Was soll ich bloß tun??? Kopfzerbrechen! vorsicht lang

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von vidow 08.08.07 - 10:00 Uhr

Morgen Ihr Lieben!

Ich brauche Mal Eure Meinung.
Normal halte ich nichts von einem geplanten KS, aber
mittlerweile weiß ich selbst nicht mehr, was ich machen soll.

Meine Tochter kam vor fast 2,5 Jahren per Not-KS mit Vollnarkose zur Welt. Ich lag damals nach einem Blasenriss 24 Stunden in den Wehen und am Ende kam es bereits zu einer Infektion druch den Blasenriss.
Die Wehen wurden künstlich eingeleitet und waren die Hölle. Habe aber erst recht spät eine PDA bekommen, die dann nicht richtig saß und nicht geholfen hat. Mein Mumu war schließlich irgendwann 10 cm geöffnet, Presswhen setzten ein, aber der Kopf kam nicht runter. Herztöne gingen runter...dann ganz schnell der Not-KS.
Das war sehr schlimm für mich, da ich nichts von der Geburt mitbekommen habe #schmoll.

In diese Situation möchte ich nicht nochmal kommen!
Habe jetzt mit dem Chefarzt im KH geklärt, dass ich unter der Geburt zu jeder Zeit bestimmen darf, wenn ich einen KS haben möchte. Dann wäre natürlich keine Vollnarkose notwendig und ich würde wenigstens mitbekommen, wie meine kleine zur Welt kommt. Auch für das Baby wäre es so viel besser als unter einem Notfall per KS geholt zu werden. Sie würden es dann behutsam holen. Das ist schonmal eine Erleichterung für mich, dass es so geklärt ist. Also würde schon sehr gern normal entbinden, aber dann besser ein KS bei Bewusstsein als unter Vollnarkose. Und ein Risiko fürs Baby möchte ich nicht mehr eingehen.

Da grad alles sehr kompliziert ist, weiß ich nicht wie ich handeln soll. Habe eine 2jährige zu versorgen. Meine Mann arbeitet bis abends, hin und wieder auch samstags. Er kann sich auch keinen Urlaub nehmen. Er soll lieber ein paar Tage frei nehmen, wenn ich mit dem Baby nach Hause komme. Ein Auto haben wir leider nicht, so dass er schnell von der Arbeit nach Haus könnte und wir ins KH fahren könnten, wenn es mal plötzlich losgeht.
Sonst ist bis abends auch keiner da, der mich ins KH bringen könnte und dann auch nur begrenzt. Also es würd schon dauern bis jemand hier wäre.
Die kleine soll zwar zu meinen Eltern, während ich im KH bin. Aber sie wohnen weiter weg und haben auch kein Auto. Müssten sich also erst ein Auto organisieren und dann hier her fahren...das kann dauern.
Hab also keine Ahnung, was ich machen soll, wenn es losgeht und mein Mann ist in der Zeit nit zu Haus ist #kratz. Bin ja dann ganz allein mit meiner Tochter zu Haus.
Bei einem Blasensprung würd ich vielleicht einen Krankenwagen rufen. Aber meine Tochter müsste die ganze Zeit bei mir bleiben, sonst würd sie in Panik geraten. Und kostet ein Krankenwagen überhaupt was in dem Fall???
Bin irgendwie ratlos.

Langsam überleg ich, ob ich nicht doch über einen KS nachdenken sollte. Dann könnte man alles planen und es gäbe keine Probleme. Und ich würde auch nicht in die Situation eines Not-KS kommen.
Der Chefarzt im KH meinte, dass ich ab nächste Woche spontan entscheiden dürfte, ob ich einen KS haben möchte oder nicht. Er hat volles Verständnis bei meiner Vorgeschichte.

Hatte aich eine Bauch-OP in der 15. SSW. Hatte einen riesigen Tumor, der raus musste #schock. Jetzt muss nach der Geburt nochmal geprüft werden, ob der Eierstock, an dem der Tumor saß, okay ist. Sehr wahrscheinlich müsste ich also ca. 6 Wochen nach der Geburt nochmal operiert werden. Im Falle eines KS würden sich die Ärzte den Eierstock dann sofort ansehen können und eine OP wäre wahrscheinlich nicht mehr notwenig.

Was mir zusätzlich ein wenig Sorgen macht ist, dass das Köpfchen noch zu hoch liegt und ich bisher auch keine Senkwehen hatte. So war es bei meiner Tochter auch und es endete nicht so toll.

Also ich wünsche mir schon eine normale Geburt, aber nicht um jeden Preis. Und es sprechen zur Zeit irgendwie mehrere Gründe für einen KS.
Wie würdet Ihr entscheiden???

LG Vidow + Sora (2 Jahre) + Mila (37. SSW)

Beitrag von senik 08.08.07 - 10:08 Uhr

Hallo,

ich bin eigentlich total gegen einen gepl. KS, aber bei dir kommen ja so viele Dinge zusammen, dass einem ganz schwindelig wird #augen.

Du scheinst zwar eine normale Geburt zu wollen, aber auch Panik davor zu haben.

Verlass dich auf dein Gefühl.

Wenn du eine erneute OP verhindern kannst und dann für deine 2 Kleinen da sein kannst, ist es vielleicht sogar sinnvoll.

Ines + Kian (26.06.02) + #ei-Peanut (11.SSW)

Beitrag von kesta 08.08.07 - 10:10 Uhr

Liebe Vidow!
Also einen Rat kann ich dir zwar nicht geben, wie du dich entscheiden solltest. Denn das muss wirklich jeder selbst wissen. Aber du tust mir echt leid! Ich kann deine Überlegungen voll und ganz nachvollziehen! Ich glaube, wenn ich an deiner Stelle wäre und mit dem Gedanken an einen KS zurecht kommen würde, dann würde ich mich dafür entscheiden! Als ich zum ersten Mal schwanger war, arbeitete mein Mann ca. 600 km von unserem damaligen Zuhause entfernt und ich machte mir auch immer Gedanken darüber, was wäre wenn ich nachts plötzlich einen Blasensprung bekommen würde und alleine zuhause wäre. Oder wenn die Wehen plötzlich einsetzen und er nicht da ist. Wir hatten zwar jeder unser Auto, aber ob ich mit Wehen mich dann in mein eigenes Auto gesetzt hätte - wohl eher kaum! Ich hatte jedoch ganz liebe Nachbarn die meinte, ich kann Tag und Nacht klingeln oder anrufen, sie würden mich dann ins KH fahren, wenn mein Mann nicht da wäre. Hast du denn vielleicht noch diese Möglichkeit? Dass dich ein Nachbar oder eine Freundin/Bekannte fährt? Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du das irgendwie geregelt bekommst und es doch noch zu einer natürlichen Geburt kommt.

Liebe Grüße
Kerstin mit Sebastian 22 MOnate und #baby-Boy 25. SSW

Beitrag von lyss 08.08.07 - 10:10 Uhr

Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde - in deinem Fall würde ich mich wohl für einen KS entscheiden. Und ja, ich weiss, was ein KS ist - hatte selbst einen Not-KS bei Luca's Geburt. Bei mir ist der Geburtskanal zu eng - Kopf passte nicht durch, rutschte nicht mal ein wenig ins Becken. Da ich aber schon eine PDA hatte, brauchte ich keine Vollnarkose für den KS - das war schon besser. So bekommt man mit, wenn der Kleine kommt.

Natürliche Geburt: Ja - um jeden Preis: Nein.

LG,
lyss

Beitrag von pooki 08.08.07 - 10:12 Uhr

hmmmm.....

also ich bin eigentlich kein freund von KS und gerade in deinem fall fände ich es super schön, wenn du spontan entbinden könntest und damit dein erstes geburtserlebnis verarbeiten könntest.

allerdings sprechen schon viel dinge für eine geplante geburt.

andererseits hättest du diese probleme, von wegen eltern weit weg, kein auto - ja auch ohne deine vorherige geburt. wie würdest du denn dann darüber denken? also ohne die angst dass es eh wieder ein KS werden muss? würdest du dann auch die planung in erwägung ziehen?

und zu dem problem mit deiner tochter. du kannst in jedem fall mit dem krankenwagen fahren. bezahlt wird er, wenn im KKH der entsprechende wisch unterschrieben wird. sollte es ein fehlalarm sein, machen sie manchmal mucken. aber da deine ärzte im KKH ja bescheid wissen werde sie dir den wisch sicher geben. das kannst du nochmal besprechen.

und im zweifel würde ich dann die kleine mit ins KKH nehmen und dann vor der fahrt mann und eltern alarmieren (mann will doch sicher zur geburt mit - egal wann es losgeht, oder?) und direkt ins KKH bestellen. dort können sich dann deine eltern um die kleine kümmern. oder du bittest eine freundin mitzukommen?

ein taxi ins KKH wird doch für deine eltern möglich sein, oder? und dann können sie mit der kleinen immer noch nach hause fahren. und ne fahrt im KKW würd meine maus super finden!!!

wegen der OP - wär natürlich schön sie in einem aufwasch wegzuhaben. aber auch da würde ich wieder überlegen - wenn deine erste geburt supi gewesen wäre und auch jetzt keine probleme wegen auto, eltern und kind da wären - würdest du dann auf ne spontangeburt (oder zumindest die chance darauf) wegen der OP verzichten wollen?

also ich glaub, ich würd es trotzdem so versuchen. und die angst mit dem not-KS brauchst du ja schon nicht haben, weil alle bereit sind.

sprich mal mit deinen ärzten wegen dem krankenwagen und deinen eltern wegen dem Taxi ins KKH.

und meine tochter ist auch erst unter den wehen ins becken gerutscht!!! vergiss nicht, dein körper hat schonmal die wehen durchgemacht und weiß nun was er zu tun hat - diesmal kann es durchaus so klappen - und ich bin sicher, dein geburtstrauma würde sich dadurch in luft auflösen!

drück dir die daumen für eine entscheidung die dich glücklich macht!

lg,
pooki (37. SSW)

Beitrag von petunia73 08.08.07 - 10:12 Uhr

Hallo!
Oh je das ist ja wirklich eine ganz schön verworrene Situation.
Ich glaube jede Geburt ist anders und die Wiederholungsgefahr,daß es wieder so endet ist nicht besonders hoch.Ein Kaiserschnitt ist auch immer eine große Bauch OP (allerdings mit dem Nachschauen des entfernten Tumors wäre es ja nicht schlecht) Aber nur deswegen KS machen-würde ich mich informieren.
Ich hatte auch 2 x KS 1.Mal mit Vollnarkose natürlich nix mitbekommen,2.Mal erst mit PDA,dann habe ich darunter so hyperventiliert weil es irgendwie doch weh tat,daß sie mich auch wieder ganz abgeschossen haben.
Da ich mein 1.Kind normal entbunden habe,darf ich es jetzt beim 4.auch wieder versuchen.Und ich persönlich wehre mich bis zum Schluss ,mich wieder aufschneiden zu lassen.
Viel Glück ,petunia 12+0#ei

Beitrag von mona2412 08.08.07 - 10:52 Uhr

Hallo,

also, ganz ehrlcih, ich kann deine Sorgen und Ängste verstehen. Meine lage ist zwar nicht ganz so "schlimm" wie deine, bei uns gehts nur darum, dass mein Mann genaueine Woche vor ET seinen letzten Urlaubstag hat und da er in einem Saisonbetrieb arbeitet den auch nicht schieben kann. Weil eben die Saison da wieder losgeht. Nichts desto trotz, kann er wenns losgeht einfach gehen und bei der Geburt dabei sein. Wobei ich mir auch schon solche Gedanken gemacht hab, obs nicht irgendwelche Mittelchen gibt, die Geburt ein paar Tage orher in Gang zu bringen, auf natürlichem Wege halt.

Naja, nun zu dir:
Also ganz ehrlich ich würds machen mit dem KS. Denn was willste denn mit deiner Tochter im Krei´saal, wenns deine Eltern nicht rechtzeitig packen??? Und wenns wirklich alles so schwierig zu organisieren ist, und so viele Probleme auf euch zu kommen könnten, würd ich auch auf einen Wunsch- KS zurückgreifen. Auch wenn ich unter normalen Umständen nix davon halte.
aber haste denn keine freunde die dir in der Situation zumindest was deine Tochter betrifft helfen könnten. Ich mein für eine Nacht oder so kann man doch mal ein Kleinkind aufnehmen, oder??

Ich hoffe du triffst die richtige Entscheidung für dich und ich wünsch dir alles gute.

LG

Mona

Beitrag von vidow 08.08.07 - 15:27 Uhr

Muss mich jetzt nochmal melden.

Dank Euch allen für Eure Antwort!!!!!
Hat mir wirklich schon geholfen.

Bis auf meine Eltern hab ich wirklich niemanden, der meine "große" nehmen könnte...zumindest nicht für längere Zeit. Und mal eben spontan ist es sowieso schwer.

Aber das allein kann mich nicht von einem KS überzeugen. Da kommt eben irgednwie alles zusammen.

Ich denke ich warte bis Ende nächster Woche. Wenn ich bis dahin keine Wehen (Senkwehen) hatte und der Kopf noch immer so hoch liegt, dann werde ich wohl doch ernsthaft über den KS nachdenken.
Die Leute um mich herum meinen übrigens auch, dass ein KS einfach sinnvoller wäre.

LG Vidow