Nach 1. Kaiserschnitt freiwillig wieder KS?

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Beitrag von schnupperhase 09.08.07 - 23:38 Uhr

Hallo,
ich habe Finia am 12.09.06 mit einem geplanten KS wegen BEL entbunden.
Ich möchte ehrlich sein: ich hatte vor einer natürlichen Geburt mehr Angst, als vor einem KS mit Spinalanästhesie.
So war für mich der geplante KS gut zu verkraften.
Das wußten auch alle.

Wir möchten noch ein 2. Kind und Verwandte und Freunde fühlen sich immer irgendwie genötigt, mir zu sagen, dass ich ja dann "normal entbinden" würde....#augen#augen
Wenn ich dann sage, dass ich beim 2. Kind auch ein KS machen lassen werde, muß ich mich sofort rechtfertigen...#kratz

Natürlich kann man nach einem KS auch spontan entbinden, aber trotzdem stellt ein früherer KS auch eine Indikation dar, bei den nächsten Geburten auch wieder einen KS machen zu lassen.
Und diese Entscheidung sollte die Frau doch ganz alleine treffen, oder sehe ich das falsch?

Deswegen wolte ich hier mal fragen:

Wie werdet Ihr Euch entscheiden? Wißt Ihr das schon?
Vielen Dank für Eure Antworten.

Liebe Grüße Schnupperhase

Beitrag von smilla76 09.08.07 - 23:51 Uhr

Hallo,
habe im Juni 2005 meinen Sohn ebenfalls wegen BEL per Kaiserschnitt entbinden müssen. Jetzt bin ich wieder schwanger (14. SSW) und hoffe für mich, dass ich normal entbinden kann. Ich möchte für mich persönlich gerne die Erfahrung einer "normalen" Entbindung machen. Du solltest Dich von niemanden verrückt machen lassen. Jede Frau sollte selbst entscheiden, wie sie entbindet. Wenn für Dich ein erneuter Kaiserschnitt o.k. ist, dann lass ihn machen. Rechtfertige Dich nicht! Es geht niemanden etwas an! Dein Körper hat bis zur Geburt schon ein Wunder vollbracht, man muss sich nicht schämen, wenn man vor der natürlichen Geburt Angst hat!
Gruß,
smilla
(mit Lukas 2 Jahre und #baby (14. SSW))

Beitrag von hsi 09.08.07 - 23:52 Uhr

Hallo,

nach meinem ersten KS wollte ich unbedingt wieder eine normale Geurt haben. Der erste KS war auch nicht geplant, der wurde wegen hohen Geburtsstillstand gemacht, der zweite wegen QL. Jetzt möchte ich noch ein drittes Kind haben und es wieder versuchen dann spontan auf die Welt zu bekommen. Ich hab ja pro Kind schon fortschritte gemacht :-p. Das 1. Kind nicht gestillt, weil ich sogut wie keine MuMilch hatte und ich hatte keine eigene wehen gehabt. Mein Sohn wird voll gestillt und ich hatte eigene Wehen. Vielleicht ist es beim dritten Kind perfekt und ich kann wieder voll stillen und es auf normale Wege bekommen.

Lg,
Hsiuying + May-Ling *15.7.06 & Nick *09.06.07

Beitrag von stopf79 09.08.07 - 23:59 Uhr

Hallo Hsi!

Hättest Du denn theoretisch so kurz nach dem 1. KS natürlich entbinden dürfen? Mein Arzt meinte gleich nachdem er die Schwangerschaft bestätigt hatte zu mir, dass ich wieder per KS entbinden sollte ( passt mir aber nicht wirklich ). Wg. eventueller Risiken...

LG von Steffi mit Nils*17.03.2007 und Nr. 2 ( seit 2 Minuten 11. SSW )

Beitrag von hsi 10.08.07 - 21:21 Uhr

hallo,

hab dein posting gerade erst gelesen. klar hätte ich normal entbinden dürfen, das hat mein FA und meine Hebi mir gesagt gehabt.

Beitrag von waldez 10.08.07 - 00:53 Uhr

Hallo Schnupernase!

Ich hatte eine normale Geburt, eine per KS und eine moegliche dritte Gburt wuerde definitiv ein KS werden. Ich bin mit KS besser gefahren!

Gruss,

Waldez

Beitrag von dana_rw 10.08.07 - 02:48 Uhr

Hallo Schnupperhase,

ich habe unsern Xaver auch per geplanten KS zur Welt gebracht, denn ich hatte eine Risikoschwangerschaft und da ich einige Myome habe, ist das schon recht früh festgestanden; anfangs war ich etwas enttäuscht, aber ich hab mich dann recht schnell damit "abgefunden"; im Nachhinein betrachtet fand ich es wirklich für mich die Beste Lösung und ich möchte mein 2. Kind - sollte es denn nochmal klappen, was wir sehr schwer hoffen - auf alle Fälle wieder per KS entbinden.
Für mich stellt sich die Frage nach einer natürlichen Geburt eigentlich nichtmehr und ich sehe überhauptnicht ein, wieso ich mich dafür vor irgendjemanden rechtfertigen sollte.:-p
Ich weiss aber sehr gut was du meinst, denn immer wenn ich erwähne, dass ich per KS entbunden habe fühle ich mich irgendwie genötigt mich zu rechtfertigen. #augen Wieso eigentlich???!! Das ist das Gleiche wie mit Stillen ja oder nein. Ich würde mich nie erdreisten einer Mami einen Vortrag zu halten, dass sie doch lieber Stillen soll, anstatt #flasche zu geben. Ich denke jede hat sich darüber ihre eigenen Gedanken gemacht und das sollte respektiert werden ohne daraus einen Staatsakt zu machen. Das ist meine Meinung. Also lass dich nicht verunsichern... es ist DEIN Körper und DEINE Entscheidung und du solltest dir die Geburt für dich so "angenehm" wie möglich machen!!!
LG#herzlich von
Dana mit Xaverl*23.3.2007, der wohl gerade seine Zähnchen bekommt, weil er alle 1,5-2 Std. wach ist#schwitz

Beitrag von xeddy 10.08.07 - 06:59 Uhr

hallöle,
also ich habe moritz am 14.12.2006 aufgrund seiner "vorhergesagten" größe und weil man angst vor einer schulterdysplasie (o.ä.) hatte per KS bekommen und es ehrlich gesagt auch absolut nicht bereut!!
unser 2. werden ich auf jeden fall auch wieder per KS bekommen - das hab ich mir mal so vorgenommen. denn der KS war eigentlich eine "angenehme" sache. gut - man konnte die ersten 2, 3 tage nicht so wie man wollte - aber dann gings bergauf und alles super - und um das gerede der anderen würde ich mich an deiner stelle garnet kümmern!!!!
lg
xeddy

Beitrag von insomnia79 10.08.07 - 07:09 Uhr

Hallo ;-)

Ich habe unsere Tochter nach Einleitung spontan entbunden. Die Wehen taten zwar weh, aber nach 3 STunden wehen war sie da. Danach ging es mir bald recht gut. Nur eine kleine Dammverletztung. Lara kam um 15.46 auf die Welt. Am nächsten Morgen haben wir unseren ersten Spaziergang gemacht.

Unser Sohn lag lange in BEL und mein ARzt wollte einen KS machen. Und bei mir war es gerade anders herum. Ich hatte albträume vor einem Kaiserschnitt. Es war ehrlich schlimm. Ich hatte richtig panik! Und habe mich dann entschieden, ihn als STeißgeburt zu bekommen.
Aber in der 39. SSW drehte er sich dann noch in SL und ich habe ihn so zur Welt gebracht. Auch wieder ne recht angenehme Geburt. 2 STunden Geburtswehen und er war da Ohne Dammverletzung! ER kam um 23.07 Uhr auf die WElt. Am nächsten Tag sind wir schon wieder spazieren gelaufen und ich bin heim!

Ich würde es immer wieder spontan versuchen! aber ich denke, die Entscheidung liegt bei der Mutter! Wenn du sagst, du möchtest einen Kaiserschnitt, dann müssen das alle anderen akzeptieren! Ich denke, die Ängste einer Mutter müssen ernst genommen werden. Und was bringt es, wenn du dich nur verkrampfst vor Angst und somit dein Muttermund sich nicht öffnet. Dann läuft es eh auf einen Kaiserschnitt drauf raus. Und ich denke, ein geplanter Kaiserschnitt ist für alle Beteiligten einfacher und besser zu verkraften!
Mach es so wie du es für richtig hälst. Ich glaube, man hat da auch als ein recht gutes Gespür dafür ;-)

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute!!! ;-)

LG esther mit Lara 2 Jahre, 11 Monate + Mirco 8 Monate

Beitrag von bunny2204 10.08.07 - 07:20 Uhr

Hallo,

ich hab meinen Sohn 2003 per KS entbunden und hätte meinen zweiten Sohn gerne normal bekommen. Der 1. KS wäre für mich kein Grund gewesen einen zweiten KS machen zu lassen. Leider gab es nohc andere Gründe die gegen einen normale Geburt sprachen und so wurde Alex im März 2007 auch per KS geboren.

Damit ist für mich das Thema normale Geburt leider erledigt. Hier raten alle nach 2 KS von einer sponaten Geburt ab, es gibt im Umkreis von 70 km (incl. 2 Grossstädte) nur 1 Klinik die nach 2 KS eine normale Geburt durchführt...also wird auch Nr. 3 (irgendwann) per KS kommen.

LG BUNNY #hasi

Beitrag von mutterschaf1974 10.08.07 - 08:53 Uhr

Hallo!

Ich hatte meinen geplanten KS aus denselben Gründen wie Du! Und ich stehe dazu, dass ich jederzeit wieder per KS entbinden werde.

Ich denke gar nicht daran, mich vor anderen dafür zu rechtfertigen! Das ist etwas, das ich allein mit meinem Mann bespreche.

Deshalb würde ich an Deiner Stelle es ebenso sehen und mich nicht rechtfertigen. Es ist allein Deine Entscheidung und Freunde sowie Verwandte haben sich da nicht einzumischen.
Zum Glück musste ich mich nie rechtfertigen. Wahrscheinlich wurde hinter meinem Rücken über meinen KS getuschelt, aber wie sagt man so schön: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß...

Liebe Grüße
Michaela

Beitrag von bylle17 10.08.07 - 08:55 Uhr

hallo,

meine erste geburt war spontan und sie war absolut grauenhaft.
die zweite war ein KS mit spinalanästhesie und ich habe noch im OP gesagt, dass ich das jederzeit wieder so machen würde. es war so eine tolle geburt, ganz traumhaft und schmerzen danach hatte ich eher beim ersten mal schlimmer (dammriss und dammschnitt).

ich kann dich also voll und ganz verstehen und spiele auch mit dem gedanken, beim nächsten mal auch per KS zu entbinden.

das ist, genau wie beim stillen, ganz allein deine entscheidung.

lg
bylle

Beitrag von tinti 10.08.07 - 10:10 Uhr

Hallo liebe Schnupperhase,

ehrlich - ich habe einen grossen Sohn, 16 Jahre, den habe ich spontan entbunden - und weils schon so schön lang her ist, auch keine wirkliche "Erinnerung" mehr.

meine Tochter, 5 Monate, habe ich nach 30 h (inkl mehrmaligen Einleitens, weil 10 Tage drüber, und echt argen Wehen - und ich bin normalerweise nicht wirklich "wehleidig", mit PDA und einem Kaiserschnitt entbunden) weil wirklich nix mehr weitergangen ist. Baby ist so komisch auf meinem Schambein aufgelegen, dass sie nicht voran gekommen ist.... !!!
Sie war 53 cm gross und 4300 gramm schwer - die betreuende ärztin hat gemeint, warum wir nicht gleich einen Ks gemacht haben ?? #kratz

Lange Rede, kurzer Sinn: sollte ich wieder ein Baby erwarten - würde ich mich SOFORT für einen KS entscheiden.
Hatte vorher auch die Einstellung, nur wenn das Kind "normal spontan" geboren wird eine vollwertige Gebärende und Mutter sein zu können. Kompletter Schmarrn. Ich habs nicht 1 Sekunde bedauert ..


Sorry für das lange blabla... und was die supergscheiden Verwandten angeht ... lass sie reden, lächle huldvoll und ignorier sie...die wissen ja sowieso immer alles besser (ist in jeder Familie so :=)

LG Alex

Beitrag von cathie_g 10.08.07 - 10:17 Uhr

Ich habe meine erste per Notkaiserschnitt entbunden und beim zweiten auf vaginale Entbindung bestanden. Ein Kaiserschnitt ist immer noch eine grosse BauchOP und das wuerde ich ohne Indikation NIE machen wollen.

Klar ist eine vaginale Geburt etwas ungeheuer anstrengendes, was mit eigenen Risiken kommt, aber sie ist auch ungeheuer Kraft gebend und ich wuerd mir an Deiner Stelle das Erlebnis goennen.

Ein medizinischer Vorteil der vaginalen Geburt fuer das Baby ist dass die Lungen besser freigedrueckt werden und der Darm besser mit den richtigen Bakterien besiedelt wird.

LG

Catherina

Beitrag von schnupperhase 10.08.07 - 10:29 Uhr

Hallo,
danke für Deine Antwort.
Ein vorhergegangener KS ist durchaus auch eine Indikation für einen weiteren KS. Ich weiß, dass man das in der Regel freigestellt bekommt, aber es gibt Risiken, auf die man sich vielleicht nicht gerne einlassen möchte.
Das ist bei einer BEL ja ähnlich. Man kann entscheiden, ob man das Risiko eingeht oder nicht.
Besser gesagt: Man kann entscheiden welche Risiken man eingehen möchte: die Risiken einer spontanen BEL - Geburt oder die eines KS - und die Risiken mit denen man persönlich "besser" klarkommt geht man dann ein.

Liebe Grüße Schnupperhase

Beitrag von cathie_g 10.08.07 - 10:50 Uhr

Hi,

die Indikation kommt aber extrem drauf an, was beim ersten Mal der Grund fuer den KS war. Eine BEL beim ersten ist nicht automatisch ein Grund fuer einen weiteren KS (anders als bestimmte anatomische Probleme zB). Ich habe das nach meinem ersten KS sehr gruendlich recherchiert. Dazu muss ich sagen, dass ich nicht so eine "Natuerliche" bin im Sinne der ganzen Vorurteile die man so nach KS zu hoeren bekommt. Wenn mein Kleiner weiter in BEL geblieben waere haette ich keine Probleme damit gehabt, auch ihn per KS zu bekommen. Aber eben, ich hatte keinen Bock auf eine unnoetige BauchOP, ich fand es zB auch total genial nach 24 Stunden nach hause gehen zu koennen (waere schon frueher gegangen, aber bin im Kreissaal ohnmaechtig geworden, bloeder Blutdruck). Ich mag nicht im Krankenhaus liegen. Nach meinem NotKS bin ich nur 4 Tage geblieben - ich wollte SO SEHR nach hause.

Aber schlussendlich ist es Deine Entscheidung, Du musst Dich vor niemandem rechtfertigen. Ich wuerde auch einfach eine Diskussion ueber das Thema ablehenen. Es geht keine Nase was an, wie Du entbindest. Mir haben alle bei der zweiten Schwangerschaft anschnacken wollen, dass ich "mit 2 Kindern dann doch aber sicher zu hause bleiben wuerde" (nein) und nach der Geburt des zweiten, "dass ich doch jetzt sicher noch ein drittes wollen wuerde" (vielleicht, aber ich werde kein drittes bekommen).

Das Wort "Privatsphere" hat irgendwie keine Bedeutung mehr, heutzutage

LG

Catherina

Beitrag von schnupperhase 10.08.07 - 10:21 Uhr

Hallo an Alle,
vielen Dank für Eure Antworten. Hatte ein bißchen Angst, dass ich wegen meiner Entscheidung auch hier ein wenig mit Steinen beworfen werde#gruebel. Aber das Gegenteil war der Fall, also nochmal vielen Dank#freu.

Liebe Grüße Schnupperhase

Beitrag von raleigh 10.08.07 - 10:36 Uhr

Ich bekam bei meinem Sohn einen KS wegen abfallender Herztöne.
Das lief dann alles gut und ich habe auch nur kurz damit gehadert, dass wir es nicht spontan geschafft haben.

Beim zweiten Kind würde ich es dennoch wieder normal versuchen wollen. Mir fehlt irgendwie der Kraftakt dabei. Es ist ein bisschen so, als würde mir mein Kind geschenkt, das ist zwar auch auf seine Art ganz wunderbar (zumal es mir in dem Moment unglaublich egal war, weil ich Angst um den Schatz hatte), aber etwas anderes als ein Kind zur Welt zu bringen.

Das ist meine Sichtweise. Angst hab ich davor, genau aus dem gleichen Grund wie du. Eine KS-Narbe stellt ein Risiko dar.

Du hast dennoch recht, dass du selbst entscheiden darfst und sollst. Deine Sichtweise kann eine ganz andere sein und sie ist nicht weniger richtig als meine.