Beikoststart bei allergie-gefährdetem Baby...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von dana_rw 09.08.07 - 20:26 Uhr

Hallo ihr lieben Mamis,

meine Kinderärztin hat mir heute gesagt, dass ich bei unserm Zwerg, sobald er 5 Monate alt ist mit der Beikost anfangen soll. Er ist ein sehr aufgewecktes Kerlchen und auch schon recht propper#freu und am Essen total interessiert und guckt bei uns schon immer ganz gierig.
Ich habe jede Menge Allergien - nun würde mich mal interressieren, wie ihr denn mit der Beikost begonnen habt.
Die KiÄ meinte, ich soll mit Pastinake anfangen. Wieviel geb ich ihm denn da am anfang... eine Woche also Pastinake-Gläschen und dann die Woche drauf??!! Tut ihr den Brei in einen Warmhalte-Teller??#kratz Is vielleicht ne blöde Frage, aber ich denk mir, dass der anfangs wohl noch nicht so schnell isst und dass das Breichen dann kalt ist, bis er alles aufgegessen hat...#gruebel

Ich würde mich sehr über Antworten freuen!!
#danke und liebe Grüsse von
Dana mit Xaverl*23.3.2007, der nun friedlich schläft

Beitrag von poldi83 09.08.07 - 20:33 Uhr

Hallo Dan!

Wieso rät dir deine Kinderärztin bei einem allergiegefährdeten Kind zum Beikoststart mit 5 Monaten? Nimmt er nicht mehr zu? Bei einem allergiegefährdeten Kind würde ich sonst nämlich erstmal warten, bis es 6 Monate alt ist, bevor ich mit Beikost anfangen würde! Versteh deine Ärztin nicht so ganz.

lG Nina mit Paul Jonas (*05.01.05) und Finn Mathis (*31.01.07)

Beitrag von lucie_neu 09.08.07 - 20:35 Uhr

Bei einem allergiegefährdeten Kind ist es meiner Meinung nach ganz falsch, mit 5 Monaten anzufangen. Allergiegefähdete Kinder sollten mindestens 1/2 Jahr gestillt werden oder HA-Nahrung bekommen..

Dein Kind isst doch noch sein ganzes Leben lang feste Nahrung. Da kommts doch auf 1, 2 Monate nicht an, oder?
Wir haben mit 6 Monaten begonnen (Emma ist NICHT allergiegefährdet), allerdings nach 1 Woche nochmal Pause gemacht und weiter gestillt.

Ach ja, und wegen dem Füttern: Ich hab ein paar Löffel Brei (koche von Anfang an selbst) in eine Glasschüssel getan und diese 10 Sek. in der Mikro erwärmt. Kann man auch immer mal wieder zwischendrin warm machen

lg
Lucie

Beitrag von clautsches 09.08.07 - 20:42 Uhr

Kinderärzte... #augen
Warum raten die immer, viel zu früh mit Beikost anzufangen? Ich versteh das nicht...

Warte mindestens bis zum vollendeten 6. Monat - das ist das Beste, was du für dein Kind tun kannst!

LG Claudi + Leon Alexander *23.03.2007
http://www.unserbaby.de/miclau/content-r108857.html

Ach ja, hier noch ein paar Infos zum Beikoststart:

Der richtige Zeitpunkt für Beikost

Quelle: Biggi Welter, Stillberaterin der LaLecheLiga

Der Organismus eines Babys ist in den ersten sechs Monaten auf eine Ernährung mit Muttermilch ausgerichtet. Eine Einführung von Beikost vor diesem Zeitpunkt (wobei man sich natürlich nicht um ein paar Tage hin oder her streiten darf) kann zu einer Überlastung der Nieren (erhöhte Molenlast) und des Verdauungssystems führen.
Je früher die Einführung anderer Nahrung beginnt, um so höher ist das Risiko. Gerade in den ersten Wochen und Monaten, ist der Darm noch sehr unreif und die Darmschleimhaut ist durchlässig. Artfremdes Eiweiß kann vor allem in den ersten Monaten die noch nicht ausgereifte Darmschleimhaut passieren und so in den Blutkreislauf gelangen. Der Körper sieht dieses Eiweiß als Fremdstoff an und kann eine allergische Reaktion auslösen. Nach sechs Monaten ist der Darm erheblich reifer und die Gefahr geringer.

Es ist sinnvoll mit der Beikost erst dann zu beginnen, wenn das Baby die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt:

• es ist in der Lage aufrecht zu sitzen,
• der Zungenstreckreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt,
• es zeigt Bereitschaft zum Kauen,
• es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken und interessiert sich dafür,
• es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt.

Dies ist meist etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Auch Babys, die mit künstlicher Säuglingsnahrung gefüttert werden, sollten in den ersten sechs Monaten keine andere Nahrung erhalten.

Wenn es dann soweit ist, sollte die Einführung der Beikost langsam erfolgen. Es ist am günstigsten mit einem Nahrungsmittel zu beginnen, zunächst nur eine geringe Menge anzubieten (jeweils nur mit ein paar Löffeln beginnen) und diese dann langsam zu steigern. Am Anfang sollte nur eine neue Nahrung, ein- oder zweimal am Tag gegeben werden und etwa eine Woche gewartet werden, bevor wieder etwas Neues angeboten wird. (Also nur Karotte, nur Kartoffel, nur Banane, nur geriebener Apfel usw.).

Der Sinn dieser Vorgehensweise ist folgender: Falls sich eine allergische Reaktion zeigt, kann man auf diese Art leichter feststellen, was sie verursacht hat. Auch wenn das Risiko einer allergischen Reaktion nach dem ersten halben Jahr nicht mehr so groß ist, besteht die Möglichkeit dass eine Speise eine allergische Reaktion auslöst (Ausschlag, Durchfall, Erbrechen). Wurde immer nur ein neues Nahrungsmittel eingeführt, dann lässt sich leichter feststellen, welches Nahrungsmittel nicht vertragen wurde. Die betreffende Speise sollte dann aus dem Speiseplan gestrichen und erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden. Bereits eingeführte Nahrungsmittel, die gut vertragen werden, können miteinander gemischt werden.

Überlegen Sie sich wirklich, ob Sie vorher mit Beikost beginnen wollen, es hat keinen Vorteil für Ihr Kind, aber viele Nachteile und nur die Tatsache, dass die Nahrungsmittelindustrie auf die Packungen druckt „ab vier Monate" heißt nicht, dass Beikost ab diesem Alter sinnvoll oder notwendig ist.

Beitrag von rosenblatt1979 09.08.07 - 21:32 Uhr

du postet auch jeden Tag den gleichen Text.
#augen

Beitrag von clautsches 09.08.07 - 21:34 Uhr

Ja, stimmt!

Es gibt halt leider sehr viele Mamas, die ihn noch nicht kennen - und genau das will ich ändern! ;-)

Beitrag von rosenblatt1979 09.08.07 - 21:38 Uhr

naja wer nicht selbst was zu schreiben hat der kopiert halt gerne.

Beitrag von clautsches 09.08.07 - 21:45 Uhr

Ja, stimmt! ;-)

Beitrag von jindabyne 09.08.07 - 21:39 Uhr

Ich bin auch starke Allergikerin und habe über sechs Monate nur Milch gegeben. Dann mit Kürbisbrei angefangen, wobei Pastinake bestimmt auch okay ist. In der zweiten Woche dann etwas Kartoffel dazu.

Meine Tochter hat allerdings sehr schlecht gegessen. Ich habe ihr nur so viel gegeben, wie sie bereit war zu essen. Nach einigen Wochen wollte sie jedoch gar nichts mehr haben. Wir haben ihr immer wieder etwas angeboten, auch verschiedene Breisorten im Laufe des ersten Lebensjahres. Es hat allerdings gedauert, bis sie 13 Monate alt war, bis sie anfing zu essen - dann aber gleich feste Kost (Ich konnte Brei nicht mehr sehen #schein).

Wir hatten auch einen Warmhalteteller und ich fand ihn gerade bei einem "Problemesserkind" sehr sinnvoll.

LG Steffi

Beitrag von dana_rw 10.08.07 - 02:32 Uhr

Hallo Mädels,

vielen Dank für euere Antworten;
dann werd ich doch einfach noch ein gutes Monat warten mit dem Brei-Beginn...
Ich hatte eigentlich eh vor nicht vor Beginn des 7. Monats damit zu beginnen, aber nachdem mir das meine Ärztin gesagt hatte... sie hat einen wirklich guten Ruf und ich vertraue ihr eigentlich wirklich blind...#schmoll
Versteh ich nicht, dass sie mir zu etwas rät, was eigentlich nicht so gut ist#kratz. Was haben Kinderärzte davon, wenn Mütter ihren Kindern Brei geben, obwohl sie lieber noch Stillen sollten??!!Versteh ich echt nicht...#gruebel

Liebe Grüsse,
Dana mit Xaverl*23.3.2007, der gerade seinen Nacht-Snack eingenommen hat ;-)

Beitrag von verro85 10.08.07 - 10:01 Uhr

Morgen,
das versteh ich nicht ganz, deine KÄ wird doch sicherlich durch die Anamnese wissen das das Kind gefährdet ist.
mich würd ehrlich gesagt interessieren warum sie dann zur Beikost rät. Frag sie doch mal ob es nicht bei der Vorgeschichte sinniger wäre zu warten.
neugierige Grüße