Kaninchen verweigert HEU!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von vickyhh 10.08.07 - 13:00 Uhr


Eine Bekannte hat seit gut 1 1/2 Wochen ein kleines Kaninchen, ist jetzt 8 Wochen alt. Bevor ich niedergemacht werde, der zweite kommt ende nächster Woche. Nun frißt er aber kein Heu. Ich kenne das gar nicht, meine beiden fressen das wie wild, aber ihr kleiner so gar nicht. Er hat Stroh im Käfig, bekommt Möhrchen und so, auch am Abend etwas Kraftfutter, aber das Heu rührt er nicht an. Kann man es irgendwie dem kleinen schmackhaft machen? Ich wüßte jetzt nicht wie, aber vielleicht hat ja einer von Euch eine gute Idee? Wird er von den Stroh auch satt? Man macht sich ja dann so seine Gedanken.....

Vielen Dank schon einmal

Beitrag von eule0879 10.08.07 - 13:32 Uhr

Mit 8 Wochen ist das Kaninchen eigentlich noch viel zu klein um von der Mama weggenommen zu werden und wenn ich lese, sie hat es schon 1 1/2 Wochen, dann wundert mich nix mehr ;-(

Sie kann froh sein, wenn das Tierchen durchkommt!

Heu kann es viell. noch gar nicht fressen bzw. hat es sich nicht von der Mama abgucken können. Viell. lernt es das vom Spielkameraden.

Frisst es denn sonst alles? Wie ist der Kot? War sie mal mit dem Ninchen beim Doc?

Ich würde mit 12 Wochen dringend eine Impfung empfehlen, auch wenn's nur Wohnungsninchen sind.

Beitrag von eule0879 10.08.07 - 13:36 Uhr

Ach ja.. hab was vergessen. Das Raufutter ist für ein Kaninchen natürlich sehr wichtig. Es gibt beim Tierarzt ein Aufbaufutter für Nagetiere, so ein Brei mit viel Rohfasern und Kräutern.

Wieviel wiegt denn das Ninchen??? Ich würd echt zum TA gehen...

Beitrag von tammy2005 10.08.07 - 13:49 Uhr

Hallo,
also das ist natürlich noch etwas sehr jung das es mit 6 oder 7 Wochen abgegeben wurde aber da muss sie nun durch.

Versucht mal ein etwas älteres Kaninchen zu bekommen das so 3 oder 4 Monate alt ist oder noch etwas älter dann kann es sich alles abgucken. Meine beiden fressen auch zu wenig Heu,was aber daran liegt das sie zu viel Frischfutter und Trockenfutter bekommen( die beiden leben draussen und da ist es ja noch etwas frisch zwischendurch). Wenn gar nichts hilft dann versuch es mal mit Kamillenheu das wird von fast allen Kaninchen genommen. Sag mal von wo bekommen es das Heu? Ist es Vitakraft oder vom Bauern?

Lass den Kopf nicht hängen das keine muss sich erst umstellen und dann klappt das schon.

Übrigens war meine Tammy auch erst 11 Wochen als ich sie bekommen habe. Kannst dir mal meinen Dicken in meiner VK ansehen.

Lg Tammy

Beitrag von vickyhh 10.08.07 - 13:53 Uhr


vitakraft war das glaube ich, das was jedenfalls nicht so fest zusammen gepresst ist, was locker und leicht entnehmbar ist, das finde ich selbst auch viel besser, bei dem gepressten, da fliegt ja immer soviel daneben. Von Kamillenheu habe ich noch nichts gehört, gibt es das bei Fressnapf?
Du hast da aber einen ganz schön dicken Brummer zu liegen, süß.

Beitrag von tammy2005 10.08.07 - 13:59 Uhr

Da haben wir schon das Problem.

Vitakraft wird von den wenigsten Tieren gefressen,weil es unangenehm richt( für die Tiere) und oft minderwertig ist. Sie soll in den Zooladen gehen und ganz einfaches Heu kaufen. Beim Bauern richt das Heu zu sehr nach Pferd das mögen manche Kaninchen auch nicht( bei meinen alten war es so!). Bei fressnapf gibt es das nicht aber dafür anderes Heu zb Bergwiesenheu oder Pfefferminzheu das mag es bestimmt.

So dick isser nicht,ich hab ihn gut getroffen und nah rangeholt.
Halt ein echter Zwergwidder

Beitrag von eule0879 10.08.07 - 15:51 Uhr

Naja, aber 11 Wochen ist ja schon ein RIESIGER Unterschied zu 6 1/2 Wochen.. *kopfschüttel*

Beitrag von vickyhh 10.08.07 - 13:50 Uhr


sonst frißt es alles, soweit ich weiß, der Kot ist auch ganz normal, harte kleine kügelchen. Munter und aufgeweckt, soweit ich das beurteilen kann. Aber ich werde dann mal weitergeben, dass sie nen TA aufsucht, denn komisch kam es mir auch vor, dass der kleine kein Heu frisst, da es ja eigentlich DAS Grundnahrungsmittel ist.

Beitrag von andreag1302 10.08.07 - 14:25 Uhr

Hi,
also ich kenn mich mit Knabberbacken nicht sonderlich gut aus,aber der erste Gedanke war auch sofort das es viel zu früh von der Mutter weg kam und deshalb vielleicht das Heufressen gar nicht kennt #kratz

Beitrag von babsie81 10.08.07 - 18:52 Uhr

Hi!!!!
Ich hatte drei Ninchen, eines ist vor kurzem verstorben...hatte einen Tumor.....eines davon frisst Heu wie eine Wilde, die andere ab und an...und die Kleine meidet es wie die Pest.....dafür liebt sie frisches Gras....Geschmäcker sind eben verschieden!!!

Beitrag von miau2 11.08.07 - 10:32 Uhr

Hi,
mal vollkommen unabhängig vom Alter, über das ja hier schon genug geschrieben wurde: sie soll auf jeden Fall mal zum TA gehen. Und der soll sich die Zähne angucken...wer Tiere so jung verkauft, achtet sicher bei der Produktion der Tier nicht auf Probleme wie Zahnfehlstellungen. Und die können ein Grund dafür sein, dass Heu verweigert wird.

Du schreibst, dass das Tier auch Frischfutter und Kraftfutter bekommt. Die Kombination aus beidem ist lebensgefährlich für Kaninchen. Kraftfutter ist durch das i.d.R. enthaltene Getreide und so "sinnvolle" Zusätze wie Honig, Farbstoffe etc. eh ungesund für Kaninchen.

Außerdem macht Kraftfutter (Trockenfutter) viel zu satt, und dadurch wird die notwendige, fast permanente Nahrungsaufnahme des Kaninchens unterbrochen. Auch das kann gefährlich werden. Kaninchen müssen über den ganzen Tag verteilt viele kleine Portionen mümmeln, damit ihr Verdauungssystem funktionieren kann.

Eine Ursache für Heuverweigerung kann sein, dass die Tiere einfach viel zu viel mit "leckeren" Sachen wie Frischfutter, Kraftfutter etc. vollgestopft werden - und dann zu satt sind, um das lebensnotwendige, gesunde Heu zu mümmeln.

Das Trockenfutter sollte langsam und schrittweise reduziert werden. Und niemals zusammen mit Frischfutter gefüttert werden. Frischfutter für ein ausgewachsenes Tier, das daran gewöhnt ist (!) sollte ca. 120-150 g pro Tag betragen - das ist ungefähr eine Karotte. Ansonsten brauchen die Kleinen nur Heu und Holz zum Knabbern.

Dann müsst ihr Euch halt durch verschiedene Heusorten durchprobieren. Unsere lieben das einfachste Heu, das es im Zooladen gibt - andere bestehen auf exklusives Kräuterheu (wobei zu viele Kräuter auch ungesund sind). Probiert Euch durch.

Und die Zähne sind halt wichtig, denn mit schiefen Zähnen und evtl. Schmerzen beim Fressen wird oft als erstes das Heu verweigert.

Das neue Tier, vor allem, wenn es NICHT aus dem Tierheim kommt, muss 2 Wochen in Quarantäne vor der Vergesellschaftung. Und das Zusammensetzen darf dann auf keinen Fall in einem engen Käfig erfolgen. Käfige sind eh ungeeignet für die Kaninchenhaltung, Deine Freundin sollte lieber direkt eine artgerechte, permanente Umgebung für die Kleinen einrichten mit ausreichend Platz (2qm pro Tier) und dort dann die Vergesellschaftung durchführen (dann darf der Kleine natürlich davor nicht da rein).

Viele Grüße
Miau2 mit #hasi Lisa und #hasi Cappuccino