Tropfen für die Blutgerinnung nach der Geburt fürs Kind??

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von carmen2808 10.08.07 - 10:12 Uhr

Hallo!
Meine Hebi meinte wir sollen uns überlegen ob das Kind Tropfen für die Blutgerinnung und den Stoffwechsel bekommen soll..(Also kein silbernitrat für die Augen sondern welche zum einnehmen) weiß nicht mehr welche das waren. Weiß jemand was ich meine??
Und habt ihr sie geben lassen?

Liebe Grüße Carmen

Beitrag von tattel 10.08.07 - 10:14 Uhr

Hallö,

was sie meinte ist Vitamin K, ja das haben meine Kinder bekommen, und bei der U3 gabs noch ne Portion.

Das ist wichtig für die Blutgerinnung und tut den Babys nicht weh.

LG

Tanja 6,5,2 #schrei7 Wochen

Beitrag von carmen2808 10.08.07 - 10:19 Uhr

Ah Danke, ja ich glaube das sagte sie.

Lg Carmen

Beitrag von anarchie 10.08.07 - 10:47 Uhr

Hallo!

Das ist Vit.-K..meine Kinder haben es nicht bekommen, da es bei vollausgetragenen Kindern mit normaln Geburten einfach nicht nötig ist - zudem habe ich genug Vit.K an mein Kind weitergegeben,da mein Wert sehr gut ist.

Bei frühgeborenen Kindern, Kindern mit sehr langen Austreibungsphasen etc. würde ich drüber nachdenken...

Ich mag einfach nicht propphylaktisch , ohne Indiktion, Medikamente und Co in mein Kind träufeln...

Aber da scheiden sich die Geister sehr...
Einige sagen, es ei ja völlig unbedenklich, also warum nicht...

Aber das haben sie bei den Vit-K. Spritzen auch gesagt - mittlerweil stehen sie in ernstem verdacht krebs zu begünstigen...somit bin ich da sehr skeptisch....

lg

melanie mit nr.3(35.SSW)

Beitrag von melaena 10.08.07 - 20:42 Uhr

Hallo anarchie,
zurück zur Natur in allen Ehren,
Aber:...

Du weißt schon, dass der Vitamin K gehalt der Muttermilch sehr gering ist? Deswegen ist die Vitamin-K-gabe v.a. für gestillte Kinder wichtig, die anderen bekommen es ja mit der Plastemilch recht kontrolliert.
Und "prophylaktisch, ohne Indikation" ist ja nu relativ, wann und wie willst denn du Hirnblutungen und/oder Ähnliches verhindern? In der Zeit zurückreisen?
Und wie kommst Du auf den "ernsten Verdacht" unter dem die Vitamin K Spritzen "mittlerweile" stünden?
Unter Verdacht standen die Tropfen, das ist 15 Jahre her und laaaange wiederlegt.

Beitrag von anarchie 10.08.07 - 21:29 Uhr

Hallo!

Die Mutetrmilch enthält keine Unmengen von Vit-K -das ist korrekt, jedoch ist der VIT-K-Spiegel der Mutter zur Geburt ebenfalls interessant, eine Mutter mit einem normalen Spiegel wird auch ein Kind gebären mit ebensolchem...und meine Werte waren bisher immer gut.

Und wenn das Vit.-K in der MuMi und das, was eben eh da ist, zu wenig wäre, wäre es das allererste Mal, dass die Natur einen Fehler gemacht hat(immer ausgegangen vom normal gesunden Säugling)....

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein vollausgetragenes Kind mit normaler Geburt einfach so aus heiterem Himmel ohne Traumata, beatmung, etc eine Hirnblutung bekommt - die ist dermassen verschwindend gering.....


Bezüglich der krebs-begünstigenden Vit-K-Spitze...Tante google hilft weiter!

SEIT 15 jahren gibt es diesen Verdacht...er wurde damals schon mehrfach, wenn auch in recht widersprüchlichen Studien, widerlegt...aber neuere Untersuchungen haben diesen Verdacht keinesfalls schwinden lassen - ins Besondere für Leukämie.

Ich bekomme mein 3.Kind,habe mich schon beim ersten monatelang schlaugemacht...und nach den Infomationen , die zugänglich sind, fühle ich mich sicherer OHNE Vit-K -aber da würde ich keinesfalls missionieren oder schwarz-weiss malen - das muss jede Mutter mit sich ausmachen!

Übrigens habe wir hier ein antroprosophisches KH in dem VIT-K höchst selten verabreicht wird - die Fälle von hirmblutungen sidn genauso gering, wie die in anderen KH....

gruß

melanie

Beitrag von alexa81 14.08.07 - 19:37 Uhr

Hallo Melanie,

eigentlich sehe ich das Thema genauso wie Du!

Ich bin immer sehr erstaunt, wenn die Argumentation, warum Eltern sich für dieses oder jenes entscheiden haben auf einem "das wird bei uns im KH so gemacht, die werden schon ihren Grund haben" beruht...#augen

Na ja, auf jeden Fall wollte ich noch sagen, dass es eine Alternative zu der Standardlösung gibt, falls Du das nicht sowieso schon weißt.;-) Und zwar Vitamin K als ölige Lösung, weiter unten habe ich bereits was dazu geschrieben, falls Du mal schauen magst. Ich finde, für die, die auf der sicheren Seite sein wollen, bzw. wenn Vitamin K wirklich indiziert ist, ist das eine sehr sinnvolle Variante!

Viele Grüße, Alex

Beitrag von anarchie 14.08.07 - 20:36 Uhr

Hi!

Ja, ich kenne diese Lösung - und wenn Vit.-K angebracht wäre, wäre diese das Mittel der Wahl;-)

Danke dir!

lg

melanie

Beitrag von anyca 10.08.07 - 11:27 Uhr

So weit ich weiß, hat das nichts mit Frühgeburten o.ä. zu tun sondern manche Kinder haben angeborene Gerinnungsstörungen und können davon Gehirnblutungen o.ä. kriegen. Ich hab die Tropfen geben lassen, sind ja nur Vitamine!

Beitrag von dackeltrine 11.08.07 - 16:48 Uhr

Hallo Anyca,

hat jetzt nichts mit dem Vit. K zu tun, aber die Aussage "...sind ja nur Vitamine!" ist mit Vorsicht zu genießen. Vitamin A in Überdosierung kann schwere Schäden hervorrufen und in der Schwangerschaft zu Missbildungen führen. Also, nichts für ungut...:-)

Beitrag von melhau 10.08.07 - 23:15 Uhr

Hallo Carmen!

Vitamin K ist eine 3 mal Gabe zur Unterstützung der Blutgerinnung.
Bei Frühgeburten, Kaiserschnittgeburten und vaginal-operativen Geburten (Saugglöcke, Zange) ist Vitamin K meiner Meinung nach ein Muss, da die Blutungsneigung nachgewiesener Weise erwiesen ist.

Bei einer unkomplizierten uns "schnellen" normalen Geburt und einem "reifen" Neugeborenen nicht unbedingt notwendig. Man kann darauf durchaus verzichten.

LG Melanie

Beitrag von kati543 11.08.07 - 22:40 Uhr

Silbernitrat für die Augen wird nur noch ganz selten gemacht. Die Vitamin K Tropfen gab es im KH bei uns standardweise. Warum sollte ich dagegen etwas haben?

Beitrag von alexa81 14.08.07 - 19:33 Uhr

Hallo Carmen,

es gibt zwei Varianten, das Vitamin K zu geben.

Die eine ist die, die hier schon ausreichend diskutiert wurde. Für mich käme das nicht in Frage, einfach so, weil "das ist Standard in unserem KH". Für ein Medikament sollte schon eine Indikation bestehen.

Unsere Hebi erklärte uns damals außerdem, dass diese Form des Vitamin K die Leber sehr stark belastet, da es sehr hoch dosiert ist. Die Leber, die gerade genug damit zu tun hat, überhaupt ihre Funktion aufzunehmen, ist nun damit ausgelastet, das Vitamin K abzubauen und kann sich erst dann um andere Giftstoffe im Körper kümmern. Deshalb haben Babys, die die standardmäßige Vitamin K-Prophylaxe bekommen haben, wohl auch überdurchschnittlich oft eine Neugeborenengelbsucht.

Es gibt allerdings noch die Variante, das Vitamin K als ölige Lösung zu geben. Das sind Tropfen, die die Babys über 12 Wochen einmal täglich vor einer Mahlzeit bekommen. Klar, man muss 12 Wochen lang dran denken, aber dafür erzielen sie den gleichen Effekt, sind aber wesentlich besser verträglich für den kleinen Körper, da die einzelne Dosis logischerweise wesentlich niedriger dosiert ist.

Für die ölige Lösung haben wir uns letztlich auch entschieden, da unsere Kleine einen sehr dicken Kopf hatte (38cm KU) und die Geburt auch relativ lange gedauert hat (30 Stunden ab Blasensprung).

Unser Kinderarzt hat uns dann bei der U2 all das, was die Hebi uns erzählt hatte, bestätigt (also, zur Gelbsucht und Verträglichkeit usw.). Obwohl er durch und durch Schulmediziner ist, hält er die ölige Lösung auch für die weitaus bessere Alternative. Er erzählte außerdem, dass es Länder gibt, in denen die ölige Lösung bereits der Standard ist (ich glaube, in Skandinavien war das u.a.).

Viele Grüße, Alex