Pferd was tun??

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 08.08.07 - 06:45 Uhr

Hallo ihr lieben,
und zwar folgendes. Ich habe ein Pferd und wünsche mir ein Kind. Mein Partner und ich haben schon mal so n bissl durch gerechnet wie unsere finanzielle Zukunft aussehen wird.
Und die Prognose ist negativ für das Pferd ausgefallen. #heul Ich geb im Monat gute 300€ fürs Pferdchen aus. Und stehe jetzt wie zwischen Tür und Angel. Was soll ich tun.
Rein von der Vernunft würd ich sagen das Pferd muss weg. Aber ich habs doch lieb und kann nicht einfach so ein Tier abschieben. Mein Freund sagt, wenn wir in unserem Leben Abstriche machen müssen dann ist es sinnvoller es zu verkaufen. Weil es nichts bringt immer nur zu sparen für das Pferd. Tatsache ist, dass ich auch während der letzten Zeit meiner Schwangerschaft eher weniger reiten werde und in dem ersten Jahr wahrscheinlich auch.
Was würdet ihr tun?
Oder besser gefragt, was ratet ihr mir.
LG susanne

Beitrag von chou99 08.08.07 - 08:30 Uhr

Hallo!

Tja, was soll man sagen? Es ist klar, daß für deinen Partner die erste Sparmaßnahme dein Pferd ist. Er hat vermutlich keinen besonderen Draht (Beziehung) dazu und sein Hobby ist es auch nicht.
Mir würde es auch leichter fallen in der Not die Musikanlagen meines Mannes zu verkaufen als mein Pferd;-)
Du mußt wissen was du tust. Du nimmst dir uU ein wertvolle Stück Freizeit, um welches du wahrscheinlich froh sein wirst wenn das Kind da ist. Etwas wo man mal abschalten kann.
Wie wärs mit Kompromiß? Pferd evtl umstellen, zB in Offenstallhaltung. Ist meist günstiger und das Pferd hat schon mal viel Bewegung und du mußt! nicht jeden Tag reiten. Dazu eine nette Reitbeteiligung (es gibt sie, man muß nur suchen), die sich mittels Stalldienst und/oder kleinem finanziellem Beitrag an deinem Pferd beteiligt.
Wie du raushören kannst, ich habe meine 2 Pferde behalten.

Grüße
Nicole

Beitrag von dore1977 08.08.07 - 08:45 Uhr

Hallo,

ich bin jahrelang geritten und habe versucht dem Pferd in der SS mit
Reitbeiligungen usw gerecht zu werden. Meine Püppi war allerdings nur angeritten weshalb ich meinem Mann versprechen musste in der SS nicht zu reiten.
Als meine Tochter ein Jahr alt war habe ich sie verkauft.
Kind, Pferd, Hunde, Arbeit, einen Mann der nur am WE da ist das habe ich nicht auf die Reihe bekommen.
Als wir Püppi zu ihrer neuen Besitzerin gefahren habe habe ich geheult wie ein Schloßhund aber es war richtig und nach ein paar Tagen war ich froh wenigstens eine "Belastung" loszuwerden.

Fazit ich würde das Pferd verkaufen wen Du SS bist bzw klar ist das ihr Finanzell nicht hinkommt.

lg dore

Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 08.08.07 - 08:56 Uhr

Danke schon mal für eure Meinung.
sind bis jetzt genau 1pro Pferd und 1contra Pferd. Genau diese Gedanken hab ich auch.

@chou99: meine kleine steht schon in einem Offenstall für 200€ viel günstiger geht es bei uns mit guter Versorgung und in erreichbarer Nähe leider nicht. Und ich lege sehr viel Wert auf eine Versorgung auf die ich mich verlassen kann auch wenn ich nicht da bin. Eine RB hab ich auch. Die übernimmt meinen Stalldienst und bezahlt somit nichts. Leider reicht diese Bewegung für mein Beschäftigungsfreudiges Pferd nicht aus. Nur Offenstall ohne extra Kopfarbeit ist für dieses Pferd leider nicht drin. Die steht schon immer vorn am Zaun und bettelt quasi um Arbeit. Ich glaub sie ist das perfekte Pferd für Turnierreiter. Wenn sie nicht genügend gefordert wird fängt sie an richtig oll zu werden und die anderen Pferde zu tritzen.

Eine Überlegung von mir war, sie zu "verpachten" solange ich wenig Zeit hab.

Oh Gott, diese Entscheidung ist nicht leicht.

Beitrag von glaeta 08.08.07 - 08:59 Uhr

Hallo,

also ich würde auch erstmal nach einem günstigerem Stall gucken.
Verkaufen ist heute auch gar nicht mehr so einfach, wenn man einen anständigen Preis haben möchte.
Ich durfte die ganze SS nicht reiten, mein Männe wollte es nicht, es kann ja soviel passieren. Naja, da ich das Risiko nicht ausschließen konnte, habe ich es gelassen.
Mein Pferdchen stand im Offenstall, kostet bei uns 80-130€ im Monat.
Er hat früher auch immer gesagt, daß wenn es finanziell eng wird, kommt sie weg. Mittlerweile hat er kapiert, daß ich sie nie ganz aus der Hand geben würde.
Naja, sie wurde dann auch ganz unerwartet Mutter, 3 Monate nach der Geburt meines Sohnes...
Deswegen wurde es zwischenzeitlich ziemlich knapp, aber auch das haben wir überstanden, denn mein Männe hat einen neuen Job.
Nun sieht es so aus, daß ich meine Stute vorerst an eine Bekannte verliehen habe und mir Foli selber groß ziehe.

Eine Reitbeteiligung ist auch eine gute Sache, auch wenn eine gute zu finden, nicht einfach ist. Aber auch nicht unmöglich.

Und wenn es dann trotzdem alles zu eng wird, dann kann man immernoch über einen Verkauf oder aber einen Verleih auf Zeit nachdenken.


Schwere Entscheidung, vor allem, wenn der Partner kein Verständnis für das Hobby hat.

lg Tanja










Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 08.08.07 - 09:01 Uhr

Wo habt ihr eure Pferde zu stehen, dass der Stall so günstig ist?
Ich komme aus Berlin.
LG susanne

Beitrag von glaeta 08.08.07 - 09:07 Uhr

Hamburger Umland nicht ganz, ein Stück weiter.

Direkt Berlin? Dann ist es wohl schlecht was günstigeres zu finden.

Dann würde ich mir wahrscheinlich eine 2. RB suchen oder sie wirklich einem Turnierreiter zur Verfügung stellen, für 1 evtl. 2 Saison.
Würde da aber auch einen Vertrag machen, wo klar alles (ich meine bis ins Detail) geregelt ist, damit du sie da auch jederzeit wieder raus holen kannst, falls es ihr da schlecht gehen sollte.

lg Tanja

Beitrag von lillymarleen201 08.08.07 - 09:19 Uhr

Von was würde dein Freund sich denn trennen wenn ihr Abstriche machen müßt?
Sein Auto verkaufen?


Was ich tun würde?
Ich würde mir eine Reitbeteiligung suchen die mir monatlich unter die Arme greift.


In der SS bin ich auch nicht geritten,aber 3 Monate nachdem meine Kinder da waren saß ich wieder aufm Gaul.
Mußte so lange warten da ich nen KS hatte.

Gruß

Rebecca

Beitrag von germany 08.08.07 - 11:22 Uhr

Wie wärs denn mit einer Reitbeteiligung?Die könnte ja auch einen teil der kosten übernehmen und dafür dann das Pfer bewegen so schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.Hab ich auch gemacht,aber sie muss nichts bezahlen,ich muss ja auch keine Stallmiete zahlen,das gehört ja alles dme Opa meiner Kusiene,also weiden,Ställe ect. und er hat auch 2 Ponys die da stehen,er hat da noch seine schafe und Gänse un Hühner und so.Im Winter hilft sie beim füttern und ausmisten.Durch meinen kleinen hatte ich auch weniger Zeit,weil mein Schatz den ganzen tag arbeitet und wir nur ein Auto haben und ohne Auto komm ich da nicht hin und selbst wenn hätte ich keinen für den kleinen.Also haben wir das so geregelt das ich am wochenende und an Feiertagen ect. reite und die die restliche Zeit.Geht leider nicht anders.Ich weiß das mein dicker in guten Händen ist und nicht auf der Weide steht und sich den Bauch voll schlägt.Du musst schon richtig suchen um jemand kompetentes zu finden,aber es lohnt sich.

lG germany

Beitrag von salem82 08.08.07 - 13:29 Uhr

Hallo,
ich würde mir eine Reitbeteildigung suchen!!!
Die mehrmals in der Woche dein Hotte reitet!!!
Oder such dir eine 2 Besitzerin#gruebel


ich habe den fehler einmal gemacht (nicht wegen kind) und ich bereue ihn zu tiefst!!!



#herzlichBandit I Love You#herzlich#heul

Beitrag von aw1000 08.08.07 - 14:16 Uhr

300 euro mtl?! nur für den stall?

mitlerweile gibt es so viele offenställe mit weidengang, die sehr günstig sind

dazu noch eine reitbeteiligung und dann klappt das vielleicht ;-)

Beitrag von s-u-s-a-n-n-e 08.08.07 - 18:47 Uhr

Danke für die vielen Antworten.
Ich zahle 200€ für den Offenstall und dazu kommen Natürlich noch Hufschmied, Tierarzt, Versicherung und Anschaffungen die man halt hin und wieder machen muss. Ich habs halt mal aufgeschrieben und es summiert sich eben. War noch keinen Monat drunter. Ich geb das Geld ja auch gern dafür aus. Arbeite quasi fürs Pferd (in dem Sinne ja auch für mich).

Ich hab schon ne Reitbeteiligung die übernimmt einen Stalldienst von mir und muss somit nichts weiter bezahlen. Vielleicht finde ich ja noch ne zweite. Das ist aber nicht so einfach. Ich hab für die eine fast n halbes Jahr gesucht. Pferdi hat halt recht hohe Ansprüche an seine Reiter.

Naja ich hoffe es geht irgendwie. Ich glaub nämlich auch, dass ich es mein Leben lang bereuen würde wenn ich sie verkaufe. #heul

Die Argumentation meines Freundes ist halt, dass man Prioritäten setzen muss. Und wenn nicht genug Geld da ist um die Zukunft des Kindes zu sichern und wir nur noch fürs Pferd arbeiten gehen geht das halt nicht. Versteh ich ja auch. Bevor ich nichts mehr zu essen hab werd ichs wohl weg geben.
Er hat natürlich auch ein Hobby aber das wird gesponsort. Er segelt. Sonst wären es die selben Kosten wenn nicht noch mehr.
Das Auto nutzen wir natürlich beide. Von daher nicht wirklich sinnvoll ihm zu sagen, er solls verkaufen.
Bis jetzt hatte halt jeder auch seine eigenen Einnahmen und Ausgaben. Thema wurde es ja erst als es darum ging legen wir dann zusammen oder wie wird das finanzielle geklärt. ... ...
Danke fürs zuhören und die Antworten es hilft halt doch noch mal n paar Ansichten zu hören.

Tschuldigung für das viele #bla

Beitrag von chou99 08.08.07 - 19:48 Uhr

Hallo!

Das gleiche Dilemma (aber mit deutlich mehr Verständnis von Seiten meines Mannes) haben wir auch.
Er macht gerne Musik und damit verdinet er entweder über bandauftritte oder halt DJ oder einfach nur Anlage verleihen Geld mit seinem Hobby.
Damit zieht er mich schon mal ab und an auf wenn die Pferde mal wieder gerade Geld fressen.
Aber er wieß wieviel mir mein Hobby bedeutet.

Grüße
Nicole

Beitrag von hunaro 08.08.07 - 20:26 Uhr

Huhu !

"Die Argumentation meines Freundes ist halt, dass man Prioritäten setzen muss."

Dieser Satz stößt mir in deinem Text doch ganz schön auf. Liest sich, als wenn er für dich/euch die Prioritäten setzt, und nicht ihr gemeinsam. Denkt dein Männe denn auch mal anders rum? Einfach mal für dich, damit es deiner Seele gut tut? So nach dem Motto: Was könnten wir tun, damit DU nicht auf dein Hobby/dein Pferde-Familienmitglied verzichten musst?

Er muss ja auf nichts verzichten. Macht fröhlich weiter seine Segelei, und kann dir dann noch freudestrahlend sagen, das SEIN Hobby ja gesponsort wird.
Wenn ich mir überlege, was sich für eine Frau im Leben alles ändert durch die Geburt eines Kindes, und wie wenig sich für den Mann ändert... Ungerecht, wenn du dein Pferd weggeben müsstest.

Ich würde auch noch mal intensiv über eine Reitbeteiligung nachdenken und nach ihr suchen. Mag ja sein, das du ein anspruchsvolles Pferd hast, aber einen Anfänger suchst du doch wohl eh nicht? Mir ist schon oft aufgefallen, das eigentlich nicht das Pferd anspruchsvoll ist, sondern der Besitzer.
Viele Pferde arrangieren sich recht schnell mit einem anderen Reiter. Sie haben ja die Fähigkeit, sich anzupassen. Als Herdentier auch unumgänglich.

Mit meinem RB-Pferd damals habe ich fast 1 Monat 4 mal in der Woche "gekämpft", bis wir uns einig waren. Meine Freundin, die bisher seine erste und einzige Reiterin war, hat mich aber gelassen und sich nur auf sparsame (!) Tipps ihrerseits beschränkt. Sie wusste, das ich so gut reiten kann, das ich ihm nix tue bzw. versau***, und das er lernen muss, mich einfach nur zu akzeptieren.
Abrax und ich waren danach ein prima Team. Wollte ihn kaufen, aber dann kam meine Tochter und meine eigene Praxis dazwischen. Thats live!

Menschen sind leider nicht so flexibel. Gewiss gilt es, das die RB sich an einige Grundregeln halten MUSS, aber man muss ihr/ihm auch zugestehen, einen anderen Umgang mit dem Pferd zu pflegen, als man selbst. U.U. sogar einen besseren, pferdegerechteren, als man selbst.

Habt ihr keine Bauern bei euch in der Umgebung?
Manchmal bietet ein Gespräch mit einem solchen eine Möglichkeit, das Pferd viel preisgünstiger unter zu stellen. Wenigstens, bis du wieder mitverdienen kannst.
Bei uns hier haben viele Bäuerlein selbst ein paar Pferde, da fällt eins mehr gar nicht auf. Klar, so betüddelt, wie in einem schicken Reitstall, wo man evtl. sogar noch die richtige Hosenmarke tragen muss, werden die Pferde dort meistens nicht. Aber das brauchen sie auch nicht zum Glücklichsein. Ein paar Kumpels, ein trockener Unterstand, passendes Futter und ab und zu ein prüfender Blick - macht viele Pferde zufrieden. Und ein Pferd MUSS auch nicht unbedingt geritten werden. (Ist ja eh was, was wir Menschen uns einfach anmaßen.) Es hat dann aber auch schnell keine Tunier-Kondition mehr.

Wünsch dir viel Glück!#blume

LG, Ute

Beitrag von foldigu 10.08.07 - 00:31 Uhr

Hi Susanne,
überleg es dir gut, denn ich habe damals mein Pferd verkauft und muss heute noch weinen, wenn ich daran denke.
Mir wurden dann immer die Problem Pferde gebracht. Hat mich abgelenkt, war aber nicht annährend so wie mit meiner Stute.

Wie wäre es mit einer Reitbeteiligung ?

Gruss Anna