Wie soll ich mich bloß verhalten? Total im Eimer...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von freefallinggirl 10.08.07 - 00:53 Uhr

Hallo liebe Urbis,

ich bin jetzt schon eine ganze Weile bei Urbia Mitglied und mag dieses Forum sehr, auch wenn einige Diskussionen teilweise ganz schön "entgleisen" um es mal vorsichtig auszudrücken... Trotzdem habe ich all die Zeit mehr positives als negatives raus ziehen können und hoffe, daß ich mit meinen Antworten auch das ein oder andere Mal helfen konnte.

Heute muß ich mich hier mal dringend auslassen und frage in die Runde - bin ich bekloppt, oder muß ich mir den Schuh wirklich anziehen?

Dazu muß ich ein wenig ausholen.

Vor einiger Zeit schrieb ich folgenden Thread:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=27&tid=488199&pid=3193761

Danach ging es munter weiter #augen
Zu Laura´s Geburtstag haben wir anstandshalber auch Mama und Papa zum Tee eingeladen, sie kamen auch. Weil so schönes Wetter war, konnten wir auf der Terasse sitzen. Und wo alle so schön im Gespräch vertieft sind, erwähnt Mama, daß Opa (Papa´s Vater) ja bald Geburtstag hätte. Ich bemerkte, daß es sich um einen runden Geburtstag handeln würde. Darauf sagt sie in einem Ton, als ob sie mit einer 5-jährigen spricht:" Ja, aber ob ihr kommen dürft, weiß ich noch nicht so genau, ihr habt die beiden ja schließlich auch nicht zu Laura´s Geburtstag eingeladen!" Meinen Schwiegis ist fast der Unterkiefer runtergeklappt #schock Ich habe sie dann ruhig darüber informiert, daß ich bei der letzten Gelegenheit mit Oma und Opa über Einladungen gesprochen habe, und daß sie keine mehr möchten, weil sie wegen Oma´s schwerer MS eh seit Jahren nicht mehr aus dem Haus können (sie würde die lange Autofahrt schon nicht überstehen) und es ihnen deshalb lieber wäre, wenn wir darauf verzichten. Genausogut hätte in dem Moment aber auch ein Sack Reis in China umfallen können, denn nach ihrer Meinung "gehört es sich einfach, daß alle eingeladen werden". Daß der ausdrückliche Wunsch dabei ignoriert wird, ist ihr egal.
Anschließend nutzten sie die Gelegenheit selbst Einladungen zu verteilen zur 110-Jahr-Feier (10 Jahre verheiratet und beide wurden kurz aufeinander 50) am 26.08.06. Ich habe mich artig für die Einladung bedankt und gleich dazu gesagt, daß wir nicht teilnehmen werden, weil der Tag 5 Tage nach dem errechneten ET lag und wir in jedem Fall zuhause bleiben würden. Entweder wäre ich dann u.U. noch hochschwanger und mit 170 km viel zu weit von zuhause weg, falls es losgehen sollte und selbst wenn der Kleine schon da wäre, würden wir ihm so eine weite Reise UND eine große Feier nicht zumuten. Ich sagte, daß sie dafür sicher Verständnis hätten und daß sie dann eben für uns mit feiern sollten. Bei Papa blitzte noch halbwegs Verständnis in den Augen auf, bei Mama gab es ein Gesicht bis zu den Knien und einen mit größter Mühe verkniffenen dummen Spruch. :-[ War mir in dem Moment auch egal, nach 2 Stunden waren sie dann auch wieder weg.

Am 21.08. hatte Papa dann seinen 50. Geburtstag. Als ich anrief um zu gratulieren, war Mama am Telefon und sagte mir, Papa wäre nicht da und ich könnte ihn unter der Nummer xy erreichen. Ich also dort angerufen und überraschenderweise war dort das Krankenhaus Bremervörde! Er war am Abend zuvor mit einem Blackout vom Fahrrad gestürzt und hatte sich die Schulter ausgerenkt und diverse Prellungen eingefangen. Er versuchte dann noch mal uns zum Kommen am WE zu überreden, was ich jedoch nochmals höflich ablehnte. Von ihm kam dann nur:" Ihr müßt ja wissen, was ihr tut!" (Man stelle sich jeweils den passenden harschen Unterton dazu vor)

Am 25.08. um 22.59 Uhr kam Simon dann zuhause zur Welt. Nachdem wir uns in Ruhe "beschnuppert" hatten, hat mein Mann unsere Eltern angerufen, um ihnen zum 2. Enkelkind zu gratulieren, das war so gegen halb 2 Uhr nachts. Seine Eltern haben sich ein Loch in den Bauch gefreut (obwohl sie dazu aus dem Schlaf gerissen wurden), meine Mutter hatte nichts besseres zu sagen als:" Aha, dann hab ich meine Wette ja wohl verloren." #kratz#augen HALLO, GEHT´s NOCH?!? Sie hatte in der Nachbarschaft gewettet, daß unser Kind am 26.08. zur Welt käme und ein Mädchen würde - und jetzt kommts - WEIL SIE DAS SO WILL! Tja, Simon stürmte als strammer Junge gut 2 Stunden vorher auf die Welt #freu Thomas legte daraufhin ziemlich irritiert den Höhrer auf und kam zurück zum Kuscheln.

Am nächsten Tag kam frühs mein Schwiegerpapa mit einem großen Strauß roter Rosen und dicken Freudentränen in den Augen, als ich gerade Besuch von meiner Hebi hatte, die uns beim Stillen half. Er drückte mich so gut es ging (Simon wurde gerade im Liegen gestillt), gab mir einen Kuss auf die Wange, streichtelte ganz verstohlen einmal mit dem Zeigefinger über Simons Stirn und bedankte sich bei mir für das süße Enkelchen. Dann verschwand er wieder. Nachmittags kam dann Schwiegermama und brachte etwas leckeres vorgekochtes und eingelegte Pflaumen "für die Verdauung" ;-) Auch sie blieb nur kurz, weil sie wußte, daß mir an diesem Stillstart sehr viel gelegen war und sie nicht unnötig stören wollte. #danke

Am 26.09. hatte ich dann Geburtstag, den ich am 01.10.06 mit einer Teetafel im Familienkreis feierte. Auch meine Eltern bekamen anstandshalber wieder eine Einladung. Dabei wollte ich sie eigentlich gar nicht dabei haben... Mein Magen krampfte sich schon Tage vorher bei dem Gedanken daran zusammen. Dann kam der Nachmittag und während Laura ständig auf den Schoß gezogen und überschwänglich gedrückt und geknutscht wurde, würdigten sie Simon gerade mal mit je einem Blick beim Kommen und einem beim Gehen. Es wurde genau 1 Foto von ihm gemacht und das in dem Moment, wo er wegen Hunger auf meinem Arm anfing zu weinen... #schmoll Von Interesse an der Hausgeburt reden wir mal garnicht, das war nämlich überhaupt nicht vorhanden. Bis zu diesem Tag hatten sie kein einziges Mal wenigstens angerufen um zu fragen, wie es uns inzwischen geht. Zum Glück konnte ich mich immer wieder für mindestens 20 Minuten "verdrücken", wenn Simon Hunger bekam, immer mit der Entschuldigung, daß er bei zu viel Action drumrum nicht ordentlich stillt. #schwitz

Das nächste Mal sahen wir uns Weihnachten am 2. Feiertag bei meinen Eltern zuhause. Ein großer Teil der Verwandtschaft war dort, u.a. auch meine Cousine mit ihrem 1. Sohn Henry, der zu dem Zeitpunkt 8 Monate alt war. Simon war den halben Tag völlig durch den Wind, weil wir immerhin über 2 Stunden dort hin brauchen und er HASSTE Autofahren! Er hat fast die ganze Zeit geweint. Wir haben mehrere Pausen gemacht, in denen ich ihn mit Stillen einigermaßen beruhigen konnte, aber sobald er wieder im MaxiCosi angeschnallt wurde, brüllte er wieder los. Insgesamt dauerte die Fahrt so über 3 Stunden. Als er dann dort angekommen nicht gleich über alle Backen strahlte, sondern von der (durch 15 Personen verursachten) lauten Umgebung eher noch mehr genervt und dazu noch völlig übermüdet war, gab es wieder mal lange Gesichter, als ich ihn zuerst oben stillte und dann ins Tragetuch nahm, damit er endlich mal entspannen konnte. #augen Klar, wenn er schon so lange unterwegs war, kann er auch erst mal noch mindestens eine halbe Stunde lang von Hand zu Hand und von einer stark parfümierten Bluse zur nächsten gehen! DAS ist übrigens keine "Empfindlichkeit" von mir, die ich da nur hinein interpretiere, sondern tatsächlich Mama´s Einstellung. Bei einer ähnlichen Veranstaltung mit Laura als sie gerade 3 Wochen alt war, wurde mir vorgeworfen, ich würde den Leuten "das Kind vorenthalten, obwohl sie doch so nett waren uns ein Geschenk zur Geburt mitzubringen". (Sie lag in dem Moment endlich schlafend im KiWa mit Sichtfenster im Verdeck, während allein Mama ein Problem damit hatte, durch ebendieses zu gucken, sonst hat sich niemand darüber beschwert). Aber wir waren nun bei Weihnachten ´06. Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf die Socken, erleichtert einen Tag voller unnötiger Ratschläge mal wieder hinter uns gebracht zu haben. Wir haben alles mit stoischer Ruhe über uns ergehen lassen und uns zum 1. Mal nicht ständig für alles gerechtfertigt. Geholfen hat es nix...

Als mein mittlerer Bruder im Februar Geburtstag hatte, fuhren wir zum Tee zu meinen Eltern (er hat zwar eine eigene Wohnung in der Nähe seiner Lehrstelle, hält sich am WE aber zuhause auf, u.a. um Wäsche zu waschen). Da hatte Mama die glorreiche Idee, daß Laura vom 01. bis zum 09. April 07 dort bleiben sollte um "Ferien" zu machen. Mama (also ich) wäre ja sowieso viel zu beschäftigt mit dem Baby. Große Klasse! Laura war zu der Zeit eh sehr anhänglich und wollte nicht mal eine Nacht bei Schwiegis bleiben, obwohl sie dort mehr oder weniger regelmäßig rd. 1-2 mal im Monat eine Nacht schläft, wenn wir dienstlich in Holland sind. Gerade das WE zuvor mußten wir sie abends um halb 10 abholen, weil sie weinte wie ein Schloßhund und sich mit nichts beruhigen ließ. Und dann kommt noch so ein Spruch, bei dem bei mir direkt "ACHTUNG - EIFERSUCHT AUF DAS BABY" aufleuchtet #kratz Ich habe dann von dem mißglückten Übernachtungsversuch vom vorigen WE erzählt und festgestellt, daß Laura längere Trennungen im Augenblick nicht gut tun und ich deshalb dagegen bin, daß sie so lange bleibt. Mama hatte aber nichts besseres zu tun als direkt ins Arbeitszimmer zu laufen mit Laura auf dem Arm und den Worten:" dann gucken wir jetzt mal, daß wir das gleich in den Terminkalender eintragen und dann erzählen wir das Opa auch gleich, wenn er gleich wieder kommt"

Am 30.03. war ich dann mal wieder bei der Therapeutin und sprach mit ihr über die vergangenen Erlebnisse und kam zu dem Ergebnis, daß sich nichts ändern wird, solange ich die einzige bin, die etwas tut. Und da ich die ständigen Belehrungen, Demütigungen und das ständige "wie-Luft-behandelt-werden" nicht mehr länger ertragen kann, wäre es das Beste sich für einen endgültigen Weg ohne Mama zu entscheiden. Dadurch, daß meine Integrität immerzu verletzt wurde, sowohl physisch (bis zu meinem Auszug) und dann psychisch, hatte ich in den ganzen Jahren so viel Wut und unterdrückte Gefühle in mir aufgestaut, daß mir Angst und Bange wird, wenn ich zuhause in Streß gerate. Ich muß immer wieder das Zimmer verlassen und beiße dann sehr stark die Zähne aufeinander. Zum Schutz meiner Kinder mußte das also ein Ende haben und wenn Mama nicht damit aufhört, mußte ich mich eben für sie unerreichbar machen.

Am 31.03. rief Papa mich dann an und fragte, ob Laura denn nun für die 10 Tage kommen würde. Als ich verneinte, fragte er sehr schroff:" wieso das denn nicht?" Ich erklärte ihm nochmals, daß es Laura im Augenblick nicht gut tut so lange von zuhause weg zu sein. Noch bevor ich den Satz recht beenden konnte, fiel er mir ins Wort. Ob Mama denn so schrecklich als Oma wäre, sie hätte doch schließlich auch 4 Kinder groß gezogen, da könnte ich ihr doch ihre Mutterqualitäten nicht absprechen, und ob ich denn wohl in Zukunft anständig mit meiner Mutter sprechen wolle? Bei der Frage ist mir die Hutschnur hoch gegangen und ich habe geantwortet, daß ich mich in Zukunft ganz und gar zurück ziehen werde, weil sie mir und meiner Familie nicht gut tut! Konnte er ja nicht wissen, daß wir gerade am Tag zuvor diesen Entschluß gefaßt hatten (mein Mann war übrigens mit zur Therapeutin). Dann schnappte er nach Luft und fragte, wieso denn das Verhältnis zu meinen Brüdern so angespannt wäre ? (#kratz wir sprechen ganz normal miteinander und stehen in losem Kontakt, sind schließlich beide mitten in der "Heißsporn-Phase" und haben anderes zu tun, als sich ständig mit der Schwester in Ostfriesland zu beschäftigen.) Außerdem wäre ihm zu Ohren gekommen, daß ich Simon wohl sehr viel betüddeln und ständig mit mir herum tragen würde, ob er wohl BEHINDERT wäre? #schock:-[ Ich habe ihn gefragt, ob er das ernst meinen würde, da hat er die Frage glatt noch mal wiederholt! Ich habe dann zu ihm gesagt, daß ich mir soetwas nicht anhören muß, Tschüß gesagt und aufgelegt :-[ Mir zittern heute noch die Knie, wenn ich darüber nachdenke, was er da vom Stapel gelassen hat! Man muß dazu wissen, daß meine Eltern ein Sanitätshaus führen und sehr gut wissen, was eine Behinderung bedeutet!

Im Anschluß an dieses Telefonat bekam mein Mann eine Mail vom Mailkonto meines Bruders Tobias, der auch Pate von Laura ist. Die Schreibweise des Inhaltes zeigt allerdings eindeutig, daß mein Vater die Mail geschrieben hat. Er fragt Thomas darin um seine Meinung "zu dem Fall". Thomas hat die Mail dann entsprechend beantwortet und bekam in einer weiteren Mail noch Sätze wie "Mama spricht schon davon, daß sie vor einen Baum fahren will, weil sie ihr Enkelkind" (SIE HAT 2, VERDAMMT!!!!) "nicht sehen darf" und es wäre doch unfair, daß ich immer nur über dritte meckern würde und ihr nie ins Gesicht sagte, was ich zu sagen hätte (es gab sehr viele Gelegenheiten, in denen ich ihr klipp und klar sagte, daß ich mir das nicht mehr gefallen lasse). Also machte ich mir einen Spikzettel, damit ich in meiner Aufregung nichts vergesse, startete die Viedeokamera und nahm eine Botschaft auf, in der ich mich direkt an Mama wandte. Ich sagte u.a. nochmals, daß ich nicht zulasse, daß sie meine kleine Familie zerstört und daß ich wegen der Art und Weise, wie ich zermürbt werde Angst habe handgreiflich gegenüber meinen Kindern zu werden und deshalb den Kontakt ganz abbrechen werde. Ich habe ihr geraten sich ebenfalls therapeutisch helfen zu lassen und in Aussicht gestellt, daß wir uns danach noch mal unterhalten könnten. Dann habe ich die Botschaft auf DVD gebrannt und zusammen mit deren Haustürschlüssel dort hin geschickt (per Einschreiben mit Rückschein - sicher ist sicher).

Danach - Totenstille #sonne#huepf

Am 03.08. hatte Laura nun ihren 3. Geburtstag und wir luden 3 Kinder aus der Krabbelgruppe ein (sie hat sie sich selbst ausgesucht). Die Feier mit den Schwiegis, ihren Onkeln und Tanten und ihrer Ur-Oma sollte am Sonntag den 05.08. stattfinden. Und während wir am Freitag so gemütlich bei Tee und Kuchen saßen (mein Mann bei den Kindern in der Küche, ich bei den Müttern im WZ), klingelte es an der Tür. Da ich keine weiteren Gäste erwartete und die Post auch längst da war, war ich etwas überrascht. Durch den Glaseinsatz erkannte man mehrere Personen vor der Tür. Während ich öffnete, trat mein Mann hinter mich und schaute ebenfalls, wer denn da wohl kommt. Als die Tür aufschwenkt, sehe ich von rechts nach links: meine Mutter, ihre beiden Schwestern und aus dem Augenwinkel noch eine 4. Person. Mein Hallo wurde zu einem Krächzen, mein Gesicht rutschte direkt bis auf die Füße und meine Glieder fingen an unkontrolliert zu zittern. Ich machte auf dem Hacken kehrt und ging ins WZ zurück. Meine Freundinnen, die zumindest teilweise von meinen Problemen wissen, waren doch sehr erstaunt über den Besuch, den mein Mann völlig perplex erst anstarrte und dann in die Küche bat. Die 4. Person stellte sich als Laura´s Ur-Oma heraus, die eigentlich für Sonntag eingeladen war. Sie saßen nun in der Küche mit selbst mitgebrachtem Kuchen, eigenem Geschirr und eigenem Kaffee und versuchten angestrengt ein Gespräch in Gang zu bringen. Allen war die Situation mehr als unangenehm. Nach etwa einer Stunde gingen sie dann Gottseidank, in der ich mich mit Mühe im WZ wieder beruhigte und die Kinder leider auf die versprochenen Spiele mit Thomas verzichten mußten. Die "Preise" gab es dann so zum Abschied. Zum Glück waren Laura´s Spielsachen interessant genug, so daß das fehlende Entertainment bei den Kindern nicht wirklich auffiel. Aber ich kochte innerlich und meine Freundinnen schüttelten den Kopf über so viel Dreistigkeit.

Meiner Mutter versuchte dann in einer Mail meine Schwiegermama (der Familie über Alles geht und die solchen Trouble nicht kennt) zu beeinflussen und schrieb über mich Dinge wie:
- ich sei eifersüchtig
- hätte schon in meiner Kindheit einen Charakter entwickelt, der den Umgang mit meinen Mitmenschen erschwert
- pflege den Kontakt zu meinen Brüdern nicht
- lebe in einer mir selbst zurecht gebastelten Welt völlig Realitätsfremd

Sie würden sich gern mit meinen Schwiegereltern mal zum Essen treffen und ihre Sicht der Dinge beschreiben, damit sie auch mal "die 2. Seite der Medaillie" kennen lernen sollten. Schließlich müßte man doch etwas daran tun, daß dem armen Kind (Laura - von Simon ist mal wieder keine Rede) die Oma und Opa vorenthalten werden #augen Ich würde ja dafür sorgen, daß Mama und Papa nicht in Kontakt mit meinem Umfeld treten können, damit niemand erführe, was wirklich los ist. Außer mir und Mama würde ja niemand die Lügen erkennen, die ich reihenweise auftische. Nach ihrer Meinung benutze ich die Kinder außerdem als Machtmittel und benutze sie als "Waffe gegen mich, weil sie weiß, dass ich Kinder über alles Liebe Sie sind so wahrhaftig und man kann sich an ihrer Entwicklung erfreuen. Ich liebe alle Kinder, und ganz besonders liebe ich Claudia. Aber was soll ich dagegen tun, wenn sie meine Liebe nicht will? Wenn sie ihre "Macht" für böse Dinge missbraucht? Wenn sie sogar bereit ist, ihren Kindern das Recht auf Großeltern zu nehmen?" (...) "Wenn jemand seine Macht mißbraucht, dann sind andere doch wohl dazu aufgefordert, dem Einhalt zu gebieten. Dafür leben wir doch in einer sozialen Gemeinschaft." (...) "Es wäre schön, wenn wir alle nun mit vereinten Kräften eine sinnvolle Regelung für die Zukunft finden könnten. Es wird aber wohl nicht ohne Thomas sein Zutun gehen. Erst wenn er merkt, daß wir weder Claudia noch ihm etwas böses wollen, sondern ganz einfach nur Großeltern sein möchten, kann sich Claudia vielleicht irgendwann mal wieder entspannen und ihre Eifersucht überwinden. Zuerst wird sie Thomas Haltung dann sicherlich als Verrat empfinden, aber wenn sie ihre Krankheit - und dazu zähle ich Eifersucht - überwunden hat, wird sie erkennen, daß Thomas damit den Weg zu einem friedlichen, erfüllten und gottgewollten Leben eröffnet hat."

Dies ist nur ein kleiner Teil aus 3(!) Seiten Emailtext. Und das, nachdem meine Schwiegermama zuvor darum gebeten hat nicht Partei ergreifen zu müssen, weil wir das unter uns ausmachen müssen...

Was soll ich nur tun? Was muß ich machen, um endlich Frieden finden zu können? Kann mich überhaupt jemand verstehen, oder bin ich einfach völlig meschugge und gehöre in die geschlossene Anstalt? Ich bin völlig ratlos, mein Rücken zerspringt vor Schmerzen, je mehr ich über dieses Thema nachdenke. Vielleicht hat hier irgendjemand einen sinnvollen Rat für mich, falls er/sie es bis hierher geschafft hat mitzulesen. Wenn etwas nicht deutlich genug wurde, um sich eine Meinung darüber zu bilden, dann schreibt ruhig auch über die VK. Bitte. Ich weiß echt nicht mehr weiter :-(

Eine traurige Tochter, die das Gefühl hat nie eine Mutter gehabt zu haben...

Beitrag von galeia 10.08.07 - 07:32 Uhr

So, nachdem ich mich jetzt durch den ellenlangen Text gequält habe, will ich dir auch antworten.

Ich finde es immer schwierig, Rat zu geben, wenn man nur eine Seite der Medaille kennt. Alleine nach deinen Schilderungen aber - allein nur deiner Kindheit - bewundere ich dich, dass du überhaupt Kontakt zu deiner Mutter hast! (Hat dein "Papa" dich eigentlich auch geschlagen oder nur deine Mutter?)

Du bist Psychisch und physisch so gequält worden von dieser Frau, dass ich kaum verstehen kann, dass du deine Tochter in ihrer Obhut lässt! Meiner Meinung nach gibt es nur eines, was gut tut.

Löse dich von ihr! Emotional und auch tatsächlich. Verzichte auf den Kontakt völlig und lass sie dann reden. Solange ihr Kontakt pflegt werden immer wieder Konflikte entstehen, dich dich zu sehr belasten. Konzentriere dich auf deine Familie und die deines Mannes und für den Rest lass deine Mutter reden!

Alles Gute
LG H. #klee

Beitrag von monique1701 10.08.07 - 08:57 Uhr

Hallo,
über das was deine Mutter dir angetan hat bzw. immer noch antut bin ich sprachlos! Grade bei deinem Text über deine Kindheit ist mir die Kinnlade runter gefallen. Und sonst konnte ich auch immer nur den Kopf schütteln.
Ich würde dir auf jeden Fall raten den Kontakt abzubrechen. Wahrscheinlich wird sie es nicht akzeptieren, aber lass dich auf keinerlei Verhandlungen ein, irgendwann wird auch sie es hoffentlich kapieren.

Die Mutter meines Vaters hat früher auch heftige Sachen abgelassen, hauptsächlich meiner Mutter gegenüber. Wir haben den Kontakt zu denen damals komplett abgebrochen (wir wohnten 7 Minuten voneinander entfernt) Mein Vater hat zwar mitlerweile wieder Kontakt, aber ich will von dieser Familie nix mehr wissen! Über die könnte ich auch einen Roman schreiben!

Freu dich, dass du so tolle Schwiegereltern hast! Adoptier sie einfach und freu dich über deine kleine Familie.
Ich wünsche dir alle Gute und viel Kraft
Monique

Beitrag von alpenbaby711 10.08.07 - 07:44 Uhr

also ganz ehrlich bei so ner Mutter wie du sie hast bin ich wirklich geschockt. Da kann ich nur eines zu sagen. Sag ihr klar das du keinen Kontakt mehr möchtest solange du für sie immer die Dumme bist. Du denkst ab heute an nur noch an dich und deine kleine Familie. Wenn sie wieder vor der Türe steht und dich eh nur fertig machen will schließ die Türe und sag sowas ist nicht erwünscht. Fertig aus. Ich hab mit meiner Alten nämlich auch so einiges mitgemacht. mir wurde schon erzählt mein Vater wollte sich wegen mit umbringen.

Ela

Beitrag von danny0903 10.08.07 - 10:34 Uhr

Guten Morgen!

Erst einmal möchte ich dir sagen, dass ich dich wirklich bewundere.
Nach einer Kindheit wie deiner die Kraft zu haben, seine eigene kleine Familie mit jenen Personen in Kontakt zu halten, die derartige Dinge angestellt haben, und sich weitestgehend durchzusetzen, ich ziehe den Hut vor dir.

Andererseits bin ich überzeugt, dass du wirklich alles dafür getan hast, um deiner Mutter viele Chancen zu geben, sich zu ändern. Manchmal wollen aber Eltern das nicht. Dabei hilft auch die Zeit nicht.

Meiner Ansicht nach machst du das richtig. Konzentriere dich auf deine Familie und beziehe die Großeltern in dem Maße mit ein, das sie verdienen. Deine Schwiegereltern behandeln dich doch gut und verhalten sich auch beiden Kindern liebevoll gegenüber. Dann haben deine beiden eigentlich alles, was sie sich wünschen können, liebevolle Großeltern und auch mal andere Ansprechpartner als Mama und Papa, wenn sie größer sind.
Wenn deine Mutter mit Partner nur ihre eigenen Interessen verfolgen, dann dient das nicht gerade dem Kindeswohl.

Ich würde daher auch auf Anstandseinladungen verzichten, denn die Betroffenen wissen ja nicht, dass es nur anstandshalber geschieht oder sagst du, wir laden euch anstandshalber ein? Einfach gar nicht einladen und auch sonst den Kontakt abbrechen.

Wenn du der Ansicht bist, du müsstest deinen Kindern Kontakt ermöglichen, dann schicke in ihrem Namen Karten zu Feiertagen und behalte die Anschrift deiner Eltern. Dann hätten sie, wenn sie größer sind, die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen. Wenn du aber sagst, dass es besser für die beiden wäre, das nicht kennen zu lernen, dann lass es einfach.

Kontakt zu deinen Brüdern zu halten ist nicht alleine deine Sache. Sicher gibt es Gelegenheiten, an denen du mit ihnen sprichst, aber aus deiner Erzählung sieht es so aus, dass deine Eltern das einfach nur als Druckmittel verwenden, damit sie über deine Brüder weiterhin Infos über euch bekommen. Wenn deine Brüder also eigenes Interesse am Kontakt mit euch haben, dann werden sie das auch selber vertreten und auch Eigeninitiative ergreifen, wenn nicht heute, dann vielleicht morgen oder später...

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Familie, ich bewundere dich für deine andauernden Versuche, mit deinen Eltern ins Reine zu kommen und ein wenig beneide ich dich um deine lieben Schwiegereltern, bei uns sinds nämlich genau die beiden, die (zwar in abgeschwächter Form) ähnliche Aktionen veranstalten wie deine Eltern!

Liebe Grüße
danny0903

Beitrag von lucie_neu 10.08.07 - 10:58 Uhr

Hmm, ich hab mich auch durch deinen Text gelesen und muss einen anderen Ton anschlagen.

Du bist 33 Jahre alt. Du wirst deine Mutter nicht mehr ändern können.

Also musst DU etwas ändern.

Über ein Jahr lang lässt du das alles über dich ergehen, fährst immer wieder schön brav zu Familienfeiern, lässt deine Mutter (die uneingeladen vor der Tür auftaucht) brav den Geburtstag deiner Tochter mitgehen. Gehst ans Telefon und lässt dich immer mal wieder beschimpfen.

Sicher hast du mein Mitleid.
Aber nur du allein kannst was an der Situation ändern.
Beim Durchlesen des Textes kam mir spontan der Gedanke: "Die will es ja nicht anders"

Und irgendwie glaube ich das auch.

So wie es jetzt ist, sehe ich nur eine Chance, um dein Seelenleben wieder ins Gleichgewicht zu bringen: Völliger Kontaktabbruch zu deinen Eltern.
Du hast tolle Schwiegereltern, eine kleine Familie und den Vorteil, dass 170 km zwischen dir und deinen Eltern liegen.
Also, wenn das Telefon klingelt, lass deinen Mann ran gehen und er soll dann sagen: Sie spricht nicht mehr mit euch.

Basta.

lg
Lucie

Beitrag von freefallinggirl 10.08.07 - 13:22 Uhr

Vielen Dank für eure Postings #blume

Ich wollte es tatsächlich wohl lange nicht anders, denn ich dachte immer: wenn ich mich nur doll genug anstrenge in Mama´s Augen "richtig" zu sein, dann würde sie mich endlich lieben. Als mein aufgestauter Frust dann anfing nicht nur zu ständigen Streitigkeiten zwischen mir und meinem Mann zu führen, sondern sich auch gegen meine Kinder zu richten drohte, wurde ich endlich wach. Deshalb begann ich vor 2 Jahren eine Therapie.

Es kam wohl nicht sehr deutlich rüber, daß ich den totalen Kontaktabbruch im April vollzogen habe (mit Hilfe der Videobotschaft und dem zurückgeben des Schlüssels). Meine Mutter war es, die sich dann kackfrech mit ihren Schwestern uneingeladen an Laura´s Geburtstag vor die Türe stellte. Ihr seht also, nicht mal eine so deutliche Botschaft kommt bei ihr an. Statt dessen manipuliert sie noch meine lieben Schwiegereltern am Vorabend ihres Urlaubs, obwohl sie es sich am Tag zuvor noch verbaten. #heul

Wenn meine Mutter in der Hinsicht konsequent ist, dann müßte sie ja theoretisch am 25. auch zu Simons Geburtstag erscheinen. Ich habe schon mit meinem Mann besprochen, daß wir uns dann ein Herz fassen und von unserem Hausrecht gebrauch machen werden. Sie muß dann draußen bleiben und kann Simon allenfalls an der Türe kurz gratulieren. Wenn sie unbedingt wieder selbst mitgebrachten Kaffee und Kuchen verzehren will, kann sie das auf dem Rasen tun, wir geben ihr gern eine Picknick-Decke dazu :-p

Mein Vater (der ja mein Stiefvater ist) hat übrigens selbst immer tüchtig mit geschlagen, und anstatt daß Mama sich wie eine Löwenmutter vor ihr Kind stellt, hat sie fleißig mitgemacht oder es zumindest gebilligt. Dabei hat sie bei meinem leiblichen Vater selbst erlebt, wie demütigend es ist von der Person geschlagen zu werden, die man am meisten liebt und an die man alle Hoffnung hängt :-(

Ich weiß nicht, wie das alles weiter gehen soll, wenn sie weiterhin so dreist ist hier ungefragt aufzukreuzen und alle gegen mich aufzuhetzen. Aber wenn es sein muß, würde ich sogar ein Hausverbot erwirken!

Vielen Dank nochmal für die Mühe den langen Text zu lesen.

#herzlichlichst, Claudia

Beitrag von cookie79 10.08.07 - 15:34 Uhr

Hallo,

erstmal #liebdrueck für das was du alles durchmachen musstest. Manche Mütter können eben keine emotionale Bindung zu ihren Kindern aufbauen. Vielleicht macht deine Mutter unbewusst dich für ihre erste beschissen Ehe (du hast ja geschrieben sie wurde geschlagen) verantwortlich oder den Verlust ihrer Jugend, sie war ja noch ziemlich jung als du geboren wurdest. Aber ich will jetzt hier nicht lange und breit rumanalysieren, dafür hast du ja deine Therapeutin. Eine Frage drängte sich mir die ganze Zeit auf, als ich das gelesen habe. Du hast ja deiner Mutter geschrieben, dass du nur noch auf ausdrückliche Einladung bei ihr aufkreuzt. Also hier die Frage: Warum bleibst du nicht einfach weg ? Warum bist du nicht konsequent ? Du hast alles in deinen starken Brief geschrieben und das war super. Aber du musst es auch umsetzen. Wenn sich dir schon beim Gedanken an einen Besuch der Magen umdreht, warum gehst du dann trotzdem hin ? Wieso tust du dir und deinen Kindern das an ? Distanz ist das einzige was euch noch helfen kann, meiner Meinung nach. Wenn das nichts einrenkt (sofern bei euch überhaupt noch was einzurenken ist) dann fällt mir auch nichts mehr ein. Ich würde mir das nicht antun. Ich wohne übrigens 600 km weit entfernt von meinen Eltern und wir sehen uns genau 2x im Jahr. Zu meinem Geburtstag im Sommer kommen sie zu uns und zu Weihnachten fahren wir runter zu ihnen. Das ist genau richtig. Wenn ich sie öfter sehen würde, wäre es zu viel. So haben wir lieber 2x im Jahr eine einigermassen gute Zeit als uns öfters im Jahr nur gegenseitig auf den "Sack zu gehen". Denk mal drüber nach.

LG

Cookie

Beitrag von freefallinggirl 12.08.07 - 12:03 Uhr

Hallo Cookie,

wir haben uns von Juni 2006 bis April 2007 insgesamt ja nur 4x für wenige Stunden gesehen, und trotzdem hat sie sich nicht zusammengerissen. Papa war ebenfalls keine Hilfe, sondern hat noch fleißig mit ins selbe Horn getutet...

Die totale Ruhe nach der Viedobotschaft hat mir sehr gut getan, deshalb werde ich mir Hilfe suchen um weiter am totalen Kontaktabbruch zu arbeiten. Meine Schwiegereltern sind ja zum Glück sehr liebe Menschen mit denen ich sehr gut auskomme, das gleicht es hoffentlich hinreichend aus, daß Laura und Simon dann eben nur 1 Großelternpaar haben.

Liebe Grüße,
Claudia

Beitrag von cookie79 14.08.07 - 07:57 Uhr

#pro supi #pro
Ich denke das ist das beste. Für die Kinder ist das doch auch nicht schön, wenn sie so eine Horroromi haben. Hab grad in deiner VK gesehen, dass du in meiner Nähe wohnst. Wohne ca. 20 km "über" Aurich. Falls du Lust auf Kontakt hast, kannst du dich ja mal melden.

LG

Cookie

Beitrag von chantal35_99 11.08.07 - 20:35 Uhr

Hallo claudia, dein Beitrag ist ja echt ausführlich, grins. Es ist wie manch anderer schon geschrieben hat, schwer, wenn man nur eine Seite kennt. Aber ich habe eine Schwiegermutter, die zwar bei weitem nicht so schlimm ist, wie deine Mutter, aber ich kann mich ein bisschen reinversetzen.
Ich mußte mich auch von meiner Schwiegermutter befreien. Wie du auch von deiner Mutter. Und solch eine Befreiung dauert Jahre. Aber befreit hat man sich nur, wenn man innen drinnen ganz sicher ist, den richtigen Weg zu gehen und sich selbst vertraut und eine Entscheidung getroffen hat und zu dieser Entscheidung auch steht. OHNE schlechtes Gewissen. Nur du weißt, was für dich, deinen Mann und deine Kinder gut ist. Das sagt dir dein Bauch und nicht dein Kopf. Höre nicht auf deinen Kopf, nur auf deinen Bauch. Dein Bauch sagt dir, was du fühlst. Wie fühlst du dich besser? Mit Kontakt zur Mutter oder ohne?! Ständig der Liebe deiner Mutter hinterherzurennen? Ich bin 35 Jahre meinem Vater hinterhergerannt und habe wortlos um seine Liebe gebettelt. Je mehr man bettelt um so weniger bekommt man.
Erst als ich für mich die Entscheidung traf, meinen Vater zu fragen, ob er überhaupt will, daß ich mich bei ihm melde, ging es mir sehr viel besser. Ich fragte ihn das, und sagte ihm gleichzeitig, wenn er sich darüber im KLaren ist, solle er mich wieder anrufen. Als ich auflegte, fühlte ich mich wie befreit. Ich wußte zwar in dem Moment, daß es sein kann, dass er sich nie mehr bei mir meldet, aber das war mir egal. Ich wußte, jetzt wird sich entscheiden, welchen Weg ich gehe. Es wird eine Entscheidung geben. Und siehe da: nach 4 Wochen rief er mich an und sagte mir, er möchte, daß ich mich weiter bei ihm melde und er möchte mich sehen. von da an lief alles sehr viel besser und wurde auch immer besser. Aber das ist jetzt sehr schnell geschrieben, es dauerte trotzdem noch Jahre, aber es wurde von Jahr zu Jahr besser. Zu deiner Frage: WAS SOLL ICH TUN; BIN ICH REIF FÜR DIE ANSTALT - kann ich dir nur sagen : Nein du bist nicht reif für die Anstalt, du mußt nur eine Entscheidung treffen und zu dieser stehen ohne schlechtes Gewissen. Deine Mutter wirft dir vor, was sie eigentlich macht. Nur sich selbst anschauen, mögen die wenigsten Leute. Liebe die Schuld bei anderen suchen. Das ist viel einfacher. So wie du beschreibst, wie sie dich als Kind behandetl hat, das ist für mich unfassbar. Auch das hast du ihr sicher nicht verziehen.
Ich kann dir nur raten, dir einen guten Homöopathen zu suchen, mit dem zu quatschen und u.a. durch hom. Mittel, diese ganze Sache zu verarbeiten. Alleine ist das schwer. Ich brauchte auch meine Homöopathin dazu, das mit meinen Vater auf die Reihe zu kriegen. Aber es geht, das verspreche ich dir.
Wenn du möchtest, schreib mir ein mail an: xxxchantal@aol.com
Da kann ich dann ausführlicher schreiben.
Bitte verzage nicht, du bist nicht Schuld. Gehe den Weg, der dein Gefühl dir sagt. Horche auf dein Bauchgefühl.
Laß dich nicht verrückt machen von deiner Mutter. Es geht hier, wie ich das verstehe, um Macht. Sie will die absolute Macht haben über alles und jeden, ganz besonders über dich. Aber das steht ihr nicht zu. Alles hat seine Grenzen. Setze die Grenzen für dich fest, und zeige sie ihr dann auf. Egal was kommt. So kann es ja nicht weiter gehen. Schlimmer kann es nicht werden, nur besser.
Ganz liebe Grüße von Bine#klee

Beitrag von freefallinggirl 12.08.07 - 10:39 Uhr

Hallo Bine,

vielen Dank für deine Antwort #blume

Der Tipp mit dem Homöopaten ist eine sehr gute Idee. Da werde ich mich mal an meine Hebamme wenden, die hat mir nämlich unter der Geburt und auch zu Beginn der Stillzeit sehr damit geholfen. Sie hat irgendwie die Gabe dich anzusehen mit so einem wahnsinnig tiefen Blick und dann holt sie aus ihrem schwarzen Mäppchen genau das Richtige für dich raus. Vielleicht kann sie mir auch in diesem Fall helfen.

Liebe Grüße,
Claudia

Beitrag von curlysue2 13.08.07 - 11:34 Uhr

Hi!

Das ist ja echt krass was Deine Mutter da mit Dir abzieht. Und ich dachte schon ich hätte mit meiner Probleme....

Einen guten Anfang hast Du ja schon geschafft, mit der Videobotschaft usw. Und vor allem dass Du auch prof. Hilfe in Anspruch nimmst.

Wenn sie das nächste Mal unangemeldet vor der Tür steht macht sie wieder zu, auch wenn es schwer ist und sie wahrscheinlich dann wieder andere Wege findet um Euch zu drangsalieren. Habt Ihr denn nicht die Möglichkeit eine Kette oder so was bei Euch an der Tür anzubringen und erst zu schauen wer denn da steht? Eure Freunde und Deine Schwigis würden das in Anbetracht Eurer Situation bestimmt auch verstehen. Wenn Ihr Euch mit Deinen Brüdern treffen wollt, dann nur noch bei Ihnen, nicht bei deinen Eltern. Oder sie sollen zu Euch kommen. Und das mit der Mail an Deine Schwima: Damit hat Deine Mutter Euch schriftlich in die Hand gegeben, wa sie über Dich erzählt. Wenn Sie Euch nicht in Ruhe läßt, dann erkundige Dich doch mal, ob Du sie nicht evtl. wg. übler Nachrede anzeigen kannst? Vielleicht versteht sie ja dann endlich, dass Du den Kontakt nicht mehr willst und sie Euch in Ruhe lassen soll?

Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft und das ganz bald Ruhe in Eure kl. Familie einkehrt.

LG

curlysue