Mir reichts grad soooooooo !!!!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sternschnuppe5 09.08.07 - 20:52 Uhr

Hallo Mamis

muß mich echt mal ausk...... !!!! Meine kleine treibt mich grad echt in den wahnsinn. Seit der Geburt die mittlerweile zwei Jahre her ist will sie einfach nicht schlafen!!!

Jeden abend das gleiche Spiel immer und immer wieder wenn es Zeit ist ins Bett zu gehen, fängt sie an im Bett rum zu turnen und steht immer wieder auf. Das geht ewig so vor allem bleib ich ja schon bei Ihr bis sie einschläft. Aber das dauert dann auch ganz schön lange.

Wir haben schon immer Einschlafprobleme gehabt vielen sagen jetzt bestimmt ich bin selbst dran schuld aber es ist gar nicht immer so einfach sein Kind schreiend im Bett zu lassen.

Aber ich kann jetzt einfach nimmer ich kann und will einfach nicht mehr stunden lang am Bett stehen bleiben bis sie eingeschlafen ist.

Vielleicht wißt ihr mir einen Rat !!!! Wäre euch echt dankbar!!!

Gruß Sandra

Beitrag von liesschen_1980 09.08.07 - 21:21 Uhr

Hallo Sandra,
erstmal #liebdrueck
Ich schildere Dir mal unsere Erfahrungen zu dem Thema.
Wir hatten vor einem halben jahr ähnliche probleme.
Unser Sohn wollte einfach nicht mehr schlafen, nagut, er wollte schon, ich bin auch immer brav neben ihm stehen/sitzen geblieben und er ist dann auch seelig eingeschlafen,
(das hat vorher nur immer knapp 10 min. gedauert und war durchaus zu "verkraften" und ich habe es nie als schlimm empfunden, ich fand es ehrlich gesagt sogar "schön" -bis eben plötzlich so eine "Phase" begann, wo das einfach vorbei war und zum richtiger Terror mit stundenlanger Nachtwache wurde)
denn wehe, ich habe mich auch nur einen cm bewegt... sofort war er hellwach und es gab stundenlanges geschrei und Theater und unser aller Nerven lagen blank, weil niemand (Kind und Eltern) mehr richtig in den Schlaf gefunden haben. Ich habe zu der zeit auch schon gearbeitet und da musste ich morgens auch fit sein.
Ich habe nie etwas davon gehalten, mein Kind in den Schlaf schreien zu lassen, ...jetzt kommt ein ABER: denn an diesem einen besagten tag gings wirklich nicht mehr. Psychisch, physisch.... Ich war jedenfalls -so wie Du sicher auch jetzt- total am Ende. Jerrick war da 1,5 Jahre alt , er war gesund, also kein zahnen oder ähnliches, da hätte ichs nämlich nicht gemacht.
Ich habe mich dann schweren herzens entschlossen, unserem Sohn möglichst liebevoll die Angst vorm "Allein-Einschlafen" zu nehmen.
Ich habe ihm versucht, ganz ruhig und liebevoll zu erklären, dass er sich hinlegen soll, da jetzt geschlafen werden soll, er keine Angst haben braucht, Mama kommt gleich wieder.... etc.
Dann habe ich ihm einen Kuss gegeben und habe das Zimmer verlassen. Natürlich gabs Geschrei und Geheule. Ich bin nach nicht mal zwei minuten wieder rein, das selbe Spiel von vorne, leibevoll gestreichelt, alles erklärt und gesagt, dass ich gleich wieder reinschaue...
So ging das vier Stunden im ca. zwei Minuten Takt.
Das war sicher sehr hart für uns alle-keine Frage, aber seitdem geht es uns allen besser dabei.
Und seitdem gibt es nur noch ganz selten Probleme, klar, einen schlechten Tag haben wir eben alle mal.
Mir persönlich war es wichtig, wenn ich gesagt habe, dass ich gleich wieder schaue, das auch zu machen, selbst, wenn er schon geschlafen hatte oder ruhig war. Und dass ich dabei auch innerlich ganz ruhig und entspannt war, sofern das ging, damit sich meine Unruhe nicht auch wieder "überträgt".
Nagut, ich weiss, das ist nicht jedermans Sache, ich selbst bin auch zu "weich", ein richtiges "Einschlaftraining" mit grössereren Zeitabständen nach dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" zu veranstalten, und habe es deshalb über einen für uns alle akzeptabelen Mittelweg mit -ich betone das- möglichst viel Liebe und Verständnis, aber auch trotzdem mit Konsequenz versucht.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und Kraft.
LG Anne



Beitrag von sternschnuppe5 09.08.07 - 21:27 Uhr

Hallo Anne

danke für deine Antwort, werde das auf jedenfall versuchen. Heute abend hat sie sogar versucht übers Gitterbett zu klettern!!! Aber ich weiß das es so nicht weiter gehen kann. Meine Nerven und Kräfte gehen langsam echt aus.

LG Sandra

Beitrag von liesschen_1980 09.08.07 - 21:50 Uhr

Ich habe auch mal von so einer Methode gehört, wo man langsam versucht, das Kind ans Allein-(Ein)Schlafen zu gewöhnen
Dabei sitzt man auf einem Stuhl neben dem Bett, bis das Kind einschläft, jeden Tag stellt man den Stuhl ein bisschen weiter vom Bett weg, bis man irgendwann VOR der Tüs auf dem Stuhl sitzt....
So theoretisch fand ich damals die Idee auch nicht schlecht ;-) Habs aber nie selbst ausprobiert.
Ich weiss ja nicht, in wie weit Du Dich schonmal so informiert hast/ausprobiert hast.
Ich drück die Daumen, dass Eure Nächte irgendwann wieder ruhiger werden!
LG Anne

Beitrag von munirah 09.08.07 - 21:26 Uhr

Hallo Sandra!

Meine Söhne (3 J. und 22 Monate) schlafen fast immer ohne mich ein. Unser Trick: beide dürfen eine begrenzte Anzahl von Kuscheltieren und Büchern mit ins Bett nehmen (2-3 Kuscheltiere, höchstens zwei Bücher) und dort "lesen" oder mit den Tieren spielen. Meistens komme ich später nochmal und ziehe die Bücher unterm Kopf weg. Manchmal haben sie zwar keine Lust allein zu sein und kommen trotzdem, aber meistens kann man sie mit irgendwas im Bett halten. Ein Kinderbett steht direkt am Fenster. Da lasse ich oft den Rolladen einen Spalt auf, damit der Kleine ausgucken kann, wenn er nicht schlafen kann. Und wir hängen die Wissens-Poster aus der Apotheke auf. Da kann man auch den ganzen Abend noch gucken bis die Augen zufallen. Das klappt aber nur, wenn wir lange genug vorher zusammen geguckt haben (10 bis 20 Minuten lang vorm Gute-Nacht-Sagen plus Geschichte vorlesen plus Gebet = eine halbe Stunde mindestens Abendritual!)
Vielleicht kannst du ja irgendwas von unseren Gewohnheiten brauchen... Viel Erfolg wünscht
Munirah

Beitrag von sternschnuppe5 09.08.07 - 21:31 Uhr

Danke für deine Antwort. Also Tiere hat sie auch im Bett, Abendritual haben wir auch, ich werd langsam versuchen sie ans alleine schlafen zu gewöhnen ich hoffe es gelingt mir.

Gruß Sandra

Beitrag von lucy15 09.08.07 - 22:36 Uhr

Ja, es wird dir gelingen- wenn dein Leidensdruck nur groß genug ist!

Wir haben bei unserem Großen die Methode mit dem immer weiter weg vom Kind zum Einschlafen gewählt. Er hat nämlich auf einmal auch 2 Stunden gebraucht, bis er MIT mir eingeschlafen ist.
Dann hab ich mich erst zu ihm direkt ans Bett gesetzt, dann immer weiter weg, und der letzte Schritt war wirklich vor der Tür.

Ja, er hat geweint. Aber nicht, weil er panische Angst hat oder so- nein, weil er seinen Dickkopf durchsetzen wollte.

Es ist ein riesiger Unterschied in meinen Augen, ob man sagt "ich laß mein Baby/Neugeborenes" nicht weinen, oder ob man sich von einem 2jährigen mit seinem Geheule erpressen läßt. Das Baby kann noch nicht mit Weinen bewußt etwas durchsetzen und braucht eine sofortige Befriedigung seiner BEdürfnisse.

Viele Mütter verpassen den Absprung in die Kleinkind-und Trotzalter-Phase.

Viel Erfolg,
Lucy