Mönchspfeffer oder Clomifen? Eure Meinung bitte...

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von jakjak 08.08.07 - 09:43 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich bin 31 Jahre alt und befinde mich im 7.ÜZ fürs zweite Kind. Bei meiner 4jährigen Tochter bin ich im 2.ÜZ schwanger geworden - ohne "fremde Hilfe".

Bisher habe ich mich immer im "normalen" Kinderwunschforum aufgehalten. Habe dann heute mal aus Neugierde hier rein geschaut und ich muß ehrlich sagen, ich kriege richtig Angst #schmoll. Was man hier so liest, daß viele trotz Clomifen und Co. nicht schwanger werden... was, wenn es bei mir auch so ist???

Aber nun zu meiner eigentlichen Frage: Meine FÄ hat bei mir eine Follikelreifungsstörung und eine Gelbkörperhormonschwäche festgestellt. Nun nehme ich Mönchspfeffer. Mit Clomifen möchte sie noch ein halbes bis dreiviertel Jahr warten. Wäre es nicht besser, sofort Clomifen zu nehmen? Ich meine, wir werden alle nicht jünger, und die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nimmt bei zunehmendem Alter nicht gerade zu. Klar, ein dreiviertel Jahr ist nichts im Vergleich zum ganzen Leben aber ich habe im Moment das Gefühl, daß das was ich tue (Mönchspfeffer nehmen) vertane Zeit ist.

Wie seht ihr das? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Mönchspfeffer hilft?

Ich wäre für viel Antworten und Meinungen dankbar!

LG

JAK #sonne

Beitrag von chatta 08.08.07 - 09:55 Uhr

Hallo jak!

Was, wenn es bei Dir auch so ist? Tja, dann musst Du das eben so hinnehmen, wie wir alle das tun. Und mit 7 ÜZ würde ich mir da auch noch gar keine Gedanken drüber machen.

Clomi hilft, soviel ich weiss, NICHT bei GKS, da fährst Du mit Mönchspfeffer schon besser, es ist pflanzlich und das Mittel der Wahl... okay, es dauert etwas, bis es greift, aber das wichtigste beim Kiwu sollte GEDULD sein... auch wenn´s schwer fállt. Geduld und in der Zwischenzeit kannst Du Dich ja immerhin an Deiner Tochter erfreuen... ein Glück, das vielen von uns NICHT gegeben ist...

LG
cha

Beitrag von jakjak 08.08.07 - 15:16 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Ich weiß, Geduld ist wichtig, aber leider nicht meiner Stärke ;-)

Natürlich freue ich mich, daß ich schon eine gesunde Tochter habe. Aber darf ich denn nicht trotzdem einen genauso starken Kinderwunsch haben wie jemand, der noch keine Kinder hat? Klar, ich habe die Gewissheit, daß es schon mal geklappt, aber eine Garantie ist das leider nicht....

Ich wünsche Dir noch alles Gute.

LG

JAK #sonne

Beitrag von chatta 09.08.07 - 08:11 Uhr

Hallo Jak!

Es war auch ganz und gar nicht meine Stärke, als ich April 2004 die Pille abgesetzt hab... und ich wurde eines besseren belehrt. Und weisst Du was? Ich bin dankbar dafür! So hart es auch klingen mag, aber jeder vergangene ÜZ war für mich eine Art Mutprobe...

Du hast, weil Du eine Tochter hast, schon vielen von uns was voraus: Du weisst nicht nur, dass es klappen kann, Du weisst auch, dass es GUT ausgehen kann (keine FG), Du weisst, wie es ist, ein Leben in Dir wachsen zu haben, Du weisst, was es heisst, Mutter zu sein... Du bist einfach ein Stück näher am Glück als andere... vielleicht sehe ich das falsch, aber nein, ich denke nicht, dass in einem solchen Fall der Kiwu so stark sein kann, wie bei Frauen, die noch keine Kinder haben, sorry...

LG
cha

Beitrag von kulo 08.08.07 - 10:16 Uhr

hallo Jak,

bei dem einen hilft Mönchspfeffer, bei dem anderen nicht. Du kannst es leider nur versuchen. Ich kann dir nur meine Entscheidung mitteilen und ich würde NIE nach 7 ÜZ zu Clomifen greifen. Bin in einer ähnlichen Situation und habe laut meiner FA die Wahl zwischen Clomi oder Geduld haben. Bin 29 und wir sind seit September letzten Jahres dran unseren grössten Wunsch, einem Baby , zu erfüllen. Leider habe ich Hormonstörung und in dem einen Jahr gerade mal 6 Zyklen gehabt. Für uns steht fest wir gehen den langen Weg ohne Hormone und viel lästige Geduld und geniessen unsere gemeinsame zeit auch wenn es manchmal natürlich nicht einfach ist zuzusehen wie Gott und die Welt schwanger wird nur wir nicht.

liebe grüsse

kulo

Beitrag von jakjak 08.08.07 - 15:19 Uhr

#danke für Deine Antwort.

Ich drücke Euch für den Weg, den Ihr gewählt habt ganz doll die Daumen!

LG

JAK #sonne

Beitrag von angela28 08.08.07 - 10:31 Uhr

Guten Morgen!
Also bei mir wurde das gleiche "Problemchen" diagnostiziert wie bei Dir! Zu der Gelbkörperschwäche kommt die Tatsache,dass sich die Eibläschen nicht "zuende" entwickeln...
Mit anderen Worten: der Eierstock ist voll mit kleinen, nicht vollständig entwickelten Eibläschen!
Meine FÄ meinte, dass ich entweder wieder die Pille einnehmen soll, um dieses unnötige Verschwenden von Eiern zu unterbinden oder wir mit Clomifen unser Glück versuchen, damit die Eibläschen zuende reifen und es dann auch endlich einmal zu einem Eisprung kommt! Da wir jetzt seit einem Jahr an einem Baby basteln haben wir uns für Clomifen entschieden! Momentan nehme ich noch bis einschließlich Samstag Prothil um eine Abruchblutung auszulösen und dann geht`s los!!!

Beitrag von kulo 08.08.07 - 11:08 Uhr

Hallo Angela,

ich habe mich für die Variante Pille entschieden, sie jetzt einen Monat genommen und morgen erwarte ich meine Abbruchblutung. Bin gespannt ob sich so mein ES mal wieder ankündigt. Hatte das im Oktober schonmal so "praktiziert" und siehe da ich hatte 3 regelmässige Zyklen mit ES. Nur leider immer verpasst aufgrund der beruflichen Situation meines Mannes.

kulo

Beitrag von gwenyfer 08.08.07 - 11:54 Uhr

hallo jak!
ich finde es sehr verantwortungsbewusst, dass deine ärztin nicht mit "schweren geschossen" bei dir anfährt.
du hast bereits das glück ein kind zu haben, bist "relativ" jung und hast noch "relativ" viel zeit.
mönchspfeffer ist ein gut regulierendes mittel, das ich auch über 1 jahr brav eingenommen habe, und auch SS geworden bin, leider nur von kurzer dauer, aber dieses schicksal teile ich leider mit viel zu vielen frauen hier.
das kinderkriegen kann man nicht erzwingen. selbst in einem "normalen, gesunden" zyklus liegt das wahrscheinlichkeit bei 25 - 30 %, dass eine SS auch "ausgetragen" werden kann. vielleicht trägt meine antwort dazu bei, deinen kiwu ein wenig gelassener anzugehen ;-).
lass deine schilddrüsenwerte auch einmal GENAU untersuchen. oft entgleisen die SD-werte nach einer SS unbemerkt und verhindern einen weiteren "erfolg". dazu würde ich mich aber an einen nuklearmediziner bzw. endokrinologen wenden. vielleicht ist damit das thema clomifen und co vom tisch und du benötigst keine "fremde hilfe".
bin gespannt, wie es dir geht und freue mich weiteres über dich zu hören.
lg gwen
p.s.: findest du wirklich, dass man hier im fortgeschr. forum "angst" bekommen muss? ;-)

Beitrag von jakjak 08.08.07 - 15:27 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Okay, Angst muß man nicht direkt bekommen, ich habe wohl etwas übertrieben. Aber als ich gelesen habe, wie lange manche Paare schon versuchen, ein Kind zu bekommen.... Ich weiß nicht, ob ich diese Stärke und diese Geduld hätte, und davor habe ich Angst. Wir wünschen uns halt so sehr noch ein Kind....

Das Du Dein Baby nicht behalten konntest, tut mir sehr leid.

Meine FÄ hat mir nun bereits mehrfach Blut abgenommen. Als die Ergebnisse der ersten Entnahme vorlagen sagte sie, die Schilddrüsenwerte seien normal. Vielleicht sollte ich doch mal zu einem Spezialisten gehen....Vielen Dank für den Hinweis!

Ich wünsche Dir noch alles Liebe.

Sobald es etwas Neues bei mir gibt, werde ich mich melden. Vielleicht über Deine VK, wenn Du magst...

LG

JAK #sonne