Bin ich eine schlecht mama wenn ich ab stille?(lang)

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Beitrag von chichiela 10.08.07 - 14:28 Uhr

Hallo zusammen,
meine Tochter ist jetzt 13 Tage alt und ich bin wirklich mit mir selbst am hadern ob ich abstillen soll.
Von anfang an(KH) schläft sie sofort ein wenn ich sie anlege.
Sie saugt 3x und das wars dann.Wir haben schon alles ausprobiert.Nasser Waschlappen,Kitzeln,Nackig machen,Füsse massieren...Klar das sie dann nicht satt wird.
Im KH habe ich dann auch angefangen ab zupumpen.Meine Maus trinkt schon so um die 100ml alle 4std und wenn ich ab pumpe habe ich aller höchstens mal 70ml drin und ich strecke es dann mit Tee.Nachts nehme ich schon die Pre Nahrung die sie sich auch voll weg zieht.Ich muss schon sagen das es nichts messeres gibt wie Muttermilch,schon klar,aber was bringt es mir denn wenn ich sie sowieso zu füttern muss da sie ja sonst nicht satt wird.Andererseits habe ich voll das schlechte Gewissen wenn ich jetzt abstillen würde.
Man,ich weiß schon nicht mehr was richtig ist.
Vielleicht kann mir ja eine von euch nen Rat geben oder mir sagen das es einem genau so geht.
Sorry für das ganze #bla#bla#bla
aber wer soll sonst das gleiche mitmachen?
ich sage vielen #danke
LG Ela mit Mia 13 Tage

Beitrag von dragonmother 10.08.07 - 14:36 Uhr

Ich kann dir von mir berichten wenn du willst.

Ich musste meinen Kleinen im Krankenhaus mit der Flasche füttern, weil es durch den KS gedauert hat bis der Milcheinschuss da war und der Kleine zu viel abgenommen hat.
Hab ihn dann mit Flasche gefüttert, und dadurch hat er das Saugen verlernt...bzw. wurde zu faul dazu.

Zu Hause hab ich dann abgepumpt und immer wieder versucht ihn an zu legen, aber er hat nur am Nippel gelutscht. Meine Hebamme hat mir dann das Feedern gezeigt. Da steckt man den kleinen Finger in den Mund vom Baby und eine Spritze mit so ner Gummitülle vorn und spritzt immer dann Milch in den Mund wenn er am Finger saugt.
Das war sehr anstrengend, weil er immer eingepennt ist und wir ihn wecken mussten, und das Feedern generell recht lange dauert.

Aber nach 2 Wochen hatten wir es geschafft und seit dem Stille ich voll.

Dein Baby ist erst 13 Tage alt und hat deshalb noch sehr wenig Kraft und schläft deshalb immer wieder ein, aber das wird mit der Zeit besser.
Versuch sie doch immer mal wieder an zu legen, damit zumindest der Milchfluss bei dir angeregt wird, und wenn du dann noch abpummst bekommst mehr Milch und kannst die zumindest über die Flasche geben.

Aber ganz ehrlich...wenns dir zu viel wird, dann lass es sein. Lass dir von niemanden in deine Entscheidung drein reden.

Lg Steffi * Kilian 5 Wochen

Beitrag von chichiela 10.08.07 - 14:40 Uhr

Danke für deine Antwort,
und es ist wirklich extrem anstrengend.Ich habe mir das alles nicht so schwer vorgestelltGrade nachts,wenn man ja selber so müde ist#gaehn.Und ich hatte auch nen KS.Oh man ,ich hätte auch nie gedacht das einem die Brust so weh tun könnte!:-[

Beitrag von anyca 10.08.07 - 14:38 Uhr

Frag doch noch mal Deine Nachsorgehebamme nach Tipps oder ruf die La Leche Liga an.

Aber ein schlechtes Gewissen mußt Du sicher nicht haben, wenn es nicht klappt! Besser eine entspannte Mutter und Flaschennahrung als wochenlang krampfhafte Stillversuche und der Streß der Mutter überträgt sich aufs Kind.

Beitrag von tigra85 10.08.07 - 14:39 Uhr

Hallo,

eine schlechte Mutter bist du auf keinen Fall!!!
Ich habe jetzt auch abgestillt, weil mir diese Abpumperei zu lästig wurde. Meine Kleine ist jetzt 17 Wochen alt. Seit ihrem 3 Lebensmonat füttere ich zu, weil sie einfach nicht satt geworden ist. Da dachte ich mir dann auch: Wozu den Stress mit dem Abpumpen machen, wenn sie eh schon das andere bekommt. Ich habe jetzt auch mit Brei angefangen, obwohl die Kinderärttin sagte, ich sollte das erst mit 6 Monaten machen. Auf dem Glas steht, ab dem 4. Lebensmonat, also war das für mich okay.

Die ersten drei Monate habe ich voll gestillt. Das war auch nicht sehr einfach, weil sie anfangs immer eingeschlafen ist. Dann hatte sie schon nach einer Stunde wieder Durst. Nur dann kann sie ja noch nichts bekommen, weil das Blähungen auslöst. Naja, war ziemlich stressig.
Ich wünschte, ich hätte auch schon eher zugefüttert.

Ob du ganz abstillst, musst du selber wissen. Du solltest dir nur auf keinen Fall von irgendwem sagen lassen, du wärst eine schlechte Mutter!!!

LG Uli

Beitrag von ex.animo 10.08.07 - 14:40 Uhr

Mir ging es am Anfang auch so. Tipp:
Nimm dir 3-4 Tage richtig Zeit für deine Maus. Lege sie mehrmals an, nicht nur alle 4 Stunden. Lasse die zusätzliche Nahrung weg, sorgt nur für Saugverwirrung (wegen der Flasche).
Klar das beim abpumpen nicht soviel kommt, wenn deine Tochter selber saugt kommt mehr. Hat damit zutun das du beim Anblick deines saugenden Kindes mehr Hormone ausschüttest als mit dem blöden Pumpwerkzeug.
Wenn du wirklich stillen willst dann schaffst du das. Der Anfang ist meist schwierig.
Wünsche dir viel Durchhaltevermögen!
Übrigens wird die Milchproduktion nicht unbedingt durch die Länge des Stillens sondern durch die Häufigkeit angeregt!
Wenn du fragen hast kannst du mich ruhig anschreiben!


Grüße,

ex.animo

Beitrag von cathie_g 10.08.07 - 14:43 Uhr

Hi Ela,

wenn Du zufuetterst und Deine Tochter wenig saugen laesst, dann nimmt Deine Milchmenge automatisch ab.

Wende Dich ruhig nochmal an Deine Hebi oder eine Stillberaterin. Klar bist Du keine schlechte Mutter wenn Du nicht stillst, aber Mia bekommt eben nicht den Immunschutz durchs Stillen wenn Du nur Flaschenmilch gibst und das wirkt sich lebenslang aus (ganz abgesehen davon dass ich die Rueckrufaktionen von den 5 verschiedenen Milchnahrungen in letzter Zeit auch nicht gerade beruhigend fand).

Versuchs nochmal

LG

Catherina

Beitrag von chichiela 10.08.07 - 14:44 Uhr



VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR DIE LIEBEN ANTWORTEN
LG ELA

Beitrag von raleigh 10.08.07 - 14:45 Uhr

Die Entscheidung steht dir völlig frei. Egal wie du dich entscheidest, du wirst immer dumme Sprüche kriegen, insofern keine Angst vor Menschen, die dich dumm anmachen.

Würdest du weiterstillen wollen, bräuchtest du die Hilfe einer Stillberaterin. Die kann man per Internet kontaktieren und sie helfen einem handwerklich und moralisch auf die Sprünge.

Sie unterstützen auch Zwiemilchernährung oder das Abstillen.

Wenn du definitiv abstillen möchtest, dann geht das aber natürlich auch einfach so. Aber du scheinst noch nicht so recht zu wissen, was du willst. Da wäre die LLL (LaLecheLiga) vielleicht wirklich ein Anlaufpunkt für dich.

Beitrag von hippychick 10.08.07 - 14:46 Uhr

bei meinem ersten sohn war es auch so, er hatte neugeborenengelbsucht und war sehr schlapp. er hat im ersten monat nicht wirklich zugenommen und es hat bis zum 4ten monat gedauert, bis es richtig gut geklappt hat.

da du schon tee und prenahrung gibst, nimmst du deinem koerper die chance, genug milch fuers baby zu produzieren. wenn du weiterstillen willst, halte durch und leg sie immer wieder an, egal wie oft oder kurz hintereinander.

du bist besatimmt keine schlechte mutter wenn du abstillst, aber wenn du jetzt schon beim nachdenken ein schlechtes gewissen hast, wer weiss wie du dich fuehlst wenn du wirklich mit stillen aufhoerst...

alles gute + starke nerven!!

lg hippy

Beitrag von mannu 10.08.07 - 14:50 Uhr

Hallo du,

mach es so, wie es dein Gefühl dir sagt.
Ich habe auch erst versucht zu stillen und kam damit überhaupt nicht zurecht und habe nach 2 Tagen abgestillt.

Unser Sohnemann hat sich prima entwickelt.
Ich hatte nie ein schlechtes Gewissen da ich mich damit wohler gefühlt habe und somit auch mein Kleiner.

Du musst für dich wissen, ob es dein innerstes Bedürfnis ist, dein Kind zu stillen, dann mach es auch weiter.
Wenn du aber merkst, es bringt nur Probleme und mit Flasche wäre es für euch beide einfacher, dann lass es doch einfach.

Sie wird auch so groß und stark. ;-)

LG Mannu + Nikolas (12 Monate)

Beitrag von manfred1981 10.08.07 - 15:02 Uhr

Hallo Ela,

erstmal HGW zu Deiner kleinen Maus.

Ich kann Dich gut verstehen. Auch in was für einer Zwickmühle Du Dich befindest.
Mir ging es selber ähnlich. Milcheinschuss sehr spät, deshalb schon im KH Flasche. Zu Hause dann ständiges Einschlafen und Dauerstillen. Ich bin dann auf Zwiemilchernährung (also so ähnlich wie Du es schon machst), das klappte ganz gut. Ich habe sie immer erst angelegt, alle 1,5 bis 2 Stunden, und ihr dann noch Pre gegeben. Hat auch nicht besonders funktioniert. Also habe ich, als ich dann ausreichend Milch hatte, Madame aber trinkfaul war, drei Mahlzeiten gestillt, den Rest Flasche. 100 % zufrieden war ich damit nicht, weil man schon ein schlechtes Gewissen hat. Aber Milchnahrung ist heute so weit entwickelt, dass die Kinder auch damit sehr gut groß werden. Als ich den Punkt überwunden hatte, dass NUR Mumi für ein Baby das richtige sei, gings mir besser, und ich konnte gut um mit der Zwiemilch.
Du jedoch hast Dich noch nicht entschieden, glaube ich. Das kann auch jeder nachvollziehen, denn das Stillen ist schon etwas ganz Besonderes. Wie auch immer Du Dich entscheidest, Zwiemilch, vollstillen oder abstillen, Du machst das Richtige. Denn was nützt Deiner Kleinen eine frustrierte und ausgelaugte Mama?! Die ersten Wochen sind so schon anstrengend genug.
Ich habe übrigens mit dem 8-Wochen-Schub (da war Selma ca. 10 Wochen) abgestillt. Es war für uns beide das Richtige, so kann ichs im Nachhinein beurteilen.
Wenn Du Dir darüber aber noch nicht schlüssig bist, dann sprich mit Deiner Hebamme darüber. Wäge Pro und Contra gut ab.
Und auch nach dem Abstillen kann man noch wieder mit Stillen anfangen. Deine Hebi zeigt Dir sicher dann wie das geht.
Lass Dich nicht entmutigen. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, und mega viel Freude mit dem kleinen Sonnenschein.

#herzlich Nora

Beitrag von boldi27 10.08.07 - 15:04 Uhr

Ich hatte bei meinen 3.KInd auch Probleme mit den Stillen da sie nach der Geburt 4 Wochen in KH lag und 3 Wochen davon in der Universitätsklinik die aber in einer anderen Stadt war.Ich konnte sie knapp 4 Wochen Stillen und davon aber nur 2 Wochen voll. Durch den Stress jeden Tag darüber fahren ging es wieder weg.Ich hatte am Anfang auch ein schlechtes Gewissen habe dann aber mit meiner Hebi gesprochen und hab dann pre Nahrung gefüttert und nach 1 Woche war das schlechte Gewissen vorbei.Wenn es nicht geht dann geht es ebend nicht.Trotz regelmäßiges Abpumpen.

LG Janette