Hatte Gespräch mit meinem Chef... Beschäftigungsverbot

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von virginiapool 10.08.07 - 16:28 Uhr

Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern als nicht angemessen bewertet und wird daher ausgeblendet.

Beitrag von mau30 10.08.07 - 16:31 Uhr

Hallo Anja

Sag mal was heißt Bv heißt das er zahlt weiter oder er beurlaubt dich Quasie unendgeldlich???

Ich arbeite als reine Nachtwache und traue mich garnicht zum Chef, obwohl ich ja jetzt schon nicht mehr los dürfte.
Ich weiß nicht was ich machen soll!

Mau 5+0

Beitrag von emmy06 10.08.07 - 16:33 Uhr

BV heißt Beschäftigungsverbot. Da gibt es verschiedene Arten von und wird nur als allerletzte Konsequenz ausgesprochen, es kostet die KK Unsummen von Geld.


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von miau2 10.08.07 - 17:23 Uhr

Hi,
BV heißt für Dich, dass Du das volle Gehalt weiter bekommst, aber nicht mehr arbeiten musst. Soweit ich weiß, gibt es auch teilweise BVs- also dass Deine Arbeitszeit z.B. auf 4h täglich beschränkt wird. Der AG bekommt das Geld von der Krankenkasse erstattet.

Ein BV, besonders noch in der Frühschwangerschaft, ist die letzte Maßnahme. Wenn es ausgesprochen werden soll, weil der Arbeitsplatz (wie z.B. Deiner) nicht schwangerschaftsgeeignet ist, dann MUSS der AG vorher die Chance bekommen, dich auf einen schwangerschaftstauglichen Platz zu versetzen.

Und das sollte auch angestrebt werden, geht es doch nicht nur um ein paar Wochen bei Dir, sondern um ca. 33. Ein BV, das in den Augen des AGs nicht gerechtfertigt ist kann dieser gerichtlich anfechten. Und das macht nicht gerade Spaß, es sollte also das letzte Mittel werden, das ergriffen wird.

Du musst es selbst wissen, oder frag den Frauenarzt: wenn der meint, dass Nachtwachen schon in der Frühschwangerschaft schaden könnten, solltest Du sofort mit dem Chef reden. Mit der Gefahr, dass er, wenn - wie leider recht oft - in der Frühschwangerschaft noch was schiefgeht eventuell guckt, wie er dich am schnellsten loswerden kann.

Wenn Du und auch der FA der Meinung seid, dass die Nachtwachen noch nicht schaden (vielleicht auch abhängig davon, was du machen musst dabei), dann kannst Du auch die Schwangerschaft noch verschweigen. Der AG kann sich ja erst an die Gesetze zum MuSchu halten, wenn er von der Schwangerschaft weiß.

Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen, aber wenn Du einen Job machst, der die Schwangerschaft lt. FA gefährden könnte, dann solltest Du es sofort sagen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von emmy06 10.08.07 - 16:32 Uhr

Hallo....

einfacher ist es Dein Chef spricht das BV aus, da er es auch ist, der Dir keinen ss-gerechten Arbeitsplatz bieten kann.
Er bekommt dann genauso Deinen Lohn über das U2 Umlageverfahren der Krankenkassen erstattet.
Falls Dein Chef denkt, das dies an eine bestimmte Anzahl der Mitarbeiter gebunden ist, dann sag ihm, das es in 2006 (genauer gesagt zum 1.Januar 2006) eine Novellierung dieses Gesetzes gab und jeder Betrieb am U2 Umlageverfahren teilnimmt.

Der Arzt ist der falsche Ansprechpartner im Moment.


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von niphretitee 10.08.07 - 16:33 Uhr

Hallo Anja,

bei mir ging das ganz schnell. Meine Ärztin hat einfach einen "Zettel" ausgedruckt, da steht drauf, dass ich von...bis... Beschäftigungsverbot habe. Ich glaube, es steht auch noch eine Begründung drauf, in etwa: Gefährdung der Mutter und des Kindes oder so (hab den Beleg grad nicht zur Hand). Auf alle Fälle geht das Ausstellen total ohne Probleme.#freu

Liebe Grüße,
Tina

Beitrag von mau30 10.08.07 - 16:38 Uhr

Hallo Tina,

Und dann gibt es das normale Gehalt?
Weiter die ganzen na sagen wir mal 9 Mon.??
Nur von KK und nicht vom Arbeitgeber!!

Mau#kratz

Beitrag von emmy06 10.08.07 - 16:40 Uhr

Der AG zahlt den normalen Nettolohn (Durchschnitt der letzten 3 Monate) und bekommt das Geld über das U2 Umlageverfahren von der KK erstattet.
Die Ärzte werden aber streng kontrolliert, leichtfertig stellt es kein Arzt aus, da ansonsten hohe Strafen drohen. Viele Ärzte fanden sich schneller vor Gericht wieder als sie schauen konnten....


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von emmylotte 10.08.07 - 19:39 Uhr

Hallo Tina,

warum hast du dieses BV bekommen ? Was hast du für einen Job ?? Und wie weit bist du zur Zeit ??

LG emmylotte ( 10+5 )

Beitrag von zahnhexe 10.08.07 - 16:35 Uhr

Hallo Anja,

ich bin von Beruf Zahnärztin und habe das selbe Problem wie Du. Bei mir allerdings kommt das Beschäftigungsverbot durch den Gesetzgeber. Als schwangere Zahnärztin bekommt man sein Gehalt dann von der sogenannten Ausgleichskasse ( läuft über die Krankenkasse). Bist Du sicher, daß der FA das Beschäftigungsverbot bei Dir aussprechen muß?

Grüße

Birgit

Beitrag von emmy06 10.08.07 - 16:38 Uhr

Nein, bei Ihr muss es nicht der Arzt aussprechen. Es gibt für den Arzt im Moment auch keine Veranlassung dazu und er könnte sich extreme Probleme mit der KK einhandeln, wenn er es doch tut.
Ihr Ansprechpartner ist jetzt ihr Chef, er kann ihr den ss-gerechten Arbeitsplatz nicht bieten, also muss er das BV aussprechen. Auch dann zahlt die Ausgleichskasse.


LG Yvonne 25.SSW

Beitrag von virginiapool 10.08.07 - 20:03 Uhr

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Beitrag von benedikte 10.08.07 - 22:18 Uhr

Natuerlich ist Deinem Chef ein BV angenehm- denn es kostet ihn keinen Pfennig. aber- ein BV ist eine medizinische Massnahme zum Schutze des Ungeborenen und seines Lebens, ncht zum Schutz vob Chefs Einkommen. Von daher- es kann nie ein " angebot" sein, das verhandelbar ist oder nicht. Entweder wird bedingungslos ein BV ausgesprochen- oder nicht.

Und- wenn Du schreibst, dass Du kein Festgehalt hast, sondern nur nach einsatz bezahlt wirst, dann bezweifle ich, dass die Krankekasse Dir auch was zahlt. Die orientireen sich naemlich im regelfall am Fixum, am monatlichen festgehalt, aber nicht an provisionen, Ueberstunden, Zusaetze.

Mach Dich da am besten schlau- nicht dass Du hinterher ganz ohne Kohle dastehst ( und dann auch noch Dein Elterngeld gemindert wird, weil Du ja jetzt dann ggf. nichts evrdienst).

Benedikte

Beitrag von erdbeertiger 11.08.07 - 14:17 Uhr

Bitte erklär mir doch mal, was an dem Beruf so unvereinbar ist mit dem Mutterschaftsgesetz, dass Du ein BV brauchst? Ich bin auch Unternehmensberaterin, und habe in keiner meiner zwei Schwangerschaften ein solches gehabt, habe auch immer gearbeitet...und kenne auch keine Kollegin, die ein BV hatte!
Wenn keine Risiko-SS vorliegt, ist Fliegen kein Problem, ich habe immer Chefs und Kollegen von der SS mitgeteilt, und alle hatten Verständnis dafür, dass ich dann nicht mehr 70 Stunden Wochen mache, sondern etwas kürzer trete, ich bin weniger Auto gefahren, sondern mehr Zug, Taxi, oder bei Kollegen mit, weil ich in der 1. SS durch das Autofahren unangenehme Verspannungen bekommen habe, und ich habe Beamer für Präsentationen tragen lassen, statt sie selber zu tragen...
Also ich sehe das Problem nicht so ganz, ich glaube Dein Chef will es sich gerade ziemlich einfach machen, kann das sein?

Kopfkratzende Gruesse,

Erdbeertiger

Beitrag von virginiapool 11.08.07 - 20:21 Uhr

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Beitrag von erdbeertiger 12.08.07 - 13:51 Uhr

Sorry, aber ich glaube Du unterschätzt meinen Job - eine 60 Stunden Woche ist bei mir wenig, normal ist 70-80h. Das Rumreisen und auswärts übernachten unter der Woche habe ich auch, aber entschuldige, auch ind er Schwangerschaft kannst Du Deinen Koffer noch tragen (zumal Du ihn meist ziehst), und um ihn ins Gepäcknetz hochzuheben, findet sich immer jemand, im Zweifelsfall die Stewardess. Wie gesagt: ich habe in meinen Schwangerschaften gesagt, dass ich nciht mehr die ganze Nacht arbeiten kann, und bin dann quasi auf eine 60St Woche runter - war im Stress aber auch mal mehr.
VUs habe ich Montag früh oder Freitag gemacht, dann kannst Du später aufbrechen oder früher abreisen, geht alles, im Zweifelsfall kann Dein Chef halt einen Tag weniger in Rechnung stellen. Das geht, wenn er es will und wenn Du es willst.
Das mit dem Hinlegen - ja das geht dann halt nicht. Habe ich auch nicht gemacht, war auch nicht so nötig! Geht ohne. Natürlich kannst Du mal ausfallen, aber das gilt nicht nur für jede Schwangere in jedem Job, sondern für alle Arbeitnehmer und ist Risiko des Chefs.
Ein BV ist natürlich einfacher, ich halte es jedoch für ausgemachten Schwachsinn - außer Du willst sowieso nicht in den Job zurück! Ich arbeite seit ich Kinder habe, Teilzeit (sprich ich arbeite 50% und habe jetzt eine 40 St Woche), und auch das geht - nicht ohne Probleme, aber es geht. Ich bin halt nur noch in Ausnahmefällen die ganze Woche außer Haus, sonst nur noch die halbe, aber natürlich bin ich auch an den anderen Tagen erreichbar.
Ich finde es nur ein Unding wenn die KK (also die Solidargemeinschaft) mit einer Menge Geld dafür aufkommen muss, dass es sich ein AG so einfach wie möglich macht!! Ich glaube auch nicht unbedingt, dass er vor Gericht damit durchkommt, weil wie gesagt, ich arbeite bei eienr groén Firma, und es haben mehrere Kolleginnen Kinder, und keine hatte ein BV. Alle sind weiter gereist, haben Koffer getragen und mehr als 12 St am Tag gearbeitet...

Beitrag von virginiapool 12.08.07 - 15:29 Uhr

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Beitrag von erdbeertiger 12.08.07 - 22:01 Uhr

Na, wenn du auf dem MuSchuG beharrst - ich liebe meine Job und mache ihn gerne, auch in der Schwangerschaft, gewisse Kompromisse muss man überall machen.
Ich befürchte nur, dass Dein AG wird nachweisen müssen, dass er Dir keinen anderen geeigneten Bürojo anbieten kann...