Wie merken, dass Baby satt ist?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 1mademoiselle 08.08.07 - 22:07 Uhr

Einen schönen guten Abend,

meine Frage steht ja im Prinzip schon da. Mein Kleiner (4 3/4 Monate) mag mittlerweile nicht immer nur Milch, sondern ab und an auch mal was "zu kauen". Aber auch nicht jeden Tag...
Na jedenfalls hab ich ihm erst ein wenig selbstgemanschen Apfel-Zwieback-Brei gegeben und nach zwei Wochen heut mal mit selbstgekochtem Möhrenbrei probiert, weil ich Angst habe, dass er durch die Fruchtsüße viell. mal kein Gemüse mag (hab ich mal gelesen, viell. sollte man das besser nicht).
Jason sperrt immer dem Mund auf, auch wenn ich das Gefühl hab, dass es ihm nicht so schmeckt (wenn z.B mal der Apfel ein bisschen sauerer war), manchmal rudert er von Anfang mit den Armen, aber hat richtig große Gieraugen und es kann nicht schnell genug gehen, eine richtige Abwehrgeste kommt eigentlich kaum.
Ich möchte sein Sättigungsgefühl nicht übegehen und außerdem stille ich ihn ja trotzdem.

Mal gleich für Später - wenn eurem Baby was nicht schmeckt, probiert ihr es trotzdem noch weiter, weil es sollte sich viell. doch erstmal dran gewöhnen oder macht ihr gleich was anderes?

Manchmal ist die Babysprache ganz schön kompliziert - aber ok, wir haben es ja so gewollt ;-)

Eine gute Nacht für euch, tschüssi

LG
Mona

Beitrag von sparrow1967 08.08.07 - 22:15 Uhr

Eigentlich mag er nur Milch-in den Alter.
Milch- egal ob Mutter- oder Flaschenmilch sollte schon etwas länger gegeben werden- mindestens 6 Monate....

Beitrag von 1mademoiselle 09.08.07 - 14:07 Uhr

Hallo Sparrow,

glaub, mir, nichts lieber als das. Als der kleine Mann aber mit zunehmendem Tag immer öfter angelegt werden wollte, abends waren wir dann bei jeder halben Stunde und er immer noch gierig an der leeren Brust (ich weiß, Brust wird nie ganz leer, aber viel drin ist nicht mehr irgendwann) gesaugt hat und sich beschwert hat und ich dann schon noch Fläschen gemacht hab mit Pre und er die aber nicht wirklich angenommen hat, hab ich es dann mal mit Zwieback-Apfel probiert. Und er hat es sofort gemocht und auch am nächsten Tag "eingefordert". Hab probiert, es wegzulassen, aber wollte nicht einschlafen und hat gemeckert und nach dem "essen" war es ok. Also hab ich das als Bereitschaft angesehen. Lieg ich so falsch? Oder sollte die 1er oder 2er Fertigmilch besser sein als vielleicht selbstgekochtes Breichen? Ich mein, ich geb doch keinen Fruchtzwerg, wie ich es von anderen schon gehört hab.

Glaub mir, ich wollte von Anfang an gern mind. 6 Mon. voll stillen. Am Anfang war einiger Stress wegen viel Bauchweh, haben wir durchgestanden, hatten ne Phase, wo die Milch nicht gereicht hat und ich Fläschen geben musste, es aber noch zu früh für Beikost war und ich habe ganz sicher nicht einfach aufgegeben und auch jetzt hatte ich es lange probiert. Andere hätten es damals schon längst, wie mir aus dem Bekannten- und Freundeskreis bestätigt wurde.

Soll kein Angriff oder ne Rechtfertigung für dich sein, eher ein von der Seelereden für mich, da ich selbst damit hadere. Aber ich kann ihn doch nicht "hungern" lassen, um ihn damit zur Milch zu zwingen?!

LG
Mona

Beitrag von funnyschnuppi 08.08.07 - 23:02 Uhr

Hi Mona,

Wenn du jetzt mit Brei anfangen willst dann aber zum Mittag, da das der erste Brei ist der eingeführt wird. Du gibst die ersten zwei Wochen nur Möhrchenbrei ( ich glaub es waren zwei wochen) dann Kartoffeln mit rein und dann irgendwann Fleisch. Bloß nicht durcheinander geben, er muß sich langsam an den Geschmack gewöhnen und vorallem mußt du die Möglichkeit haben gucken zu können ob er es verträgt. ( Ist nicht böse gemeint) Unsere Kleine hat auch in dem Alter angefangen, von der Ki-Ärztin aus war es auch io. Lena macht einfach irgendwann den Mund nicht mehr auf oder lässt sich nach hinten fallen und macht sich ganz steif, dann weiß ich sie is satt. Keine Sorge ich dachte auch ich würd mein Kind überfüttern, geht bestimmt jeder Mutter am Anfang so, ich denk mal er wird es dir zeigen wenn er nicht mehr will. Wenn Lena etwas nicht will ( Gott sei dank erst 2 Mal vorgekommen) kriegt sie was anderes, es bringt ja nichts wenn sie es sich runterquält, man selber möchte schließlich auch nichts essen wollen was einem nicht schmeckt.


LG Anke

Beitrag von 1mademoiselle 09.08.07 - 14:11 Uhr

Hallo Anke,

danke für deine netten Worte. Hab aus "Verzweiflung" abends angefangen (siehe Antwort für sparrow). Aber als er dann schon Mittags das gleiche veranstaltet hab, hab ich da nach schon zwei Wochen weitergemacht. Aber ich selbst weiß nicht, wie ich das finden soll, möchte doch nur das Beste für Jason. Man liest viel über die Schädlichkeit zu früher Beikost, vor allem der Beitrag von LLL, der hier momentan so oft zitiert wird, aber was soll ich denn sonst machen?
Seit gestern hab ich statt Apfel-Zwieback mittags selbstgemachte Möhrchen gegeben. Er speckert zwar beim Essen, futtert sie aber trotzdem rein. Aber nicht so viel. Er braucht einfach mehr, scheint es, denn er stillt ja trotzdem noch weiterhin die komplette Zeit wie immer - außer wenn er zu müde ist wie heut mittag #schmoll - und ich genieß das sehr und möchte das auch sehr gern längstmöglich machen.
Für dich und dein Mäuschen alles Liebe.

LG
Mona

Beitrag von funnyschnuppi 12.08.07 - 21:58 Uhr

hi Mona

glaub mir wenn er mitkriegt das er kleine Zähne im Mund hat ( reicht auch schon einer) tuts weh, hat unsere Maus auch gemacht und ich kann dir sagen mit 4 Zähnen tuts erstmal weh, da überlegt man sich glaub ich zwei mal wie lange man noch stillt. Es ist nicht so dass ich garnicht mehr stille, Lena kriegt früh immer noch die Brust und gelegentlich abends/ nachts wenn sie doch nochmal wach wird. Wir haben bei Lena auch so früh angefangen, weil die Milch nicht lang vorhielt und da sie Flasche noch nie wollte und es mir auch um ehrlich zu sein zu teuer ist, haben wir es mit Möhrchenbrei versucht und es hat funktioniert. Wenn du merkst dass dein Kleiner dazubereit ist mach es ruhig, man muß sich nicht immer an das halten was in Büchern steht. Du darfst natürlich nicht vergessen ein bisschen Rapsöl in den Brei zu machen und wenn du gleich mehr machst kannst du es portionsweise einfrieren, kannst du später auch so weitermachen, dann mußt du dich nicht jeden Tag hinstellen und was machen. Ich friere Lenas Essen immer im Eiswürfelbehälter ein klappt super.
Nochmal zur Aufmunterung ich hab von meiner Ki-Ä ne übersicht bekommen über die Zeiten beim Breieinführen, nach dieser Abbildung kannst du schon nach dem 4 Monat mit Mittagsbrei und nachdem 5 Monat mit Getreid- Obst- Brei anfangen.


FG Anke