schlechte Mutter oder was auch immer, der KV nimmt meinen Sohn (2 Monate) nicht mit. Er kann ihn jederzeit sehen, aber nur bei mir!

Beitrag von leony1407 09.08.07 - 21:40 Uhr

erkundige dich beim JA- beoi mein em haben die gesagt: bis zu einem Jahr kann ich erlauben, dass der kv sie mitnimmt, muss ich aber nicht. Und ICH habe es erlaubt, aber erst nachdem er eingewiesen war. Aber, das JA sagte mir, dass ich es nicht muss.

Und auf betreuten Umgang muss er sich einlassen, oder er sihet das kind nicht. Ist so. Zumindest bis zu 1 Jahr.

Beitrag von amely_09 08.08.07 - 08:43 Uhr

Hallo Matata,

es gibt für solche kleinen Kinder keine verbindlichen rechtlichen Regelungen. Fakt ist, er hat ein Umgangs-/Besuchsrecht. Und es ist besser, dieses mehrmals pro Woche für kurze Zeit auszuüben, als beispielsweise nur 1 mal alle zwei Wochen für längere Zeit. (So ein kleiner Säugling hat ja einfach noch sehr kurze Wachzeiten.)

Du mußt ihm allerdings am Anfang das Kind NICHT alleine mitgeben. Das kannst du aber trotzdem tun, wenn du genug Vertrauen in den Rythmus des Kindes hast... Gerade wenn du stillst, und das Kind noch sehr klein ist, hat es ja noch nicht unbedingt ganz feste Zeiten. Und es kann dich auch niemand dazu zwingen, sehr früh schon abzupumpen. Jeder Arzt und jede Hebamme wird dir bestätigen, daß es unter Umständen zu einer Saugverwirrung kommen kann - und im Interesse des Kindes ist das sicher nicht!

Wie gesagt: er sollte die Chance bekommen, sein Kind regelmäßig (lieber öfter und kürzer) zu sehen, damit die beiden eine Beziehung aufbauen können - alleine mitgeben MUSST du es allerdings noch nicht.

Versuche doch einfach mal, in Ruhe mit dem Vater zu sprechen. Letztlich hängt ja auch gerade die Häufigkeit (1mal, 2mal, 3mal pro Woche) von seinen Arbeitszeiten ab...!

Wie alt ist denn dein Kind?

lg,

Amely

Beitrag von lollorosso71 09.08.07 - 23:32 Uhr

es gibt keine gesetzlichen vorgaben zum umgangsrecht, ihr müsst euch einigen. könnt ihr das nicht, muss ein gericht entscheiden.

zum wohle des kindes sollte das kind seinen vater so oft wie möglich sehen können. aber wie oft das ist, darüber müsst ihr euch, wie gesagt, einigen. das gericht würde vermutlich einen tag die woche ansetzen, aber wie gesagt: es geht nicht darum, wie oft der kv das kind sehen darf, sondern wie oft das kind den vater. und wenn das kind reden könnte wäre das: so oft wie möglich.

gruß, lollo