Depression/Angst nach der Geburt...Schilddrüse ist manchmal krank!

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von frany 09.08.07 - 08:48 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin die Mama von 2 wunderbaren Kindern.

Vor 2 Jahren erkrankte ich 3 Monate nach der Geburt meiner Tochter an einer schweren postpartalen Depression,die ärtzlich nur mit einem Antidepressivum und einer Psychotherapie behandelt wurde.

Durch Zufall erfuhr ich ca. 1,5 Jahre später,daß die Ursache dieser Depression eine autoimmune Entzündung der Schilddrüse namens Hashimoto Thyroiditis war,die zu einer Unterfunktion geführt hat,sprich einem chronischen Mangel an Schilddrüsenhormonen.Erst ab diesem Zeitpunkt bekam ich die richtige Therapie (synthetische Schilddrüsenhormone) und ca. 6 Monate wurde ich von meinen depressiven Symptomen vollkommen befreit.

Da ca 9% der Frauen an dieser postpartalen Thyreoiditis nach der Geburt erkranken,diese Krankheit aber immer noch zu oft nicht diagnostiziert wird (was zu einer Chronifikation der depressiven Beschwerden führt),habe ich ein Forum für depressiven Müttern gegründet,um sie über diese relativ häufige aber ärtzlich wenig bekannte Krankheit zu informieren.Dort können Sie die Adressen von kompetenten Schilddrüsenärzten erfahren.

Ich gebe euch gerne die Link dieses Forums per PN weiter!

Ich freue mich auf eueren Besuch!

Liebe Grüsse
Elea

PS Andere Schilddrüsenerkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion durch Morbus Basedow und Schilddrüsenautonomie können ebenfalls nach der Geburt ausbrechen und zu psychichen Beschwerden (Angst/Panikattacken) führen.

Beitrag von frany 09.08.07 - 16:38 Uhr

Die Link meines Forum befindet sich in meinem Profil!:-)

Beitrag von frany 10.08.07 - 17:40 Uhr

*schubs*:-)

Beitrag von banditos 10.08.07 - 17:52 Uhr

Hi frany,

ich hatte meine erste "Panikattacke" letztes Jahr im Juni.
Ich hatte halt Angst das ich umkippen müsste jeden Moment und keiner könnte mich retten bzw. mir helfen. Man hat mir dann im Krankenhaus dann 24h EKG gemacht, aber auch nix gefunden. Als ich dann entlassen wurde, (mit keinem Befund!!!), hatte ich es 3 Tage später wieder. #heul Dann hatte ich Ruhe bis Juni diesen Jahres, am nächsten Tag der geburt meiner Tochter hatte ich es wieder. Aber nur gaanz kurz und nicht schlimm. Ich denke mal wenn es Angstattacken wären, hätte ich es doch auch im Laufe des ganzen letzten Jahres gehabt oder bekommen. Also gehe ich davon aus, so wie du es schon erwähnst, dass es an der Schilddrüse liegen könnte. Ich habe auch seit ein paar Tagen so komische Halsschmerzen, so ein Brennen, Herzrasen, habe abgenommen und Haarausfall ohne Ende( kann auch an der Geburt liegen!) ich weiss. Aber ich tippe nur auf Schilddrüse. Hoffe zumindest das es das sein könnte. Aber wie gesagt, wenn es etwas anderes wäre, dann hätte ich ich es dauernd gehabt.Ich hatte es aber nur insgesamt seit letztes Jahr Juni nur 2 mal gehabt bis jetzt.
Wäre für ein ausführliche Antwort sehr dankbar!!!

LG Banditos

Beitrag von frany 11.08.07 - 11:14 Uhr

Hallo Banditos,

ja,eine Funktionsstörung der Schilddrüse könnte in der Tat diese Paniktattacken ausgelöst haben.Sowohl eine Unterfunktion (Mangel-Grund:meist die autoimmune Entzündung Hashimoto Thyreoiditis) als eine Überfunktion (zu viel Hormone-Grund:die autoimmune Entzündung Morbus Basedow oder Schilddrüsenautonomie mit heißen Knoten) können Angstgefühle auslösen.

Dafür sprechen auch diese Symptome wie Halsschmerzen (Entzündung der Schilddrüse?),Herzrasen und Haarausfall.

Sehr wichtig ist,daß du dich von einem kompetenten Facharzt untersuchen lässt.Denn leider werden Schilddrüsenerkrankungen aus verschiedenen Gründen (zu weit gefasste Normwerte insbesondere) immer noch zu oft übersehen.

In meinem Forum (siehe Link in meiner Visitenkarte)gibt es eine Link,um Adressen von guten Ärzten zu finden.

Liebe Grüsse
Frany

Beitrag von marie006 12.08.07 - 21:54 Uhr

Huhu
erstmal Danke für deinen Link,welchen Doc in Raum Bremen kannst du empfehlen????Bei mir wurde nach der SS auch eine Unterfunktion festgestellt,zuerst lag auch der Verdacht Hashimoto vor,da es auf dem Ultraschall von der Struktur so aussah,doch die Blutwerte bestätigten dies nicht.Mittlerweile nehme ich täglich L_Thyroxin 100 und Jod,doch irgendwie habe ich immernoch Symtome wie starke Gewichtschwankungen und starke Stimmungsschwankungen etc.Würde meine Werte gerne nochmal überprüfen lassen.

Wäre nett,wenn du evtl.über meine VK antworten könntest

Beitrag von frany 13.08.07 - 10:23 Uhr

Hallo Marie:-)

Ich habe dir eine PN geschickt!

Wenn der Ultraschall nach Hashimoto aussah (echoarmes,inhomogenes Binnenstruktur),dann ist es sehr wahrscheinlich,daß es die Ursache deiner Unterfunktion ist.

Diese autoimmune Entzündung bricht oft nach der SS aus.

Welche Blutwerte meinst du?

Bei Hashimoto können Blutwerte (TSH,fT3,fT4) durchaus in der Norm sein.Es war bei mir der Fall (TSH bei 3 bei der Diagnose).

Und manchmal sind Antikörper (TPO,TG) nicht über der Norm erhöht (Seronegativität).Leider glauben viele Ärzte,daß Hashimoto erst vorliegt,wenn TPO-Aks über der Norm sind.Das ist richtig für die Mehrzahl der Hashimoto Patienten,aber es gibt Ausnahmen.

Jod ist übrigens bei einer autoimmunen Entzündung wie Hashimoto kontraindiziert,da es den autoimmunen Prozess fördert.Die Unterfunktion soll dann nur mit L-Thyroxin behoben werden.

Du solltest dich deswegen unbedingt durch einen kompetenten Facharzt untersuchen lassen!

LGFrany

Beitrag von frany 01.09.07 - 10:54 Uhr

Die neue URL des Forum lautet:

http://schilddrueseundpsyche.siteboard.de/