Ich bleib nur für unsere Tochter bei ihm

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 08:39 Uhr

Hallo urbianerinnen und urbianer!

Meine Ehe ist am Ende. Sie war vorher schon nicht perfekt, aber seit unser Kind da ist, ist es so ziemlich aus und vorbei.
Die Gründe möchte ich jetzt gar nicht erläutern, da es mir hier auch gar nicht darum geht. Das Wichtigste: Ich liebe ihn nicht mehr!

Wenn es nur mich und ihn gäbe, wäre ich wahrscheinlich schon längst weg. Aber nun ist ja unsere Tochter noch da, und ich habe ein schlechtes Gewissen, aus ihr ein Scheidungskind zu machen.

Wer kennt diese Situation noch und wer möchte sich mit mir darüber unterhalten? Ich bin echt am Ende meiner Kräfte.

LG
anamaria

Beitrag von cinderella2008 09.08.07 - 08:47 Uhr

Hallo Anamaria,

für Deine Tochter ist es besser, ein Scheidungskind zu sein, als in einer unglücklichen Familie aufzuwachsen. Du wirst ihr nicht ein Leben lang ein glückliches Familienleben vorspielen können, wenn Du Dich dabei verbiegen musst und schlecht fühlst. Irgendwann wird es zu unschönen Auseinandersetzungen, zu Streit, Vorwürfen usw. kommen. Willst Du Deinem Kind das antun?

Wenn Du Deinen Mann nicht mehr liebst, dann trenn Dich von ihm und ermögliche Deiner Tochter einen regelmäßigen und entspannten Umgang mit ihrem Vater. Versucht, weiter Eltern zu bleiben, auch wenn es als Paar nicht mehr klappt.

Dann habt Ihr alle drei die Möglichkeit, ein glückliches Leben zu führen.


LG, Cinderella

Beitrag von versteh Dich... 09.08.07 - 08:58 Uhr

Guten Morgen anamaria!

Ich kenn das nur zu gut...
Ich reiße mich auch nur noch zusammen und versuche nett und lieb und attraktiv und und und zu sein.
Aber es ist eigentlich alles nur Show, ich tu das auch nur für den Kleinen (5 Monate).
Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser wäre JETZT zu gehen, solange mein Sohn noch so klein ist, dass er es vielleicht noch nicht so mitkriegt.
Dann hofft man aber, dass es vielleicht nur eine Phase ist und sich doch noch alles zum Guten wendet.
Oder dass man so abstumpft, dass es einem nichts mehr ausmacht. Ob man so ein Leben durchhält, weiß ich nicht.
Ich weiß auch nicht wirklich, was ich tun soll.
Ich habe Angst, dass ich eine total verbitterte alte Hexe werde.
So wollte ich nie werden.

Wie alt ist Deine Tochter denn?

Liebe Grüße

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 09:19 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist zweieinhalb.

Ich denke auch immer darüber nach, ob es nur eine Phase ist. Ich drehe meinem Mann die Welt so hin, dass er nur noch zugreifen und nicht mehr so todunglücklich über sein Leben sein muss. Aber je mehr ich mich bemühe, umso schlimmer scheint es nur zu werden.

Wir keifen uns nicht an. Niemand schlägt irgendwen. Wir sind alle einfach nur unglücklich. Und so möchte ich eigentlich nicht weitermachen.
Ich weiß, dass es ihm überhaupt nicht besser gehen wird, wenn wir weg sind. Im Gegenteil er wird am Hartz IV-Tuch nagen und sich wahrscheinlich von seiner Mutter bekochen lassen.
Und das ist das zweite Problem. Ich kann mich nämlich nicht an den Gedanken anfreunden, ihm ein schlechtes Leben auftischen zu müssen...

anamaria

Beitrag von versteh Dich... 09.08.07 - 09:29 Uhr

Hallo!

Hab Dich nicht vergessen. Der Kleine hat die Windel voll und Hunger.
Nur so viel: Die Kleine kriegt das doch schon mit, oder?
Selbst mit 5 Monaten habe ich bei meinem Sohn ab und zu das Gefühl, dass man ihn nicht unterschätzen darf und er mehr mitbekommt, als man glaubt.
Bei uns ist die Situation etwas anders. Wenn ich meinen Mund komplett halten würde, würde mein Mann nicht einmal unglücklich sein...und einfach weiter machen...
Jetzt muß ich aber wirklich, der Kleine läuft Amok.

LG

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 09:39 Uhr

Und ob sie das mitkriegt.
Wenn er wieder genervt ist und die Türen knallt, dann kommt sie zu mir und sagt "Papa Tür geknallt. Ich hab Angst."
Gestern hab ich sie gefragt, wie der Tag so war. Da hat sie mir erzählt, sie wäre mit dem Mofa hingefallen und hätte sich weh getan. Und der Papa war dann böse und hätte geschrien.

Ich habe aufgehört, den Mund zu machen. Als ich mit ihm über die Probleme reden wollte, die die Kleine macht, bekam ich gleich die Antwort "Achja, und jetzt bin ich Schuld." (weil er den ganzen Tag mit der Kleinen zusammen ist).

Es hat alles irgendwie keinen Sinn mehr.

anamaria

Beitrag von danni64 09.08.07 - 10:00 Uhr

Hallo Anamaria,

ich kann dir auch nur raten,diese Ehe zu beenden,denn deiner Tochter tust du damit keinen Gefallen. Was hat sie von einer Mama,die den ganzen Tag unglücklich ist und unglücklich durch die Welt läuft. Glaub mir,das hinterlässt viele Spuren bei deiner Tochter.

Ich habe es damals auch gemacht,weil ich meinen Sohn und meine Stieftochter nicht als Geschwister trennen wollte.

Irgendwann bin ich dann aber doch gegangen und es war gut so für meinen Sohn. Er hat viel mehr selbstbewusstsein bekommen und ist ein starker junger Mann geworden. Er sagte irgendwann zu mir,warum ich nicht eher den Papa verlassen habe. Er hat bemerkt,dass ich viel glücklicher war und viel mehr lachte, wieder stärker war und das alles habe ich auf mein Kind übertragen.

Klar gab es viele Probleme bei der Trennung und da wir weiter weg gezogen sind, wurden die Geschwister getrennt. Aber auch das hat mein Sohn gut verkraftet. Meine Stieftochter möchte nichts mehr von mir wissen,was ich verstehen kann,denn ich habe sie ja verlassen. Ich muss dazu sagen,sie war damals schon 19 Jahre jung.

Ich rate dir,warte nicht zu lange,denn Kinder haben in so einer Beziehung sehr feine Antennen und leiden mehr,als man oft mitbekommt. Schaue einfach mal,ob deine Tochter noch fröhlich lachen kann oder eher immer traurig ist.

Lebt lieber alleine glücklich,als in einer Vater-Mutter-Kind-Beziehung unglücklich.

LG von Danni !!!

Beitrag von versteh Dich... 09.08.07 - 10:05 Uhr

Hallo!

Bei uns bin ich diejenige, die ab und zu Türen knallt, muß ich zugeben. Wenn ich das nicht tun würde, würden wir so dahinleben. Ich weiß nicht, ob er so gefühlskalt ist oder er einfach glaubt, daß eine Frau mit der Hochzeit das Recht auf eigenes Lebensglück verwirkt hat und nur noch funktionieren muss.
So nach dem Motto: Essen kochen, Geschlechtstrieb befriedigen (verbunden mit attraktiv bleiben, das Auge isst ja bekanntlich mit), Söhne großziehen und für mehr ist man eh nicht gut und mehr hat eine Frau auch nicht verdient und sie muß damit zufrieden sein.
Nur damit ich richtig mitkomme: Dein Mann ist zuhause und Du gehst arbeiten?

LG

PS: Es ist immer so. Kaum ist mal jemand vernünftiges online, bin ich im Stress. Bekomme gleich Besuch vom Schwager mit Familie. Mein Mann ist arbeiten.
Würde mich gerne weiter unterhalten mit Dir.
Können wir eine Uhrzeit ausmachen? So um 15.00 Uhr?

Beitrag von cinderella2008 09.08.07 - 09:52 Uhr

<Ich weiß, dass es ihm überhaupt nicht besser gehen wird, wenn wir weg sind. Im Gegenteil er wird am Hartz IV-Tuch nagen und sich wahrscheinlich von seiner Mutter bekochen lassen.
Und das ist das zweite Problem. Ich kann mich nämlich nicht an den Gedanken anfreunden, ihm ein schlechtes Leben auftischen zu müssen... >

Du bist nicht für sein Leben verantwortlich! Das ist nur er allein.

Wenn er am Hartz IV-Tuch nagen wird, dann ist das sein Problem und seine Aufgabe, etwas daran zu ändern.

Wenn Du Deinen Mann so siehst und er wirklich so ist, wie Du das hier beschreibst, dann geh weg von ihm und zwar bald!

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 09:59 Uhr

Hallo,

ich weiß, dass ich nicht für sein Leben verantwortlich bin. Allerdings bin ich nach Meinung der Ämter für so einige Dinge verantwortlich.
Das heißt, ich muss ihm Unterhalt zahlen.
Rein rechnerisch hätte es uns gut gehen können. Aber wenn ich daran denke, was die Scheidung kostet und der Unterhalt (wie lange zahlt man sowas?), dann wird mir ganz schwarz vor Augen.

Beitrag von olika 09.08.07 - 10:03 Uhr

Hallo

Warum geht er nicht arbeiten wen ich fragen darf .

Liebe grüsse Olika

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 10:08 Uhr

Weil er arbeitslos war, als ich schwanger wurde und wir uns dafür entschieden habe, dass ich die Familie ernähre während er beim Kind bleibt. Weil ich einfach gut verdiene.

Beitrag von olika 09.08.07 - 10:14 Uhr

Hallo

Danke für die Antwort ,aber dann wird er sich doch mit sicherheit neue Arbeit suchen wenn Ihr euch trennt ,oder meinst du das er es nicht machen würde und er Dich zahlen lassen würd .Schätze auch das das Amt ihn schon Beine machen wird dann.Weil so viel wirst du Ihn bestimmt nicht zahlen müssen das er davon gut leben kann.Oder müßtest du dann Deinen Job aufgeben wegen Deiner Tochter .

liebe Grüsse olika

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 10:19 Uhr

Er würde sich einen Job suchen. Aber das wird wohl dauern, weil er dann erstmal eine depressive Phase durchmachen wird.
Bei der letzten versuchten Trennung ist er weinend durch den Ort gezogen - nach Mitternacht...

Ich würde in Teilzeit arbeiten und die Kleine dann immer zum Kindergarten bringen und abholen. Allerdings müssten wir dann umziehen. Sowohl aus lokalen als auch finanziellen Gründen.

Beitrag von cinderella2008 09.08.07 - 10:13 Uhr

Das hört sich zwar nicht gut an. Aber trotzdem würde ich mich trennen.

Ich weiß ja nicht, was Du für ein Einkommen hast. Aber, wenn Deine Tochter weiter bei Dir lebt - davon gehe ich mal aus -, bist Du Dir sicher, dass Du dann auch noch für Deinen Mann aufkommen musst? Zur Not zahl halt Unterhalt für ihn und tritt ihm gleichzeitig in den Allerw*** und schick ihn auf Arbeitssuche. Wenn er ein wenig Mumm in den Knochen hat, lässt er sich nicht von Dir aushalten.

An Deiner Stelle würde ich erst mal zum Anwalt gehen und mich dort beraten lassen.

Beitrag von friendlyfire 09.08.07 - 16:07 Uhr

Meist ist es so, dass die Kinder bei der Person bleiben, die die Elternzeit genommen haben...

Beitrag von olika 09.08.07 - 09:58 Uhr

Hallo Anamaria

Ich muss sagen finde es nicht gut das du nur bei Ihm bleibst wegen Deiner Tochter .Meinst du sie merkt das nicht das du unglücklich bist .Ich kann da meiner Vorrednerin nur Recht geben .Deine Tochter ist bestimmt lieber mit einer glücklichen Mama alleine als mit einer unglücklichen Mama mit Papa.Wünsche dir von ganzen Herzen das du es schafst Dich zu trennen und mit Deiner Tochter ein glückliches Leben führen kannst .

Liebe Grüsse Olika

Beitrag von friendlyfire 09.08.07 - 10:13 Uhr

Hallo Du,

ich hab mir jetzt die Beiträge mal durchgelesen. Du schreibst, du willst deine Tochter nicht zum Scheidungskind machen. Es scheint ihr aber mit nem Papa, der (wohl) viel schimpft eh nicht gut zu gehen. So what?
Dann kam weiter unten dein Argument, dass ne Scheidung zu viel kostet.

Klar, können sich Gefühle ändern, das hat wohl jeder schon mal erlebt und erleben müssen.
Fakt ist aber, wenn dir das Wohl deiner Tochter wirklich so am Herzen liegt, dann musst du jetzt handeln. Wenn du allerdings keinen Bock auf den ganzen Stress und die Kosten hast, dann solltest du dich damit abfinden, dass die Situation nicht rosig ist und dich arrangieren.

Du hast nur sehr kurz das Problem umrissen. Aber frage dich mal ernsthaft, ob Du mit deinem Partner schon Tacheles geredet hast. Ob eine Paarberatung vielleicht was bewirken könnte. Wo du Chancen siehst und inwiefern du an der Situation beteiligt bist.
All solche Dinge solltet ihr klären, bevor ihr euch trennt. Denn ihr seid nicht mehr nur für euch selbst verantwortlich und wenn du gehst, wird dein Mann dennoch immer eine große Rolle in eurem Leben spielen, denn er ist der Vater eures Kindes.
Und wenn ihr euch, trotz, wie du schriebst, einer nicht perfekten Beziehung für ein Kind entschieden habt, was ja immer eine Risikoentscheidung ist, aber unter suboptimalen Bedingungen das Risiko noch größer ist, solltet ihr jetzt im Falle des Scheitern eures Feldversuches alles in eurer Macht stehende tun um die bestmögliche Lösung für eure Tochter zu finden. Und das bitte unabhängig von Kosten, Schuldzuweisungen oder Emotionen.

Denn sie ist das schwächste Glied in der Kette und wird die größten Schäden davon tragen, wenn ihr es verbockt.
Nicht alle Scheidungskinder haben irgendwelche Macken oder sind negativ geprägt bis an ihr Lebensende.

All das lass dir mal durch den Kopf gehen, und dann redet, redet und redet. Wenn das nicht klappt, sucht euch einen Mediator oder Therapeuten, es geht nicht nur um euch...

Viel Glück und alles Liebe für diese verzwockelte Sache,

ff

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 10:59 Uhr

Hallo,

danke für deinen Beitrag. Und du sprichst dir eigentlich aus der Seele.

Unsere Probleme liegen sehr tief und schwappen schon lange vor sich hin. Ich liebe ihn nicht mehr, ich mag es nicht, wenn er mich anfasst. Er wiederum kommt eigentlich nur zu mir, wenn er mich anfassen will. Er redet nicht mit mir, bespricht keine Dinge mit mir, will nicht wissen wie mein Tag war oder wie es mir geht. Wenn ich mich quasi aufdränge und erzählen will, wie mein Tag war, ist er nur genervt.

Die daraus resultierenden Probleme und das gereizte Verhalten unserer Tochter gegenüber ist nur die Spitze des Eisbergs.

Wir haben uns einfach nichts mehr zu geben.

anamaria

Beitrag von friendlyfire 09.08.07 - 12:43 Uhr

Hallo anamaria,

wenn es dir wirklich darum geht, das bestmögliche für deine Tochter zu machen, dann holt euch Hilfe und redet mit Hilfe eines Dritten ernsthaft darüber, wie ihr euch das vorstellt. Denn die Tips von wegen, neuer Papa kommt blabla, sind eigentlich schlichtweg Schmarrn, das Kind hat einen Papa und bloss weil ihr nicht mehr miteinander könnt, hat das Kind seinen Papa weiterhin.
Und ihr habt euch vielleicht auf Paarebene nichts mehr zu geben. Eure Tochter wird euch euer Leben lang verbinden. Da ändert sich auch nichts dran, wenn ihr euch trennt.
Ich finde es schlimm, wenn Eltern, die auf der Paarebene versagen, auch gleich die Elternebene wegschmeissen.

Es ist nie zu spät, hol dir Hilfe und schnapp deinen Mann und sprecht.

LG ff

Beitrag von blos nicht 09.08.07 - 11:11 Uhr

Mein Mann´s Eltern sind auch nur wegen den Kindern zusammengeblieben. Ich bin ein Scheidungskind. Ich kann nicht sagen, wer von uns beiden die meiste psychologische Probleme hat, aber zur Zeit ist es sicherlich mein Mann. Er trinkt zuviel, benimmt sich mit 38 wie ein pubertierende Junge.

Ihm hat das Zusammenbleiben seiner Eltern nun wirklich nicht geholfen.

Vor einem Jahr haben sich meine Schwiegereltern so doll gestritten, dass sie sich trennen wollte. Sie haben sich wieder nur verstanden, wegen den Kindern weil es Weihnachten war. Die Kinder sind alle über 30 und die Eltern über 70. Also zeigt es auch, dass das Elend keine Ende hatte.

Beitrag von cinderella2008 09.08.07 - 11:18 Uhr

Du hast Recht. Deshalb sollte man sich rechtzeitig trennen.

Wegen der Kinder zusammenbleiben bringt nichts. Und die Kinder leiden mit 18 unter Umständen auch noch unter der Trennung. Vielleicht sogar mehr als ein ganz kleines Kind.

Mein Sohn ist im wahrsten Sinne des Wortes zusammengebrochen, als sein Vater sich von mir trennte. Und hat heute noch an der Familiensituation zu knabbern. Für ihn wäre eine frühere Trennung eindeutig besser gewesen.

Beitrag von ca. 40 Jahre her......... 09.08.07 - 11:19 Uhr

Meine Mutter ist auch damals wegen MIR bei meinem Vater geblieben - um für MICH die Familie zu erhalten. Das ist nun über 40 Jahre her. Ich muss sagen, als Kind habe ich nie was von den Problemen gemerkt, ich hatte eine glückliche Kindheit. Als Teenager dann dämmerte mir ab und zu etwas und als ich dann so um die 20 war, hat meine Mama mir alles erzählt, was so vorgefallen war. Also mit meinem Vater hatte ich nie Probleme, er hat sich auch nie was anmerken lassen. Aus heutiger Sicht hätte ich besser gefunden, wenn meine Mutter sich damals getrennt hätte - irgendwie hätte sie mich auch allein groß gekriegt - sagt sie ja heute auch selbst. Aber damals war sie Anfang 20, keine Arbeit - nur Hausfrau und Mutter - eine graue Maus, so würde man das heute nennen. Heute ist sie das genaue Gegenteil, für ihre Anfang 60 top aussehend, selbstbewusst, noch voll berufstätig. Aber sie hätte mehr von ihrem Leben gehabt, mit einem anderen Partner. Auch als ich "groß" war, blieb sie bei meinem Vater - obwohl man mehr gestritten hat als alles andere. Ich glaub einfach, ab einem gewissen Alter trennt man sich nicht mehr so einfach - und wenn man sich, um es "auszuhalten" - nebenher was laufen hat...............Ich habe meine Mutter nie deshalb verurteilt. Als mein Vater dann starb, hätte man erwartet, dass meine Mutter irgendwie "erleichtert" ist - aber genau das Gegenteil war der Fall. Sehr seltsam.................

Ich jedenfalls würde mich in so einer Situation trennen, Kinder bekommen sowas immer irgendwie mit. Und warum soll nicht jeder nochmal eine Chance bekommen, nochmal neu zu beginnen? Wichtig ist es, dass beide mit der Situation vernünftig umgehen - eben wegen dem Kind!

Beitrag von andrea_right_back 09.08.07 - 11:24 Uhr

wie alt ist denn deine tochter???

gruß

andrea

Beitrag von absoluttraurig 09.08.07 - 11:32 Uhr

Fast 3.

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