Seid ihr heute im Nachhinein zufrieden über die Erziehung euer Kids?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von tanjamami2006 09.08.07 - 13:39 Uhr

Hallo ihr Teenager Mamis

wollte mal fragen, ob ihr heute im Nachhinein zufrieden mit der Erziehung euer Kids seid. Was hattet ihr Euch anfangs mit Kugelbauch vorgenommen, was umgesetzt was würdet ihr wieder oder nichtwieder so machen?

Ich wünsche mir für die Erziehung: Wärme und Liebe aber auch strenge und klare Konsequenz, und hoffe es wird mir gelingen...

Tanjamami mit Lexi 10 Mon. am anfang des Langwierigen Erziehungsweges, der sicherlich oft steinig sein wird...

Beitrag von tschika1973 09.08.07 - 14:39 Uhr

Tja meine Töchter sind 12 und 16.

Und jaaa ich finde sie Klasse.
Die Große hat eine gute Lehrstelle gefunden, die Kleine hat trotz LRS anständige Leistungen in der Schule.
Beide helfen im Haushalt (freiwillig), sind recht vernünftig und wir können über Alles reden.
Klar gibt es mal Zickereien, viele Diskusionen, wie alle Kinder haben sie auch mal über die Stränge geschlagen.
Aber das nehm ich mit nem Grinsen, für mich gehört das dazu. Zusammen haben wir immer eine Lösung gefunden und werden das auch in Zukunft tun.

Ich habe ganz spontan mein "Erziehungsding" durchgezogen, eher locker, viel auf Selbstbestimmung und Selbständigkeit bezogen.
Oft hatten und haben meine Kinder Freiheiten und nen Vertrauensvorschuß was andere Menschen so nicht nachvollziehen können.
Der Erfolg gibt mir recht, allerdings denk ich Erziehungsstil hängt auch vom Kind ab. Es gibt viele wege die nach Rom führen, passen muß es, für die ganze Familie.

Beitrag von shalom 09.08.07 - 22:40 Uhr

Hallo,

teils teils. Ich glaube perfekt ist niemand. Und jeder macht Fehler die er im nachhinein bereut. Wichtig ist, aber dass man daraus lernt. Sich vorwärts bewegt und nicht nach hinten sieht.

Viele Grüße Shalom

Beitrag von hummelinchen 10.08.07 - 12:41 Uhr

Hey Tanja,

meine Tochter ist 17 und ein wirklich sehr toller und lieber Mensch #hicks. Sie ist einfach wunderbar und zauberhaft. Ich bin wirklich sehr, sehr stolz auf sie.
Und doch habe ich viele Fehler gemacht. Ich war auch einfach zu jung, gerade mal knappe 19 Jahre jung. Und mein Umfeld war nicht so toll. Ich war lange alleinerziehend und musste anfangs ja auch noch die Ausbildung wuppen.
Kürzlich habe ich alte Videoaufnahmen gefunden und mit Tränen in den Augen, diesen kleinen Drops (mit 1,5 und 3 und 5) im Fernsehen gesehen und alles war wieder so nah.
Ich war aber auch erschüttert, denn Ergo hätte ihr ganz gut getan aber die gab es damals noch nicht. Aber das macht sich jetzt noch bemerkbar. Leider...
Fazit: Ich habe viele Fehler gemacht und wir beide haben daraus gelernt, dafür sind Fehler ja da. Garantiert wäre sie kein besserer Mensch wenn ich weniger gemacht hätte, denn das ist ja deine Sorge. Wichtig ist Fehler zuzulassen, sie zu erkennen und mit ihnen umzugehen.
Nein, ich bin nicht zufrieden aber ich habe trotzdem ein tolles Mädchen groß gezogen. Denn unterschätze nicht die Wirkung dessen was einfach so zu Hause passiert. Was ihr täglich vorlebt. Denn etwas sagen und etwas tun sind zweierlei.

Wichtig ist über Gefühle zu reden, denn das merke ich jetzt an meiner Co-tochter. Sie kann das nciht, weil auch ihre Mutti das nicht kann. Beide sind so oberflächlich...

lg Tanja

Beitrag von lilaschuh 16.08.07 - 04:11 Uhr

Hi Tanja,

mal ne etwas andere Antwort. Bin 20 Jahre und damit selbst eigentlich noch ein Kind. Ich denke ich kann sagen, dass ich gut erzogen bin. Ich hab kein Problem mit niemandem, die meisten auch nicht mit mir. Abi hab ich gemacht. Eigentlich alles paletti.. eigentlich.

Im Nachhinein hätte ich mir doch von meinen Eltern gewünscht, dass sie mir noch einiges mehr beigebracht hätten. Z.b. haben sie in den 20 Jahren, und heute auch noch sehr selten, in meiner Anwesendheit nie über Geld geredet.Dazu bekam ich als Einzelkind immer verhältnismäßig viel Taschen.

Ich hab das Gefühl, dass wenn sie mir früher etwas mehr über das Verwalten von Geld beigebracht hätten, wäre jetzt vieles einfacher für mich. Ich hab einfach nie gelernt mit richtig mit Geld umzugehen. Und ich denke, dass ist eine der wichtigsten Sachen, die man einem Kind mit auf den Weg geben sollte.

Solltest du auch machen - meine Meinung.

Grüße

(Wenn du noch weitere Fragen hast und die Antwort von einem "Kind selbst haben willst, dann PM mich ruhig an. Würde mich freuen. Grüße)

Beitrag von 01wba056 26.08.07 - 00:53 Uhr

Ich habe 2 Kinder. Der Große wird nächste Woche 16 und der kleine ist 15 Monate alt.

Im Grunde bin ich zufrieden mit meiner Erziehung. Mein Großer weiß wie er sich zu benehmen hat, ist nicht frech und was für mich eigentlich das wichtigste in der Erziehung war: Er ist ein wirklich lieber Kerl. Er hat ein liebes Wesen und tut keiner Fliege was zuleide.

Was ich anders machen WERDE: der Kleine wird mehr eingebunden im Haushalt. Das hab ich beim Großen nicht gemacht und er ist ein Riesen-Schweinderl!In der Hinsicht wurde er nicht gut erzogen, muss ich ehrlich sagen. Ich hab immer hinter ihm hergeräumt und das war falsch!

Beitrag von helinyyy 26.08.07 - 22:23 Uhr

Ehrlich gesagt tut mir diese Frage weh..

Ich habe so viel falsch gemacht,habe so viel "übersehen" und vielleicht sogar ignoriert?
Meine Tochter ist jetzt 16 Jahre alt und leidet an Bulimie,Ängsten,Depressionen,SVV,Störungen..
Und das schon seit ihrer Kindheit.Es tut weh,einfach nur verdammt weh : (