Emanzipation noch gefragt?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von frage... 08.08.07 - 22:36 Uhr

Ach, dachte, weil ich grad den Beitrag etwas weiter unten las. wer von beiden die Hosen an hat.

Ehrlich gesagt bin ich eine Frau, die ungern die Hosen anhat! :-) Nein, lasse mich gerne lenken, belehren, beraten, helfen. Bin nicht jemand, der vom anderen fordert, verlangt...

Im Zeitalter der Emanzipation, der Selbständigkeit (der Frau) sicher nicht mehr zeitgemäss... und doch, ich möchte, kann gar nicht anders sein!

Was nicht heisst, dass ich unattraktiv bin, im Gegenteil! Bin kein graues Mäuschen, kann mich unterordnen, dabei aber gleichzeitzig geschickt meine Interessen durchsetzen... verkehrt, nicht zeitgemäß?

Bei euch sicher anders, oder? :-)

Beitrag von baby_2007 08.08.07 - 23:28 Uhr

Sophia Loren hat was nettes gesagt: "Ich bin gegen die Emanzipation. Durch Emanzipation verliert die Frau ihre Weiblichkeit. Was kann einer Frau Schlimmeres passieren?" Und ich glaube sie hat recht.


LG

Nina

Beitrag von abst 09.08.07 - 14:21 Uhr

Wenn, um ihre Weiblichkeit zu erhalten, Frau ihr Wahlrecht, Mitbestimmungsrecht, Selbständigkeit, u.a. Menschenrechte aufgibt, sehr viel.

Soweit ich mich erinnere ist Sophia Loren nicht durch ihre Weiseheit und Intelligenz (kann ich aber nicht beurteilen) in unser aller Erinnerung.

Beitrag von frejas.sal 09.08.07 - 14:33 Uhr

Richtig.

Wenn Weiblichkeit=dummes, hilfloses und abhängiges Mäuschen bedeutet, dann möchte ich doch lieber einen Mann, mit all seinen Rechten und Vorteilen sein. Die Behaarung nehme ich dann auch in Kauf.

Beitrag von baby_2007 10.08.07 - 03:44 Uhr

Soweit ich mich erinnere ist Sophia Loren nicht durch ihre Weiseheit und Intelligenz (kann ich aber nicht beurteilen) in unser aller Erinnerung.

Hatte ich das geschrieben??

Beitrag von badguy 09.08.07 - 07:52 Uhr

Als ich den Beitrag unten gelesen habe, konnte ich nur die Augen verdrehen und habe mir gedacht, dass die dort genannten Beispiele doch so wahnsinnig wichtig sind, dass man sagen kann "Hey, er fragt mich, was er anziehen soll, also habe ich die Hose an!"
Ich frage mich, was daran schlimm ist, wenn man seinem Partner/Partnerin gefallen möchte?
Sich lenken, helfen und beraten zu lassen, einen Ratschlag anzunehmen, sind das Zeichen von Schwäche? Ich denke nicht, eher ein Zeichen von Stärke, Hilfe anzunehmen zeigt, dass man seine Grenzen kennt. Was nützt es mir, wenn ich blind in die falsche Richtung renne?
Dort, wo es mir wichtig ist, vertrete ich meine Meinung mit entsprechendem Nachdruck und überlege mir ansonsten ganz genau, ob ich mich in Scharmützeln aufreibe.
Emanzipation? Ich hasse dieses Wort! Was bedeutet es? Emanzipation bedeutet doch nichts anderes, als die Entwicklung des eigenen Ichs, der eigenen Rechte auf das Niveau eines anderen. Brauche ich einen Partner, der weniger Rechte hat als ich, den ich als mir untergeordnet betrachte? Ich kann diese Frage ganz klar mit nein beantworten.

Beitrag von 221170 09.08.07 - 08:32 Uhr

Hallo,
ich glaube nicht das man das so pauschal sagen kann.
Ich mag keine "Kampf-Emanzen"die alles was Männer machen auch machen müssen, nur um zu beweisen das Frauen das auch alles können.
Ich finde es aber nach wie vor übel das Frauen oft weniger verdienen, weniger in leitenden Positionen sitzen und so was. Das dürfte nicht sein.
Ich verlange nicht oder fordere nicht, ich gehe einfach davon aus das man mich gleich behandelt und fertig. Ich finde es schön wenn man mir die Tür aufhält oder in den Mantel hilft, ich habe aber auch kein Problem damit meine Autoreifen selber zu wechseln.
Ich mag Frauen ncht die auf ihrem Frau-Sein rumreiten. Augenaufschlag gen Himmel, Spitzmündchen... "Drücken sie mir mal den Aufzug-Knopf, ich komm nicht drahhhaaannnn....."? Grässlich!

LG
22

Beitrag von cinderella2008 09.08.07 - 09:08 Uhr

Ich bin sicher keine Emanze, aber ich halte es trotzdem für sehr wichtig, dass eine Frau sich nicht nur vom Mann abhängig macht. Nur auf das hört, was der Mann sagt, nach seinen Entscheidungen richtet.

Eine Frau kann auch Frau bleiben und weiblich sein, wenn sie sich ein unabhängiges Leben bewahrt. Unabhängig heißt für mich nicht, keine Partnerschaft zu haben. Aber diese sollte gleichberechtigt sein. Jeder Partner sollte dabei das tun, was er am besten kann oder mag. Wenn beide Partner sich einig sind, ist das o.k.

Auf keinen Fall sollte Frau sich aber finanziell vom Mann abhängig machen. Ich bekomme jedesmal eine Gänsehaut, wenn ich hier im Forum lese, wie abhängig Frauen sind. Was sie für Probleme haben, wenn sie sich trennen wollen, nicht in der Lage sind, finanziell für sich selbst aufzukommen. Furchtbar!#schock

Ich habe nichts dagegen, auch mal verwöhnt zu werden, die Tür aufgehalten zu bekommen, mich chick zu kleiden und zurechtzumachen. Da bin ich dann auch ganz Frau.

Beitrag von suomi_ 09.08.07 - 09:43 Uhr

Moin,

ich halte die Emanzipation heute wichtiger denn je. Die meisten Männer und auch Frauen verkennen, wieviel mehr Freiheit sie auch uns Männern gebracht hat. Die klassische Rollenverteilung hat sich mehr und mehr aufgebröselt. Nicht mehr nur Männer finden sich inder Versorgerrolle sondern (modern denkende und intelligente ) Frauen sehen es als selbstverständlich an, ihren Teil zum Familieneinkommen zu leisten.....

Umgekehrt ist es Männern heute weitaus selbstverständlicher gestattet, klassische "Frauenarbeit" (wenn es denn so was überhaupt gab) zu übernehmen und damit ihr Leben reichhaltiger und abwechslungsreicher zu gestalten.....

Allerdings sind wir dennoch in vielen Bereichen noch in alten Denkmustern verhaftet und es muss noch viel umgesetzt werden, was bis dato nur gedacht wurde, z.B. Lohngleichheit, z.B bessere Rahmenbedinungen der Kindererziehung, z.B. die Gesetzeslage bei Trennung und die finanzielle Versorgung.... Und erfreulicherweise ist die neue Generation an feministsichen Schriften weitaus weniger kampfbetont wie die in den Siebzigern sondern es geht, Gott sei Dank, mehr um die Integration und die Verständigung der beiden Geschlechter. Und wzar sehr pragmatsich. Gemäß der Frage: Wie können beide Eltern ihre beruflichen Ziele halbwegs erreichen, ein Optimum an Nettoeinkommen erzielen und Kinder grossziehen.

Dabei geht es nicht um Gleichmacherei, das wäre fatal, Männer bleiben im Kern Männer und Frauen dürfen oder müssen sogar weiblich bleiben. Sonst haben wir eines Tage nur noch androgyn gepolte Wesen heruimlaufen und wir bekommen ein echtes Fortpflanzungsproblem.

Ich glaube aber auch, daß man den Frauen, die mit dem Frauenbild, was heute oft vermittelt wird - Mutter, Karriere und Partnerin - nichts anfangen können, durchaus ihre Nische gönnen sollte.

Es gibt ja auch hier einige (wenige) Dinosaurier an emanzipatorsichen Kräften, die eigentlich längst auf dem Müll der Geschichte gehören, die immer noch mit den alten, stets gezückten Hasstiraden der Männerwelt gegenüberstehen und dabei gar nicht merken, daß frau sie eigentlich nicht mehr braucht......

Beitrag von abst 09.08.07 - 14:44 Uhr

Glaub auch, dass diese Nische bestehen bleiben soll.

Mich ärgert eigentlich nur, dass aus diesen Nischen sehr oft sehr rückschrittliche Partnerschaftsbilder rausgespuckt werden, die so tun als wären alle Frauen die eine partnerschaftliche Beziehung vorziehen die super Mannsweiber.
Deswegen kanns schon mal vorkommen, dass man mal als emanzipatorischer Dinosauerier rüber kommt.

Lieber ein Dino als ein Weibchen!

Beitrag von suomi_ 09.08.07 - 15:05 Uhr

Du fühlst Dich durch den Absatz angesprochen?

Kein Kommentar.......

Aber ich denke der Begriff Mannsweiber trifft sicher nicht auf Frauen zu, die ihr Glück in einer gleichberechtigten, offenen und partnerschaftlichen Beziehung suchen.

Sondern eher auf die, die einen Mann erstmal grundsätzlich als Feindbild betrachten. Meist durch schlechte Erfahrungen im Elternhaus und/oder späteren Beziehungen. Dieser Mann kann bei diesen Damen dann durch entsprechende Domestizierung und Unterwürfigkeitsgesten den Status eines gedulteten Haustieres erreichen, zur Menschwerdung reicht es aber nicht mehr......

Ich kann und werde hier niemanden namentlich nennen, das verbietet die urbia-Netiquette. Dich meinte ich aber sicherlich nicht, dafür bist Du mir ohnehin viel zu wenig aufgefallen in diesem Forum. Aber ich kann ja künftig Deine Beiträge etwas genauer lesen, vielleicht erkenne ich ja fossile Elemente darin.

Beitrag von abst 09.08.07 - 15:22 Uhr

#schmoll Ohje, doch ein Mauerblümchen.
Nein, im ernst: mußt du nicht.
Fühl mich durch diese Passage nur insoweit angesprochen als ich mich mit derem Gegenteil überhaupt nicht identifizieren kann und ich meine es wirklich: Lieber solch fossile Anteile als völlig mumifziert wie die Ausgangsposterin (ohne sie und andere, ihrer Meinung, abwerten zu wollen)
Wobei wenn wir jetzt darüber nachdenken müssen, dass fossil älter als mumifiziert ist- lassen wirs lieber!;-)

Beitrag von carminia 09.08.07 - 20:52 Uhr

Es steht viel Wahres in deinem Beitrag.
Ich habe immer mehr den Eindruck, dass sehr viele (gerade junge) Frauen überhaupt nicht wissen, was Emanzipation bedeutet.
Wird bei vielen wie ein Schimpfwort gehandelt: " Ich bin doch keine Emanze !!! "

Beitrag von noway 09.08.07 - 09:50 Uhr

Hallo!

Ich denke, daß es immer eine Defintionsfrage ist. Ich bin für mich eine selbstständige Frau. Aber ich möchte auch einen Selbstständigen Mann an meiner Seite haben. Es muß ein geben und nehmen sein. Ich lasse mich definitv auch belehren. lerne auch dazu und möchte meinen Horizont auch erweitern. Ich kann mich unterordnen, aber auch dominant sein. Ich kenne Frauen, die sich in der Männerwelt behaupten, die jedoch auch mit der Zeit nicht mehr weiblich sind und völlig untergehen. Ich bin deifinitv nach 2 Kindern noch attraktiv, lasse mich nicht gehen und mache, was mir gefällt, aber auch immer in Absprache mit meinem Mann und auf Rücksicht meiner 2 Kinder.

D

Beitrag von friendlyfire 09.08.07 - 09:53 Uhr

Hallo,

machst Emanzipation davon abhängig, dass du attraktiv bist? Davon dass du dich lenken, belehren, beraten, helfen lässt?

Ich bin auch sicher keine graue Maus und auch ich nehme HIlfe gerne an oder versuche etwas zu lernen, was mein Mann oder ein Mann besser kann (Elektrik, Auto ect hab ich keine Ahnung und kann damit leben, höre mir an, wenn mir jemand was erklärt, hab aber keinen Ehrgeiz mich in solchen Bereichen zu profilieren, das macht mein Mann oder Fachkräfte).
Dennoch finde ich mich emanzipiert. Mein Mann und ich teilen uns Haushalt auf, jeder kann alles machen, er putzt und wischt und wäscht genauso wie ich. Das ist für mich ein Teil der Emanzipation.
Wir sind beide berufstätig (ich eben als Studentin) und da weichen wir schon vom konservativ-traditionellen Weltbild ab.
Desweiteren mache ich mich nicht abhängig, ich habe eine gute Schul- und Ausbildung, mache mein Studium zu Ende und hab ab 2008 dann auch schon einen guten Job in Aussicht, in dem ich mehr verdienen werde als mein Freund. Er unterstützt und hilft mir, wo er kann und das ist auch Emanzipation.
Genauso habe ich ihn unterstützt, als er in der Ausbildung war...
Desweiteren hinterfrage ich, denke selbst und wenn ich glaube, etwas ist aufgrund patriachialer Verhaltensmuster so und sollte anders sein, mache ich meinen Mund auf.
Genauso wollen wir unseren Kindern (expl. unserer Tochter) beibringen, dass solche Muster vorhanden sind, man sie aber durchbrechen kann und ein Mädchen durchaus Fussball spielen kann, oder ein Junge reiten.
Ein weiterer Punkt der Emanzipation ist auch das Selbstverständnis des Körpers. Aber ich könnte jetzt ewig weiterschreiben.
Soviel nur noch: Für mich heisst Emanzipation nicht, dass ich mich als Frau vergesse und nur in Abgrenzung zum "starken Geschlecht"sehe (zwanghaft). Ich kann durchaus meine weiblichen Reize zum Einsatz bringen und finde das auch nicht verkehrt.
Aber die Emanzipation hat uns in vielen Bereichen schon geprägt ohne dass man das vielleicht merkt. Ich sag nur Anti-Baby-Pille, Muttersein und Beruf, ect...

Von daher bin ich wohl eine unauffällige Emanze in light Verion, aber das ist mir egal.

Lieben Gruß

ff

Beitrag von friendlyfire 09.08.07 - 09:55 Uhr

Nachtrag:
Die Überschrift ist in meinen Augen falsch. Denn Emanzipation ist nicht etwas, dass man wie ne Leggins, wenn es aus der Mode ist, einfach in den Schrank zurücklegt. Wir alle haben von ihr schon profitiert und sie ist Teil unseres Lebens als Frauen im 21. Jahrhundert, ob wir wollen oder nicht.

Beitrag von bluehorizon6 09.08.07 - 10:06 Uhr

Ich denke wenn du für dich Frage beantwortet hast, dass das so wie du bist okay ist, kannst du prima damit leben und ich glaube auch das es Partner gibt die das schätzen.

Meines Erachtens mußt du nur auf eines aufpassen. Du solltest an keinen kommen der das ausnutzt, denn dann bist du unterdrückt, und das kann meines Erachtens nicht der Weisheit letzter Schluß sein.

Aber es ist auch nur meine Meinung

BlueH6

Beitrag von manavgat 09.08.07 - 10:36 Uhr

Mir ist es egal, wie Du lebst.

Das ist so egal, wie wenn in China ein Sack Reis platzt.

Solange ich so leben kann, wie ich will. Emanzipiert bedeutet für mich: selbstbestimmt. Und das ist ein Menschrecht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von manavgat 09.08.07 - 10:38 Uhr

sollte heißen:

Menschenrecht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kreuzritter. 09.08.07 - 11:05 Uhr

"Mir ist es egal, wie Du lebst.

Das ist so egal, wie wenn in China ein Sack Reis platzt"

Was soll denn so ein Eingangssatz?

Du hast die Freundlichkeit eine Brückenpfeilers aus Stahlbeton!

Wenn Dir Charme und Esprit und Umgangsformen dermaßen abhanden gekommen sind, spar Dir dich Deine Kommentare!

Beitrag von baxlina 09.08.07 - 11:27 Uhr

hallo,

emanzipation bleibt solange wichtig und ist daher gefragt, solange es menschen gibt, die aufgrund ihrer rasse, ihrer ethnizität oder ihres geschlechts politisch oder anderweitig diskriminiert werden.

emanzipation geht also bei weitem nicht nur uns frauen an, auch wenn der begriff seit längerem synonym und zum teil sogar leider verächtlich ausschließlich für die freiheitsbewegungen der frauen von einigen gebraucht wird.

für uns alle hier in deutschland geborenen und lebenden frauen ist es mittlerweile selbstverständlich, dass wir ein wahlrecht haben, dass wir frei entscheiden dürfen, wen wir heiraten oder wen nicht, ob wir eine ausbildung machen möchten oder nicht, ob wir berufstätig sein möchten oder nicht und nicht zuletzt, ob wir kinder haben möchten oder nicht. für die meisten von uns ist es selbstverständlich, dass unsere meinung bei entscheidungen, die getroffen werden müssen, von bedeutung ist. als erwachsene frauen dürfen wir in deutschland selbstbestimmt leben. das ist nicht überall auf der welt der fall und schon von daher ist die emanzipation der frauen noch sehr gefragt!

aber auch hier in deutschland gibt es trotz aller erkämpften!!! freiheit für die frauen (traurig, dass diese freiheit erst erkämpft werden musste) noch verbesserungswürdige defizite. so z.b. die immer noch bestehenden zum teil extremen unterschiede, die bezahlung für die gleiche arbeit von frauen und männern betreffend, die jeglicher grundlage entbehren oder auch den umstand, dass es in öffentlichen bereichen eine sogenannte frauenrate gibt, die erfüllt werden muss. wenn ich z.b. bei öffentlichen stellenausschreibungen lesen muss: frauen und schwerbehinderte werden bei gleicher eignung bevorzugt." dann komme ich schon ins grübeln...

und letztlich ist es auch ein wichtiges erkämpftes ergebnis der vielgeschimpften feministinnen, dass du dich dafür entscheiden darfst, dein weniger selbstbestimmtes leben zu führen und dass du es eben nicht musst!

und nur am rande: auch eine frau, die gern hosen trägt und lieber über ihr leben selbst bestimmt, kann weiblich und attraktiv sein. für manchen mann macht sie das sogar noch attraktiver ;-) auch das ist ein ergebnis der weiblichen emanzipation und ich begrüße es...

gruß

baxlina

Beitrag von abst 09.08.07 - 14:32 Uhr

Danke!
LG

Beitrag von frejas.sal 09.08.07 - 13:43 Uhr

Emanzipation heißt nicht, daß eine Frau männlich sein sollte.

Es heißt für mich, daß eine Frau ihre Rechte kennt und zugesprochen bekommt, die selben Möglichkeiten geboten bekommt, die selbe Respekt, Anerkennung und Achtung erhält, wie ein Mann, daß sie nicht unterdrückt wird, weil es gesellschaftlich, politisch oder religiös so üblich ist. Ob sie lieber berufstätig ist oder hausfrau ist, ist ganz ihre Entscheidung und hat nichts mit Emanzipation oder Machismus zu tun.

Eine Frau kann stark sein, leiten, führen, kämpfen etc., und das alles sehr, sehr weiblich. Genauso kann ein Mann liebevoll, zärtlich und sanft sein, ohne seine Männlichkeit zu verlieren - bzw. ist es erst Recht das, was ich an meinem Partner so liebe und ihn für mich richtig männlich macht - er hat die Stärke, zu seinen weichen Seiten zu stehen.

Ich bekleide eine Führungsposition in einem Beruf, der auffällig männerdominiert ist. Ich muß mich also auch durchsetzen und mal ein Machtwort sprechen. Doch bin ich nie männlich geworden, sondern mache das immer auf sehr feminine Art. Privat brauche ich auch die starke Schulter meines Partners und finde es schön, wenn er sich mal durchsetzt und für mich stark ist. Umgekehrt kann er sich aber auch an mich anlehnen - da ergänzen wir uns ganz gut. Und das möchte ich nicht anders haben.

Beitrag von abst 09.08.07 - 14:31 Uhr

Hosen anhaben und Emanzipation sind ja wohl zwei Paar Schuhe- wenn man in Bekleidungsbildern bleiben möchte.
Glaub du hast da noch nicht viel darüber nachgedacht. Solltest du aber unbedingt tun. Da sind einige Antworten dabei, mit denen du dich auseinandersetzen solltest. Auch von den Männern.
Vorallem wenn du irgendwann einmal eine Tochter haben wirst oder vielleicht schon hast, solltest du dein Frauenbild dringend überdenken.

Sich unterzuordnen und gleichzeitig geschickt seine Interessen durchzusetzen- #augen- das ist bescheuert, wenn ich dir das mal von Frau zu Frau einfach mal so direkt sagen darf.

Wo bleibt da der Stolz und der Respekt sich selbst aber auch dem Partner gegenüber?

Beitrag von evilmichi 10.08.07 - 01:16 Uhr

Hallo!

Ist schwierig zu sagen, da muss ich schon weiter ausholen.

Ich bin kein "typisches" Weibchen. Fing schon damit an, dass ich mit drei Brüdern aufgewachsen bin und auch von mir selbst aus dieses ganze "Tussigehabe" fürchtlich fand. Man kann hinterfragen, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Wahrscheinlich nicht viel.

Ich bin attraktiv, charmant, schlank und dennoch nicht "zu" weiblich, breite Schultern und doch relativ schmale Hüften.

Ich liebe es, mich weiblich aber nicht "tussig" zu kleiden, und bin ganz bestimmt keine graue Maus. Im Gegenteil, je auffälliger desto besser.

Dennoch bin ich eine selbstständige, intelligente, gebildete und unabhängige Person, die ganz genau weiß, wo sie hin will.

Ja, ich gebe zu, ich brauche einen Partner, der mitzieht. Eine Bremse kann ich nicht brauchen. Aber ich möchte (und habe gottseidank) einen Partner, der hochintelligent, sehr gebildet, sehr charmant und nicht zuletzt attraktiv ist und inzwischen sogar halbwegs selbstständig.

Ich würde nicht sagen, dass ich bei uns die Hosen anhabe. Ist schwierig zu beschreiben, da ich in meinem Restaurant ja Chefin bin, und mein Partner mein Angestellter. Aber das war nicht immer so, und zuhause sind wir gleichberechtigt.

Wir arbeiten beide wir Tiere um den Laden dahin zu bekommen wo er hinsoll. Wir kümmern uns fürsorglich um unseren Sohn und das Wichtigste, wir ziehen an einem Strang.

Bei uns kann man nicht pauschalisieren. Ich habe nur gesehen, wie meine Mom 15 Jahre lang bei meinem Dad gelitten hat, und habe mir vorgenommen, niemals, wirklich niemals von einem Mann abhängig zu sein.

Nun, bis zu einem gewissen Maß bin ich es nun doch. Ohne Eric würde ich es vermutlich nicht schaffen. Aber es ist ja dann ja böse ausgedrückt ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Jedenfalls nicht mehr oder weniger als in einem anderen Chef-Angestellten-Verhältnis.

Was ich nicht abkann sind Tussis, die kein anderes Gesprächsthema haben als wer warum mit wem, der neueste Modetrend aus Mailand/Paris/London/woauchimmer und für die Oberflächlichkeit Lebenselixier ist.

Für alles was ich habe, habe ich hart gearbeitet. IMHO spricht nichts dagegen, dass eine Frau ihr Leben nach ihren Vorstellungen organisiert und plant. Wenn man zusammenhält, funktioniert das sogar mit Mann.

In diesem Sinne eine gute Nacht!

michi

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