Ein Mieter im Haus macht ständig Streß - was können wir tun ?

Archiv des urbia-Forums Haushalt & Wohnen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei "Finanzen & Beruf" aufgehoben". Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service "Die besten Haushaltstipps".

Beitrag von elsen11 08.08.07 - 12:40 Uhr

Hallo zusammen,

wir sind 5 Mietparteien und verstehen uns alle gut bis auf den einen (ehemaliger Boxer), welcher ständig irgendwelche Leute anmacht. Obwohl er hier seinen ERst-Wohnsitz hat, ist er "Gott sei Dank" ständig in seinem Zweitwohnsitz- er kommt mehrmals die Woche um Post zu holen und zu waschen !

Er führt sich auf wie der Hausmeister, kontrolliert ob geputzt wurde und hat dann auch eine Kette vor dem Parkplatz montiert, welche immer geschlossen werden soll, wenn jemand rein oder raus fährt.

Nun geht ein Nachbarskind von einem anderen Grundstück über unseren Parkplatz nach hause, da es eine Abkürzung ist, - was von uns niemanden stört, da wir die Abkürzung auch hier und da mal benutzen ! Dann hat er jetzt bei der Mutter des Kindes geklingelt und hat ihr gedroht, das wenn es nochmal den WEg benutzt er sie anzeigen will wegen Hausfriedensbruch, da sei mit der Hausverwaltung abgesporchen worden. Ich habe darauf hin direkt die Hausverwaltung angesprochen und mich über ihn beschwert,
das er ständig hier STunk macht. Die Hausverwaltung kennt ihn ja nun mittlerweile schon und weis das er stängig rumstänkert und meint wir sollten ein SChriftstück aufsetzen, welches besagt, das es für uns ok ist wenn der Weg genutzt wird und wir alle unterschreiben - und er dannn nichts mehr machen kann !

Bin mir aber unsicher wie ich dies genau formulieren soll, sodaß er den Kindern nichts mehr sagen kann !

Außerdem hat er den Kindern auch schon gedroht er würde seinen Hund (Rotweiler) auf sie hetzen !

Wer kann mir Tips geben, bzw wie ich hier formulieren kann sodaß er den Kindern nichts mehr kann ?

Gruß

Barbara

Beitrag von nobility 08.08.07 - 18:04 Uhr

Hallo Barbara,

Grundsätzlich:

die Einhaltung und Erhaltung des allgemeinen Mieterfriedens zu gewährleisten ist oberste Vermieter Pflicht.

Es gäbe die Möglichkeit einer Mängelanzeige per E/R an den Vermieter wegen wiederholter Verletzung des allgemeinen Mieterfriedens und in besonders schwerem Fall ( Drohung mit Hetze seines Hundes eines Rottweilers gegen Kinder ).

Diese Mängelanzeige muß präzise begründet werden.

In diese Begründung gehören nun alle diese von dir geschilderten Vorfälle hinein. Wobei diese Vorfälle genau zu benennen sind. Also mit Tag,Ort (z.B. Hof,Keller,Garagenplatz etc. ), Uhrzeit, wer hat was zu wem gesagt,Handlungen, Zeugen.

Und weiter gehört in diese Mängelanzeige unbedingt folgendes hinein. Sollte diesem Mangel nicht abgeholfen werden und sich dieser wiederholen so wird vom Recht der Mietminderung/Mietkürzung - 20% der Bruttomiete - Gebrauch gemacht. Und das von allen 5 Mietparteien. Hier muss dem Vermieter gegen diesen Friedenststörer richtig Druck gemacht werden. Der Vermieter darf sich aus seiner Verantwortung nicht freischwimmen können und es der übrigen Mieterschaft überlassen wie diese das Problem regelt. Nein, der Vermieter hat das Problem zu regeln.

Besonders gut und wirkungsvoll wäre, wenn diese Mängelanzeige alle 5 Mietparteien mit unterschreiben würden.

Also das ist hier kein Spaß mehr sondern eine sehr ernst zu nehmende Angelegenheit. Du/ihr MÜSST aktiv werden und zwar umgehend.

Es kann der beste nicht in Frieden leben wenn es dem Nachbarn nicht gefällt.

Viel Glück!
Nobility

Beitrag von lieserl 09.08.07 - 11:41 Uhr

Hallo!

Und was kann der Vermieter machen? Ihn Abmahnen? "Rausschmeißen" darf er ihn sicher nicht so schnell?!? #gruebel

Lieserl

Beitrag von nobility 09.08.07 - 12:49 Uhr

Hallo Lieserl,

Der Vermieter muss in solchem vorliegenden Fall aktiv werden.

D.h. er muss den betreffenden Mieter deswegen abmahnen und kann ihm für den Fall der Wiederholung die Wohnungskündigung androhen.

Gruß
Nobility

Beitrag von lieserl 09.08.07 - 14:28 Uhr

Darf er demjenigen den dann auch wirklich kündigen? Das ist ja immer so ne sache #gruebel

#danke jedenfalls für deine Antwort

Beitrag von nobility 09.08.07 - 17:10 Uhr

Ja !

Es ist wie bei einem Arbeitsverhältnis.

Hier haben wir ein Mietverhältnis.

Aber auch hier gilt;

Die Abmahnung des Vermieters ist die Vorstufe, man könnte auch sagen die Einleitung zur Kündigung.

Die Abmahnung mit seinem Inhaltlichen Grund des Vorwurfes durch den Vermieter soll dem Mieter das Fehlverhalten zum einen aufzeigen und zum anderen ihm Gelegenheit geben,sein Fehlverhalten künftig entsprechend zu korrigieren. Es ist zugleich auch eine Warnung, daß bei weiterem künftigen Fehlverhalten das Mietverhältnis aufgelöst ( gekündigt ) werden kann bzw. in unserem Fall, wird.

Gruß
Nobility

Beitrag von lieserl 09.08.07 - 20:37 Uhr

#danke, sehr interessant!

Grüße
Lieserl

Beitrag von samira03 09.08.07 - 08:29 Uhr

Hallo,

Das ganze ist plicht des Vermieters.
Wenn er nichts unternehmen will, anwalt einschalten. Habn wir auch gemacht, das Verfahren läuft.
lg

Beitrag von alpenbaby711 09.08.07 - 12:52 Uhr

Also ganz ehrlich das SChriftstück alleine würde bei dem Typen wohl kaum was nutzen. Zwar hat er rechtlich dann keine Handhabe mehr aber dann würde er vielleicht trotzdem das mit seinem Hund machen und darauf möchte ich wetten. Ich würde ihm mal sagen das es eine Androhung von Körperverletzung ist und er sich lieber in Acht nehmen soll das ihn dann keiner anzeigt. Sprich von daher vielleicht auch mal mit dem Eltern der Kinder das die wissen das ihr damit nichts zu tun habt

Ela