wie abgrenzen gegenüber familie?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von daisy1307 09.08.07 - 20:56 Uhr

hallo,

brauch bitte mal tipps, in meiner familie geht es drunter und drüber.
(suizid bruder vor 2 jahren, mutter schwerst depressiv, vater stellt mädls nach, die jünger sind als ich #augen mutter und vater trennen sich gerade, wobei ich nicht weiß, was aus meiner mutter dann werden soll. )
jetzt wohn ich eh schon drei jahre 270km weit weg und noch immer belastet mich die situation sehr. hab mittlerweile eigene familie und bin glücklcih. aber cih schaff es einfach nicht, mich abzugrenzen. es ist ja deren leben, das ist mir schon klar. aber es ist auch meine familie und es nimmt mich total mit, wenns von denen wem schlecht geht. bin schon ganz depressiv. #heul

mein leben wär genial einfach, wenn ich mich nicht dauernd mit irgendwas belasten würd. ich helfe ihnen so gut ich kann, aber andererseits werd ich selber ganz kirre, wenn ich länger bei ihnen bin. #gruebel

hat noch wer solche probleme? oft denk ich, ich bin allein auf dieser welt mit so ner familie. wie kann man sich denn da abgrenzen? ich liebe sie, aber ich will mir nicht immer ihre probleme aneignen.

danke fürs lesen und sorry fürs lange #bla

Beitrag von scrollan01 09.08.07 - 21:19 Uhr

Das ist schlimm für alle von Euch! Deine Mama depressiv wegen dem Suizid und wegen dem Verhalten Deines Vaters, Dein Vater völlig aus der Bahn geworfen und daneben noch ne "jammernde depressive Frau" --> dann eben das Nachstellen ...

Schlimm und tragisch!

Helfen kannst Du gar nicht!

Du kannst anregen, daß beide zusammen eine Therapie machen oder sich den verwaisten Eltern über das Internet anschließen und feststellen, daß sie nicht alleine sind!

Du kannst sie nicht mehr zurückholen ins Leben - Du kannst nur für sie da sein - bedingt --> solange es Dich nicht fertig macht! Du musst doch auch mit dem Tod Deines Bruders fertig werden oder? Nimmt da einer Rücksicht drauf?

Ansonsten eben zurückziehen und Dir ein dickes Fell aneignen! Sonst gehst Du kaputt!

LG

Beitrag von daisy1307 09.08.07 - 21:37 Uhr

danke für deine antwort!

die therapie für beide hätt ich schon mal angesprochen, aber mein vater braucht sowas ja nicht, er ist ja nciht verrückt #augen#gaehn

eigentlcih dachte ich immer, ich hätte ein dickes fell. aber wahrscheinlich nimmt es mich auch deswegen so mit, weil ich ja selber gerade erst mutter geworden bin. *gefühlschaos*

lg

Beitrag von zoora2812 09.08.07 - 22:01 Uhr

ALso,

ich kann dir nur sagen, dass es bei uns fast genauso war. Mein Bruder hat sich mit 18 das Leben genommen (das war Januar 1996). Seid dem hat sich unsere ganze Familie verändert. Mein vater ist Shcwerster Alkoholiker und elender Fremdgänger geworden, da er den Tod nie verkraftet hat. Meine Elter sind getrennt, seid 2 Jahren geschieden, mein Vater verwahrlost, wenn man es mal auf den Punkt bringen will. Meine Mum und ich sind die einzigst normalgebliebenen.
Du kannst deinen Eltern echt nur empfehlen, eine Therapie zu machen, weg, in eine Klinik, nicht zu Hause, einmal im Monat ein Gespräch.

Mit meinem Vater habe ich seid 3/4 Jahr keinen Kontakt mehr da er sich wohl mittlerweile das Hirn weggesoffen hat und mich und meinen Mann bedroht und beleidigt hat - und das aufs Übelste. Er weiss auch nicht, dass er in 2 Wochen Opa wird - wird er auch nie erfahren, davon abgesehen.

Du siehts, du bist mit deinem Problem nicht allein.

Schnapp dir den vernünftigeren Part deiner Eltern und red mit dem, dass deine Eltern Hilfe brauchen und du dich nicht immer für sie aufopfern kannst.

#liebdrueck wenn du mal reden magst, schreib über VK!

LG Jennifer mit Emilia Joelle morgen 39. SSW

Beitrag von lillifee111 10.08.07 - 10:48 Uhr

Hallo daisy,

Nein, du bist wirklich nicht alleine mit deinem Problem. Genau die Probleme die du hast, habe oder hatte ich auch. Nach langen 12 Jahren die ich mich mit dem Problem alleine rumgeschlagen habe, hatte ich mich Anfang des Jahres dazu entschieden für mich eine Therapie zu beginnen. Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Vielleicht denkst du auch mal über den Schritt nach. Denn Ändern kannst du deine Eltern nicht, und du bist auch nicht für Sie verantwortlich.