Arbeitgeber nimmt keinerlei Rücksicht! Droht mit Kündigung!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von smiley0070_0 09.08.07 - 14:32 Uhr

Hallo Ihr lieben!
Nun muß ich mich auch mal bei Euch ausheulen.

Ich arbeite in der Altenpflege stationär und bin seid 5 Jahren in diesen Haus angestellt, Fachkraft und fast nie krank gewesen.
Nun als ich meldete,dasich schwanger bin wurde am Anfang einfach alles ignoriert. Ich musste Nacht und Spätdienste machen bis zum 5 Monat, als ich AG auf Mutterschutzgesetz hinwieß das dies nicht rechtens ist, hieß es das wir unseren Patientienten ja auch Essen servieren und bewirten und somit zählen wir unter Gastronomie statt Gesundheitswesen.
Das habe ich mir ja noch gefallen lassen aber nun fällt es mir immer schwerer mit den Arbeiten,ich bekomme schlecht Luft und habe Probleme im Rücken. Auch muss ich Arbeiten ausrichten die ich nicht darf, wie Medikamente spritzen und Verbände wechseln.
Einige meiner Kollegen schicken mich zu Patienten die 80 kg und mehr wiegen und wenn ich um Hilfe bitte und mich weigere diese alleine zu versorgen wird nur gesagt, Schwangerschaft ist keine Krankheit.
Meine Stationsleitung hat sich nun heute früh bei der Heimleitung beschwert über mich das ich Ihre Aufgaben die sie mir gibt nicht erfülle und verweigere, und das dies eine Arbeitsverweigerung wäre.
Daraufhin wurde ich zur Heimleitung zitiert und bekam die Aussage das wenn ich die mir aufgetragenen Arbeiten nicht erfülle ich mir meine Kündigung abholen darf.
Ich war schockiert aber sagte ebenfalls, das dies mir egal wäre und sich dieses Haus ebenfalls nicht an gesetzt hält wie Feiertag und Wochenendarbeit und Nachtdienste und so weiter.
Meine Heimleitung unterstellte mir dann das ich Ihr drohe und dann habe ich mich umgedreht und bin gegangen, habe mich jetzt krank schreiben lassen für eine Woche erst mal.
Als ich anrief und dies mitteilte sagte man mir nur, das hat Konsequenzen für mich.
Nun weiss ich nicht mehr weiter, bin stinksauer auf AG und brauche aber diesen Job der noch sehr gut bezahlt wird.
Was soll ich jetzt tun?
33 SSW

Beitrag von tigerauge 09.08.07 - 14:35 Uhr

Also, ich bin kein Anwalt, aber du stehst nach Verkündigung der Schwangerschaft unter Gesetzen, die zumindest eine Kündigung bis 8 Wochen nach der Geburt nicht geltend machen lassen. Bist du in der Rechtsschutz? Lass dir das auf jeden Fall nicht gefallen, ich glaub bei denen hakt es, du hast Dinge zu beachten, bevor du dein Kind verlierst, nimmst du auf die Rücksicht, wie es richtig ist. Aber geh ansonsten vielleicht auch mal zu deiner Frauenärztin, vielleicht kann die dir auch schon weiterhelfen! Ich *knuddel* dich!

Beitrag von dover 09.08.07 - 14:36 Uhr

Unverschämtheit von deinem AG! Von wegen Kündigung. Wusste garnicht das es noch so dumme Menschen auf der Welt gibt. DU BIST UNKÜNDBAR zumindest im moment. Du hättest dich erst garnicht auf eine Diskussion einlassen sollen und hättest dir ein Arbeitsverbot geben lassen sollen von deinem FA. Naja, jetzt ist ja geschehen was geschehen ist. An deiner Stelle würde ich garnicht mehr arbeiten gehen und würde mich bis muschu krank schreiben lassen. Wenn die was zu melden haben, dann hoffe ich das du eine Rechtschutzversicherung hast und nimm dir einen guten Anwalt der auf Arbeitsrecht spezialisiert ist. Einfach so rausschmeissen können sie dich nicht. Aber du hast wirklich zu spät gehandelt. Ich drück dir die Daumen das alles gut geht.
Dover und #baby inside 11 ssw

Beitrag von smiley0070_0 09.08.07 - 14:41 Uhr

Ich habe eine Rechtschutzversicherung und ich habe auch mit dieser Problematik mit meinen Frauenarzt gesprochen.Der hat mir aber weder eine Krankmeldung noch ein Arbeitsverbot ausgeschrieben da es ja gesundheitlich mir und meinen Kind gut geht.
War jetzt bei meinen Hausarzt der mich sofort krank schrieb.

Beitrag von dover 09.08.07 - 14:52 Uhr

Verstehe deinen FA dann aber auch nicht ganz. Das ist doch offensichtlich das dein AG gegen Muschu verstossen hat und das echt nicht zumutbar ist. Wie mein Nachredner schon sagte, kämpf um dein Recht. Aber so wie ich das sehe gehst du ja jetzt eh in ein bis zwei wochen in muschu. Rede nochmal mit denen im guten wenn du wieder dorthin zurück willst. Ansonsten wirds wohl nur noch über Anwalt gehen.

Beitrag von emmy06 09.08.07 - 14:45 Uhr

Hallo....

erstmal heißt das nicht Arbeitsverbot, sondern Beschäftigungsverbot ;-) Ein Arbeitsverbot wäre etwas ganz anderes und extrem schlimmes ;-) ;-)

Zweitens, warum dem AG so einfach machen, ein BV bedeutet er bekommt das Geld über das U2 Umlageverfahren erstattet und kann jemand anderes einstellen.
Nööö...das muss Frau dann auch mal mies sein und dem AG das Amt füe Arbeitsschutz auf den Hals hetzen... Es ist strafbar, was ihr AG da abzieht und kann Geldbußen in Höhe mehrerer tausend Euro nach sich ziehen....

Nicht immer direkt den Kopf in den Sand stecken, sondern für seine Rechte kämpfen.... Als SS steht man da in guter Position....


LG Yvonne 25.SSW #herzlich#blume

Beitrag von jule74 09.08.07 - 14:38 Uhr

Vor einem Arbeitsgericht hättest du wahrscheinlich alle Chancen der Welt zu gewinnen. Nur leider ist dann das Betriebsklima völlig im Eimer und eine Weiterbeschäftigung für dich wahrscheinlich die Hölle.
Vielleicht schlaft ihr alle mal ein paar Nächte drüber und du bittest danach nochmal um ruhiges und klärendes Gespräch.

Viel Glück!

Beitrag von anarchie 09.08.07 - 14:38 Uhr

Hallo!

1. Du bist schwanger und damit unkündbar!

2. das MuSchu-Gesetz ist unabhängig von der Art des Job´s -du darfst z.B: nicht spritzen - egal ob du Floristin oder Krankenschwester bist...ebenso heben, Verbände, Nacht-und Spätdienste etc...

Ganz klar: weise die Leitung noch malklar auf´s Muschu hin, und weigere dich weiterhin Arbeiten zu tun, die du nicht machen darfst!
Sie kann dir GARNICHTS!

Lass dir auch gerne die Aufgaben schriftlich geben,die du verweigerst...

lg

melanie

Beitrag von anto1993 09.08.07 - 14:38 Uhr

Mensch das tut mir echt leid, das du so einen ärger hast.

Soweit ich weis dürfen sie dir nicht kündigen und du brauchst auch keine angst vor konsequenzen zu haben.

genieß jetzt das zu hause sein und wenn der fa auf deiner seite ist, dann schreibt er dich bestimmt bis zum muschu krank wenn der ag das nicht andres will.

Lg Andrea

Beitrag von rumpeli 09.08.07 - 14:43 Uhr

Hey,

sag das deinem Arzt.
Hast du es nicht eigentlich schon fast geschafft?
6 Wochen vor Termin bist du im muschu.

Wenn das wirklich so läuft da, musst du dir früher oder später einen neuen Job suchen. Mich würde da keiner mehr rein bekommen.

LG Rumpeli

Beitrag von rumpeli 09.08.07 - 14:50 Uhr

Ach ja und dann würde ich mir als nächstes einen neuen FA suchen.
Da der eine FA mich auch nicht krank schreiben wollte und ich dann eine FG hatte habe ich mir jemanden neuen gesucht.
Als ich wieder ss wurde hat die mich direkt krank geschrieben bis ich einigermaßen fit war sie hat auch gleich gesagt wenn es wieder Streß gibt auf der Arbeit schreibt sie es sofort wieder aus. Aber sie haben mich dann in Ruhe gelassen, bei mir hat es geholfen.

Alles Gute

Beitrag von sooza 09.08.07 - 14:39 Uhr

Hallo,

Du bist ja ganz schön spät dran mit den Klagen. Das hättest Du Dir überhaupt nicht bieten lassen müssen so ein Verhalten. Egal was die sagen, die können Dich nicht kündigen. Geh zum Amt (Gesundheitsamt, Amt für Arbeitsschutz?!) und zeige den Laden an, weil sie die Mutterschutzrichtlinien nicht einhalten. Die können sich da auf die Hinterbeine stellen, sie MÜSSEN das Gesetz einhalten. Das hat nichts mit Arbeitsverweigerung Deinerseits zu tun. Du gehst ja nun sowieso bald in Mutterschutz, dann bist Du sie erst mal los und sie können sehen wo sie bleiben. Aber wenn eine Kündigung oder irgendwas kommt, dann geh SOFORT zum Anwalt. Das musst und DARFST Du Dir nicht bieten lassen. Und lass Dich auf keinerlei persönliche Gespräche oder Diskussionen mehr ein, ohne dass ein Anwalt/eine dritte Person (z.B. Betriebsratsvertreter) dabei ist mehr ein.

Viele Grüße und alles Gute
Sooza (40. SSW, ET-3)

Beitrag von tini26 09.08.07 - 14:40 Uhr

Hallo,


1. sie dürfen Dir nicht kündigen, weil Du durch den Mutterschutzgesetz geschützt bist.
2. Die Stimmung ist jetzt natürlich mies. Du kannst Dir überlegen, ob Du Dich bis zu Deinem Mutterschutz krank schreiben bzw. ein Berufsverbot erteilen lässt.
3. Wird - wenn du Dich Krank schreiben lässt - natürlich sehr schwer später mal wieder bei diesem Arbeitgeber einzusteigen. Klar, hast Du ein Recht darauf, dass Du Deine Arbeitsstelle nach Ende der Elternzeit zurück erhälst, aber da werden sie Dir dann mit Sicherheit viele Steine in den Weg legen, wenn es jetzt im "unguten" endet.

Dein Geld erhälst Du natürlich weiter, weil sie Dich wie gesagt, nicht kündigen dürfen (eine außerordentliche Kündigung ist bei den von Dir vorgetragenene Gründen in keinem Fall berechtigt). Eine ordentliche Kündigung geht aus den oben genannten Gründen nicht. Insofern kannst Du auch einfach zu Hause bleiben. Und wenn Du meinst, dass es Dir dort nicht guttut und die schwere Arbeit Deinem Baby schadet, dann bleib zu Hause.
Wenn Dir daran gelegen ist, wieder einmal in diesem Job bei dem Arbeitgeber einzusteigen, dann würde ich mit der Heimleitung noch einmal in aller Ruhe reden.

LG tini

Beitrag von emmy06 09.08.07 - 14:40 Uhr

Hallo....

es tut mir leide, was man da mit Dir auf der Arbeit macht, ABER Du hast selbst auch schuld an den Zuständen... WARUM lässt Du Dir so etwas gefallen????
Du hast Rechte als SS und das nicht zu knapp!!! Warum hast Du Dich nicht informiert??
z.B. diese Links hier....
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C18435502_L20.pdf
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C18436200_L20.pdf

Das sind die Vorschriften, an die Dein AG sich halten muss bzw. schon lange hätte halten müssen. Verstösse und Nichteinhaltung des Mutterschutzgesetzes und der Mutterschutzrichtlinien einzelner Berufszweige ist strafbar und wird mit hohen Geldbußen usw. belegt.
Wenn Dein AG sich nicht dran hält, dann ist es an Dir für Deine Rechte einzustehen und zu kämpfen, schließlich trägst Du seit Monaten auch Verantwortung für Dein Kind.
Wenn Dein AG auf Ansprache deinerseits nicht reagiert, dann gibt es das Amt für Arbeitsschutz was einem in solchen Situationen schnell und hilfreich zur Seite steht.
Kündigung, das ich nicht lache, Dein AG darf Dich nicht kündigen... Das ist nur wieder eine Drohung, um Dich einzuschüchtern, damit Du die letzten 3 Wochen noch Deine Klappe hälst und sie Dich weiter ausnutzen können....

Das Recht ist seit Anfang der SS auf Deiner Seite, Du sitzt am längeren Hebel...


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von lalapine 09.08.07 - 14:42 Uhr

Erst einmal ruhig bleiben und tief durchatmen. Erstens mal kann Dir der AG vielleicht mit Kündigung drohen, Du genießt jedoch als werdende Mutter besonderen Kündigungsschutz.
Keine schöne Situation, doch genau für diese Fälle gibt es den Mutterschutz. Du hat deinen Teil erfüllt und den AG rechtzeitig informiert. Wende Dich gegebenenfalls an die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Sicher interessieren sich die für derartige skandalöse Vorgänge, da diese auch für den Schutz der Arbeitnehmer zuständig sind.
Anschließend würde ich deinen Arzt kontaktieren und ihm die Situation genau schildern. Meine Empfehlung wäre Krankschreibung bzw ein Berufsverbot bis zum Eintritt in den Mutterschutz.
Desweiteren kann auch ein Anruf bei der regioanlen Heimaufsichtsbehörde sinnvoll sein.
Übrigens zu dem Punkt Gastronomie oder Gesundheitswesen: ich habe selten einen derartigen Unsinn gelesen. Das Mutterschutzgesetz gilt branchenübergreifend!

Beitrag von emmy06 09.08.07 - 14:48 Uhr

Hallo....

es stimmt das der allgemeine Teil des Mutterschutzgesetzes übergreifend gilt, ABER es gibt Ausnahmen....
Schaust Du hier :-) ;-)
http://www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de/master/C3241721_N3239275_I1717444_L20_D0_R0.html


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von smiley0070_0 09.08.07 - 14:50 Uhr

Danke erstmal für den Zuspruch, ich weiss das ich recht spät gehandelt habe und mir zu viel gefallenlassen habe,aber nun ist es nun mal so gekommen.
Ich habe natürlich eine Rechtschutzversicherung und wenn da noch was nachkommt wieKündigung werde ich sie auch nutzen.
Ich habe auch nicht vor nach der Elternzeit bei diesen AG wieder anzufangen, ich habeandere Möglichkeiten.
Ich war halt so sauer,letzendlich auch auf mich selbst weil ich mich so rum schubsen lassen habe:
Danke Euch allen erst malfür die aufbauenden Worte!

Beitrag von emmy06 09.08.07 - 14:53 Uhr

Versuch die letzten Wochen für Dich und Dein Baby halbwegs erträglich zu gestalten und wenn es weitere AU´s Deines Hausarztes sind.
Nichts destotrotz, auch wenn Du nach der Elternzeit nicht zurückgehst, würde ich das Amt für Arbeitsschutz einschalten... Wenn es Dir vielleicht nicht mehr viel hilft, aber dann jeder anderen SS, die nach Dir diesen Zuständen ausgesetzt ist.


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von smiley0070_0 09.08.07 - 15:01 Uhr

werde den Gewerbeaufsichtamt mal nen Tipp geben.
Stimmt schon, mir hilft es nicht aber eben denen die noch kommen.

Beitrag von franni128 09.08.07 - 14:54 Uhr

Hi.

Bist du nicht schon im Mutterschutz?

Ich habe gerade mal ausgerechnet, dass dein Mutterschutz am 24.07.2007 begonnen hat.

LG
Franziska
ET -2

Beitrag von smiley0070_0 09.08.07 - 14:56 Uhr

nein 6 Wochen vor Entbindung sind der 23.08. bei errechneten Termin am 04.10.
Aber schön wärs,danke fürs schauen

Beitrag von emmy06 09.08.07 - 14:57 Uhr

In Deiner VK steht ET 04.September ???

Beitrag von smiley0070_0 09.08.07 - 15:04 Uhr

Danke für den Hinweis, das ist falsch, 4 Oktober ist der termin.
Habe es geändert.

Beitrag von ottilie2006 09.08.07 - 18:17 Uhr

Hallo! Ich würde gar nicht mehr lange mit deinem AG herumdiskutieren: lass dich krankschreiben, deine Arbeit ist im Moment ja unzumutbar. Du bekommst doch eh dein Gehalt weiter bezahlt. Allerdings musst du damit rechnen, dass du zum ehest möglichen Zeitpunkt wahrscheinlich gekündigt werden wirst. Allerding bei so einem AG würde ich nicht mehr arbeiten wollen. Liebe Grüße und alles Gute für dich und deinem Zwerg.#klee