meine schwägerin ist schwanger... und ich am boden :-(

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von golfmummy 08.08.07 - 20:48 Uhr

hallo liebe mädels,

wir waren mit kathi jetzt 3 tage bei meiner schwägerin und ihrem lebensgefährten in oberösterreich.... war eigentlich total schön....
am montag haben sie uns gesagt, dass sie im märz ein baby bekommen
natürlich freue ich mich sehr für die beiden, denn sie werden sicher wundervolle und liebe eltern... doch seither habe ich jede minute mit den tränen zu kämpfen...

alles kommt wieder hoch...
sie wird einen schönen ss-bauch haben - ich hatte das nicht
sie wird stolz mit ihrer kugel herumspazieren - ich hatte keine kugel
sie wird (hoffentlich) eine "normale" geburt haben - hätte ich auch so gerne gehabt
sie wird ss-klamotten tragen können, photos vom bauch machen, die tritte des babys spüren, usw. usw.....
ich könnte ewig weiter schreiben

am montag als wir schon im bett waren, konnte ich meine tränen nicht mehr zurück halten und habe meinem mann gesagt was los ist... und was bekam ich zur antwort?
"das ist doch jetzt schon 6 monate vorbei... kannst du es nicht vergessen?"
was soll ich vergessen? die 10 wochen, die mir fehlen? die erlebnisse und gefühle in der SS und bei der geburt, die ich nicht hatte?....
ach, ich bin total am boden... kann aber mit niemandem darüber sprechen, denn alle sagen mir "du hast doch eine gesunde und süsse tochter..." - " du hast sie 2 monate früher in den armen halten dürfen..."

keiner versteht meine gefühle, keiner versteht meine tränen...
ich traue mich gar nicht zu weinen, weil ich dann wieder nur oben genannte sprüche zu hören bekomme ... #schmoll

ich wünsche meiner schwägerin natürlich alles alles gute, und hoffe so sehr, dass alles gut geht und freue mich auf einen kleinen spielkameraden für unsere kathi.... doch ich weiss nicht, wie ich die nächsten monate überstehen soll....

am samstag haben wir taufe und es kommt die ganze familie zusammen... und sie haben mich gefragt, ob es ok für uns ist, dass sie es am samstag verkünden.... na, bei so freudigen nachrichten kann man doch nicht nein sagen... ich sehe dem aber trotzdem mit gemischten gefühlen entgegen.... eben, weil ich leide wie ein hund... #heul

wollte mich nur mal ausheulen bei jemandem, der mich versteht... und wer wenn nicht ihr....

danke fürs "zuhören"

eine traurige brigitte

Beitrag von lillymarleen201 08.08.07 - 20:59 Uhr

Doch Schatzi.

Ich verstehe deine Gefühle.

Männer sind da knallhart.
Dat is gewesen, alles is gut und schon können wir es vergessen.

Ich ticke da wie du und wenn ich schöne Schwangere sehen dann werde ich traurig.

Bist also net allein.

Kuss;-)

Beitrag von golfmummy 08.08.07 - 22:47 Uhr

hey liebe rebecca!

das stimmt, männer sind da knallhart... aber leider nicht nur männer, ... alle, die es nicht selber durchgemacht haben!

jeder in der verwandtschaft und teilw. auch freunde hat einen coolen spruch auf der lippe, nur dass sie sich nicht selber damit befassen müssen - oder noch schlimmer: sich mit meinen gefühlen befassen müssen.... #heul

wie sieht es eigentlich bei euch aus? darf schatzi den hotelgutschein auch in wien einlösen? ;-)

#kuss#liebdrueck
brigitte

Beitrag von lillymarleen201 09.08.07 - 13:19 Uhr

Ach Mausi ich kenne das nur zu gut.

Manchmal denke ich ich bin hier nur noch die einzige die daran denkt.

Naja manchmal hat Flo den Drang darüber zu sprechen und dann kullern auch wieder die Tränchen.


Hier sieht es gut aus.
Lilly is sowas von entspannt, Luca sowieso und ich dann natürlich auch.

Am Sonntag (Flo´s Geburtstag) gehts in den Urlaub.


Den Hotelgutschein lösen wir nächstes Jahr ein und es geht nach Liebnitz-Raabs/ Thaya

Kennst du das?


LG

Rebecca

Beitrag von pupsy 08.08.07 - 21:07 Uhr

Hallo Brigitte,

das tut mir sehr leid für dich. Ich kann nicht nach empfinden wie du dich fühlst. Aber ich weiß wie meine Schwester bei der FG (10ssw) gelitten hatte, und mein Bruders EX FG 12.ssw mit Zwillingen. Mit mein Bruders Ex war ich zusammen schwanger. War 5 Wochen weiter. Glaub mir, das Gefühl für mich war schrecklich. Hatte Angst ihr zu begegnen, weil ich ja ein baby bekam und sie Ihre gehen lassen musste. Manchmal konnte ich mich nicht freuen, weil ich ständig an sie und meinem Bruder denken musste.

Letztes Jahr hat mein Bruders Frau (neue Partnerin) auch ihr Baby ebenfalls 10.ssw. verloren. Es tut mir so leid für die beiden.

Ich denke deine Schwägerin wird sich sicherlich auch Ihre Gedanken machen wie sie sich dir gegenüber verhalten soll.

Das ist alles so fürchterlich.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute. Vielleicht wirst du bald wieder schwanger. Wünsch dir dafür alles Glück der Welt.

Vielleicht treff ich nicht die Richtigen Worte, aber Kopf hoch. Deine Tochter und Ihr habt jetzt einen Schutzengel der auf euch aufpasst.

LG
Nicole

Beitrag von golfmummy 08.08.07 - 21:57 Uhr

hallo nicole,

du hast schon die richtigen worte gefunden...

ich bin mir nicht sicher, ob sie sich wirklich gedanken darüber macht, denn ich habe ihr meine hilfe usw. angeboten - war die starke und habe mir von meiner trauer nichts anmerken lassen...und das hauptthema dieser tage war ihre ss - is ja klar ...
ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich die "super schwangere" war, aber ich hatte echt keine leichte ss...
erst 3 wochen nur auf der toilette und gespuckt... dann 1 woche darmgrippe, dann die treppe hinuntergefallen, dann 3 wochen gürtelrose im gesicht, dann vorzeitige leichte wehen,ab der ca. 15 SSW extreme ischiasschmerzen... und nie habe ich mich beklagt oder gejammert... ich habe bis zur 26.SSw gearbeitet, bis mich der FA in "zwangs-mutterschutz" geschickt hat...
und was war die letzten tage? 15 min spazierengehen und sie jammerte, sie könne nicht mehr,... immerhin sei sie ja SS #heul
da steigt es in mir auf :-[ (sie ist aber erst 8.ssw)

ein wenig tröstet es mich, dass wir 2 auto-std. voneinander entfernt wohnen und ich nicht ständig das wachsen des bauches sehen "muss" ... ich habe jetzt schon angst vor den nächsten familienfeiern und weihnachten - ich habe angst vor einem babybauch - ist doch krank!

naja, da muss ich wohl durch...

lg
brigitte

Beitrag von julianstantchen 08.08.07 - 22:27 Uhr

Hallo Brigitte!

Ich kann dich so gut verstehen und bei mir ist es schon 10 Monate her.
Ich habe einen Doppelpack. Doppelt schön, aber doppelt anstrengend, nervend und schwierig.
Ein Doppelpack - wie schön, alles auf einen Schlag erledigt... Toll, ja. Zwei Kinder, eine verhunzte Schwangerschaft und keine Aussicht auf eine weitere, "normale". Was wissen die Leute schon. Sie verstehen einem nicht.
Und selbst die wenigen die einem verstehen, sind mittlerweile so weit und sagen, nach hinten kämpfen bringt nichts. Und das ist dann noch weniger als nicht verstanden zu werden. Das ist eine Ohrfeige obendrauf. Ein Schuhtritt mit Anlauf.

Ich hatte soviele Pläne, Wünsche, Vorstellungen...

Ich habe kaum Kindsbewegungen gespürt und wenn, dann waren sie "negativ", weil der Bauch dann nur hart geworden ist und jedes hart werden war zu verhindern.

Mir fehlt der Bauch, den ich nicht ein letztes Mal angesehen oder angegriffen habe, bevor die zwei Jungs aus dem Bauch "geschnitten wurden".

Mir fehlt alles.

Ich möchte die Jungs nicht mehr hergeben, gewiss nicht, aber ich wünschte, ich hätte sie noch nicht bekommen, damit ich die Chance auf eine normale Schwangerschaft hätte...damit ich ev. eher handeln kann...

...damit mir diese 11 Wochen nicht so verdammt fehlen müssten und ich nicht mit Wehmut jede Schwangere ansehen müsste und es mir das Herz zerreißt, weil ich einerseits meiner SS hinterher trauere, während mich Gewissensbisse plagen, weil ich in solchen Momenten nicht nur Glück und Freude empfinde...ich habe doch meine Jungs.

Wie auch immer, ich verstehe dich.

Ich habe leider noch nie jemanden getroffen, der nicht dasselbe Schicksal teilt und mir ehrlich sagt, ich kann das nachvollziehen.

Unser Leid wird wohl nie wirklich vergehen, weil mit jedem Wunder Mensch werden wir immer wieder erinnert, dass eine SS nicht immer die schönste Sache der Welt ist.

LG alex#liebdrueck

Beitrag von golfmummy 08.08.07 - 22:43 Uhr

hallo alex,

ist doch eigentlich traurig, dass wir alle das gefühl haben, nur hier richtig aufgehoben zu sein... dass wir urbianerinnen die einzigen sind, die einen verstehen....

bei versch. krankheiten versteht jeder, dass man seine zeit braucht, um das zu überwinden... nach unfällen oder schicksalschlägen.... aber warum versteht das keiner bei einer frühchenmami???
na weil wir ja unsere kinder eh bekommen haben... halt ein bissl früher.... was solls.... das ergebnis zählt... :-[

ach, meine gedanken sind so chaotisch und meine gefühle so aufgewühlt...

ich habe mich so riesig auf die taufe unserer maus gefreut... und jetzt? habe ich angst und bin traurig... #schmoll

ich liebe meine kathi über alles und bin wahnsinnig stolz auf sie und ihr lächeln gibt mir viel kraft....

so wie es im moment aussieht, sollte ich wohl in eine gesprächstherapie um das alles zu verarbeiten und damit leben zu lernen... doch finde mal jemanden!!! die psychologin im kh auf der neo is doch auch eine dumpfnuss...

alles liebe und danke für deine antwort
brigitte

Beitrag von julianstantchen 08.08.07 - 23:03 Uhr

Das mit der Gesprächstherapie ist eine gute Idee.

Dazu hat man mir auch geraten, als die Kleinen noch auf der Intensivstation waren. Und ich dachte mir, warum, das brauche ich nicht, Hauptsache sie werden jetzt aufgepäppelt und können nach Hause. Leider ist dem auch nicht so. Da nützt kein Verstand, da nützt bis jetzt keine Zeit und das Gefühl wird derzeit nicht besser, weil jetzt die "Jahrestage" kommen.
Am 4.8. musste ich im KH bleiben, eine Woche später erster Umzug in ein anderes Klinikum usw.

Du hast Recht, es ist traurig... Und ich kämpfe jedes Mal, wenn mich die Trauer übermannt auch mit den Leuten, um ihnen in dem Moment zu erklären, dass es für mich einfach schwer ist. Dass ich nicht nach hinten kämpfe und damit auch umgehen kann, aber die Trauer über die Geschehnisse einfach zu groß sind. Immerhin hat Tobias auch eine Hirnblutung dadurch erlitten...das ist nicht alles soooo rosig. Theoretisch Gott sei Dank bis jetzt schon, praktisch...müssen wir immer auf der Hut sein und mit jedem Mal wo er sich irgendwo anschlägt, kommt die Erinnerung...

Wenn es dir hilft, such dir jemanden zum sprechen (Psychotherapeutin), es nimmt ev. nicht die Trauer, aber sie können verstehen.

LG Alex

Beitrag von kati543 08.08.07 - 23:08 Uhr

Ich kann dich verstehen. Aber verstehe du auch die anderen.
Es ist gerade im 8./9. Monat nicht leicht mit Babybauch. Der behindert auch ziemlich. Das Baby boxt leider nicht nur gegen die Bauchdecke, sondern auch gegen die Organe und Rippen. Gerade letzteres ist sehr schmerzhaft. Es macht keinen Spaß, wenn man nicht mehr weiß, wie man vor Schmerzen noch atmen soll.
Du weißt nicht, was es für ein Gefühl ist, wenn man dem Et entgegenfiebert und nur noch sein Kleines in den Armen halten möchte und dann kommt der ET und geht und der nächste Tag kommt und geht und der übernächste Tag... und immernoch kein Kind da. Jeder aus deinem Bekannten-/Verwandtenkreis stellt schon Fragen und immer wieder die selben Fragen - jeden Tag von Jedem (als ob Frau das beeinflussen könnte).
Irgendwann kommt dann eine Einleitung oder stundenlange Wehen - die teilweise noch nicht mal was bringen (meine Freundin lag 3! Tage in den Wehen am Ende gab es doch den Not-KS) oder eben doch ein KS.
Glaube mir. Die letzten Monate der SS sind nicht sooooo einfach und rosig wie immer angenommen. Die Angst wegen der Plazenta, die ständigen CTG's,... Es ist am Anfang schön den Herzschlag des Babys zu hören, aber jeden 2. Tag??? Das ist nervig.
Ich hatte 2 FG's mit AS. Nach der ersten war ich so unten, wie du nun - trotz deiner Kathi. Ich habe 2 Jahre gebraucht, um das zu verarbeiten. Mittlerweile habe ich auch einen Sohn und er hat mir dann geholfen die 2. FG zu überstehen. Jetzt bin ich wieder schwanger und fühle mich schon wie im 9. Monat - nach den Beschwerden zu urteilen ;-).
Meine Hebi hatte mir nach der Geburt meines Sohnes den Tipp gegeben, mal mit ihm nackt im Bett zu liegen und zu kuscheln - stundenlang - so lange wie wir brauchen. Er hatte die Geburt nie richtig verarbeitet. Aber das hatte uns geholfen. Ich weiß nicht, wie alt deine Tochter ist, aber vielleicht hilft es dir ja auch.

Beitrag von golfmummy 08.08.07 - 23:55 Uhr

hallo,

ich weiss jetzt nicht genau, was du mir sagen willst... #kratz

dass es schöner ist, 7 wochen lang dein kind tag für tag im kh zurückzulassen ist besser, als sich nicht mit dickem bauch bewegen zu können?
dass es schöner ist, 7 wochen lang jeden morgen im kh anzurufen und zu bangen ob dein kind die nacht gut überstanden hat, als auf den ET zu warten?
dass es schöner ist, wenn dir die leute auf die aussage, dass dein kind ein frühchen ist die antwort geben "na aber sie ist ja eh gesund" , als die fragen, ob dein kind schon auf der welt ist?
dass es schöner ist, einen not-ks zu haben und tage lang vor schmerzen kaum gehen kannst und trotzdem auf deinen eigenen beinen 15 min in die kinderklinik und zurück gehst um dein kind zu sehen, als wehen zu haben?
dass es schöner ist, eine aufkommende gestose zu haben und zu wissen, dass dein kind ein paar tage später in deinem bauch gestorben wäre, als tritte in die organe? glaube mir, ich weiss es was es heisst, schmerzen zu haben... siehe meine ss-geschichte
und ich weiss, was es heisst am ctg zu hängen ... die tage vor der geburt habe ich 3-4 mal täglich ein ctg bekommen... ich weiss, was es heisst zu hören, dass das herz deines kindes nicht regelmässig schlägt... ich weiss was es heisst, beim us zu liegen (teilw. 2x täglich) und zu sehen wie dein kind schwächer wird...

verstehe mich jetzt nicht falsch, natürlich ist eine "normale" geburt auch kein spaziergang - und ich verherrliche es auf gar keinen fall... ein not-ks ist jedoch auch kein spaziergang... eine geburt, die gefühlsmässig mehr einer not-op nach einem unfall gleicht, als das ankommen eines neuen erdenbürgers

ich verlange ja kein mitleid oder sonderbehandlung - ich verlange nur ein wenig verständnis für meine situation!
ich verlange nur, dass man meine gefühle nicht abschmettert wie eine dumme laune von mir...
ich bin immer diejenige, die verständnis für alle anderen hat, die zuhört ... diejenige, die auch wenn es ihr dreckig geht, die kraft aufbring um für andere da zu sein....

(nur so als beispiel: nach spuckerei, treppensturz, gürtelrose... habe ich sogar noch die kraft aufgebracht einen kollegen bei seinem drohenden burn-out zu unterstützen und ihm zu helfen...)

das mit deinen 2 fg tut mir unheimlich leid, und ich hoffe, dass du die kraft findest bzw. hast, deinen weg zu finden damit umzugehen, bzw. wünsche ich dir eine problemlose und schöne ss und geburt.

alles liebe
brigitte

Beitrag von unverhofftkommtoft 10.08.07 - 15:41 Uhr

Brigitte, du hättest es nicht zutreffender sagen können...
Mir geht es im übrigen auch so wie dir und ich könnte jedesmal in Tränen ausbrechen, sobald ich eine Schwangere sehe und bin gleichzeitig wütend, dass mir das hochschwangersein genommen wurde. Wie gerne hätte ich mit dicken Beinen auf dem Sofa gelegen und mich selbst bemitleidet, weil es so beschwerlich ist :-p
Die seelische Belastung, die wir erleben mussten ist keinesfalls mit einer normalen SS und Geburt zu vergleichen... denn diese Schmerzen und Anstrengungen verblassen in der Erinnerung doch recht schnell und es bleibt die Freude.
Freuen tue ich mich über Anton auch wie wild, aber dennoch gibt es viele nachdenkliche Momente, in denen ich auch traurig bin.

LG Julia#blume

Beitrag von soleila 09.08.07 - 00:36 Uhr

warum siehst du es nicht einfach positiv??
kannst du dich nicht glücklich schätzen dass dein kind lebt??
ich würde es ja verstehen wenn es nicht so wäre, aber warum trauerst du ? du musst doch eigentlich eher total glücklich sein dass dein kind das alles überstanden hat !
oder?

Beitrag von julianstantchen 09.08.07 - 11:19 Uhr

Frischling. Vermutlich ohne Kinder. Wenn Kind, dann keine FG.

Weißt du eigentlich schon wovon du redest???

Genau solche Meinungen wie die von dir ist genau das, was man garantiert in so einer Situation NICHT braucht.

Mit ein bisschen lesen hättest du das mitbekommen und dein Posting wäre überflüssig.

Beitrag von lillymarleen201 09.08.07 - 13:14 Uhr

Das kann nur von jemanden kommen, der sowas nicht erlebt hat.

Klar ist man glücklich, dass das Kind lebt,aber man ist auch traurig weil einem eine wichtige Zeit fehlt.

Beitrag von chimara 09.08.07 - 14:13 Uhr

ich kann mir auch gut vorstellen das einem die zeit fehlt und aber so ganz nachvollziehen kann ich das auch nicht.

ich denke sie sollte versuchen damit abzuschließen und nach vorne schauen.

und was hat das mit frischling zu tun#kratz

Beitrag von lillymarleen201 09.08.07 - 14:21 Uhr

Grade neu angemeldt.
keine VK also weiß man auch nicht ob sie überhaupt Kinder hat.

Wer kein Frühchen hat kann unsere Gedanken und unsere Trauer um die verlorene Zeit überhuapt nicht verstehen.
Denn ihr habt es ja nicht mitgemacht.

Mit sowas kann man nicht abschließen meine Liebe!

Fehlen dir 9 oder 10 Wochen von deiner SS?
Kamen deine Kinder per Not KS zur Welt?
Hast du ein Frühchen?
Weißt du wie es ist sein Kind nach der Geburt nicht auf dem Bauch zu haben sondern zu bangen ob es überhaupt überlebt?
Saßt du Tage oder Wochen am Inki?

Wenn nicht dann schreib auch nicht, das man damit abschließen soll.

Beitrag von chimara 09.08.07 - 14:25 Uhr

du meine liebe ich schreibe hier immer noch das was ich will , und ich habe kein frühchen oder not-ks aber auch wir mütter die nicht davon betroffen sind haben ein recht auf unsere meinung!

Beitrag von lillymarleen201 09.08.07 - 14:51 Uhr

Aber wenn du nicht weißt worum es geht dann sollte man einfach mal nichts schreiben.

Beitrag von julianstantchen 09.08.07 - 17:32 Uhr

Die Meinung von denen, die kein Frühchen haben etc. und das NICHT nachvollziehen können kennen wir. Dankeschön, aber solche Meinungen brauchen wir nicht. Wenn wir sie nicht kennen würden, könnten wir sie selber zusammenreimen.

Ei, ei, ei...es gibt schon taktlose Menschen.


Beitrag von chimara 09.08.07 - 17:36 Uhr

keiner hat ein taktloses wort in den mund genommen, es war lediglich eine meinung.

Beitrag von julianstantchen 09.08.07 - 17:51 Uhr

Gut, ok, kein taktloses Wort, aber sie wollte bestimmt nicht hören, dass irgendjemand das nicht versteht.
Dass das so ist, dass wissen wir und es in einer sensiblen Phase - in der sie sich gerade befindet - wo hingeknallt zu bekommen ist halt auch nicht angenehm.

Beitrag von chimara 09.08.07 - 17:55 Uhr

ja, ich verstehe schon was du meinst -keine frage!

Beitrag von julianstantchen 09.08.07 - 17:33 Uhr

Zitat:

"wollte mich nur mal ausheulen bei jemandem, der mich versteht... und wer wenn nicht ihr..."

---> Leute, die sie verstehen #aha

Beitrag von local 09.08.07 - 23:19 Uhr

Hallo Rebecca

Ich habe jetzt lange studiert, ob ich mich zu diesem Thema äussern soll. Auch wenn ich nun wahrscheinlich eins aufs Dach kriege, ich möchte doch auch gerne was dazu sagen...

Mein mittlerweile 2 jähriger Sohn ist auch ein Frühchen. Er wog 1180 gr und war 40 cm lang. Mir fehlen 10 Wochen von meiner SS, da ich am HELLP-Syndrom erkrankt bin. Es gab einen Not-KS, ich wäre fast gestorben. Wegen meines miserablen Zustands durfte ich mein Baby erst nach 3 Tagen besuchen #heul Mein Baby lag 8 Wochen im Kinderspital! Ich selber musste 2 Wochen im KH bleiben.

Ich weiss also, wovon ich spreche... Trotzdem kann ich die Ausgansposterin nicht so ganz verstehen! Ich bin seit 1 1/2 Jahren bei urbia und habe schnell festgestellt, dass ich wohl zu den wenigen Frühchenmamis gehöre, die kein Geburtstrauma haben!

Ich hatte aber wirklich NIE negative Gefühle, wenn ich eine ss Frau sah! Nie habe ich mir gedacht: Die hat, die darf, die kann und ich war ein armes Schwein und nun bin ich traurig und muss ständig heulen... (ist jetzt etwas böse ausgedrückt, es geht mir aber nur ums Prinzip #hicks)

Klar habe ich auch sehr häufig um mein Baby geweint, gehofft und gebangt!! Es war eine traurige Zeit, die mich aber stark gemacht hat!! Das einzige, was mir die ersten Monate etwas zu schaffen machte, war die Tatsache, dass einige Familienmitglieder mein Baby vor mir gesehen und gestreichelt haben! Aber solche Gefühle, wie die Ausgangsposterin beschreibt und wie ich hier immer wieder lese, kenne ich wirklich nicht im geringsten. Und deswegen bin ich weiss Gott keine schlechte Mutter!

Ich war einfach immer nur froh, dass es meinem Baby gut geht. Dass er sich immer bestens entwickelt hat (und noch immer tut), dass er kerngesund ist und und und... darüber freue ich mich tagtäglich!!! Ich habe ziemlich schnell damit abgeschlossen, sehe die erste SS als Teil meines Lebens, der mich stark gemacht hat! Für jede Frau, die eine problemlose SS erleben darf, freue ich mich... da kommt kein Neid oder Ähnliches in mir hoch (es werden auch keine alten Wunden aufgerissen).

Lange Rede - kurzer Sinn: Man KANN damit abschliessen! Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich genau aus diesem Grund selten im Frühchenforum aufhalte. Weil ich manchmal nicht nachvollziehen kann, wie manche Mama noch nach x Monaten so über SS und Geburt denkt, bzw. am Boden zerstört ist, wenn sie andere Schwangere sieht oder so...

LG und nichts für ungut (ich gehe vorsichtshalber schon mal in Deckung #schwitz)
Fabienne

  • 1
  • 2